Was hilft gegen Husten?

pünktlich zur Schnupfenzeit kündigt er sich mit an: der Husten. Er ist lästig und tut manchmal ganz schön weh. Eigentlich ist Husten aber eine gute Sache! Er ist ein Schutzreflex unseres Körpers, um Fremdkörper aus der Lunge zu befördern. Lesen Sie diese Woche in unserem Blog: Wissenswertes zum Thema Husten.

Husten ist unangenehm, aber eine notwendige Reaktion des Körpers. Der Hustenreflex entsteht, wenn die Schleimhaut der unteren Atemwege gereizt wird, z.B. durch:

  • Fremdkörper
  • Krankheitserreger
  • Bronchialschleim
  • Schadstoffe


Husten kann bewusst ausgelöst werden oder reflexartig entstehen. In beiden Fällen ist die Technik die gleiche: Man atmet tief ein und der Kehlkopf verschließt sich. Gleichzeitig zieht sich der Atemmuskel zusammen. Die Luft wird dann ruckartig ausgestoßen und der Kehlkopf öffnet sich wieder. Beim Husten wirken Muskeln im Brust- und Bauchraum sowie im Rücken zusammen.. Unter Umständen kann sich sogar im Bauchraum ein Muskelkater bilden, wenn der Hustenanfall extrem stark ausgeprägt war. Der wichtigste Muskel beim Husten ist das Zwerchfell. Er trennt den Brust- und Bauchraum und zieht sich bei jedem Hustenstoß ruckartig zusammen. So wird die Luft aus der Lunge gepresst.

Den überwiegenden Teil der Reinigung übernehmen die so genannten Flimmerhärchen. Sie bedecken die Schleimhaut der Atemwege, sind von einem wässrigen Schleim umgeben und bewegen sich wellenförmig in Richtung Rachen. So werden Fremdkörper aus der Lunge transportiert. Sobald dieser Mechanismus nicht mehr ausreicht, wird vermehrt Schleim produziert. Die Flimmerhärchen können diesen Schleim nicht mehr in Richtung Rachen schieben, weil sie z.B. durch Eiter oder Ablagerungen verkleben. Jetzt behilft sich der Körper mit Husten.

Ursachen von spontanem Husten

  • Verschlucken bei Trinken oder Essen
  • Einatmen von Staub, Fremdkörpern o.ä.


Ursachen von krankheitsbedingtem Husten

  • Infektion der Atemwege (Erkältung, Grippe)
  • Bronchitis
  • Lungenerkrankungen (z.B. Lungenentzündung)
  • Allergien
  • Asthma
  • Rauchen
  • U.a.


Hustenarten

Reizhusten bzw. unproduktiver Husten

  • Husten ohne Auswurf
  • Entzündete oder gereizte Schleimhäute sind die Ursache
  • Medikamente sollte man eher abends einnehmen, um den Hustenreiz über Nacht zu lindern und um besser schlafen zu können
  • Linderung verschaffen Präparate mit Spitzwegerich, Efeu und Isländisch Moos oder synthetische Stoffe wie Codein, Dihydrocodein, Pentoxyverin oder Dextromethorphan


Produktiver Husten

  • Husten mit schleimigem Auswurf
  • Dient der Reinigung der Atemwege
  • Sekret sollte verflüssigt werden, damit es besser abtransportiert werden kann
  • Viel trinken (min. 2 Liter am Tag) unterstützt die Heilung
  • Linderung durch schleimlösende und entkrampfende Medikamente (Wirkstoff Ambroxol, Bromhexin oder Acetylcystein oder pflanzliche Wirkstoffe wie Myrtol, Efeu, Thymian, Primel, Cineol), Inhalieren sowie Brust einreiben
  • ACHTUNG: bei Asthma-Patienten und Kindern unter 2 Jahren sollten KEINE ätherischen Mittel verwendet werden!


Bluthusten

  • Auswurf vom Blut
  • etwa bei einer schweren Bronchitits, Tuberkulose


Wichtig zu wissen: Hustenlöser und Hustenstiller sollte man nicht gleichzeitig einnehmen. Ein zeitlicher Abstand muss gewährleistet sein! Morgens kann man einen Hustenlöser einnehmen, abends einen Hustenstiller.

Der typische Erkältungshusten startet meist mit einem trockenen Reizhusten. Nach ein paar Tagen geht er über in den produktiven Husten. Schließlich endet er wieder mit dem trockenen Reizhusten. Die korrekte Diagnose stellt selbstverständlich nur der Arzt!

Wichtig zu wissen: Husten bis zu drei Wochen gilt als akut, bis zu acht Wochen als subakut. Wer sich länger als acht Wochen mit Husten plagt, hat ein chronisches Gesundheitsproblem.

Richtig husten

Der natürliche Hustenreflex kann auch Nebenwirkungen hervorrufen. Husten ist körperliche Schwerstarbeit, man ist nach einem Hustenanfall schnell erschöpft. Unter Umständen kann es auch zu Nasenbluten kommen, im Extremfall sogar zu Bewusstlosigkeit (Husten-Synkope) führen. Bei häufigen und starken Hustenanfällen wird die Sekretschicht in den Bronchien zusätzlich angegriffen. So haben Krankheitserreger leichtes Spiel, sich noch weiter auszubreiten. Es gibt ein paar Tricks, um nicht immer gleich husten zu müssen:

  • ein paarmal kräftig schlucken
  • warme Getränke
  • keine tiefen Atemzüge
  • möglichst durch die Nase atmen
  • Stimme schonen


Sollte sich der Hustenreiz nicht unterdrücken lassen, husten Sie nicht gleich laut los. Vorsichtig und leise hüsteln verhindert, das beim Husten kleine Risse in der Schleimhaut entstehen. Husten Sie außerdem in die Armbeuge, das Verhindert die Weitergabe der Viren über die Hände. Bitte beachten Sie außerdem: Ein hartnäckiger Husten gehört in ärztliche Behandlung!

Bleiben Sie gesund,

Ihre Kristin vom apo-discounter.de Team

 

 

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