Astaxanthin ist ein natürlicher, rötlicher Farbstoff aus Algen, der in Nahrungsergänzungsmitteln aufgrund seiner antioxidativen Eigenschaften immer häufiger eingesetzt wird. Doch immer wieder taucht die Frage auf, ob Astaxanthin krebserregend sein könnte. Wir haben die Studienlage und Einschätzungen offizieller Stellen wissenschaftlich bewertet und zusammengefasst.
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Wissen kompakt
- Nach aktuellem Stand der Wissenschaft gibt es keine Hinweise, dass Astaxanthin krebserregend ist.
- Als sicher gelten für Erwachsene bis etwa 0,2 mg Astaxanthin pro kg Körpergewicht pro Tag.
- Langzeitdaten aus Studien am Menschen liegen bisher nicht vor.
- Studien an Zellkulturen und Tiermodellen weisen auf zellschützende und entzündungshemmende Effekte hin.
Die Astaxanthin Lüge? – Eine Einschätzung durch Behörden
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat Astaxanthin in mehreren Gutachten bewertet. Im Jahr 2020 kam sie zu dem Schluss, dass eine tägliche Aufnahme von bis zu 0,2 mg pro Kilogramm Körpergewicht als sicher für Erwachsene gilt. Das entspricht z. B. etwa 14 mg pro Tag für eine 70-kg-Person.
Auch der Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) äußerte sich 2025 zu dieser Frage: Laut dem Dienst gibt es aktuell keine Hinweise darauf, dass Astaxanthin das Krebsrisiko beim Menschen erhöht. Zudem wird betont, dass keine nationale oder internationale Behörde Astaxanthin als krebserregend eingestuft hat.
Die Internationale Agentur für Krebsforschung (IARC), eine Einrichtung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), hat Astaxanthin bislang weder klassifiziert noch als krebserregend eingestuft. In der Praxis bedeutet das: Es liegen derzeit keine Hinweise auf eine krebserregende Wirkung von Astaxanthin vor, eine Bewertung durch die IARC steht jedoch noch aus.
Wie bewerten wissenschaftliche Studien Astaxanthin?
Wissenschaftlich betrachtet liegen keine Hinweise auf eine krebserregende Wirkung vor. Im Gegenteil: In präklinischen Studien an Zellkulturen und Tiermodellen zeigte Astaxanthin eher zellschützende, entzündungshemmende und antioxidative Effekte.
So veröffentlichte Chang et al. 2020 eine umfassende Übersichtsarbeit, die über 100 Studien zu dem Thema auswertet. Sie berichten, dass Astaxanthin bestimmte entzündungsfördernde Prozesse hemmt, Zellen vor oxidativem Stress schützt und dabei verschiedene Signalwege im Körper reguliert.
Diese positiven Beobachtungen beziehen sich jedoch auf Tierversuche oder Laboruntersuchungen. Ob sich diese Effekte auch beim Menschen zeigen, ist derzeit nicht ausreichend belegt.
Wissenschaftliche Studien zu Astaxanthin
Wir bei apodiscounter legen großen Wert auf die Verwendung wissenschaftlich fundierter Quellen, wie beispielsweise Studien aus Fachzeitschriften. Hier findest du einige Originalquellen zu diesem Artikel:
Kann Astaxanthin krebserregend wirken, wenn es überdosiert wird?
Wie bei vielen Mikronährstoffen hängt auch die Sicherheit von Astaxanthin von der richtigen Dosierung ab. Innerhalb der empfohlenen Mengen von 4 bis 8 mg täglich bzw. 0,2 mg pro kg Körpergewicht gilt es als gut verträglich. In Studien wurden nur vereinzelt Nebenwirkungen beschrieben – etwa Magen-Darm-Beschwerden oder eine leichte Verfärbung von Haut oder Stuhl bei sehr hoher Dosierung.
Nach derzeitigem wissenschaftlichem Stand gibt es keine Hinweise darauf, dass Astaxanthin eine krebserregende Wirkung hat – auch nicht bei erhöhter Dosierung in Tierversuchen. Allerdings fehlen bislang Langzeitstudien am Menschen, die mögliche Risiken bei dauerhaft überhöhter Zufuhr systematisch untersuchen. Daher raten Expert:innen, die Verzehrempfehlungen einzuhalten und auf qualitativ hochwertige Produkte zu achten.
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Hinweis: Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine ausgewogene, abwechslungsreiche Ernährung und einen gesunden Lebensstil. Bei ernsthaften oder anhaltenden gesundheitlichen Beschwerden sollte immer ein Arzt oder eine Ärztin aufgesucht werden. Nahrungsergänzungsmittel sind nicht zur Behandlung, Heilung oder Vorbeugung von Krankheiten bestimmt.
Häufige Fragen zu Astaxanthin und Krebsrisiko
Erhöht Astaxanthin mein Krebsrisiko?
Nach aktuellem Forschungsstand gibt es keine Hinweise darauf, dass Astaxanthin krebserregend wirkt. Viele Studien berichten über antioxidative und entzündungshemmende Eigenschaften, jedoch wurden diese meist an Zellkulturen oder Tiermodellen durchgeführt.
Warum wird bei Astaxanthin über ein mögliches Krebsrisiko gesprochen?
Die Sorge entsteht vor allem, weil Astaxanthin als stark wirksames „Novel Food“ beworben wird und Laien antioxidative Stoffe teils mit unklaren Langzeitfolgen verbinden. Wissenschaftliche Bewertungen sehen jedoch kein genotoxisches oder krebsauslösendes Risiko bei üblichen Dosierungen.
Wie kann man Astaxanthin sicher einnehmen?
Astaxanthin gilt in Nahrungsergänzungen bei empfohlenen Mengen als sicher. Dabei sollte stets die Dosierungsangabe des Präparats eingehalten werden. Bei Vorerkrankungen oder Medikamenteneinnahme ist vor der Einnahme von Astaxanthin ärztlich Rücksprache zu halten.
Quellen
- Chang et al. (2020). Astaxanthin and its effects in inflammatory responses and inflammation-associated diseases: Recent advances and future directions. Molecules, 25(22), 5342.
- Nishida, Y., et al. (2023). Astaxanthin: Past, present, and future. Marine Drugs, 21(10), 514.
- Krebsinformationsdienst. (2025). Ist das Novel Food Astaxanthin krebserregend? Deutsches Krebsforschungszentrum. Abgerufen am 29. Juli 2025, von https://www.krebsinformationsdienst.de/aktuelles/detail/ist-das-novel-food-astaxanthin-krebserregend
- Verbraucherzentrale. (2025). Astaxanthin für den guten Durchblick? Verbraucherzentrale. Abgerufen am 29. Juli 2025, von https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/astaxanthin-fuer-den-guten-durchblick-17747
- EFSA Panel on Nutrition, Novel Foods and Food Allergens (NDA). (2020). Safety of astaxanthin for its use as a novel food in food supplements. EFSA Journal, 18(2), 5993.
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