Was ist Schnupfen?

Trotz aller vorbeugenden Maßnahmen ist es passiert: Die Nase läuft und läuft und läuft. Schnupfen ist meist das erste Anzeichen für eine Erkältung oder Grippe. Er ist lästig und lässt uns krank aussehen. Wir sagen Ihnen, was ein Schnupfen überhaupt ist, wie sich daraus eine Nasennebenhöhlenentzündung entwickeln kann und wie Sie ihn schnell wieder loswerden können.

Was ist Schnupfen?

Schuld am Schnupfen sind Erkältungsviren wie z.B. die Rhinoviren. Sie verbreiten sich über Tröpfcheninfektionen (beim Niesen oder Husten) oder durch Kontaktinfektionen (beim Händeschütteln). Die Erreger dringen in die Nasenschleimhaut der Atemwege ein. Der Körper versucht nun, die Viren so schnell wie möglich wieder aus dem Körper herauszubekommen. Die Durchblutung der Schleimhäute wird hochgefahren, die Schleimproduktion verstärkt sich. Die Nase fängt an zu laufen, meist kommen Nies-Attacken hinzu. So werden die Krankheitserreger aus dem Körper geschwemmt. Im weiteren Verlauf entzündet sich die Nasenschleimhaut und schwillt an. Diese Entzündung nennt man umgangssprachlich Schnupfen, Mediziner nennen sie Rhinitis.

Wussten Sie schon, dass eine Nies-Attacke eine Geschwindigkeit von bis zu 160 km/h erreichen kann. Das ist Orkan-Stärke! Die Viren können so mehrere Meter in der Umgebung verteilt werden.

Die am häufigsten auftretenden Symptome bei einem Schnupfen sind:

  • Niesen, Nies-Attacken
  • Jucken in der Nase
  • Laufende Nase
  • Verstopfte Nase
  • Tränende/gerötete Augen
  • Kopfschmerzen
  • Beeinträchtigung des Geruchs- und Geschmackssinn
  • Müdigkeit


Am Anfang ist das austretende Sekret klar und wässrig. Bei längerem Krankheitsverlauf wird das Sekret gelblich/grün und zähflüssig. Der Farbton wird bestimmt durch die Mischung einzelner Komponenten (Zellbestandteile, Enzyme, Abwehrzellen). Er liefert also keinen Hinweis darauf, ob eine bakterielle Infektion vorliegt.

Maßnahmen zur Linderung der Beschwerden

Schnupfenviren kann man nicht bekämpfen. Allerdings kann man die mit einhergehenden Symptome lindern. Eine verstopfte Nase beeinflusst das allgemeine Wohlbefinden. Viele greifen auf frei verkäufliche Medikamente zurück, andere behelfen sich mit allgemein bekannten Hausmitteln:

  • Nasenspray/Nasentropfen
    - Mit abschwellendem Wirkstoff (z.B. Xylometazolin)
    - Max. eine Woche anwenden (eine Art „Gewöhnungseffekt“ kann auftreten)
  • Inhalation
    - Befeuchtung der Nasenschleimhaut
  • Ätherische Öle/Kamille
    - Wirkt wohltuend und entzündungshemmend
    - Z.B. Brust einreiben
  • Nasenspülungen
    - Anwendung mit Salzlösungen
    - Befeuchtung der Nasenschleimhaut
  • Ingwertee mit Honig und Zitronensaft
  • Zwiebeldämpfe
  • Frische Luft
  • Medikamente zum Einnehmen
    - Unterstützen beim Abschwellen der Nasenschleimhaut durch gefäßverengenden Wirkstoff (z.B. Pseudoephedrin-Hydrochlorid)
  • Erhöhte Schlafposition
    - Erleichtert das Atmen in der Nacht


Nasenspray hat sich bei Schnupfen gut bewährt. Doch es gibt einiges bei der Anwendung zu beachten:

  • Chemisch-Synthetische Nasensprays
    - Wirken abschwellend durch sog. Alpha-Sympathomimetika (Wirkstoffe wie Xylometazolin)
    - Blutgefäße der Nasenschleimhaut werden verengt, das Atmen durch die Nase fällt leichter, das Sekret kann besser abtransportiert werden
    - Nicht länger als 7 Tage anwenden, danach erhöht sich das Risiko einer Nasensprayabhängigkeit (die Nase ist ohne Spray ständig verstopft, obwohl kein Infekt vorliegt, die Nasenschleimhaut kann beschädigt werden)
  • Meerwasser-Nasenspray
    - Abschwellender Effekt auf natürlicher Basis dank hypertoner Salzkonzentration
    - Kein Gewöhnungseffekt, kann auch länger angewendet werden


Experten raten übrigens dazu, ab und zu die Nase „hochzuziehen“, anstatt zu schnäuzen. Beim Nase-putzen erhöht sich der Druck auf die Nasennebenhöhlen, das Sekret wird in die Nasennebenhöhlen gedrückt und das Risiko für eine Sinusitis steigt.

Gefahr einer Sinusitis

In den meisten Fällen klingt ein Schnupfen nach etwa einer Woche von allein wieder ab. In manchen Fällen kann sich die Infektion allerdings ausbreiten und eine Nasennebenhöhlenentzündung (Sinusitis) verursachen. Wird bei einer Infektion sehr viel Sekret produziert, können die Öffnungen zu den Nasennebenhöhlen leicht verstopfen und so die Belüftung der Nasennebenhöhlen beeinträchtigen. Das ist der ideale Nährboden für Krankheitserreger. Die Symptome bei einer Sinusitis sind

  • Druckgefühl im Gesicht
  • Schmerzen in den Nasennebenhöhlen


Bei der Behandlung einer Sinusitis ist es besonders wichtig, den festsitzenden Schleim zu lösen und zu verflüssigen. Das erleichtert den Abtransport.

Schnupfen bei Babys und Kleinkindern

Babys und Kleinkinder leiden häufiger an einem Schnupfen. Ihr Immunsystem ist noch nicht voll ausgereift und durch die KiTa oder Geschwister werden eine Vielzahl an Viren an sie herangetragen. Da Babys fast ausschließlich durch die Nase atmen, macht ihnen der Schnupfen besonders zu schaffen und es muss schnell Abhilfe geschaffen werden. Doch die Maßnahmen, welche Erwachsene schnell und effektiv helfen, sind für Kinder ungeeignet:

  • Medikamente sollten sparsam und nur in Absprache mit dem Kinderarzt gegeben werden
  • KEINE ätherischen Öle oder ähnliches verwenden (Atembeschwerden oder Erstickungsanfälle drohen)
  • Abschwellenden Nasentropfen nur als Säuglings- oder Kinder-Variante verwenden und sparsam umgehen
  • Verwendung von Meerwasser-Nasentropfen
  • Anwendung von Hausmitteln:
    - Muttermilch (in jedes Nasenloch ein paar Tröpfchen Muttermilch)
    - Oberkörper erhöht lagern
    - Feuchtes Tuch aufhängen (trockene Raumluft wird verhindert)


Wussten Sie eigentlich, dass Sie im Laufe Ihres Lebens mehrere Jahre mit Schnupfen verbringen? Zwei- bis fünfmal im Jahr erwischt es einen Erwachsenen mit Schnupfen. Bei einer Lebenserwartung von 80 Jahren und durchschnittlich drei Erkältungen im Jahr, die jeweils sieben Tage andauern, beläuft sich die Berechnung auf 240 Wochen Schnupfen. Umgerechnet sind das vier Jahre und sieben Monate Schnupfen!

Bleiben Sie gesund,

Ihre Kristin vom apo-discounter.de Team

 

 

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