{"id":12970,"date":"2021-06-02T14:43:50","date_gmt":"2021-06-02T12:43:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.apodiscounter.de\/ratgeber\/?p=12970"},"modified":"2026-07-30T10:48:45","modified_gmt":"2026-07-30T08:48:45","slug":"schaufensterkrankheit","status":"publish","type":"ratgeber","link":"https:\/\/www.apodiscounter.de\/ratgeber\/kernig-und-gesund\/schaufensterkrankheit\/","title":{"rendered":"Schaufensterkrankheit | Podcast Folge 20"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-group is-style-section-1 has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained is-style-section-1--1\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute geht es um die periphere arterielle Verschlusskrankheit, kurz pAVK. \u00dcber diese St\u00f6rung spricht unser Moderator Mario D. Richardt mit der Angiologin und Ober\u00e4rztin an der Uni-Klinik Leipzig Dr. Katja M\u00fchlberg.<\/p>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Expertin: Dr. Katja M\u00fchlberg, Angiologin<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/kernig-und-gesund.podigee.io\/20-20-schaufensterkrankheit\/embed?context=external\"><\/script><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group is-style-section-1 has-global-padding is-layout-constrained wp-block-group-is-layout-constrained is-style-section-1--2\">\n<div class=\"wp-block-columns are-vertically-aligned-center is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-794e3cfa wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:33.33%\">\n<figure class=\"wp-block-image size-full is-resized has-custom-border is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1843\" height=\"1440\" src=\"https:\/\/www.apodiscounter.de\/ratgeber\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Muehlberg-Katja-Angiologin-e1617790948659.jpg\" alt=\"Dr. Katja M\u00fchlberg\" class=\"wp-image-12711\" style=\"border-radius:50%;aspect-ratio:1;object-fit:cover;width:300px\" srcset=\"https:\/\/www.apodiscounter.de\/ratgeber\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Muehlberg-Katja-Angiologin-e1617790948659.jpg 1843w, https:\/\/www.apodiscounter.de\/ratgeber\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Muehlberg-Katja-Angiologin-e1617790948659-300x234.jpg 300w, https:\/\/www.apodiscounter.de\/ratgeber\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Muehlberg-Katja-Angiologin-e1617790948659-1024x800.jpg 1024w, https:\/\/www.apodiscounter.de\/ratgeber\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Muehlberg-Katja-Angiologin-e1617790948659-768x600.jpg 768w, https:\/\/www.apodiscounter.de\/ratgeber\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Muehlberg-Katja-Angiologin-e1617790948659-1536x1200.jpg 1536w, https:\/\/www.apodiscounter.de\/ratgeber\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Muehlberg-Katja-Angiologin-e1617790948659-200x156.jpg 200w, https:\/\/www.apodiscounter.de\/ratgeber\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Muehlberg-Katja-Angiologin-e1617790948659-400x313.jpg 400w, https:\/\/www.apodiscounter.de\/ratgeber\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Muehlberg-Katja-Angiologin-e1617790948659-600x469.jpg 600w, https:\/\/www.apodiscounter.de\/ratgeber\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Muehlberg-Katja-Angiologin-e1617790948659-800x625.jpg 800w, https:\/\/www.apodiscounter.de\/ratgeber\/wp-content\/uploads\/2021\/04\/Muehlberg-Katja-Angiologin-e1617790948659-1200x938.jpg 1200w\" sizes=\"auto, (max-width: 1843px) 100vw, 1843px\" \/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-center is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\" style=\"flex-basis:66.66%\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angiologin<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading is-style-default\" style=\"margin-top:0\">Dr. Katja M\u00fchlberg<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Seit 2010 ist sie Fach\u00e4rztin f\u00fcr Innere Medizin und seit 2013 Angiologin. Lesen Sie noch mehr \u00fcber <a href=\"https:\/\/www.apodiscounter.de\/ratgeber\/kernig-und-gesund\/expertenprofile\/#dr-med-katja-muehlberg\">Dr. Katja M\u00fchlbergs Lebensweg<\/a> als \u00c4rztin.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Schaufensterkrankheit \u2013 Wenn Gehen zur Qual wird<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Immer wieder sieht man Menschen, die zum Beispiel in der Fu\u00dfg\u00e4ngerzone vor einem <strong>Schaufenster<\/strong> stehen bleiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dort verweilen sie dann auff\u00e4llig lange, und wenn man mal guckt, was es da zu sehen gibt, ist man manchmal entt\u00e4uscht, weil es quasi gar nichts zu sehen gibt. Daf\u00fcr gibt es einen triftigen Grund und \u00fcber den sprechen wir heute.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u201ekernig &amp; gesund\u201c, der Gesundheits-Podcast pr\u00e4sentiert von apodiscounter.de<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> Einen wundersch\u00f6nen guten Tag zu einer brandneuen Folge von \u201ekernig &amp; gesund\u201c! Mein Name ist Mario D. Richardt und ich spreche jede Woche mit Fach\u00e4rzten und Experten in diesem Podcast \u00fcber ein Gesundheitsthema.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute geht es um die <strong>Schaufensterkrankheit<\/strong>. Klingt komisch, ist f\u00fcr die Betroffenen aber ein echtes Problem. Und dar\u00fcber spreche ich heute wieder mit <strong>Dr. Katja M\u00fchlberg<\/strong>, sie ist <strong>Fach\u00e4rztin f\u00fcr Innere Medizin und Angiologie<\/strong> und <strong>Ober\u00e4rztin<\/strong> an der <strong>Universit\u00e4tsklinik in Leipzig<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sch\u00f6nen guten Tag, Frau Dr. M\u00fchlberg!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> Hallo Herr Richardt, ich gr\u00fc\u00dfe Sie!<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Was ist die Schaufensterkrankheit?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> Die Schaufensterkrankheit, wie sie im Volksmund genannt wird, hat auch eine <strong>offizielle<\/strong> <strong>Bezeichnung<\/strong>, n\u00e4mlich <strong>PAVK<\/strong>. Was verbirgt sich dahinter?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> Hinter diesen Buchstaben steckt periphere arterielle <strong>Verschlusskrankheit<\/strong> und hei\u00dft nichts anderes, als dass die Adern in den Beinen, meistens in den Beinen, <strong>verengt<\/strong> oder <strong>verstopft<\/strong> sind, so dass kein Blut mehr durchflie\u00dfen kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> Was sp\u00fcren dann die Betroffenen, die das haben?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> Das f\u00e4ngt meistens damit an, dass man, wenn man l\u00e4ngere <strong>Gehstrecken<\/strong> l\u00e4uft, pl\u00f6tzlich so ein Ziehen in den Beinen bekommt, das kann wie ein <strong>muskelkater<\/strong>-artiger Schmerz sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und er muss auch nicht nur in den Beinen, in den <strong>Waden<\/strong> sein, wie man das h\u00e4ufig h\u00f6rt, es kann auch in den <strong>Oberschenkeln<\/strong> oder im <strong>Ges\u00e4\u00df<\/strong> auftreten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> Das ist wirklich so, dass die Menschen laufen, eine bestimmte Strecke, und pl\u00f6tzlich kommt da so ein <strong>Peitschenhieb<\/strong> in den Beinen zum Beispiel und das f\u00fchrt dann dazu, dass sie einfach stehen bleiben m\u00fcssen, weil es so sehr schmerzt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> Ja, der Peitschenhieb, den findet man oft in den Lehrb\u00fcchern, aber das muss gar nicht so der Peitschenhieb sein, es kann auch manchmal ein leichtes Druckgef\u00fchl oder ein Ziehen sein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf jeden Fall ist der Schmerz, je l\u00e4nger man l\u00e4uft, wird er umso st\u00e4rker, und wenn man stehen bleibt, l\u00e4sst er nach.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn man dann wieder losl\u00e4uft, ist er nach einer gewissen Zeit wieder da. Also ein streng <strong>belastungsabh\u00e4ngiger<\/strong> <strong>Schmerz<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> Wie lange bleiben denn Betroffene in der Regel stehen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> Da gen\u00fcgen schon ein, <strong>zwei Minuten<\/strong>, um diesen Schmerz zum Stillstand zu bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> Welche Symptome gibt\u2019s denn noch?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> Das ist sozusagen das erste Stadium dieser <strong>PAVK<\/strong>, dieser <strong>Verschlusskrankheit<\/strong>. In dem schwereren Stadium ist es so, dass die Schmerzen nicht erst bei Belastung auftreten, sondern schon in <strong>Ruhe<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das hei\u00dft, das merken Patienten h\u00e4ufig, wenn sie im Bett liegen, dass die Beine f\u00fcrchterlich weh tun.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und wenn sie die Beine dann raush\u00e4ngen aus dem Bett, das machen die meisten Betroffenen intuitiv, dann l\u00e4sst der Schmerz nach, weil dann das Blut durch die verengten Stellen wieder nach unten flie\u00dft und das <strong>Gewebe<\/strong> wieder mit <strong>Sauerstoff<\/strong> versorgt wird.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> Jetzt passiert das nicht mit einem Mal, dass man die Schaufensterkrankheit bekommt, sondern es ist mit Sicherheit ein bisschen schleichend. Wann ist es denn Zeit einen Arzt aufzusuchen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> In jedem Fall, wenn man diese Symptome versp\u00fcrt, also dass man einen Schmerz hat, der mit zunehmender Gehstrecke auftritt, dieses erste Stadium, dann sollte man den Arzt aufsuchen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und unbedingt nat\u00fcrlich auch, wenn man diesen Ruheschmerz hat oder aber wenn es schon so weit gekommen ist, dass man Wunden hat an den F\u00fc\u00dfen, an den Beinen, die nicht zum <strong>Abheilen<\/strong> kommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das hei\u00dft, jede Wunde, die l\u00e4nger als drei Wochen keinerlei <strong>Heilungstendenz<\/strong> zeigt, da muss ein Gef\u00e4\u00dfspezialist herangezogen werden.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie wird eine Schaufensterkrankheit festgestellt?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> Wie stellen Sie den diagnostisch fest, dass es wirklich, sage ich jetzt mal, eine echte Schaufensterkrankheit ist?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> Es gibt ganz einfache Methoden, indem man den <strong>Puls<\/strong> tastet an bestimmten Stellen, wo die <strong>Schlagadern<\/strong> an den Beinen langlaufen. Das ist aber h\u00e4ufig gar nicht so einfach zu tasten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die sicherste Methode ist eine sogenannte <strong>Verschlussdruckmessung<\/strong>. Man bekommt eine <strong>Blutdruckmanschette<\/strong> an die Beine, die pumpt man auf, so wie beim <a href=\"https:\/\/www.apodiscounter.de\/ratgeber\/blutdruck\/messen\/\" data-type=\"ratgeber\" data-id=\"24862\">Blutdruck messen<\/a>, und kann da schon einen ersten Eindruck gewinnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und das allersicherste und zuverl\u00e4ssigste Mittel ist die <strong>Ultraschalluntersuchung<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> Was k\u00f6nnen Sie da sehen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> Im Ultraschall sehen wir nicht nur, dass eine <strong>Durchblutungsst\u00f6rung<\/strong> vorliegt, sondern auch wo.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir k\u00f6nnen also von dem Bauch, von der <strong>Bauchschlagader<\/strong> bis zum gro\u00dfen Zeh suchen, wo enge Stellen an den Gef\u00e4\u00dfen sind oder wo Gef\u00e4\u00dfe auch verstopft sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> Diese Verstopfungen und Verengungen sind dann quasi eine <strong>Arteriosklerose<\/strong>, eine <strong>Arterienverkalkung<\/strong>?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> Richtig, genau!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> Wie entstehen diese?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> Tja! Die entstehen zum einen ganz unbewusst mit dem Alter, je \u00e4lter wir werden und je \u00e4lter die Gef\u00e4\u00dfe werden, umso steifer werden sie, umso mehr Bestandteile lagern sich ein, die letztendlich zu einer <strong>Gef\u00e4\u00dfsteifigkeit<\/strong> f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber auch bestimmte <strong>Risikofaktoren<\/strong>, die wir alle kennen, wie \u00dcbergewicht, wie Rauchen, wie hoher <a href=\"https:\/\/www.apodiscounter.de\/ratgeber\/blutdruck\/\" data-type=\"ratgeber\" data-id=\"8896\">Blutdruck<\/a> oder auch <strong>Zuckerkrankheit<\/strong> sorgen f\u00fcr eine zunehmende <strong>Arteriosklerose<\/strong>, die dann \u00fcber Jahre, Jahrzehnte zu diesen Prozessen f\u00fchren kann.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Sind M\u00e4nner \u00f6fter von der Krankheit betroffen?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> Ich habe gelesen, ein Risikofaktor ist, dass man ein Mann ist. Warum denn das?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> Ja, das stimmt! Das zeigen gro\u00dfe <strong>epidemiologische Studien<\/strong>, dass M\u00e4nner h\u00e4ufiger davon betroffen sind. Aber ich darf Sie beruhigen oder auch nicht, die Frauen ziehen nach.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und die j\u00fcngeren Studien, die wir auch gerade hier in Leipzig gemacht haben, zeigen, dass die Frauen unfassbar aufholen und fast genauso stark betroffen sind wie die M\u00e4nner.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Wie verl\u00e4uft die Krankheit?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> Wie verl\u00e4uft denn diese Erkrankung?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> Die Erkrankung verl\u00e4uft \u00fcber viele Jahre, \u00fcber viele Jahrzehnte und f\u00e4ngt ganz harmlos an, indem sich in der Wand zun\u00e4chst so eine <strong>Steifigkeit<\/strong> entwickelt, in der <strong>Gef\u00e4\u00dfwand<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und mit zunehmender Entwicklung der Erkrankung lagern sich immer mehr <strong>Fettbestandteile<\/strong> ein, <strong>Cholesterine<\/strong> in der <strong>Gef\u00e4\u00dfwand<\/strong>, und irgendwann werden die so stark, dass sie auch aufplatzen k\u00f6nnen, wir sprechen dann von den Plaques, die rupturieren, die platzen also auf, und an diese Plaques lagern sich dann kleine <strong>Blutgerinnsel<\/strong> an und k\u00f6nnen dann schlie\u00dflich das Blutgef\u00e4\u00df verstopfen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> Das klingt echt dramatisch, muss ich mal sagen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> Ja, das ist es auch. Denn wir m\u00fcssen uns in Erinnerung rufen, dass diese <strong>Arteriosklerose<\/strong> nicht nur die Beine bef\u00e4llt wie bei der Schaufensterkrankheit, sondern es ist ein Prozess, der den gesamten Organismus einnimmt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und das f\u00fchrt dazu, dass das auch an <strong>Herzgef\u00e4\u00dfen<\/strong> oder an <strong>Halsschlagadern<\/strong> der Fall sein kann und dann kann man auch durchaus mal an einem <strong>Herzinfarkt<\/strong> oder <strong>Schlaganfall<\/strong> erkranken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> Jetzt sagten sie, das Blutgef\u00e4\u00df verstopft. Das kann auch durch Cholesterin sein. Jetzt ist es so heutzutage, viele Menschen ern\u00e4hren sich sehr ungesund, da ist viel Cholesterin dabei, wenn man zum Beispiel oft Fastfood isst.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie lange dauert das denn, dass sich das dann so ablagert in den Blutgef\u00e4\u00dfen, dass da wirklich was verstopft?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> Das f\u00e4ngt erschreckenderweise schon im jugendlichen Alter an, dass man <strong>Gef\u00e4\u00dfver\u00e4nderungen<\/strong> sieht. Das hei\u00dft, wir sehen heute schon bei 15-j\u00e4hrigen Kindern Gef\u00e4\u00dfwandver\u00e4nderungen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das l\u00e4sst einen aufhorchen und auch erschrecken, weil dann wei\u00df man schon, dass man mit 30 wahrscheinlich schon eine <strong>manifeste Arteriosklerose<\/strong> vor Augen hat. Fr\u00fcher war das eine Erkrankung der \u00e4lteren Patienten, das fing auch sp\u00e4t an, aber Sie haben es gerade richtig gesagt, zunehmend ungesunde Lebensweise f\u00fchrt dazu, dass das sehr, sehr zeitig beginnt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber das ist nicht hoffnungslos, man kann vieles tun, um diesen <strong>Prozess<\/strong> aufzuhalten und manchmal sogar ein bisschen wieder umzukehren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> Liegt das auch ein bisschen am Handy oder Smartphone heutzutage?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> Ja, kommt drauf an, wie man es nutzt. Wenn man den ganzen Tag sitzt und sich nicht bewegt, es gibt so einen <strong>Slogan<\/strong>, der hei\u00dft \u201e<strong>Sitzen ist das neue Rauchen<\/strong>\u201c. Der krasseste <strong>Risikofaktor<\/strong> f\u00fcr die Schaufensterkrankheit war bisher immer das Rauchen aber der <strong>Bewegungsmangel<\/strong>, der holt unfassbar auf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und jemand, der auch acht Stunden von Berufs wegen sitzen muss, hat ein Risiko, an einer <strong>Herz-Kreislauf-Erkrankung<\/strong> zu erkranken, das sich um <strong>80 %<\/strong> erh\u00f6ht. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, acht Stunden sitzende T\u00e4tigkeit, 80 % erh\u00f6htes Risiko f\u00fcr Herz-Kreislauf-Krankheiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man kann aber diese <strong>T\u00e4tigkeiten<\/strong>, die nun zunehmend in unserem Alltag sind, wir arbeiten nicht mehr alle auf dem Feld und schwer k\u00f6rperlich, diesem Risikofaktor kann man vorbeugen, indem man ausreichend auf k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t in der Freizeit achtet.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> Also nach den acht Stunden Sitzen, egal ob am Rechner im B\u00fcro oder im Auto, sollte man lieber dann am Abend noch mal ein bisschen die Zeit nutzen, um sich zu bewegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> Ja, es gibt tats\u00e4chlich <strong>Berechnungen<\/strong>, die zeigen, dass f\u00fcnf Stunden pro Woche m\u00e4\u00dfig k\u00f6rperliche Aktivit\u00e4t das Risiko wieder ausgleichen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> F\u00fcnf Stunden ist aber viel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> F\u00fcnf Stunden auf die Woche gerechnet wiederum nicht so sehr. Es ist nicht der Sport, den man unbedingt treiben muss, dazu z\u00e4hlt auch die Hausarbeit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das hei\u00dft, man kann auch die <strong>Treppe<\/strong> statt Aufzug benutzen, man darf auch ruhig mal die <strong>Einkaufstaschen<\/strong> schleppen, statt mit dem Auto zu transportieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">All das sind Aktivit\u00e4ten, die wieder <strong>Energie<\/strong> verbrennen und die unsere <strong>Muskeln<\/strong> aktivieren.<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Welche Stadien gibt es bei der Schaufensterkrankheit?<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> Jetzt habe ich gelesen, es gibt bei der Schaufensterkrankheit verschiedene Stadien. Wie muss man sich das vorstellen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> Ja, schon am Anfang haben wir dar\u00fcber gesprochen. Das Stadium 1 ist die per Zufall entdeckte Erkrankung, die man im <strong>Ultraschall<\/strong> sieht, die aber noch keine Symptome macht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Stadium 2 nach <strong>Fontaine<\/strong>, die sind also benannt nach einem Arzt, im Stadium 2 sind es die typischen Gehstrecken-abh\u00e4ngigen Beschwerden, also das, was der Schaufensterkrankheit den Namen gegeben hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Stadium 3 ist der <strong>Ruheschmerz<\/strong>, bei dem man in der Nacht also Schmerzen hat, wenn man liegt. Und das Stadium 4 kennzeichnet die Patienten, die schon <strong>offene Wunden<\/strong> haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> Ui! Das ist dramatisch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> Ja. Und das muss man auch verhindern und das kann man auch verhindern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> Aber kann ich das Ganze umkehren? Nehmen wir mal an, ich h\u00e4tte es, w\u00e4re im Stadium 2. Kann ich das noch r\u00fcckg\u00e4ngig machen?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> Ja. Sie k\u00f6nnen das bis zu einem gewissen Grad. Man kann die Krankheit zum Stillstand bringen, das schafft man durch eine <strong>Lebensstil\u00e4nderung<\/strong>. Man kann aber auch durch <strong>Eingriffe<\/strong>, <strong>Verengungen<\/strong> wieder <strong>aufdehnen<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das kann man \u00fcber kleine, minimalinvasive Techniken, also indem man einen Katheter-Draht in die Gef\u00e4\u00dfe einf\u00fchrt und sie wieder aufdehnt und mit einem Stent st\u00fctzt, kann man diese einmal verstopften oder auch verschlossenen Gef\u00e4\u00dfe wieder \u00f6ffnen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das Entscheidende ist aber, dass man nicht einfach so weiterlebt wie bisher, weil dann ist das Risiko, dass wieder etwas passiert, sehr gro\u00df. Sondern man muss dann nat\u00fcrlich einerseits Medikamente einnehmen und andererseits den Lebensstil \u00e4ndern.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> Und viele wachen erst auf, wenn es so weit ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> Das stimmt, leider ist das der Fall. Aber man kann auch, was auch viele nicht wissen, durchaus mit einem verschlossenen Gef\u00e4\u00df leben, wenn man den K\u00f6rper so gut trainiert, dass es kleine Umgehungskreisl\u00e4ufe gibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist wie auf einer Autobahn: Wenn die Autobahn dreispurig gesperrt ist, dann muss es eine Umleitung geben und die f\u00fchrt meistens \u00fcber einen Feldweg oder \u00fcber ein Provisorium. Dort kann man nicht so schnell fahren, aber wenn man lange genug dr\u00fcberf\u00e4hrt und das immer wieder nutzt, dann wird das auch eine stabile Stra\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und so ungef\u00e4hr erkl\u00e4re ich es auch den Patienten: Wer also gut trainiert und gut l\u00e4uft, immer wieder trainiert, auch etwas in den Schmerz hinein l\u00e4uft, kann viele solcher nat\u00fcrlichen Byp\u00e4sse selbst z\u00fcchten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> Moment! Sie wollen mir grad sagen, dass der K\u00f6rper <strong>neue<\/strong> <strong>Blutgef\u00e4\u00dfe<\/strong> bildet?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> Ja. Es gibt ganz kleine, feine, Parallelgef\u00e4\u00dfe, hat jeder Mensch zu den gro\u00dfen Hauptschlagadern. Und diese kleinen Gef\u00e4\u00dfe, die kann man richtig gut trainieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das muss man am Anfang am besten unter einer Anleitung machen. Es gibt spezielle <strong>Gef\u00e4\u00dfrehabilitation<\/strong> daf\u00fcr, und das kann man selbstst\u00e4ndig tun, indem man jeden Tag eine halbe Stunde straff spazieren geht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und dann bietet man dem K\u00f6rper die besten Voraussetzungen, dass diese Gef\u00e4\u00dfe auswachsen und kr\u00e4ftig werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> Das sind echt gute Neuigkeiten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> Das stimmt!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> Jetzt sagen Sie, man muss sich bewusst ern\u00e4hren, ges\u00fcnder ern\u00e4hren, es geht um <strong>Bewegung<\/strong>, viel Bewegung. Jetzt frage ich Sie als \u00c4rztin: Wie viel machen Sie denn davon?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> Das klappt auch nicht immer. Ich habe auch einen sehr, sehr langen Arbeitstag und ich gehe in kein Fitnessstudio, aber ich versuche tats\u00e4chlich, jeden Tag eine gewisse Strecke zu laufen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das kann sein, dass ich vom Zug nach Hause laufe, das sind anderthalb Kilometer zu Fu\u00df. Und das ist f\u00fcr mich auch ein sch\u00f6ner Ausgleich an der Luft nach so einem Arbeitstag, den Kopf freilaufen. Das macht schon viel aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wenn man das jeden Tag macht, dann kann ich es mir auch g\u00f6nnen, am Tag \u00fcber mal doch ein oder zwei St\u00fcckchen Schokolade mehr zu essen als man vielleicht sollte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> St\u00fcckchen oder Tafeln?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> Das behalte ich f\u00fcr mich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> Wenn jetzt eine Patientin oder ein Patient zu Ihnen kommt, der betroffen ist mit der Schaufensterkrankheit, sagen wir mal Stadium 1, also relativ am Anfang noch, wie wahrscheinlich ist das, dass die Person das Leben wirklich \u00e4ndert?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> Die Erfahrung zeigt leider, dass das sehr, <strong>sehr selten<\/strong> passiert. Es ist sogar so, dass einschneidende Erlebnisse im wahrsten Sinne des Wortes, also <strong>Amputationen<\/strong>, die auch aufgrund der Schaufensterkrankheit passieren, bei den wenigsten Menschen zu einer Umkehr ihrer Lebensgewohnheiten f\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Das ist erschreckend und manchmal versteht man das auch nicht, aber es ist tats\u00e4chlich die Realit\u00e4t. Sehr selten ist das der Fall.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> Warum glauben Sie, ist das so, dass Menschen den Warnschuss nicht h\u00f6ren?<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> Naja, das ist wie mit vielen Dingen im Leben. Man bekommt immer so gesagt, du musst, du musst, du musst, und dieses Muss ist schon so, das f\u00fchrt schon zu so einer Abneigung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Aber es ist nicht so, dass alles, was gesund ist, nicht Spa\u00df macht. Es gibt viele Dinge, die Spa\u00df machen und gesund sind. Und ein gutes Beispiel ist zum Beispiel das Tanzen. Wenn ich zu Patienten sage, Sie m\u00fcssen <strong>Sport<\/strong> machen, dann gehen die Schotten gleich zu. Wenn ich sage, versuchen Sie es doch mal mit Tanzen, dann horchen schon viele auf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Und Tanzen ist sch\u00f6n, da ist Musik dabei, das animiert, da sind auch andere dabei, man ist nicht allein, man kann es auch mit dem Partner zusammen machen. Interessanterweise ist Tanzen sehr gut geeignet, um Durchblutung zu f\u00f6rdern. Aber nicht nur das, wir wissen sogar langfristig, dass Tanzen <strong>Demenz<\/strong> vorbeugt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es sorgt auch daf\u00fcr, dass \u00e4ltere Patienten weniger h\u00e4ufig st\u00fcrzen, dass sie besser die Balance halten k\u00f6nnen. Und interessanterweise gibt es auch eine Sportuniversit\u00e4t in Deutschland, bei der im ersten Semester das Tanzen Pflicht ist. Da kann man mal dr\u00fcber nachdenken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> Und, Sie haben es vorhin schon angedeutet, auch Treppensteigen kann echte Wunder bewirken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> Ja, es ist tats\u00e4chlich so. Es gibt Studien, das kann man heute berechnen, wie viel Energie pro Treppenstufe verbrannt wird und was das ausmacht im K\u00f6rper.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Man wei\u00df, dass jede Treppenstufe, die man erklimmt, jede einzelne Stufe, das Leben um vier Sekunden verl\u00e4ngert. Ich denke, das lohnt sich.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> Frau Dr. M\u00fchlberg, es war heute wieder ein Vergn\u00fcgen, dass Sie hier in diesem Podcast zu Gast waren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Katja M\u00fchlberg:<\/strong> Ja, mir hat es auch viel Spa\u00df gemacht. Vielen Dank!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Mario D. Richardt:<\/strong> Die n\u00e4chste Folge \u201ekernig &amp; gesund\u201c gibt es am n\u00e4chsten Mittwoch schon.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alle Folgen k\u00f6nnen Sie h\u00f6ren auf kernig-und-gesund.de, au\u00dferdem auch auf Spotify, iTunes, Google Podcasts, Podimo, Deezer und sogar auch bei Amazon Music und Alexa. Also einfach mal Alexa ansprechen \u201eAlexa, spiel den Podcast kernig &amp; gesund\u201c und schon geht\u2019s ab.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bis zum n\u00e4chsten Mal! Tsch\u00fcss!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Heute geht es um die periphere arterielle Verschlusskrankheit, kurz pAVK. \u00dcber diese St\u00f6rung spricht unser Moderator Mario D. Richardt mit der Angiologin und Ober\u00e4rztin an der Uni-Klinik Leipzig Dr. Katja M\u00fchlberg. 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