Sonnenschutz – Gut gecremt ist halb gewonnen

Der Sommer ist da und wir verbringen die Tage wieder öfter draußen im Park, im Garten, am See oder im Freibad. Unsere Haut muss dabei viel aushalten, vor allem dann, wenn wir uns stundenlang mitten in der Sonne bräunen. In dieser Folge geht es bei „kernig & gesund“ um die Auswirkungen von UV-A und UV-B-Strahlen, welcher Schutz für welchen Hauttyp geeignet ist und wie man die Eigenschutzzeit seiner Haut bemisst.

Expertin: Dr. Alice Martin, Dermatologin in Weiterbildung

Martin, Alice, Derma

Dr. Alice Martin

Dermatologin in Weiterbildung & Unternehmerin

Nach ihrem Studium der Humanmedizin von 2011 bis 2017 befindet sich Dr. Alice Martin in Weiterbildung zur Dermatologin. Sie gründete bereits zwei Unternehmen und lehrt an der FOM im Fach „Medizinische Theorie und Terminologie“.

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Transkript der Folge Sonnenschutz – Gut gecremt ist halb gewonnen

Die heißen Sommermonate, die Sommerferien und der Urlaub stehen vor der Tür. Und das bedeutet Stress für die Haut, die einiges an Sonnenstrahlen aushalten muss, wenn man stundenlang am Strand in der Sonne brät oder je nachdem auf dem Balkon oder auf der Parkwiese liegt und sich brutzeln lässt. Es wird Zeit, dass wir bei „kernig & gesund“ über Sonnenschutz sprechen.

„kernig & gesund“, der Gesundheits-Podcast präsentiert von apodiscounter.de

Mario D. Richardt: Einen schönen guten Tag zu einer brandneuen Ausgabe „kernig & gesund“! Mein Name ist Mario D. Richardt und ich spreche jede Woche mit Experten und Fachärzten über ein Gesundheitsthema.

Heute geht es um Sonnenschutz und dafür habe ich mir eine junge Ärztin aus Düsseldorf eingeladen, die von sich sagt, dass die Lehre einer ihrer größten Leidenschaften ist. Direkt nach dem Studium für Allgemeinmedizin und nach der Approbation begann sie ihre Facharzt-Weiterbildung für Dermatologie, also quasi zur Hautärztin, und hat auch nebenher ordentlich zu tun. Sie ist Dozentin an den FOM Hochschulen in Düsseldorf und München und Mitgründerin der Hautarzt App „dermanostic“.

Dr. Alice Martin, schönen guten Tag!

Alice Martin: Vielen Dank für die Einladung!

Mario D. Richardt: Schön, dass du da bist.

Alice Martin: Ich freue mich.

Mario D. Richardt: Wir haben uns vorher geeinigt und du warst auch schon mal dabei, dass wir uns duzen, weil du bist jung, ich fühle mich jung und da haben wir uns so gefunden.

Alice Martin: Sehr gern!

Mario D. Richardt: Wenn du als Hautärztin Menschen siehst, die auf der Wiese liegen und schon knallrot sind, was geht dir da durch den Kopf?

Alice Martin: Das, was wir meistens als erstes sehen, diese Rötung, verursacht dann im Verlauf den Sonnenbrand. Was vielen aber nicht bewusst ist, das sind kumulative Hautschäden, also über Jahre hinweg, die wir sammeln.

Und dann steigt natürlich ganz viel unter anderem nicht nur Hautalterung, sondern das Hautkrebsrisiko. Und das ist immer mein erster Impuls, wenn ich das sehe.

Mario D. Richardt: Das heißt, ein Sonnenbrand allein ist gar nicht so schlimm?

Alice Martin: Ein Sonnenbrand alleine, sagen wir, wenn ich das im zweiten Lebensjahr zum Beispiel hatte und danach nie wieder, dann wird sich die Haut erholen.

Aber wenn ich immer wieder einen regelmäßigen Sonnenbrand habe, dann sind das Lichtschäden und irgendwann entsteht dann eben weißer oder schwarzer Hautkrebs.

Wie wirkt sich ein Sonnenbrand auf den Körper aus?

Mario D. Richardt: Was passiert denn beim Sonnenbrand im Körper, also mit der Haut?

Alice Martin: Man kann sich das so vorstellen: Sonnenbrand, so wie es schon im Wort drinsteckt, ist, dass die Haut sehr hohe Temperaturen annimmt, sie verbrennt. Und es gibt unterschiedliche Stufen eines Brandes.

Also man kennt das, man kann sich leicht einen Sonnenbrand zuziehen oder es können auch Blasen entstehen. Das bedeutet Stadium 1 ist eben das, was jeder kennt, einmal eine kleine Rötung. Es ist eine Entzündungsreaktion.

Eine Entzündungsreaktion, weil die Zellen an der Oberfläche geschädigt werden. Deswegen wird es dann plötzlich rot und warm und es fängt an zu schmerzen.

Und wenn ich jetzt eine ausgeprägte Verbrennung habe durch die Sonne, dann habe ich natürlich Blasenbildung, weil die oberen Zellen zerstört sind und sich ablösen. Und man kennt das auch, man pellt sich dann im Verlauf.

Mario D. Richardt: Also heißt es mit Fug und Recht tatsächlich Sonnenbrand, weil wirklich was verbrennt und nicht nur, weil es rot ist?

Alice Martin: Genau, richtig!

Was ist der Unterschied zwischen UV-A und UV-B Strahlen?

Mario D. Richardt: Dann gibt es diese UV-A-Strahlen und die UV-B-Strahlen. Welche davon sind gefährlich oder sind beide gefährlich?

Alice Martin: Man hat das Licht, das Licht ist unterteilt in ganz verschiedene Wellenlängen, und das, was für uns wichtig ist von der Sonne, ist das UV-Licht, vor dem wir uns schützen. Und da unterscheidet man eben UV-A- und UV-B-Licht.

Und da gibt’s einen ganz schönen Merkspruch „UV-A macht Aging und UV-B macht Burning“, also den Brand. UV-A-Strahlen dringen etwas tiefer ein, während UV-B-Strahlen an der Oberfläche bleiben.

Und ich brauche deswegen meinen Schutz gegen beides in meinen Sonnenprodukten, damit ich zum einen natürlich lange jung bleibe. Man kennt das ja, wenn wir nach Asien gucken, die Frauen sind alle auch mit 60 extrem jung, haben keine Falten, weil sie sich auch so vor UV-Licht schützen.

Und das zweite ist natürlich B, Burning, der Sonnenbrand, das sollte also immer auch ein Schutz gegen UV-A und UV-B beinhalten.

Mario D. Richardt: Also Sonnencreme ist zwingend notwendig?

Alice Martin: Auf jeden Fall! Auch am besten in der Tagescreme.

Mario D. Richardt: Wie funktioniert denn so eine Sonnencreme oder eine Sonnenmilch, wie auch immer?

Alice Martin: Ich würde jetzt einmal die zwei gängigsten Sachen erklären. Und zwar gibt es zwei Arten, einmal den chemischen und den physikalischen Wirkmechanismus. Ich starte mit dem, den wir alle schon kennen: Als Kinder wurden wir eingecremt, dann war man komplett weiß, und ist ins Wasser gegangen und es klebte.

Und man dachte, wann zieht das denn endlich ein? Und die Antwort ist: nie. Denn das ist der physikalische, der legt sich komplett auf der Haut auf und macht eigentlich eine Reflektion.

Das bedeutet: Die UV-Strahlen, die können gar nicht in die Haut eindringen, sondern wie ein Spiegel werden sie reflektiert. Da ist zum Beispiel Titaniumoxid drin. Das sind einfach diese Inhaltsstoffe, die gar nicht erst einziehen sollen. Das ist physikalisch.

Mario D. Richardt: Da kann man also reiben, wie man will, das passiert gar nicht?

Alice Martin: Genau! Man bleibt weiß. Das ist auch der einzige Weg, wie man bis zum zweiten Lebensjahr überhaupt sich vor der Sonne, natürlich gibt’s noch Kleidung, aber schützen kann, weil – nun komme ich gleich auf den anderen Wirkmechanismus – ein Oberkörper von einem Kind extrem groß ist im Verhältnis zu seinem Volumen.

Und wenn wir jetzt den chemischen uns angucken, den kennt man, der zieht schön ein, der hinterlässt auch in der Regel keine weißen Schlieren, der hat folgenden Mechanismus: Der wandelt UV-Strahlung in Wärme um. Das sind chemische Lichtschutzfaktoren.

Die gehen einfach in die Tiefe und dort fangen sie die UV-Strahlen ab, wandeln sie um. Und wenn wir jetzt mal beim nächsten Mal testen, wenn wir draußen sind, Sonnencreme auftragen, in die Sonne gehen und dann einfach diese Stelle berühren, dann merken wir, die ist wärmer als Stellen, die nicht mit UV-Schutz eingecremt worden sind, auch wenn Sonne draufgekommen ist.

Und deswegen soll man das nicht bei Kindern machen unterm zweiten Lebensjahr, weil die würden überhitzen. Das ist einfach die Ursache dazu.

Mario D. Richardt: Das ist ja verrückt. Also wirklich, das ist ein Fakt?

Alice Martin: Ja.

Mario D. Richardt: Der ist mir gänzlich neu. Und für Kinder, wenn ich das richtig rausgehört habe, ist das so ein richtiger Sonnenblocker?

Alice Martin: Ja, genau! Und auch, ich würde empfehlen, wenn es geht, die Kinder komplett einzukleiden, weil Kinder schwitzen, Kinder reiben sich, gehen irgendwo spielen, ganz viel im Sand et cetera.

Das bedeutet, ich habe ja nur den Schutz, solange die Creme drauf ist. Und wenn ich sie verreibe, dann ist sie nicht mehr drauf und es zieht ja nicht ein wie bei dem chemischen, sondern soll an der Oberfläche bleiben.

Entsprechend würde ich noch mit Kleidung arbeiten, mit einem Sonnenhut und dann im Schatten, immer wieder dem Kind was zu trinken anbieten. Weil Kinder vergessen das und dann kann eben auch diese Überhitzung entstehen.

Ist UV-Kleidung empfehlenswert?

Mario D. Richardt: Es gibt auch diese UV-Kleidung. Die würdest du also empfehlen?

Alice Martin: Ja, UV-Kleidung ist auch was ganz Tolles. Gerade wenn ich ein Kind habe mit Hauterkrankungen, nehmen wir die Neurodermitis, dann sind nicht alle Sonnencreme-Produkte geeignet, viele reagieren darauf.

Dann gibt es die Möglichkeit, dass man UV-Kleidung eben alternativ trägt.

Mario D. Richardt: Bis zu welchem Alter würdest du den direkten Sonnenblocker empfehlen? Also wahrscheinlich auch Lichtschutzfaktor 50.

Alice Martin: Ich würde eigentlich immer Lichtschutzfaktor 50 empfehlen. Wenn wir im Urlaub sind oder wenn wir jetzt die heißen Sommermonate haben und rausgehen, einfach zum einen, weil Lichtschäden so unterschätzt werden, Punkt Nummer 1, und wir doch so häufig in die Sonne gehen.

Und das Zweite ist: Es ist etwas eigentlich ganz leichtes, also es kostet uns nur fünf Minuten einzucremen. Und bei Kindern kann man ein schönes Ritual entwickeln. Da empfehle ich auch immer den Eltern, dass sie eine richtig schöne Tube kaufen, wo die Kinder sich das selber aussuchen.

Also für Mädchen, manchmal wollen die was mit Glitzer haben, oder für die Jungs, wenn die sagen, da sollen jetzt Dinosaurier sein, was weiß ich. Und dann füllt man einfach die Sonnencreme da rein. Und damit freuen sich die Kinder, wenn sie sich eincremen und erlernen das von klein auf.

Denn viele fangen viel zu spät an. Man kennt das, dann so mit 20, 30 denkt man, jetzt möchte ich nicht mehr altern, da habe ich was gehört mit Sonnencreme, und dann startet man. Aber viel schöner ist es, wenn wir viel früher beginnen.

Mario D. Richardt: Ich habe gelesen, dass nur 30 % der Familien ihre Kinder auch im heimischen Alltag mit Sonnenschutzmitteln eincremen.

Muss man das machen oder reicht es aus, wenn man beim Spaziergang einfach einen Hut aufsetzt?

Alice Martin: Das ist ein ganz großes Problem, weil wenn wir – und da nehme ich ganz bewusst wieder das Beispiel Asien – dort hinblicken, dann hat man im Kopf, die gehen mit Sonnenschirmen raus.

Wir gehen hier mit Regenschirmen raus. Aber auch bei uns scheint die Sonne. Ich will die Sonne überhaupt nicht verteufeln, sie hat extrem viele lebensnotwendige Eigenschaften, aber ich würde, wenn es geht, von vornherein – nehmen wir auch das Beispiel im Winter -, da denkt man, da kommt ja gar kein Licht durch, keine Sonne, aber wenn wir Skifahren gehen, da gibt es doch den Sonnenbrand.

Natürlich sind wir im Gebirge näher dran und wir haben noch mehr UV-Strahlung, aber auch da wieder: Kumulativ. Und da gibt’s auch ein schönes Bild von einem Lkw-Fahrer, der an einer Seite saß und immer die Sonne hat draufgeschienen und die rechte Gesichtshälfte war so viel älter als die linke Gesichtshälfte. Und das zeigt das eben. Deswegen: 30 % ist sehr wenig.

Wenn man das schon täglich integrieren würde, wie gesagt, von klein auf eine Tagescreme mit Lichtschutzfaktor bei Kindern und Jugendlichen, dann wird man wahrscheinlich auch noch mit Mitte 30 nach dem Personalausweis im Supermarkt gefragt, wenn man die Weinflasche kauft.

Mario D. Richardt: Also am besten auch auf dem Weg zum Kindergarten oder in die Schule, weil die Kinder sich auch draußen aufhalten, in der Hofpause: Auch dann Gesicht, Nacken, Arme eincremen, das ist wichtig.

Alice Martin: Auf jeden Fall!

Wird man durch den Verzicht von Sonnenschutz eher braun?

Mario D. Richardt: Manche Erwachsene verzichten auf Sonnenschutz, weil die sagen, die werden nicht braun.

Ist das Quatsch, wird man trotz Sonnencreme braun, auch wenn man jetzt im Alltag unterwegs ist beim Einkaufen oder beim Spazierengehen?

Alice Martin: Ja, das ist so ein Mythos, weil man da ganz differenziert draufgucken muss. Wenn ich mich jetzt komplett vor der Sonne schütze, durch Kleidung und den physikalischen Lichtschutzfaktor, dann blocke ich die Sonne komplett.

Dann, natürlich, habe ich keine Chance, mich zu bräunen. Aber wenn wir ganz realistisch sind, keiner von uns im höheren Lebensalter benutzt physikalische Lichtschutzfaktoren, wir nutzen alle die chemischen. Und bei den chemischen bräunen wir trotzdem.

Und das Schöne ist: Weil wir nicht verbrennen, bräunen wir länger, etwas langsamer, aber dafür gesund. Und deswegen ist das ein Mythos zu sagen, mit Lichtschutzfaktor werde ich nicht braun.

Wenn ich chemische auftrage und mich ganz normal verhalte, dann habe ich trotzdem eine natürliche gesunde und vor allem langanhaltende Bräune.

Mario D. Richardt: Dann gibt es wieder andere, Lichtschutzfaktor 10 oder 15. Ist das überhaupt noch sinnvoll?

Alice Martin: Das ist auch der Punkt, viele denken, wenn ich Lichtschutzfaktor 10 mache, dann werde ich noch braun.

Viele wissen gar nicht, was der Lichtschutzfaktor überhaupt bedeutet.

Mario D. Richardt: Dann erzähle!

Wie wirkt sich Sonnenbrand auf die verschiedenen Hauttypen aus?

Alice Martin: Das ist eines meiner Lieblingssachen, weil man ganz simpel rechnen kann. Es fängt dabei an, welchen Hauttyp habe ich überhaupt? Und man unterscheidet 6 Hauttypen nach Fitzpatrick, das ist diese Klassifikation.

Und Hauttyp 1, das sind eigentlich diejenigen, die haben rote Haare, blaugrüne Augen und ganz viele Sommersprossen. Pippi Langstrumpf wäre das.

Mario D. Richardt: Oder der beste Freund von Harry Potter.

Alice Martin: Genau, oder Ron Weasley! Das ist Hauttyp 1: Wird nicht braun, sondern nur rot. Hat eine Eigenschutzzeit von circa 3 bis 5 Minuten an der Sonne und dann fängt der Sonnenbrand an.

Mario D. Richardt: So schnell?

Alice Martin: Mhm (bejahend). Ganz, ganz, ganz schnell. Und Sonnenbrand heißt gar nicht, dass man das jetzt sieht, sondern Sonnenbrand heißt, dass man das schon fühlt, und zwar in Hautspannen und einer Hauttrockenheit.

Und deswegen Sonnenbrand, wenn wir es sehen, ist es meistens schon fortgeschritten. Und dieser Hauttyp hat wie gesagt eine sehr kurze Zeit. Die kann ich jetzt verlängern um den Lichtschutzfaktor 10, also mal 10. Also könnte ich 30 Minuten mit Lichtschutzfaktor 10 bis maximal 50 Minuten an der Sonne sein.

Wenn ich die Zahl 20 habe in meinem Lichtschutzfaktor, eben mal 20 oder 50 mal 50. Und jetzt wird es kompliziert: Denn nur, wenn wir die richtige Menge auftragen, und das sind 2 Milligramm pro Quadratzentimeter. Das machen die meisten gar nicht. Und dann kommt der nächste Punkt: Wir schwitzen, wir verreiben, wir gehen ins Wasser.

Das heißt, ich habe eigentlich gar nicht 50, sondern meistens einen viel schwächeren Lichtschutzfaktor. Nehmen wir circa, wird ein 30er sein wahrscheinlich. Deswegen ist es gut, 50 aufzutragen, weil ich eh drunter sein werde. Und wenn ich 10 auftrage, bin ich wahrscheinlich bei 2 oder 3.

Und die Leute denken: Ach super! Ich bin jetzt ein, zwei Stunden draußen und dann kriegen sie doch schon nach 20 bis 30 Minuten den Sonnenbrand.

Mario D. Richardt: Wie viel ist das von der Menge? Du sagst 2 Milliliter pro Quadratzentimeter.

Alice Martin: Genau! Das sind, wenn man sich das so vorstellt, ungefähr 5 bis 6 Esslöffel an Creme.

Und dann kann man sich ausrechnen, so eine Packung hat meistens um die 200 bis 250 Gramm, das reicht dann auch nur für einige wenige Tage. Also 2, 3, 4 maximal, je nachdem wie häufig ich mich nachcreme.