Schweinegrippe

Gesundheitsthema

Nach der Vogelgrippe vor einigen Jahren geht nun ein neues Schreckgespenst um, die Schweinegrippe oder besser mexikanische Grippe (offiziell Influenza A/H1N1) genannt. Die mexikanischen Behörden schlagen Alarm, Schulen werden geschlossen, öffentliche Veranstaltungen abgesagt, Fußballspiele müssen vor leeren Zuschauerrängen stattfinden. Der mexikanische Staat tut alles, um in einer Millionenmetropole wie Mexico City die Ausbreitung des Virus zu verhindern. Auch andere Staaten und die Welt-Gesundheitsorganisation WHO verfolgen die Krankheitsfälle genau. Eine Pandemie wird befürchtet.

Was versteht man unter einer Pandemie?

Im Gegensatz zu einer Epidemie, bei der das Auftreten einer Krankheit örtlich bzw. zeitlich begrenzt bleibt, liegt bei einer Pandemie eine Ausbreitung auf größere Gebiete bzw. andere Länder vor.

Aber anders als zu Zeiten der spanischen Grippe, die vielen Menschen das Leben kostete, weil der Virus sehr aggressiv und geeignete Medikamente noch nicht erfunden waren, entstehen Pandemien heutzutage aufgrund des weltweiten Flug- und Reiseverkehrs.

Urlauber oder Vielreisende stecken sich meist in dem Gastland an, entwickeln aber erst zwei bis fünf Tage später, oft schon wieder nach Hause zurückgekehrt, die ersten Symptome.

Eine Pandemie muss daher nicht mehr zwingend heißen, dass der Virus besonders ansteckend wäre.

Was wird gegen eine Ausbreitung getan?

Sowohl die WHO als auch die Länder der EU sind sich den Gefahren einer weltweiten Ausbreitung des Grippevirus bewusst und haben Maßnahmen zur Eindämmung ergriffen. Alle Flugreisende aus den USA und Mexiko werden auf Anzeichen für eine Infektion geprüft. Jeder gefundene Fall wird unter Quarantäne gesetzt und an zentrale Stellen gemeldet. So lässt sich die Ausbreitung des Virus verfolgen und einschätzen.

Deutschland verfügt schon seit langem über einen gut vorbereiteten Stufenplan, der im Fall einer Pandemie zum Einsatz kommt. Er regelt Impfungen, Verteilung von Arzneimitteln und koordiniert die medizinische Versorgung und das Notfallmanagement. Krankenhäuser, niedergelassene Ärzte und die Apotheken stellen eine Versorgung der Bevölkerung sicher.

Warum dauerte es solange, bis ein Impfstoff verfügbar war?

Grippeviren verändern sich ständig. Aus diesem Grund wird für den Influenza-Virus, den Auslöser der alljährlichen Grippewelle im Winter, die Zusammensetzung des Impfstoffs jedes Jahr neu angepasst. Die Züchtung und Aufbereitung der Inhaltsstoffe bedarf mehrere Monate Vorarbeit.

Bei der nun aufgetretenen Schweinegrippe (auch Neue Grippe genannt) handelt es sich um eine veränderte Art der Schweinegrippe. Normalerweise ist die Schweinegrippe nicht auf den Menschen übertragbar. Aber durch eine Veränderung der Erbinformation ist dieser für den Menschen ansteckend geworden. Die Entwicklung eines Impfstoffes für diesen neuen Grippeerreger benötigte dementsprechend Zeit. Nach der Entwicklung erfolgen seitens der Hersteller eine Test- und eine Prüfphase. Erst nach dem diese abgeschlossen ist und der Impfstoff durch die Behörden zugelassen wird, kann mit der Massenherstellung durch die Produzenten begonnen werden. Wenn diese angelaufen ist, beginnt auch die Auslieferung an die Impfstellen und Ärzte.

Wie kann ich mich selbst schützen?

Wie aggressiv und schnell sich der Virus ausbreitet, bleibt abzuwarten.

Es lohnt sich jedoch, die allgemeinen Verhaltensregeln, die für die Grippe gelten, auch hier zu beherzigen. Da Viren sich durch Tröpfcheninfektion ausbreiten, sollte direkter Körperkontakt mit anderen vermieden werden. Hierzu gehört neben der Umarmung und dem Küsschen auf die Backe auch der Händedruck. Treppengeländer, Flächen in öffentlichen Gebäuden oder Toiletten sind potenzielle Keimträger. Da in großen Menschenmengen die Ansteckungsgefahr wächst, werden in einigen Großstädten bereits Mundschutzmasken getragen.

Eine vorbeugende Impfung erhöht die Chance für Risikogruppen, den Erreger nicht zum Ausbruch zu bringen, da das Virus durch die vorbereiteten Abwehrmechanismen aktiv bekämpft wird. Bei einer Impfung sollten Sie jedoch beachten, dass Sie zum Impfzeitpunkt gesund sind und eine eventuelle Impfung gegen den saisonalen Grippeerreger zwei Wochen von der Impfung gegen die Schweinegrippe entfernt liegt.

Urlaubsreisen in kritische Länder wie USA oder Mexiko sollten derzeit vermieden werden.

Bei den ersten Anzeichen einer Grippe sollten Sie Ihren Hausarzt aufsuchen. Dieser kann herausfinden, ob es sich um den neuen Erreger handelt. Die Symptome für eine Ansteckung sind mit Abgeschlagenheit, Fieber sowie Kopf- und Gliederschmerzen die gleichen wie bei einer normalen Grippe.

Im Falle einer Erkrankung zeigen gängige, rezeptpflichtige Virustatika eine gute Wirksamkeit. Diese liegen in Ihrer Versandapotheke für den Ernstfall bereit.

Weiteres zum Thema Erkältung finden Sie hier.

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