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Was hilft gegen Fuß- und Nagelpilz?

wussten Sie, dass es die meisten Menschen im Laufe ihres Lebens einmal mit Fuß- oder Nagelpilz zu tun bekommen?! Das ist zwar ärgerlich, aber kein Weltuntergang. Denn: Fuß- oder Nagelpilz ist behandelbar! Lesen Sie in unserem Newsletter-Blog Wissenswertes zu Symptomen, Mythen, Behandlungsmöglichkeiten und dem sog. "Fahrstuhleffekt".

Fußpilz

Die Fußpilzerreger sitzen im Hotelteppich, im Schwimmbad, in der Dusche vom Fitness-Studio und in der Sauna. Da die Erkrankung ansteckend ist, sind verhältnismäßig viele Menschen davon betroffen. Sind Sie auch von Fußpilz betroffen, sollten Sie schnell handeln. Denn bleibt der Fußpilz unbehandelt, besteht die Gefahr, dass er sich auf andere Körperregionen ausbreiten kann.

Ursachen

Fußpilz kann jeden treffen! Zu den häufigsten Erregern zählen die sogenannten Fadenpilze (Dermatophyten). Wesentlich seltener können Hefe- oder Sprosspilze sowie Schimmelpilze zu Fußpilz führen. Fadenpilze benötigen Keratin als Nahrungsquelle, daher nisten sie sich in der Hornschicht der Haut ein. Eine Ansteckung ist vor allem dann möglich, wenn die Hautbarriere beeinträchtigt ist, das Immunsystem geschwächt ist oder wenn man kleine Verletzungen an den Füßen hat. Feucht-warmes Klima begünstigt eine Ansteckung noch zusätzlich (Schweiß-Füße). Besonders anfällig sind daher Sportler. Sie schwitzen viel, duschen meist in Gemeinschaftsduschen und tragen enge, luftundurchlässige Sportschuhe. Aber auch bei Diabetikern besteht ein erhöhtes Ansteckungspotential. Gerade bei einem schlecht eingestellten Diabetes-Patienten kommt es häufig zu Durchblutungsstörungen und zur Schädigung des Nervensystems. Das führt wiederum zu einer lokal geschwächten Immunabwehr, was zur Folge hat, dass Wunden und Entzündungen schlecht heilen und die Pilzerreger leichtes Spiel haben. Ebenfalls zu den Risiko-Gruppen gehören Menschen mit chronischen Hautentzündungen. Wer einmal Fußpilz hatte, kann sich leichter wieder anstecken.

Mythos #1: Fuß- oder Nagelpilz ist ein Anzeichen für mangelnde Hygiene
FALSCH! Die Erreger gelangen durch kleinste Verletzungen in der Hautschicht in den Körper. Auch ein sehr gepflegter Fuß kann betroffen sein.



Mythos #2: Fuß- oder Nagelpilz bekommt man nur im fortgeschrittenen Alter
FALSCH! Auch in jungen Jahren kann man an Fuß- oder Nagelpilz erkranken.



Symptome

Fadenpilze fühlen sich in den Zehenzwischenräumen am wohlsten. Daher ist hier meist der Ursprung der Erkrankung zu beobachten. Allerdings können sich die Erreger auch über den gesamten Fuß ausbreiten. Die häufigsten Symptome bei Fußpilz sind:

  • Brennen oder Jucken an den Zehen und/oder Füßen
  • Veränderungen der Haut in den Zehenzwischenräumen, insbesondere Risse, weiße Verfärbungen und Aufweichen, Nässen
  • Hautrisse an Fußsohlen und Fersen
  • Bläschenbildung


Je weiter fortgeschritten der Fußpilz ist, desto größer werden auch die betroffenen Bereiche. Durch die entstehenden Hautrisse können weitere Bakterien in die Haut eindringen.

Behandlung

Mythos #3: Fuß- oder Nagelpilz heilt von allein.
FALSCH! Fuß- oder Nagelpilz muss dringend und schnellstmöglich behandelt werden.



Wenn Sie diese Symptome erkennen, sollten Sie schnell handeln. Fußpilz heilt nicht von allein! Nicht behandelt, kann sich der Fußpilz auf die Nägel ausbreiten (Nagelpilz) und eine Wundrose begünstigen. Denn die Pilzbesiedlung schädigt die natürliche Abwehr der Haut, wodurch Bakterien und Viren leichter in tiefere Hautschichten eindringen und dort Schaden anrichten können.

Fußpilz kann sich grundsätzlich an jedem Bereich des Körpers ansiedeln. Meist genügt es, die juckenden Füße mit den Händen zu kratzen. Dabei können ansteckungsfähige Pilze unter den Fingernagel und von dort etwa ins Gesicht gelangen. Außerdem gelangen Pilze über Badteppiche und Handtücher an die verschiedenen Körperstellen.

Fußpilz wird meist lokal durch das Auftragen von Cremes, Sprays oder Lösungen behandelt. Die Produkte enthalten Antimykotika (Antipilzmittel), welche ein breites Wirkungsspektrum haben und sowohl Fadenpilze als auch Hefepilze bekämpfen. Bekannte Wirkstoffe sind z.B. Terbinafin, Clotrimazol, Miconazol und Bifonazol.

  • Puder, Gel: geeignet für Menschen mit Fußschweiß
  • Cremes, Lotionen: geeignet für Menschen mit trockener Haut
  • Lösungen: lassen sich dünn auftragen und gut einreiben
  • Sprays: einfache Anwendung auch bei schwer erreichbaren Stellen


Wirkstoff Darreichung Wirkweise
Terbinafin Creme, Gel, Spray, Tabletten Störung der Zellmembranbildung bei den Erregern
Clotrimazol Creme, Lösung, Spray, Puder Störung der Zellmembranbildung bei den Erregern
Miconazol Creme, Lösung, Puder Störung der Zellmembranbildung bei den Erregern
Bifonazol Creme, Lösung Störung der Zellmembranbildung bei den Erregern


Wichtig: Halten Sie bei jedem Medikament gegen Fußpilz die empfohlene Therapiedauer ein, auch wenn die Symptome schon früher abklingen. Wird eine Behandlung vorzeitig beendet, sind unter Umständen die Erreger nicht vollständig bekämpft und ein Wiederaufflammen der Infektion droht. Halten sich die Symptome hartnäckig und verschwinden auch nach der eingehaltenen Therapiedauer nicht, dann sollten Sie dringend einen Arzt aufsuchen.

Sonderform Nagelpilz

Unbehandelter Fußpilz kann sich auf die Nägel ausbreiten. In diesem Fall spricht man dann von Nagelpilz. Und dieser ist hartnäckig. Einmal betroffen, kann auch der nachwachsende Nagel immer wieder von Nagelpilz befallen sein. Jetzt heißt es: Schnell sein. Denn ohne Behandlung kann der Nagelpilz den gesamten Nagel zerstören und auch die anderen Nägel befallen. Im Gegensatz zum Fußpilz muss der Nagelpilz ärztlich untersucht werden. Denn eine Nagelpilztherapie ist komplizierter und langwieriger.

Ursachen

Die Ursachen beim Nagelpilz sind in etwa dieselben wie bei Fußpilz. Die Erreger sind meist Fadenpilze, seltener auch Hefe- und Schimmelpilze. Ein unbehandelter Fußpilz geht meist einher mit Nagelpilz. Aber auch umgekehrt ist die Ansteckung möglich.

Symptome

Nagelpilz macht sich schleichend bemerkbar. Die ersten Anzeichen sind:

  • Nägel verlieren ihren Glanz
  • Nägel werden trüb und undurchsichtig
  • Bildung von gelblichen bis grau-bräunlichen Flecken oder Streifen


Mit der Zeit verändert sich nicht nur die Nagelfarbe, auch die Nagelstruktur verändert sich. Nagelplatte und Nageloberfläche werden uneben, der Nagel beginnt zu bröckeln und löst sich vom Nagelbett ab. Im Endstadium der Erkrankung ist der Nagel vom Pilz vollständig zerstört.

Behandlung

Mythos #4: Nagelpilz ist nicht ansteckend.
FALSCH! Nagelpilz ist hoch ansteckend. Es sollte schnell behandelt werden, um auch die Menschen in Ihrer Umgebung vor einer Ansteckung zu schützen.



Auch bei Nagelpilz helfen die sogenannten Antimykotika. Sie enthalten Wirkstoffe, die Pilze gezielt abtöten oder ihr Wachstum hemmen. Die Behandlung richtet sich hierbei nach dem Fortschritt des Pilzbefalls:

  • Ist nur die oberste Nagelschicht und weniger als die Hälfte des Nagels betroffen, kann die Erkrankung noch mit äußerlich anwendbaren Tinkturen oder Nagellacken behandelt werden.
  • Sind die Erreger bereits tief in den Nagel eingedrungen, ist auch der nachwachsende Nagel immer wieder befallen. In diesem Fall kann die Erkrankung nur mit Einnahme von Tabletten oder Kapseln behandelt werden.


Die Auswahl des Medikamentes sollten Sie Ihrem Arzt überlassen. Er sollte herausfinden, um welche Art Pilz es sich handelt und dementsprechend den medikamentösen Behandlungsplan erstellen. Hierbei sollten Sie allerdings Geduld haben. Eine Behandlung von Nagelpilz kann gut und gerne über 6 Monate andauern.

Vorbeugen

"Vorsorge ist besser als Nachsorge" - hier sind ein paar Tipps, dem Fuß- und Nagelpilz vorzubeugen:

  • Barfußlaufen in öffentlichen Bereichen (Schwimmbad, Saune, etc.) vermeiden
  • Füße gut abtrocknen und trocken halten (besonders Zehenzwischenräume)
  • Sorgfältige Fußpflege
  • Passendes Schuhwerk (luftdurchlässig, Leder, bequem)
  • Sportschuhe regelmäßig auslüften und desinfizieren
  • Handtücher regelmäßig wechseln


Wichtig zu wissen: Wer unter Nagel- oder Fußpilz leidet, sollte sich immer zuerst die Socken und danach die Unterwäsche anziehen. So kann vermieden werden, dass die Erreger von den Füßen in die Leistengegend transportiert werden. Diese Art der Pilzverbreitung wird als "Fahrstuhleffekt" bezeichnet.

Bleiben Sie gesund,

Ihre Kristin vom apo-discounter.de Team

 

 

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