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Schilddrüse

Die Schilddrüse ist die größte Hormondrüse des menschlichen Körpers. Sie besitzt eine essenzielle Bedeutung für die verschiedenen Prozesse im Körper und den Stoffwechsel, indem sie Hormone wie Trijoddthyronin (T3), Thyroxin (T4) und Calcitonin produziert. Die Hormone regen in fast allen Zellen des Körpers den Energiestoffwechsel an. Dabei wird die Schilddrüse durch das Hypothalamushormon TRH (Thyreotropin-Releasing-Hormon) in einem permanenten Regelkreislauf stimuliert.

I. Allgemein

Im Folgenden erhalten Sie vor allem Informationen über die beiden Erkrankungen Hyperthyreose und Hypothyreose, also die Schilddrüsenüber- und -unterfunktion.

Denn ist die Schilddrüse in ihrer Funktion gestört, kann es zu einer Über- oder Unterfunktion kommen. Das bedeutet: Die Prozessabläufe im Körper sind gestört.

Typische Allgemeinsymptome der Unterfunktion sind Müdigkeit, Appetitlosigkeit und Gewichtszunahme. Darüber hinaus trockene und raue Haut, Kälteintoleranz, Haarausfall, Bradykardie, diffuses Myxödem, Obstipation, raue Stimme sowie Fettstoffwechselstörungen (v. a. Hypertriglyceridämie). Bei einer Überfunktion liegen häufig gegenteilige Symptome vor. Der Patient bemerkt diese jedoch meist nicht selbst, weswegen die Diagnose oft in einem Krankenhaus erfolgt.

Klinische Zeichen einer Überfunktion sind hervorquellende Augen, Unruhe, Nervosität, Erregung und Hyperaktivität, Schlafstörungen, Wärmeintoleranz mit erhöhter Schweißneigung, Arrhythmien, z. B. Vorhofflimmern, arterieller Bluthochdruck, feinschlägiger Tremor, Gewichtsverlust mit großem Appetit, Muskelschwäche, erhöhte Stuhlfrequenz bis hin zum Durchfall, Menstruationsstörungen und Alopezie (Haarausfall).

Wir empfehlen ab dem 40. Lebensjahr in Abständen von ein bis zwei Jahren eine Untersuchung der Schulddrüse, da das Risiko einer Fehlfunktion der Schilddrüse mit dem Alter steigt.

II. Schilddrüsenüberfunktion

Eine Schilddrüsenüberfunktion wird mit sogenannten Thyroxinblockern behandelt. Diese verringern eine Hormonproduktion, die Funktion der Schilddrüse normalisiert sich.

Spricht der Patient nicht auf eine medikamentöse Behandlung an, kann das Entfernen des Schilddrüsengewebes möglicherweise helfen. Daraus folgt meist eine Unterfunktion, die sich jedoch vergleichsweise gut behandeln lässt.

Sonderformen der Schilddrüsenüberfunktion

Hashimoto-Thyreoiditis: Die Schilddrüse entzündet sich aufgrund einer körpereigenen Reaktion oder wird sogar zerstört.

Morbus Basedow: Eine körpereigene Überproduktion von Schilddrüsenhormonen sorgt für eine Überfunktion.

III. Schilddrüsenunterfunktion

Bei einer Unterfunktion der Schilddrüse werden die fehlenden Hormone zugeführt. Hierfür wird auf den Wirkstoff L-Thyroxin zurückgegriffen – bei Patienten mit verringertem Jodspiegel auch mit Thyronajod.

Die einzunehmenden Hormone wirken sehr intensiv, reagieren auch stark mit anderen Medikamenten und Präparaten (z. B. Antazida wie Talci, Calciumderivate, Antibiotika). Deshalb wird empfohlen – wenn vom Arzt nicht anders verordnet – die Arznei einmal täglich auf nüchternen Magen mit mindestens 30 Minuten Abstand zu einer Mahlzeit und anderen Medikamenten einzunehmen.

Praktisch könnte das wie folgt aussehen:

Direkt nach dem Aufstehen greifen Sie zu Ihrem Schilddrüsen-Medikament. Danach frühstücken Sie entspannt und bereiten sich auf Ihren Tag vor. Wenn so 30 Minuten vergangen sind, nehmen Sie Ihre weitere Arznei ein. Bei Antazida (Mittel gegen Sodbrennen) und Produkten mit Mineralsalzen hingegen sollten Sie möglichst zwei bis drei Stunden vergehen lassen.

Patienten mit erhöhtem Jod- und Selen-Bedarf empfehlen wir Präparate wie  Selen Kapseln 200 µg von apodiscounter.de (90 Stk.) und/oder  Kaliumjodid 100 µg von apodiscounter.de (90 Stk.). Diese Mineralstoffe normalisieren die Funktion der Schilddrüse zum Teil.

Außerdem sollten Sie auf eine ausgewogene Ernährung sowie Sport und Bewegung achten, um Stoffwechselerkrankungen, deren Ausbruch aufgrund der Schilddrüsenunterfunktion begünstigt ist, zu verhindern oder zumindest deren Verlauf abzumildern.

Betroffene müssen Schilddrüsenhormonen oft ein Leben lang einnehmen. Daher raten wir, sich kleine Ziele zu setzen und sich bei Erreichen zu belohnen, um entspannter mit Behandlung und Einnahme umgehen zu können. Sollten Sie jedoch Probleme damit haben, hilft Ihnen unser Apotheken-Team gern weiter.

Auch die Schilddrüsen Liga Deutschland e. V. können Sie kontaktieren. Die Mitarbeiter informieren regelmäßig über aktuelle Leitlinien und bieten Angehörigen von Erkrankten ebenfalls Unterstützung und Hilfe an.

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