Eliquis (Apixaban)
Eliquis® ist ein Arzneimittel zur Vorbeugung und Behandlung von Blutgerinnseln bei Erwachsenen.
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⚕️ Arzneimittelinformation zu Eliquis®:
Wirkstoff: Apixaban
ATC-Code: B01AF02
Wirkstoffgruppe: Direkte Faktor-Xa-Inhibitoren
Wirkmechanismus: Faktor-Xa-Hemmer, der Faktor Xa blockiert, dadurch den Thrombin-Spiegel im Blut reduziert und so das Risiko der Bildung von Blutgerinnseln in Arterien und Venen verringert
Zugelassene Anwendungsgebiete: Vorbeugung venöser Thromboembolien bei Erwachsenen nach Hüft- oder Kniegelenkersatzoperationen, Behandlung und Vorbeugung von tiefer Venenthrombose und Lungenembolie sowie Vorbeugung von Schlaganfällen und systemischen Embolien bei Erwachsenen mit Vorhofflimmern gemäß EMA/Fachinformation
Darreichungsform: Filmtabletten (2,5 mg, 5 mg)
Anwendung: Oral
Hersteller: Bristol-Myers Squibb / Pfizer EEIG
Zulassung Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA): EMEA/H/C/002148, erteilt am 18/05/2011
Verschreibungsstatus: Verschreibungspflichtig (Rx)
Fachliche Grundlage: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) · Fachinformation · Gelbe Liste · ATC/DDD Index
Was ist Eliquis und wofür wird es angewendet?
Eliquis ist ein Arzneimittel, das zur Vorbeugung venöser Thromboembolien (Blutgerinnsel in den Venen) bei Erwachsenen nach Hüft- oder Kniegelenkersatzoperationen angewendet wird. Darüber hinaus wird es bei Erwachsenen zur Behandlung von tiefer Venenthrombose (Blutgerinnsel in einer tiefen Vene, üblicherweise des Beins) und Lungenembolie (Blutgerinnsel in einem Blutgefäß, das die Lungen versorgt) sowie zu deren Vorbeugung angewendet.
Zudem wird Eliquis zur Vorbeugung von Schlaganfällen (verursacht durch Blutgerinnsel im Gehirn) und Blutgerinnseln in anderen Organen bei Erwachsenen mit Vorhofflimmern (schnelle, unregelmäßige Kontraktionen der oberen Herzkammern) angewendet. Es wird bei Patienten mit einem oder mehreren Risikofaktoren, wie Schlaganfall in der Krankengeschichte, Bluthochdruck, Diabetes, Herzinsuffizienz bzw. einem Alter ab 75 Jahren, angewendet.
Eliquis enthält den Wirkstoff Apixaban.
Wie wird Eliquis angewendet?
Eliquis ist nur auf ärztliche Verschreibung erhältlich. Es ist als Tabletten (2,5 mg, 5 mg) erhältlich.
Bei Patienten nach einer Hüft- oder Kniegelenkersatzoperation sollte die Behandlung mit Eliquis 12 bis 24 Stunden nach der Operation beginnen. Die empfohlene Dosis beträgt eine 2,5 mg-Tablette zweimal täglich oral eingenommen, in der Regel über einen Zeitraum von mehr als einem Monat (32 bis 38 Tage) nach einer Hüftgelenk- bzw. über einen Zeitraum von 10 Tagen bis zwei Wochen nach einer Kniegelenkersatzoperation. Bei Patienten mit Vorhofflimmern und dem Risiko eines Schlaganfalls oder von Blutgerinnseln beträgt die empfohlene Dosis 5 mg zweimal täglich.
Zur Behandlung von tiefer Venenthrombose und Lungenembolie beträgt die empfohlene Dosis 10 mg zweimal täglich in der ersten Woche und danach 5 mg zweimal täglich über einen Zeitraum von mindestens 3 Monaten. Zur Vorbeugung des erneuten Auftretens von tiefer Venenthrombose und Lungenembolie beträgt die empfohlene Dosis 2,5 mg zweimal täglich.
Weitere Informationen zur Anwendung von Eliquis entnehmen Sie der Packungsbeilage, oder wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.
Wie wirkt Eliquis?
Bei Patienten, die sich einer Hüft- oder Kniegelenkersatzoperation unterziehen, kürzlich ein Trauma erlitten haben oder bettlägerig sind, besteht ein hohes Risiko, dass sich Blutgerinnsel in den Venen bilden, die gefährlich oder sogar tödlich sein können, wenn sie in einen anderen Körperteil, wie etwa in die Lunge, wandern. Ebenso besteht bei Patienten mit Vorhofflimmern ein hohes Risiko, dass sich Blutgerinnsel im Herzen bilden, die in das Gehirn gelangen können, wo sie einen Schlaganfall verursachen können.
Der Wirkstoff in Eliquis, Apixaban, ist ein „Faktor-Xa-Hemmer“. Er blockiert also Faktor Xa, ein Enzym, das an der Bildung von Thrombin beteiligt ist. Thrombin spielt im Blutgerinnungsprozess eine zentrale Rolle. Indem es Faktor Xa hemmt, reduziert es den Thrombin-Spiegel im Blut, wodurch das Risiko einer Bildung von Blutgerinnseln in den Arterien und Venen verringert wird.
Welche Risiken sind mit Eliquis verbunden?
Sehr häufige Nebenwirkungen von Eliquis (beobachtet bei 1 bis 10 von 100 Patienten) sind Anämie (geringe Zahl roter Blutkörperchen), Hämorrhagien (Blutungen), Hämatome (Blutansammlungen unter der Haut), Kontusionen (Blutergüsse), Nausea (Übelkeit), niedriger Blutdruck (Hypotonie), Epistaxis (Nasenbluten), Hämaturie (Blut im Urin), niedrige Blutplättchenzahl (Thrombozytopenie), erhöhte Alaninaminotransferase- und Gamma-Glutamyltransferase-Konzentrationen in Bluttests und Hautausschlag. Einige dieser Nebenwirkungen sind nicht bei allen Anwendungen von Eliquis zu beobachten.
Eliquis darf nicht bei Patienten mit akuter Blutung oder mit Lebererkrankungen angewendet werden, die zu Problemen mit der Blutgerinnung und einem erhöhten Blutungsrisiko führen. Das Arzneimittel darf auch nicht bei Patienten angewendet werden, bei denen das Risiko größerer Blutungen besteht, beispielsweise bei Vorliegen eines Darmgeschwürs oder bei Patienten, die mit anderen gerinnungshemmenden Arzneimitteln (Antikoagulanzien) behandelt werden, ausgenommen unter besonderen Umständen (siehe hierzu die Zusammenfassung der Merkmale des Arzneimittels).
Die vollständige Auflistung der im Zusammenhang mit Eliquis berichteten Nebenwirkungen und Einschränkungen ist der Packungsbeilage zu entnehmen.
Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA)
Aktualisiert: 22. April 2026