Entzündungshemmende Medikamente
Entzündungshemmende Medikamente bieten schnelle Linderung bei inneren und äußeren Entzündungen. Ob Ekzem, Sonnenbrand oder Tennisarm - Entzündungen sind oft mit Schwellungen und Schmerzen verbunden. Entzündungshemmende Arzneimittel sind rezeptfrei und bekämpfen Entzündungen und Schmerzen sehr wirksam. Hier kannst du aus unserem breiten Angebot wählen.
Entzündungen sind ein natürlicher Prozess
Mit einer Entzündung reagiert der Körper auf Krankheitserreger, Gewebeschäden, Allergene oder Fremdstoffe. Die entsprechende Region erwärmt sich, wird rot und schwillt an. Betroffene erleben diesen Prozess als schmerzhaft und die entzündete Region als weniger funktionstüchtig, zum Beispiel lassen sich geschwollene Gelenke nicht mehr beugen und stark bewegen.
Dennoch hat eine Entzündung körperlichen Nutzen: Indem die Blutgefäße der betroffenen Region durchlässiger für Blutplasma werden, gelangen mit dem Anschwellen des Gewebes auch vermehrt Immunzellen dorthin. Ziel des Prozesses ist, den schädlichen Reiz zu beseitigen beziehungsweise geschädigte Zellen abzustoßen und abzubauen.
Was passiert bei Entzündungen im Körper?
Bei einer Entzündung greifen komplexe Prozesse des Körpers wie Zahnräder ineinander: Die Ausschüttung von Histamin und entzündungsfördernden Botenstoffen (Prostaglandinen) steigert die Durchlässigkeit der Blutgefäße, sodass Immunzellen wie Granulozyten, Lymphozyten, Makrophagen und Mastzellen an den betroffenen Bereich gelangen.
Beschränkt sich der entzündliche Vorgang auf eine einzelne Körperregion, spricht man von einer lokalen Entzündung. Eine sogenannte generalisierte Entzündung betrifft im Gegensatz dazu mehrere Organe oder den ganzen Körper.
Ursachen von Entzündungen
Die Faktoren, die Entzündungen im Körper auslösen, sind unterschiedlich. Häufige Entzündungsursachen sind
- mechanische Reize wie Fehlbelastungen beim Sport, Hitze- und Kälteeinwirkung, Prellungen und Verstauchungen
- Verletzungen wie Stiche, Kratzer oder Schnitte
- Allergene oder toxische Substanzen
- Krankheitserreger wie Bakterien, Viren und Pilze
- Grunderkrankungen wie Diabetes oder Verschleiß des Bewegungsapparates
Die 5 Symptome einer Entzündung
Mediziner:innen diagnostizieren eine Entzündung, wenn diese charakteristischen Symptome auf die betreffende Region zutreffen:
- Rötung
- Erwärmung
- Schwellung
- Schmerzen
- eingeschränkte Funktion
Bei umfangreichen Entzündungsprozessen reagiert der Körper darüber hinaus zusätzlich mit Fieber. Hier liegt zudem eine Gefahr: Fällt das Fieber zu stark aus, könnte die Situation lebensbedrohlich werden.
Wie werden Entzündungen behandelt?
Generell gilt: Eine Entzündung weist auf einen schädlichen Einfluss hin, den es zu beseitigen gilt, wenn die entzündlichen Symptome verschwinden sollen. Demzufolge behandeln Ärzt:innen akute bakterielle Entzündungen wie eine Mandelentzündung oder eine Blasenentzündung mit passenden Antibiotika.
Bei einer Allergie hingegen erkennt der Körper bestimmte Umweltstoffe und natürliche Proteine als Eindringlinge und erzeugt eine überschießende Immunantwort. Hier helfen spezielle Medikamente, beispielsweise Antihistaminika wie Levocetirizin 5 mg FTA von apodiscounter.de – bei Allergie (100 Stk.), die entzündungsfördernden Botenstoffe zu dämpfen und die typischen Symptome zu lindern.
Auch Autoimmunerkrankungen, bei denen sich die entzündliche Immunreaktion des Körpers gegen körpereigene Bereiche richtet, werden mit antientzündlichen Medikamenten therapiert. Dazu zählen zum Beispiel entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa, Schuppenflechte und Rheumatoide Arthritis.
Die gängigsten Wirkstoffe gegen Entzündungen
Kleinere Sportverletzungen, leichte Prellungen, Kontaktallergien oder ein Sonnenbrand bedürfen nicht unbedingt ärztlicher Behandlung. Hier stehen den Betroffenen rezeptfreie Präparate zur Auswahl, die entzündungshemmend, abschwellend und schmerzlindernd wirken. Die beliebtesten und frei erhältlichen entzündungshemmenden Medikamente basieren auf einem der folgenden Wirkstoffe:
Ibuprofen: Der bekannteste Wirkstoff gegen leichte bis mäßig starke Schmerzen hemmt gleichzeitig auch Entzündungsprozesse. Dabei gehört es zur Gruppe der nichtsteroidalen Antirheumatika – basiert also nicht auf Steroiden bzw. Kortison.
Ibuprofen hemmt im Körper das Enzym Cyclooxygenase und unterbindet damit die Produktion der entzündungsfördernden Gewebshormone (Prostaglandine). Symptomatisch hat Ibuprofen damit eine lindernde Wirkung auf Entzündungen, Schwellungen, Rötungen und Fieber.
Bei entzündlichen Gelenkschmerzen, nach Operationen und bei Verletzungen kommt Ibuprofen häufig in Tablettenform zum Einsatz, wie die Ibuprofen Heumann Schmerztabletten 400 mg (50 Stk.). Viele Präparate kombinieren es mit dem Wirkstoff Lysin, der die Wirkung beschleunigen soll.
Für die lokale Behandlung geschwollener Gelenke, beim typischen Tennisarm oder bei Sportverletzungen bietet sich Schmerzgel an, etwa das Doc Ibuprofen Schmerzgel 5 % (150 g). Ibuprofen kann Nebenwirkungen im Magen-Darmtrakt wie Übelkeit und Sodbrennen verursachen. Empfindliche Anwender sollten Tabletten daher nicht auf nüchternen Magen nehmen, bzw. vorab einen Magenschutz einnehmen, zum Beispiel Pantoprazol Eris 20 mg TMR von apodiscounter.de bei Sodbrennen (14 Stk.).
Diclofenac: Dieser Wirkstoff wird oft gegen leichte bis mäßige Schmerzen eingesetzt und hemmt gleichzeitig Entzündungsprozesse. Diclofenac gilt im Allgemeinen als gut verträglich und ist bis zu einer Dosierung von maximal 25 mg nicht verschreibungspflichtig. Es zählt zu den nichtsteroidalen Antirheumatika, das heißt zu den entzündungshemmenden Mitteln ohne Steroide bzw. Kortison.
Das Medikament wirkt antientzündlich, indem es die Produktion der entzündungsfördernden Hormone (Prostaglandine) im Körper unterdrückt – ein Effekt, der an den betroffenen Regionen bis zu sechs Stunden lang anhält. Für die Anwendung stehen zwei Möglichkeiten offen: Die äußere Anwendung in Form von Salbe und Gel, die sich etwa für geschwollene Gelenke anbieten, sowie die innere Anwendung mit Tabletten.
Beliebt bei Verstauchungen, Prellungen und Gelenkschmerzen sind etwa Schmerzgele mit kühlendem Effekt wie Voltaren Schmerzgel forte mit Diclofenac (150 g). Äußern sich Schmerzen und Entzündungen großflächiger, wie bei Rückenschmerzen und Verspannungen, bieten sich Diclofenac-Tabletten an, beispielsweise Voltaren Dolo 25 mg (20 Stk.).
Hydrocortison: Diesen Wirkstoff bildet der menschliche Organismus selbst: Als Stresshormon ist er unter dem Namen „Cortisol“ bekannt. Cortisol bzw. Hydrocortison wird auf Impulse der Hirnanhangdrüse in den Nebennieren produziert. Seine Aufgabe ist es, den Organismus optimal auf Stressphasen einzustellen. Neben der Energieversorgung durch Glukose gehört dazu auch die Eindämmung von Entzündungsreaktionen und die Regulation des Immunsystems.
Als Wirkstoff ist Hydrocortison in einer Konzentration von 0,25 bis 0,5 Prozent rezeptfrei erhältlich. Als Salbe, wie in FeniHydrocort Creme 0,5 % (30 g), verschafft es Linderung bei Ekzemen, Kontaktallergien, leichter Neurodermitis, Sonnenbrand und -allergie sowie bei entzündeten Insektenstichen.
Bromelain: Dieser pflanzliche Wirkstoff wird aus der Ananas gewonnen und umfasst zwei Enzyme, die Proteine spalten. Bromelain kommt zum Einsatz, wenn nach Verletzungen oder Operationen entzündliche Schwellungen abgebaut werden sollen. Gut belegt wurden seine positiven Effekte im Bereich der Nase und der Nasennebenhöhlen, doch Patient:innen setzen das Präparat auch gern nach Zahnoperationen oder plastisch-ästhetischen Eingriffen ein.
Wichtig: Zum Einnehmen muss Bromelain in Form magensaftresistenter Tabletten oder Kapseln verabreicht werden, wie bei den Wobenzym magensaftresistente Tabletten (100 Stk.), damit der Wirkstoff nicht durch die Magensäure zerstört wird.
Entzündungshemmende Medikamente: Darauf solltest du außerdem achten
Wirkstoffe wie Ibuprofen und Diclofenac sind rezeptfrei erhältlich, doch sollten nicht eigenmächtig über mehrere Wochen lang eingenommen werden. Wende das Präparat deiner Wahl nicht länger als vier Tage an, bevor du mit deiner Hausärztin bzw. deinem Hausarzt Rücksprache hältst. Mögliche Risiken und Nebenwirkungen solltest du bereits vor der Einnahme im Blick behalten.
Auch bestimmte Grunderkrankungen wie Leber- oder Nierenerkrankung, eine Herzmuskelschwäche, Blutbildungsstörungen oder Geschwüre im Magen-Darm-Trakt stellen unter Umständen Kontraindikationen dar. Frauen, die schwanger sind oder stillen, sollten ihre Gynäkologin befragen, welches entzündungshemmende Medikament für Mutter und Kind ungefährlich und geeignet ist.
Eine Eigentherapie von Entzündungen solltest du nur bei alltäglichen Beschwerden unternehmen, die du einschätzen kannst. Bei großflächigen Schwellungen und Rötungen, nicht abklingenden Schmerzen und Fieber ist deine Hausärztin bzw. dein Hausarzt die richtige Ansprechpartner:in.
Häufige Fragen zu entzündungshemmenden Medikamenten (FAQ)
Was sind entzündungshemmende Medikamente?
Entzündungshemmende Medikamente lindern innere und äußere Entzündungen und helfen wirksam gegen Symptome wie Schwellungen und Schmerzen. Viele dieser Arzneimittel sind rezeptfrei erhältlich.
Wie wirken entzündungshemmende Medikamente im Körper?
Sie blockieren entzündungsfördernde Botenstoffe wie Prostaglandine oder Histamin und unterstützen so die Abheilung von Entzündungen. Zudem können sie abschwellend und fiebersenkend wirken.
Welche Ursachen können Entzündungen haben?
Mögliche Auslöser sind mechanische Reize, Verletzungen, Allergene, Krankheitserreger oder Grunderkrankungen wie Diabetes oder Gelenkverschleiß.
Welche Symptome deuten auf eine Entzündung hin?
Typische Anzeichen sind Rötung, Erwärmung, Schwellung, Schmerzen und eine eingeschränkte Funktion der betroffenen Körperregion. Bei starken Entzündungen kann zusätzlich Fieber auftreten.
Welche Wirkstoffe kommen in entzündungshemmenden Medikamenten zum Einsatz?
- Ibuprofen: Wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend, erhältlich als Tablette oder Gel.
- Diclofenac: Gut verträglich, als Tablette oder kühlendes Schmerzgel verfügbar.
- Hydrocortison: Wird bei Hautentzündungen eingesetzt und ist in Salbenform erhältlich.
- Bromelain: Pflanzlicher Wirkstoff aus der Ananas, der Schwellungen nach Verletzungen reduziert.
Wie lange dürfen rezeptfreie entzündungshemmende Medikamente angewendet werden?
Die Anwendung sollte nicht länger als vier Tage ohne ärztliche Rücksprache erfolgen. Bei anhaltenden Beschwerden ist ärztlicher Rat erforderlich.
Was sollte bei der Einnahme entzündungshemmender Medikamente beachtet werden?
Es kann zu Nebenwirkungen oder Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten kommen. Personen mit Vorerkrankungen sowie Schwangere oder Stillende sollten vor der Einnahme medizinischen Rat einholen.
Wann sollte man besser zum Arzt oder zur Ärztin gehen?
Bei großflächigen Rötungen und Schwellungen, starken oder anhaltenden Schmerzen sowie Fieber ist ärztliche Beratung notwendig. In solchen Fällen sollte auf eine Eigentherapie verzichtet werden.
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