Mama ist die Beste

die erste große Liebe hält ein Leben lang. Sie beginnt schon im Mutterleib und intensiviert sich, sobald das Baby auf der Welt ist. Die Mutter-Kind-Bindung ist die stärkste zwischenmenschliche Bindung, die wir aufbauen. Ein Glücksfall, wenn sie auch im Erwachsenenalter weiter besteht. Lesen Sie diese Woche in unserem Blog interessante Fakten zur Mutter-Kind-Bindung. Übrigens, am 13. Mai ist wieder Muttertag ;-)

Babys sind instinktiv darauf aus, sich an eine Bezugsperson zu binden. Denn nur durch eine Bezugsperson können Babys überleben. Außer schreien und weinen bleiben Babys nicht viele Möglichkeiten auf seine jeweiligen Bedürfnisse aufmerksam zu machen. Die Bezugsperson reagiert auf die jeweiligen Bedürfnisse und gibt die nötige Sicherheit. Selbstverständlich gibt es auch die Vater-Kind-Bindung. In der Regel ist die Mutter-Kind-Bindung die stärkste Bindung, die ein Baby aufbaut.

Grundstein der Mutter-Kind-Bindung

Eigentlich beginnt die Mutter-Kind-Bindung schon in der Schwangerschaft. 40 Wochen wächst das Baby sicher und geborgen im Mutterleib heran. Über die Nabelschnur steht es in direktem Kontakt mit der Mutter, es wird ausreichend mit allen wichtigen Nährstoffen versorgt. Alle Emotionen der Mutter werden vom Baby miterlebt. Auch die Stimme und der Herzschlag der Mutter werden vom Baby gehört. Nach der Geburt wird mit dem Durchtrennen der Nabelschnur die wichtigste körperliche Verbindung gekappt. Das Baby erkennt seine Mama nun instinktiv am Geruch, an der Stimme und am Herzschlag.

Schon jetzt ist es wichtig, die Verbindung zum Baby wieder aufzunehmen. Im Idealfall hält diese Bindung ein Leben lang. Das können Sie direkt nach der Geburt tun:

  • Schmusen Sie mit Ihrem Baby: Der körperliche Kontakt ist extrem wichtig, das Baby hat schließlich über 9 Monate engsten Kontakt zu Ihnen gehabt. In den meisten Fällen bekommen die Mütter ihre Babys direkt nach der Geburt auf die Brust gelegt.
  • Stillen Sie Ihr Baby: Instinktiv sucht das Baby seine Nahrungsquelle. Essen ist ein Grundbedürfnis und wird meist durch lautes Schreien eingefordert.
  • Streicheln Sie Ihr Baby: Körperliche Berührungen empfinden Babys als sehr angenehm und schaffen viel Nähe.
  • Schauen Sie Ihr Baby an: Der erste Augenkontakt ist wichtig. So erkennt das Baby, dass es jemanden gibt, der sich kümmert.

 

Ausbau der Mutter-Kind-Bindung

In den ersten Wochen nach der Geburt festigt sich die Bindung zwischen Mutter und Kind. Die Mama verbringt viel Zeit mit ihrem Baby und hält engen Körperkontakt. Die wichtigen Impulsgeber in dieser Zeit sind die Hormone Oxytocin, Prolaktin und Progesteron. Sie stärken die Bindung ungemein. Oxytocin ist das sog. Glückshormon und beschert uns entsprechend glückliche Gefühle. Es wird auch beim Stillen gebildet und sorgt dafür, dass die Brust weich und gut durchblutet ist. Stillen ist nicht nur für die gesunde Ernährung des Babys wichtig. Auch für die Bindung zwischen Mutter und Kind spielt es eine wichtige Rolle. Durch die Körpernähe und –wärme und den Geruch der Mutter weiß das Baby, dass es sicher und geborgen ist. Aber auch durch Berührungen, Streicheln und Schmusen wird die Bindung gestärkt.

Viele unterschätzen auch die Wirkung von der Sprache. Babys erkennen schon im Mutterleib die Sprache ihrer Mama am Klang und am Rhythmus, auch wenn sie kein Wort verstehen. Auch in der späteren Entwicklung ist es enorm wichtig mit dem Baby zu sprechen. Da sie anfangs noch keinen Sinn hinter den gesprochenen Worten verstehen, macht hier „der Ton die Musik“. Eine zu laute, zu hektische oder zu aggressive Sprache ist dabei kein gutes Fundament einer stabilen Mutter-Kind-Bindung. Die emotionale Bindung wird erreicht durch eine ruhige und freundliche Aussprache. Verwenden Sie nicht die typische Baby-Sprache, das verwirrt die Kinder.

Das Stillen (oder Fläschchen geben) hört irgendwann in den ersten Lebensmonaten auf. Danach ist es wichtig, dem Baby auf anderen Wegen den nahen Körperkontakt zu ermöglichen. Durch Streichel- oder Schmuseeinheiten erfahren Babys wieder die gewohnte Geborgenheit und Sicherheit. In späteren Jahren fordern die Kinder diese Kuscheleinheiten sogar selber ein, etwa wenn sie sonntagmorgens ins elterliche Bett krabbeln.

Warum diese Bindung so wichtig ist

Liebe macht gesund, schlau, stressresistent und glücklich. Gerade in den ersten Monaten und Jahren ist es für Kinder besonders wichtig, eine Bezugsperson zu haben, bei der sie sich sicher, geborgen und geliebt fühlen. Das hat Einfluss auf das gesamte spätere Leben. Glücklicherweise machen Eltern vieles instinktiv richtig. Babys bedienen sich akustischer (schreien, weinen) und optischer Signale (Augenkontakt, Mimik), um die Bedürfnisse gegenüber den Bezugspersonen auszudrücken. Die Eltern müssen anhand dieser Signale schnell lernen, was sein Baby braucht. In der Regel wissen Mütter eher als die Väter Bescheid, da sie meist den engeren Kontakt zum Baby haben (Stillen, Elternzeit). Die Babys merken dadurch, dass es jemanden gibt, der sich sorgt und kümmert. Sie fühlen sich sicher und geborgen in der Welt. Wie sicher sich ein Kind in der Bindung zu Mutter und Vater fühlt, hängt vor allem von den „Bindungserfahrungen“ ab: Je mehr das Baby erfährt, dass es sich auf die Nähe und Fürsorge verlassen kann, umso sicherer fühlt es sich in der Beziehung zur jeweiligen Bezugsperson.

Verschiedene Studien haben ergeben, dass Kinder mit einer sicheren Bindung im späteren Leben kontaktfreudiger und beliebter sind. Sie besitzen eine stabilere und ausgeglichenere Persönlichkeit, sind empathischer und auch klüger. Geraten die Kleinen früh unter Druck, etwa weil es ihnen an Zuwendung fehlt, schüttet der Körper vermehrt Stresshormone aus – und das wirkt sich negativ auf die Gehirnentwicklung aus.

Die Bezugsperson(en) sollte(n) gerade in den ersten Lebensmonaten konstant sein. Das Baby kann so aus seinem „sicheren Hafen“ heraus die Welt kennenlernen und weiß trotzdem jederzeit, es kann in seine sichere Umgebung zurückkehren.

Tipps für eine starke Mutter-Kind-Bindung

  • Seien Sie aufmerksam und gehen Sie auf die Bedürfnisse des Kindes ein.
  • Seien Sie präsent nicht nur anwesend.
  • Trösten Sie Ihr Kind. So zeigen Sie ihm, dass der Schmerz ernst genommen wird.
  • Nehmen Sie sich Zeit zum Stillen oder Fläschchen geben.
  • Erlauben Sie das Schlafen und Kuscheln im Elternbett. Kinder fühlen sich dadurch sicher.
  • Führen Sie kleine Rituale in den Alltag ein. An diese Traditionen erinnern sich Kinder noch lange.
  • Überraschen Sie Ihr Kind ab und zu mit einer Kleinigkeit.
  • Stressen Sie Ihr Kind nicht mit unnötigen Bedingungen. Zeigen Sie, dass Sie da sind, auch ohne Gegenleistung wie z.B. gute Schulnoten.
  • Lachen Sie gemeinsam.
  • Essen Sie gemeinsam.
  • Zeigen Sie Ihrem Kind Respekt. Entschuldigen Sie sich, wenn nötig.
  • Lügen Sie Ihr Kind nicht an. Kinder verlieren dadurch das Vertrauen. Kleine „Magie-Lügen“ wie der Weihnachtsmann oder die Zahnfee sind hiervon ausgenommen.
  • Nehmen Sie die Gefühle des Kindes ernst.

 

Wenn die Bindung nicht aufgebaut werden kann

Die Mutter-Kind-Bindung wird durch viele verschiedene Faktoren beeinflusst. Ein großer Faktor ist die Geburt selbst. Verläuft sie normal oder dramatisch, gibt es einen Kaiserschnitt oder eine Frühgeburt? Manchmal haben Mütter Schwierigkeiten, sich emotional auf ihr Baby einzulassen. Sie empfinden kaum Freude, die Kontaktversuche des Babys werden ignoriert. Die Mütter geraten in einen Teufelskreis aus Scham, Wut, Selbstzweifel und Traurigsein. Solche Empfindungen können Anzeichen einer Wochenbettdepression sein. Trauen Sie sich und geben Sie sich zeitnah in professionelle Hände. Denn unbehandelt kann eine Wochenbettdepression die Beziehung zwischen Mutter und Kind schwer belasten.

Nicht immer ist es leicht, die Signale des Babys richtig zu verstehen. Ein exzessiv schreiendes und schlecht schlafendes Baby kann seine Eltern schnell an den Rand der Belastbarkeit führen. Auch hier gibt es professionelle Hilfe, derer Sie sich nicht schämen sollten! Die starke Bindung zu Ihrem Kind ist mehr wert als Ihr Schamgefühl!

Ein Blick in die Zukunft

Viele Mütter und Väter haben heutzutage Angst in der Erziehung etwas falsch zu machen, ihrem Kind nicht alle Möglichkeiten der Förderung zu bieten oder ihr Kind zu verziehen. Dabei sollte Erziehung in allererster Linie Spaß machen. Es schadet nicht, die Zügel auch mal locker zu lassen und den Sonntag mal im Bett zu verbummeln. Solche kleinen Traditionen sorgen für einen unglaublich festen Zusammenhalt in der Familie, auch über die Pubertät hinaus. Spätestens ab der Pubertät zeigt sich, wie stark die Mutter-Kind-Bindung ist, die in den ersten Monaten geknüpft wurde. Denn mit der Pubertät fangen die Kinder an, sich von den Eltern abzunabeln. Nutzen Sie also jeden innigen Moment mit Ihrem Baby.

Bleiben Sie gesund,

Ihre Kristin vom apo-discounter.de Team

 

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