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Hizentra

Hizentra® ist ein Arzneimittel mit normalem Immunglobulin vom Menschen, das bei Patienten angewendet wird, deren Blut nicht ausreichend Antikörper enthält.

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⚕️ Arzneimittelinformation zu Hizentra®:

Wirkstoff: normales Immunglobulin vom Menschen
ATC-Code: J06BA01
Wirkstoffklasse: human normal immunoglobulin (SCIg)
Wirkmechanismus: hebt krankhaft erniedrigte IgG-Spiegel im Blut wieder auf das normale Niveau an
Zugelassene Anwendungsgebiete: primäre Immundefekte (PID), sekundäre Immundefekte (SID), chronisch inflammatorisch demyelinisierende Polyneuropathie (CIDP)
Darreichungsform: Injektionslösung
Anwendung: subkutane Infusion
Hersteller: CSL Behring GmbH
Zulassung Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA): EMEA/H/C/002127, erteilt am 14. April 2011
Verschreibungsstatus: Verschreibungspflichtig (Rx)

Fachliche Grundlage: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) · Gelbe Liste · Fachinformation


Was ist Hizentra und wofür wird es angewendet?

Hizentra wird bei Patienten angewendet, deren Blut nicht ausreichend Antikörper (Proteine, die dem Körper helfen, Infektionen und andere Erkrankungen zu bekämpfen) enthält. Diese werden auch als Immunglobuline bezeichnet. Es wird zur Behandlung der folgenden Erkrankungen angewendet:

  • primäre Immundefekte (PID): wenn Menschen von Geburt an nicht genug Antikörper bilden können;
  • sekundäre Immundefekte (SID) bei Patienten mit schweren oder wiederkehrenden Infektionen, die auf Behandlungen nicht ansprechen und die bestimmte Antikörper nicht bilden können;
  • chronisch inflammatorisch demyelinisierende Polyneuropathie (CIDP). Bei dieser seltenen Erkrankung, die durch eine Störung des Immunsystems (des Abwehrsystems des Körpers) verursacht wird, wird die Schutzhülle der Nerven zerstört.

Hizentra enthält den Wirkstoff normales Immunglobulin vom Menschen.

Wie wird Hizentra angewendet?

Hizentra ist nur auf ärztliche Verschreibung erhältlich, und die Behandlung ist durch medizinisches Fachpersonal einzuleiten, das in der Behandlung von Patienten mit geschwächtem Immunsystem oder CIDP erfahren ist.

Hizentra ist als Injektionslösung erhältlich. Es wird mittels subkutaner Infusion (sehr langsame Injektion unter die Haut) über ein Gerät verabreicht, dass die Geschwindigkeit der Infusion regelt. Hizentra kann an Stellen wie Bauch, Oberschenkel, Oberarm oder Hüfte injiziert werden. Nach entsprechender Schulung können Patienten bzw. ihre Betreuungspersonen Hizentra zu Hause selbst spritzen.

Die Dosis und die Häufigkeit der Hizentra-Infusionen richten sich nach der zu behandelnden Krankheit. Die Dosis muss gegebenenfalls in Abhängigkeit von der Wirksamkeit des Arzneimittels angepasst werden.

Weitere Informationen zur Anwendung von Hizentra entnehmen Sie der Packungsbeilage, oder wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Wie wirkt Hizentra?

Der Wirkstoff in Hizentra, normales Immunglobulin vom Menschen, ist ein hochgereinigter Eiweißstoff (Protein), der aus menschlichem Spenderblut gewonnen wird. Er enthält hauptsächlich Immunglobulin G (IgG), das sich aus einer Reihe von Antikörpern zusammensetzt, die an der Bekämpfung von Organismen beteiligt sind, die eine Infektion verursachen können. Die Wirkung von Hizentra beruht darauf, dass es den krankhaft erniedrigten IgG-Spiegel im Blut des Patienten wieder auf das normale Niveau anhebt. Darüber hinaus kann Hizentra bei der Steuerung des Immunsystems helfen, falls dieses, wie bei CIDP, gestört ist. Normales Immunglobulin wird seit den 1980er-Jahren als Arzneimittel eingesetzt.

Welche Risiken sind mit Hizentra verbunden?

Sehr häufige Nebenwirkungen von Hizentra (die mehr als 1 von 10 Behandelten betreffen können) sind Kopfschmerzen, Hautausschlag, Muskel- und Gelenkschmerzen (auch Muskelkrämpfe und Muskelschwäche), Reaktionen an der Injektionsstelle (Schwellung, Wundsein, Rötung, Grübchenbildung, Hitzegefühl, Juckreiz, Hämatome und Hautausschlag) und grippeähnliche Symptome. Selten kann bei Patienten ein plötzlicher Blutdruckabfall oder ein anaphylaktischer Schock (plötzliche, schwere allergische Reaktion) auftreten.

Hizentra darf nicht bei Patienten mit Hyperprolinämie (einer erblichen Erkrankung, bei der der Spiegel der Aminosäure Prolin im Blut erhöht ist) angewendet werden. Hizentra darf nicht in ein Blutgefäß injiziert werden.

Die vollständige Auflistung der im Zusammenhang mit Hizentra berichteten Nebenwirkungen und Einschränkungen ist der Packungsbeilage zu entnehmen.


Quelle: Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA)


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Aktualisiert: 29. Juni 2026

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