Allergie gegen Gräserpollen

die erste Welle des Allergieauslösers Birke ist überstanden, schon kommt die nächste Welle: die Gräserpollen. Und dieses Jahr wird die Belastung stärker sein. In unserem Blog verraten wir Ihnen, warum.


Welche Gräser sind für die Allergie verantwortlich?

Die Gräserpollen-Allergie zählt zu den häufigsten Pollenallergien. Es gibt ca. 8000 Gräserarten, aber nicht alle können Allergien auslösen. Besonders die Pollen der Süßgräser stellen Probleme für Allergiker dar.

Die höchste Allergiepotenz haben die Roggenpollen. Der Roggen produziert reichlich Pollen, dicht gefolgt vom Glatthafer. Gerstenpollen spielen in Deutschland fast keine allergene Rolle. Auch Mais, dessen Pollen ebenfalls allergieauslösend sind, gehört zur Kategorie „Gräser“. Der Umkreis der Verbreitung der Maispollen ist durch die Beschaffenheit (Größe, Klebrigkeit) stark reduziert. In unmittelbarer Nähe eines Maisfeldes kann es jedoch zu allergischen Reaktionen kommen.

Die Gräserpollen-Saison startet bei uns im Mai, in Südeuropa dagegen schon im März. Die Blütezeiten unterscheiden sich regional und sind von Jahr zu Jahr unterschiedlich. Die kalten Temperaturen im Februar und März haben die Blütezeit in diesem Jahr ein wenig nach hinten verschoben. Durch den rasanten Temperaturanstieg blühen nun alle Gräser nahezu gleichzeitig, weshalb mit einer stärkeren Pollenbelastung gerechnet werden muss. Hinzu kommt, dass 2018 ein sogenanntes Mastjahr ist. Bäume und Gräser produzieren in diesem Jahr besonders viele Samen. Mastjahre treten in unregelmäßigen Abständen auf und werden stark durch das Wetter beeinflusst.

Je höher die Temperaturen sind, desto stärker ist auch der Pollenflug. Bedingt durch den Klimawandel und die damit verbundenen wärmeren Temperaturen verlagert sich die Pollensaison. Sie beginnt Im Frühjahr eher und dauert im Herbst länger. Unter Umständen kann es sogar passieren, dass die Gräserpollen bis in den November hinein fliegen. Auch der Dezember bringt kaum Entlastung, da die Hasel in dieser Zeit zu blühen beginnt. Regentage sind für Allergiker eine wahre Erlösung. Die Pollen werden buchstäblich aus der Luft gewaschen und die Konzentration in der Luft sinkt merklich ab.


Symptome

Die Pollen der Gräser werden vom Wind fortgetragen und gelangen so in die Augen und Atemwege. Das Immunsystem eines Allergikers reagiert mit einer überschießenden Reaktion, da die Pollen vom Körper als gefährlicher Fremdkörper und nicht als harmlos erkannt werden. Es treten die typischen Allergie-Symptome auf:

  • juckende, gerötete Augen
  • laufende Nase
  • Kratzen im Hals
  • Niesen
  • Schlafstörungen, Abgeschlagenheit

Die Symptome können zusammen, aber auch vereinzelt auftreten. Auch die Stärke der Symptome variiert. In schweren Fällen kann es zu einem allergischen Schock kommen.


Diagnose

Haben Sie den Verdacht, an einer Gräserpollen-Allergie zu leiden, sollten Sie zeitnah einen Arzt aufsuchen. Wird die Gräserpollen-Allergie nicht entsprechend behandelt, kann sich z. B. ein allergisches Asthma entwickeln.

Beim Arzt werden verschiedene Tests durchgeführt (Prick-Test, Bluttest, RAST). t Je nach Stärkegrad der Allergie, wird entschieden welche Medikation am besten geeignet ist.


Therapie

Mit der richtigen Medikation kann die Pollensaison recht gut überstanden werden. In den meisten Fällen bekommen Patienten sogenannte Antihistaminika verschrieben. Diese Arzneimittel unterdrücken die Symptome einer allergischen Reaktionund sind mittlerweile gut verträglich.Es gibt sie in Form von Tabletten, Nasensprays oder Augentropfen. Ist die Allergie stärker ausgeprägt, stehen kortisonhaltige Mittel zur Verfügung. In jedem Fall sollten Sie die Auswahl der geeigneten Medikation mit Ihrem Arzt besprechen.

Hyposensibilisierung

Als weitere Therapiemöglichkeit wird die Hypersensibilisierung angeboten. Im Gegensatz zur symptomatischen Behandlung mit Antihistaminika oder Kortison wird hierbei versucht die Ursache zu beheben. Der Körper bekommt das entsprechende Allergen in langsam steigender Dosis verabreicht und wird dadurch nach und nach daran gewöhnt, also desensibilisiert. Ca. 70% der Patienten sind nach einer Hyposensibilisierung dauerhaft beschwerdefrei. Voraussetzung ist allerdings, dass die Therapie über mindestens 3 Jahre durch geführt wird. Es gibt zwei verschiedene Formen:

  • Subkutane Therapie SCIT: Das Allergen wird unter die Haut gespritzt.
  • Sublinguale Therapie SLIT: Das Allergen wird oral in Form von Tabletten oder Tropfen eingenommen.

Der ideale Zeitpunkt für die Hyposensibilisierung ist der Herbst. Der Körper ist zu der Zeit in der Regel keinen oder wenigen Allergenen ausgesetzt.


Tipps für die Pollen-Flugzeit

  • Kleidungswechsel beim Betreten der Wohnung
  • Vermeidung von Sport im Freien
  • nachts lüften, tagsüber Fenster geschlossen halten
  • Pollenschutzgitter für die Fenster
  • Installation eines speziellen Luftfilters im Auto
  • tägliche Anwendung einer Nasendusche
  • tägliches Haarewaschen

Eine Allergie gegen Gräser kann im Prinzip jeden treffen. Das Risiko ist erhöht, wenn die Eltern schon an Allergien leiden. Das Allergierisiko kann im Alter zunehmen. Vor einer Gräserpollen-Allergie braucht man keine Angst zu haben. Gehen Sie zu Ihrem Arzt und lassen sich dort beraten. Mit der richtigen Medikation und Therapie können Sie die Pollen-Flugzeit gut überstehen.



Bleiben Sie gesund,

Ihre Kristin vom apo-discounter.de Team



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