Medikation bei Kindern

Erwachsene greifen schnell zu Medikamenten, sobald sich eine Erkältung anbahnt. Wie reagieren Sie richtig, wenn Ihr Kind kränkelt? Welches Medikament darf man nicht verabreichen? Und wie werden Zäpfchen am besten verabreicht? Wir klären diese Fragen in unserem Blog.

Der Kindergarten ist die ideale Spielwiese für Viren und Bakterien. Erkältung, Durchfall, Läuse, Mittelohrentzündung – mit bis zu zehn Infekten pro Jahr müssen Eltern von Kindergartenkindern rechnen. Doch beim Griff in die Hausapotheke ist Vorsicht geboten. Denn Kinder sind keine kleinen Erwachsenen! Bei einer Erkrankung wie Schnupfen, Erkältung oder Fieber reicht es nicht aus, das Medikament für Erwachsene zu nehmen und die Dosierung runterzurechnen.

Bei harmlosen Beschwerden sollte nicht immer gleich zu Medikamenten gegriffen werden. Manche Beschwerden lassen sich durch Hausmittel und elterliche Zuwendung überwinden. Bei ernsten Erkrankungen oder Schmerzen ist eine medikamentöse Behandlung dagegen zwingend erforderlich. Das können z.B. sein:

  • Infektionen der Harnwege, des Mittelohrs oder der Nasennebenhöhlen
  • Chronische Erkrankungen

 

Eltern und Kinderärzte sollten zusammen entscheiden, ob eine Medikamentengabe sinnvoll und notwendig ist. Die Sorge vor Nebenwirkungen ist bei Eltern immer präsent. Mit der EU-Kinderarzneimittelverordnung von 2007 müssen die Hersteller in entsprechenden Studien nachweisen, dass das entsprechende Medikament für Kinder ungefährlich ist.

Die korrekte Dosierung und Anwendungsform

Babys und Kleinkinder reagieren altersabhängig anders als Jugendliche und Erwachsene. Die Organe sind noch nicht ausgereift, das Immunsystem noch nicht vollständig funktionsfähig. Die Proportion von Größe zu Gewicht ist ebenfalls anders. Die Dosierung und Anwendungsform muss dementsprechend an das Alter des kleinen Patienten angepasst werden. So können kleine Babys noch keine Tabletten schlucken, ein Jugendlicher wird mit Sicherheit ein Fieber-Zäpfchen verweigern. Die Dosierungsangaben auf den Beipackzetteln müssen in jedem Alter genauestens eingehalten werden.

Für Babys und Kleinkinder eignen sich am besten Medikamente in Form von Saft, Tropfen, Elixier, Suspension oder Sirup. Diese Flüssigkeiten können leicht runtergeschluckt werden und schmecken meist süß und angenehm. Aber Achtung: Die korrekte Dosierung muss unbedingt eingehalten werden und darf nicht schlafenden oder schreienden Kindern verabreicht werden. Verwenden Sie die beigelegten Dosierhilfen (Löffel, Spritze). Bei älteren Kindergarten- und Schulkindern können die Medikamente schon in Tablettenform eingenommen werden. Hier ist die Dosierung genau vorgegeben. Die Tabletten haben meist keinen Eigengeschmack und sind in überzogener Form auch leicht zu schlucken. Die Einnahme sollte in aufrechter Haltung und mit viel Wasser erfolgen.

Tipps zur schonenden Medikamenten-Gabe

Antibiotika-Saft

  • Bei den meisten bakteriellen Fällen wird ein sog. Trockensaft verschrieben. Die Eltern bekommen ein Pulver, das sie zu Hause oder in der Apotheke mit Wasser vermischen und so einen dickflüssigen Saft herstellen.
  • Mit der beigelegten Dosierspritze wird der Saft aufgezogen und kann direkt in die Backentaschen des Kindermundes gespritzt werden.
  • Nach Medikamenten-Gabe kann sofort getrunken werden.
  • Unbedingt auf die korrekte Dosierung achten!
  • Nicht mit Milch vermischen.
  • Verweigert das Kind den Saft, fragen Sie Ihren Arzt nach einem Alternativ-Produkt.

 

Zäpfchen

  • Bei Fieber und Schmerzen sind Zäpfchen für Babys und Kleinkinder eine gute Wahl.
  • Der Po muss entspannt sein, lenken Sie Ihr Baby ab.
  • Verwenden Sie keine zusätzliche Creme oder Vaseline. Eventuell kann der Wirkstoff nicht mehr gut vom Körper aufgenommen werden. Die Körperwärme reicht, um das Zäpfchen geschmeidig zu machen.
  • Nach dem Einführen sollten Sie die Pobacken sanft zusammendrücken.
  • Achten Sie auf die korrekten Zeitabstände zwischen zwei Gaben.
  • Kommt das Zäpfchen nach kurzer Zeit mit dem Stuhlgang wieder heraus, geben Sie kein neues Zäpfchen, sondern warten Sie die Zeit bis zur nächstmöglichen Medikamenten-Gabe.
  • Geht das Fieber in der Zwischenzeit nicht runter, kann eventuell ein Zäpfchen mit einem anderen Wirkstoff gegeben werden (Ibuprofen statt Paracetamol). Bitte unbedingt vorher den Arzt fragen!

 

Fiebersaft

  • Schütteln Sie vor Medikamenten-Gabe die Flasche, damit sich die festen Bestandteile gleichmäßig verteilen können.
  • Verwenden Sie unbedingt die beigefügte Dosierhilfe!

 

Schnupfen

  • Abschwellende Nasentropfen und natürliche Salzlösungen eignen sich sehr gut.
  • Bei Babys sind Tropfen, bei älteren Kindern sind Sprays anwendbar.
  • Nasentropfen geben Sie am besten im Liegen, Nasensprays können im Sitzen verabreicht werden. Ein Tropfen bzw. Sprühstoß pro Nasenloch reicht aus.

 

Augentropfen

  • Augentropfen gibt es als Tropfflasche oder Einzeldosen. Einzeldosenpipetten enthalten keine Konservierungsstoffe und sind daher nur begrenzt haltbar und man kann sie nur einmal verwenden.
  • Legen Sie Ihr Kind hin und lassen Sie es die Augen schließen. Den Tropfen in die Kuhle am Innenwinkel des Auges geben. Dann das Köpfchen anheben und das Unterlid vorsichtig in Richtung Wange ziehen.
  • Überdosierung praktisch ausgeschlossen, da die überschüssige Menge herausläuft.

 

Diese Arzneimittel sind ungeeignet für Kinder

Erwachsene können zu rezeptfreien Arzneimitteln aus der Apotheke greifen. Bei der Wahl der Kinder-Medikamente sollten Sie allerdings vorsichtig sein. Nicht alle Wirk- und Inhaltsstoffe sind für Kinder geeignet.

Acetylsalicylsäure

Der Wirkstoff Acetylsalicylsäure (ASS) ist vor allem als Aspirin bekannt. Aber er ist auch in vielen anderen Medikamenten enthalten. Für Babys und Kinder ist dieser Wirkstoff völlig ungeeignet! ASS kann das sog. Reye-Syndrom auslösen, eine Krankheit mit neurologischen Folgen. Als Alternative gelten Ibuprofen und Paracetamol.

Kombipräparate

Kombinationspräparate sollen gleich mehrere Erkältungssymptome lindern. Dies ist für Kinder allerdings bedenklich. Bei einem Mix der verschiedenen Wirkstoffe kann eine kindgerechte Dosierung der einzelnen Wirkstoffe nicht gewährleistet werden. Außerdem enthalten viele Kombipräparate Alkohol und Koffein. Bei einer Erkältung ist es besser, die jeweiligen Symptome mit kindertauglichen Medikamenten einzeln zu lindern.

Codeinhaltige Hustenstiller

Trockener Husten soll durch die Gabe von Hustenstillern unterdrückt werden. Diese enthalten meist Codein oder Dihydrocodein. Bei Babys kann dieser Wirkstoff im schlimmsten Fall zum Atemstillstand führen. Auch bei Kleinkindern sollte bei Verabreichung genau auf die Dosierung geachtet werden.

Ätherische Öle

Kampfer und Menthol sind bei Erkältungskrankheiten eine wohltuende Alternative zu chemischen Arzneimitteln. Aber Achtung: Für Kinder unter 2 Jahren sind diese ätherischen Öle keinesfalls geeignet, weder zum Einreiben noch zur Luftbefeuchtung! Die Atemwege werden durch die Dämpfe zu stark belastet. Für Säulinge ab 6 Monaten gibt es Alternativpräparate die Eukalyptus- oder Kiefernadelöl enthalten.

Honig

Der Klassiker bei Husten und Halsweh ist für Kinder unter einem Jahr nicht geeignet! Im Honig sind gelegentlich Bakterien enthalten, die für Babys sogar lebensbedrohlich sein können.

Echinacea, Zink, Vitamin C

Bei einer Erkältung werden gern Zusatzpräparate mit Echinacea, Zink oder Vitamin C eingenommen, um die Abwehr zu stärken. Bei Kindern wird allerdings von einer Verabreichung solcher Zusatzpräparate abgeraten, auch wenn keine Nebenwirkungen zu erwarten sind.

Pflanzliche Abführmittel

Verstopfung ist bei Kindern keine Seltenheit. Abführmittel sollten allerdings nur nach ärztlicher Absprache gegeben werden. Pflanzliche Mittel wie Rhabarberwurzel oder Faulbaumrinde sind für Kinder völlig ungeeignet. Sie enthalten toxische Stoffe, die zu unerwünschten Nebenwirkungen führen können.

Der Kinderarzt wägt sorgfältig ab, welches Medikament am besten für Ihr Kind geeignet ist. Sprechen Sie unbedingt Ihre Bedenken an. Eventuell kann auch ein Alternativ-Produkt in Betracht gezogen werden. Geben Sie keine Medikamente in Eigenregie, auch wenn Sie naturheilkundliche Präparate verabreichen wollen. Achten Sie auf die korrekte Dosierung. Bewahren Sie alle Medikamente kindersicher auf. Sollten sich die Symptome nicht bessern oder sogar verschlimmern, suchen Sie schnellstmöglich Ihren Kinderarzt auf.

Bleiben Sie gesund,

Ihre Kristin vom apo-discounter.de Team

 

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