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Eylea

Eylea® ist ein Arzneimittel mit dem Wirkstoff Aflibercept zur Behandlung bestimmter Netzhauterkrankungen bei Erwachsenen sowie der Frühgeborenen-Retinopathie in definierten Stadien bei Frühgeborenen.

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⚕️ Arzneimittelinformation zu Eylea®:

Wirkstoff: Aflibercept
ATC-Code: S01LA05
Wirkstoffgruppe: Antineovaskularisationsmittel, VEGF-Inhibitoren
Wirkmechanismus: Bindet an VEGF-A und PlGF und blockiert deren Wirkung, wodurch das Wachstum abnormaler Blutgefäße sowie Flüssigkeitsaustritt und Schwellungen reduziert werden.
Zugelassene Anwendungsgebiete: Feuchte altersabhängige Makuladegeneration (AMD), Makulaödem infolge retinaler Venenverschlüsse (CRVO, BRVO, HRVO), diabetisches Makulaödem, Neovaskularisation der Aderhaut infolge von Myopie sowie Frühgeborenen-Retinopathie in bestimmten Stadien.
Darreichungsform: Lösung zur intravitrealen Injektion in Fertigspritze oder Durchstechflasche
Anwendung: Intravitreale Injektion durch einen qualifizierten Arzt
Hersteller: Bayer AG
Zulassung Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA): EMEA/H/C/002392, erteilt am 22. November 2012
Verschreibungsstatus: Verschreibungspflichtig (Rx)

Fachliche Grundlage: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) · Fachinformation · Gelbe Liste


Was ist Eylea und wofür wird es angewendet?

Eylea ist ein Arzneimittel für Erwachsene zur Behandlung:

  • der „feuchten“ Form der altersabhängigen Makuladegeneration (AMD), einer Erkrankung, die sich auf den zentralen Teil der Netzhaut (als Makula bezeichnet) im Augenhintergrund auswirkt. Die feuchte Form der AMD wird durch Neovaskularisation der Aderhaut (ein abnormales Wachstum der Blutgefäße unter der Makula) verursacht. Aus diesen Blutgefäßen können Flüssigkeit und Blut austreten und eine Schwellung hervorrufen;
  • eines beeinträchtigten Sehvermögens aufgrund eines Makulaödems (Schwellung der Makula) infolge einer Blockierung der Hauptvene, die Blut von der Retina (Netzhaut) transportiert (als Verschluss der zentralen Netzhautvene [central retinal vein occlusion, CRVO] bezeichnet), der kleineren Astvenen (als Verschluss eines Netzhautvenenschenkels [branch retinal vein occlusion, BRVO] bezeichnet) oder entweder der oberen oder der unteren Vene (als hemiretinaler Venenverschluss [hemiretinal retinal vein occlusion, HRVO] bezeichnet);
  • eines beeinträchtigtem Sehvermögens aufgrund eines durch Diabetes verursachten Makulaödems;
  • eines beeinträchtigtem Sehvermögens aufgrund Neovaskularisation der Aderhaut bei Personen mit Myopie (Kurzsichtigkeit).

Eylea wird auch bei Frühgeborenen zur Behandlung von Frühgeborenen-Retinopathie angewendet, einer Augenerkrankung, die auftreten kann, wenn ein Säugling zu früh geboren wird und die Blutgefäße im Auge sich nicht normal entwickeln, was zu Schädigungen der Netzhaut führt. Eylea wird nur bei bestimmten Stadien dieser Krankheit, und zwar Zone I (Stadien 1+, 2+, 3 oder 3+) und Zone II (Stadien 2+ oder 3+), sowie bei der rasch voranschreitenden schweren Form der Krankheit angewendet, die als aggressiv-posteriore Frühgeborenen-Retinopathie bezeichnet wird.

Eylea enthält den Wirkstoff Aflibercept.

Wie wird Eylea angewendet?

Eylea ist als Fertigspritzen oder Durchstechflaschen mit einer Lösung zur intravitrealen Injektion (Injektion in den Glaskörper, die gelartige Flüssigkeit im Inneren des Auges) erhältlich. Es ist nur auf ärztliche Verschreibung erhältlich und muss von einem qualifizierten Arzt verabreicht werden, der in der Durchführung intravitrealer Injektionen erfahren ist.

Eylea wird bei Erwachsenen als Injektion in das betroffene Auge gegeben, die in geeigneten Abständen von einem Monat oder länger wiederholt wird. Die anzuwendende Dosis und die Injektionshäufigkeit hängen von der zu behandelnden Erkrankung und dem Ansprechen des Patienten auf die Behandlung ab.

Für die Behandlung von Frühgeborenen mit Frühgeborenen-Retinopathie wird Eylea als einmalige Injektion in das Auge gegeben. Es kann in ein Auge oder in beide Augen am selben Tag injiziert werden. Wenn die Symptome anhalten, kann eine zweite Dosis mindestens 4 Wochen nach der ersten Dosis in dasselbe Auge gegeben werden. Bis zu 2 Injektionen pro Auge können innerhalb von 6 Monaten nach Beginn der Behandlung gegeben werden.

Weitere Informationen zur Anwendung von Eylea entnehmen Sie der Packungsbeilage, oder wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Wie wirkt Eylea?

Der Wirkstoff in Eylea, Aflibercept, ist ein biotechnologisch hergestelltes Protein, das so konzipiert ist, dass es an eine Substanz mit der Bezeichnung vaskulärer endothelialer Wachstumsfaktor A (vascular endothelial growth factor A, VEGF-A) bindet und dessen Wirkung blockiert. Es kann außerdem an andere Proteine, wie z. B. den Plazenta-Wachstumsfaktor (placental growth factor, PlGF), binden.

VEGF-A und PlGF sind an der Stimulierung des abnormalen Wachstums von Blutgefäßen bei Patienten mit AMD, bestimmten Arten von Makulaödemen und Neovaskularisation der Aderhaut infolge von Myopie sowie Frühgeborenen-Retinopathie beteiligt. Durch die Blockierung dieser Faktoren verringert Aflibercept das Wachstum der Blutgefäße und reguliert den Flüssigkeitsaustritt und die Schwellung.

Welche Risiken sind mit Eylea verbunden?

Die vollständige Auflistung der Nebenwirkungen und Einschränkungen im Zusammenhang mit Eylea ist der Packungsbeilage zu entnehmen.

Sehr häufige Nebenwirkungen von Eylea sind Bindehautblutung (Blutung aus den kleinen Blutgefäßen auf der Oberfläche des Auges an der Injektionsstelle), Netzhautblutung (Blutung im hinteren Augenabschnitt), reduziertes Sehvermögen, Augenschmerzen, Glaskörperablösung (Ablösung der gelartigen Substanz im Inneren des Auges), Katarakt (Linsentrübung), Mouches volantes (kleine Partikel oder Flecken im Sehfeld) und erhöhter intraokulärer Druck (erhöhter Druck im Inneren des Auges). Wie oft diese Nebenwirkungen auftreten, hängt von der Dosis und der behandelten Erkrankung ab.

Die Nebenwirkungen können schwerwiegend sein und hängen von der Dosis und der behandelten Erkrankung ab. Die vollständige Auflistung der schwerwiegenden Nebenwirkungen von Eylea ist der Packungsbeilage zu entnehmen.

Eylea darf nicht bei Patienten angewendet werden, bei denen okuläre oder periokuläre Infektionen (Infektionen im Auge oder in der Umgebung des Auges) bestehen oder vermutet werden, bzw. bei Patienten, die unter einer schweren Entzündung im Auge leiden. Die vollständige Auflistung der Einschränkungen ist der Packungsbeilage zu entnehmen.


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Aktualisiert: 29. Mai 2026 // Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA)

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