Übelkeit, Durchfall und Bauchkrämpfe – die Magen-Darm-Grippe kommt oft plötzlich und heftig. Doch wie verläuft die Erkrankung, welche Symptome sind möglich und was hilft wirklich gegen die Beschwerden? In diesem Ratgeber erfährst du, welche Ursachen typisch sind, wie du dich anstecken kannst und mit welchen Maßnahmen du deinen Körper effektiv unterstützt – für eine schnelle Besserung und einen sicheren Umgang im Alltag.
Inhaltsverzeichnis öffnen
Inhaltsverzeichnis
Wissen kompakt
- Eine Magen-Darm-Grippe ist eine weltweit häufig auftretende Infektionskrankheit des Magen-Darm-Trakts.
- Die Ursache ist meist viral, kann aber auch bakteriell oder parasitär sein.
- Entzündungen von Magen und Darm zeigen sich meist durch unspezifische Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Durchfall sowie Fieber, Schwindel und Schwäche.
- Im Normalfall schafft es der Körper von allein die Infektion zu besiegen – ausreichend Flüssigkeit, Nährstoffe und Medikamente zur Symptomlinderung können dabei unterstützen.
Was ist eine Magen-Darm-Grippe?
Der medizinische Fachbegriff für die Magen-Darm-Grippe lautet Gastroenteritis, zu Deutsch: Entzündung des Magens und des Darms.
In den meisten Fällen sind Viren, besonders Rotaviren und Noroviren, die Auslöser einer Magen-Darm-Infektion. Daneben gibt es aber auch zahlreiche Bakterien sowie einige Toxine und Parasiten, die für einen Infekt des Verdauungstraktes verantwortlich sein können.
Die Hauptsymptome einer Magen-Darm-Erkrankung sind Bauchkrämpfe, gefolgt von Übelkeit, Erbrechen und/oder Durchfall. Auch Fieber, Schwächegefühl und Schwindel stehen häufig mit einer Magen-Darm-Grippe im Zusammenhang. Zumeist treten die genannten Symptome nicht einzeln, sondern in Kombination miteinander auf, was für ein starkes Krankheitsgefühl sorgt.
Dauer und Schweregrad der Erkrankung können je nach Erregerart sehr unterschiedlich sein. In der Regel ist eine Magen-Darm-Grippe zwar belastend und kräftezehrend, die Infektion aber in vielen Fällen ungefährlich und durch die körpereignen Abwehrkräfte beherrschbar.
Inkubationszeit einer Magen-Darm-Grippe
Unter Inkubationszeit versteht man den Zeitpunkt der Ansteckung bis zum Ausbruch der Symptome. Die Inkubationszeit einer Magen-Darm-Grippe ist unterschiedlich und abhängig von der Art des Erregers sowie der Leistungsfähigkeit des Immunsystems.
Inkubationszeit der häufigsten Auslöser:
- Norovirus – zwischen 6 bis 50 Stunden
- Rotavirus – zwischen 1 bis 3 Tagen
- Salmonellen – zwischen 6 bis 72 Stunden
- Lebensmittelvergiftung – zwischen 1 bis 3 Stunden
Je nach körperlicher Verfassung – mögliche Vorerkrankungen, Immunschwäche – können sich die Zeiten verkürzen.
Wie lange ist die Inkubationszeit der Magen-Darm-Grippe bei Erwachsenen?
Die Inkubationszeit bei älteren Menschen kann häufig deutlich kürzer sein, da ihr Immunsystem oft weniger effektiv ist und andere Erkrankungen den Allgemeinzustand zusätzlich verschlechtern.
Wie lange ist die Inkubationszeit bei Babys und Kindern?
Magen-Darm-Erkrankungen sind vor allem bei Babys und Kleinkindern häufig, da deren Immunsystem noch nicht vollständig funktionsfähig ist. Ist das Rotavirus der Auslöser, beträgt die Inkubationszeit zwischen ein bis drei Tagen.
Die Ständige Impfkommission (STIKO) des Robert Koch Instituts empfiehlt für alle Säuglinge ab dem Alter von 6 Wochen eine Impfung gegen Rotaviren. Die Schluckimpfung ist in der Regel gut verträglich und dient vor allem dem Schutz vor schweren Verläufen.
Was passiert im Magen und im Darm?
Die Magen-Darm-Grippe ist eine Reaktion auf bestimmte Erreger, die über den Rachen in das Verdauungssystem eindringen und dort die Schleimhaut, zunächst im Magen und danach im Darm, angreifen. Die Beschwerden einer Magen-Darm-Infektion verlaufen dementsprechend: In der Regel kommt es zuerst zu Übelkeit und Erbrechen, bevor dann Durchfall (Diarrhö) hinzukommt.
Das Erbrechen ist als Schutzreflex des Körper zu verstehen, der so versucht, die gefährlichen Eindringlinge wieder los zu werden.
Durchfall entsteht, wenn die Krankheitserreger bereits im Dünn- und Dickdarm angekommen sind. Die Keime greifen die Darmschleimhaut an und bewirken damit eine verstärkte Absonderung von Sekret in den Darm. Der Nahrungsbrei im Darm wird dadurch flüssig und es kommt zu starkem Durchfall.
Du benötigst ein Durchfall-Medikament?
Bei apodiscounter findest du über 100 rezeptfreie Medikamente gegen Durchfall.
- Große Auswahl
- Günstige Preise*
- Schnelle Lieferung**

Ursachen einer Magen-Darm-Grippe
Eine Magen-Darm-Grippe kann unterschiedliche Ursachen haben. In den meisten Fällen werden Magen-Darm-Infektionen durch Viren und Bakterien ausgelöst. Je nach Art der Erreger handelt es sich um eine virale oder bakterielle Infektion. Die Form des Brechdurchfalls durch Viren ist dabei deutlich häufiger.
Für eine virale Infektion sind in der Regel Noroviren und bei Kindern vor allem Rotaviren verantwortlich. Meistens gelangen die Viren über die Nahrung in den Körper, aber auch eine Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch ist möglich.
Bakterielle Entzündungen des Darms treten seltener als virale Infektionen auf. Zumeist erfolgt die Ansteckung über tierische Lebensmittel, wie rohe Eier, Fleisch oder Fisch. Zu den häufigsten Bakterien, die für eine Magen-Darm-Grippe verantwortlich sind, gehören Salmonellen, Campylobacter oder Escherichia coli, auch EHEC genannt.
Wie steckt man sich mit einer Magen-Darm-Grippe an?
Brechdurchfall ist hochansteckend, da die Erreger über viele Wege übertragen werden können. Ein häufiger Grund für eine Ansteckung ist die sogenannte fäkal-orale Infektion, auch Schmierinfektion genannt. Mikroskopisch kleine Reste von Kot und Erbrochenem bleiben dabei an Händen, Nahrungsmitteln, Toiletten, Türgriffen und sonstigen Gegenständen haften, von wo aus sie wieder über Mund und Rachen von gesunden Menschen aufgenommen werden.
Beim Norovirus können die Erreger auch über eine Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch weitergegeben werden. Während des Erbrechens werden dabei winzige Erregertröpfchen freigesetzt, die von anderen eingeatmet werden. Die Beachtung der Hygieneregeln ist bei einer Magen-Darm-Infektion daher besonders wichtig.
Ansteckungsgefahr kann auch von kontaminierten tierischen Nahrungsmitteln wie rohe Eier, Milch, Fleisch, Fisch oder Wurst ausgehen. Aber auch Obst und Gemüsesorten, wie beispielsweise Sprossen oder Salate können Magen-Darm-Keime enthalten. Oftmals ist eine unzureichende Kühlung Grund dafür, dass die Erreger in den Produkten aufkeimen und sich vermehren können.
Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr?
Die Ansteckungsgefahr bei einer Magen-Darm-Grippe ist sehr hoch. Noch bevor sich erste Symptome bemerkbar machen, sind Betroffene bereits ansteckend. Auch nach dem Abklingen der Beschwerden sind noch Keime im Stuhl nachweisbar, die weiterhin zu einer Ansteckung von anderer führen können. Bei Noroviren kann dies bis zu zwei Wochen nach Abklingen der akuten Phase der Fall sein.
Welche Viren können eine Magen-Darm-Erkrankung auslösen?
Die häufigsten Erreger für eine Magen-Darm-Erkrankung sind Noroviren und Rotaviren.
Rotaviren sind besonders für Magen-Darm-Infektionen bei Kindern und alten Menschen mit schwachem Immunsystem verantwortlich. Durch den Kontakt mit den Rotaviren in den frühen Lebensjahren bildet der Körper Antikörper, die ihn dann im Erwachsenenalter vor einer Infektion schützen. Aufgrund der verschiedenen Variationen an Rotaviren ist eine komplette Immunität aber nicht gegeben. So sind oft Rotaviren für Magen-Darm-Probleme im Urlaub in einem fremden Land verantwortlich, da der Körper die vor Ort herrschende Variante der Viren noch nicht kennt.
Noroviren sind die häufigsten Erreger für Magen-Darm-Erkrankungen im Erwachsenenalter. Aufgrund der Vielfalt an Virenstämmen, muss das Immunsystem immer wieder eine neue Reaktion gegen Noroviren produzieren, sodass eine wiederholte Ansteckung jederzeit möglich ist. Da Noroviren nicht nur über Schmierinfektion, sondern auch über die Luft per Tröpfcheninfektion übertragen werden, ist die Ansteckungsgefahr ebenfalls sehr hoch.
Können auch Bakterien eine Magen-Darm-Erkrankung auslösen?
Viele unterschiedliche Bakterien können für eine Gastroenteritis verantwortlich sein. In den deutschsprachigen Ländern sind vor allem Salmonellen, Campylobacter und bestimmte Escherichia-coli-Stämme, wie beispielsweise EHEC, ausschlaggebend für Brechdurchfall.
Campylobacter gehören zu den häufigsten bakteriellen Ursachen für eine Magen-Darm-Infektion. Die Bakterien gelangen über den Kot infizierter Tiere und den Verzehr von kontaminierter Nahrung, wie Fleisch oder Rohmilchprodukte, in den menschlichen Körper.
Salmonellen sind ebenfalls häufig für den Ausbruch einer Magen-Darm-Grippe verantwortlich. Salmonellen kommen vorwiegend in tierischen Produkten wie rohen Eiern oder Fleisch, insbesondere aber bei Geflügel vor. Damit eine Ansteckungsgefahr gegeben ist, muss jedoch eine gewisse Mindestmenge an Salmonellen in den Körper gelangt sein.
Escherichia-coli-(E. coli)-Bakterien kommen natürlicherweise im menschlichen Darm vor und unterstützen die Verdauung. Gelangen jedoch tierische, den Menschen gefährdende Krankheitserreger (humanpathogene) E.-coli-Stämme in den Körper, können diese zu Krankheiten und schwerwiegenden Magen-Darm-Verstimmungen führen. Die Bakterien gehen vorwiegend durch nicht richtig durchgegartes Fleisch auf den Menschen über. Aber auch auf ungewaschenem Obst und Gemüse können Kotreste von infizierten Tieren zu finden sein.
Symptome von Magen-Darm-Grippe
Eine Magen-Darm-Infektion lässt sich in der Regel schnell anhand der Beschwerden diagnostizieren. In den meisten Fällen geht die Erkrankung mit Appetitlosigkeit, Übelkeit, Bauchweh, Erbrechen und Durchfall einher. Die Symptome fangen im oberen Magen-Darm-Trakt an, Durchfall kommt meist erst im zweiten Schritt dazu, wenn die Erreger sich bereits im Dünndarm befinden.
Zudem kann es zu Magen- oder Darmkrämpfen und Fieber kommen. Oft leiden die Betroffenen auf Grund des hohen Flüssigkeitsverlustes und der Anstrengung, die eine Magen-Darm-Infektion mit sich bringt, auch an Beschwerden wie Schwindel oder Schwächegefühl, die auch mit einer normalen Grippe einhergehen. Daher hat sich umgangssprachlich auch die Bezeichnung Magen-Darm-Grippe eingeprägt.
Durchfall infolge einer Magen-Darm-Erkrankung
Die Keime greifen die Schleimhaut von Dünn- und Dickdarm an. Folglich kann die Nahrung nicht mehr richtig verdaut werden. Ist die Darmwand geschädigt, verbleiben Elektrolyte und Nahrungsreste vermehrt im Darm und binden dort Wasser. Das überschüssige Wasser verflüssigt nun den Nahrungsbrei und dieser wird als Durchfall ausgeschieden. Desweiteren ist auch die Zusammensetzung des Darmsekretes verändert und kann zum Ungleichgewicht der Elektrolytverhältnisse führen, wodurch ebenso vermehrt Wasser im Darm verbleibt und anschließend ausgeschieden werden muss.
Erbrechen während einer Magen-Darm-Grippe
Das Erbrechen ist ein wichtiger Reflex des menschlichen Körpers, um zu verhindern, dass schädliche Keime in den Magen-Darm-Trakt gelangen und sich dort ausbreiten. Wird ein Erreger vom Immunsystem erkannt, löst das Gehirn durch das Zusammenziehen des Magens einen Brechreiz aus. Bei einer Magen-Darm-Grippe kann die entzündete Magenschleimhaut die Nahrung nicht mehr richtig identifizieren und empfindet sie als schädigend. So kann es auch zu andauerndem Erbrechen über mehrere Tage kommen, selbst wenn die Keime bereits ausgeschieden wurden.
Magen-Darm-Grippe mit Fieber
Im Zuge der Immunreaktion, kann es bei einer Magen-Darm-Grippe zu Fieber kommen, was den Körper zusätzlich schwächt und zu grippeähnlichen Symptomen führt. Bei Fieber können Paracetamol oder Ibuprofen zur symptomatischen Linderung angewendet werden. Vorerkrankungen und Nebenwirkungen sollten bei der Wahl berücksichtigt werden. Bei deutlicher Dehydratation gilt Paracetamol als sinnvoller.
Diagnose der Magen-Darm-Grippe
Eine Magen-Darm-Grippe kann anhand der typischen Symptome schnell diagnostiziert werden. Um andere Krankheiten auszuschließen, bei denen ähnliche Beschwerden auftreten können, (wie beispielsweise eine Blinddarmentzündung oder Nahrungsmittelunverträglichkeit) ist ein ärztliches Gespräch zum Krankheitsverlauf und der Krankengeschichte auf jeden Fall notwendig. Zudem wird überprüft, ob Zeichen für eine Dehydratation (Flüssigkeitsmangel) vorliegen, dazu zählen z. B. stehende Hautfalten, eingesunkene Augen oder trockene Schleimhäute. Um den Krankheitserreger festzustellen, können Stuhlproben entnommen und Untersuchungen mit dem Lichtmikroskop durchgeführt werden.
Verlauf einer Magen-Darm-Grippe
Der Verlauf einer Magen-Darm-Grippe kann sehr unterschiedlich sein und variiert je nach der Art des Erregers. Von dem Moment der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Symptome vergehen meist wenige Stunden bis maximal wenige Tage.
In der Regel beginnt die Erkrankung mit Erbrechen, das meistens ein bis zwei Tage andauert. Relativ kurz danach kommt dann bereits Durchfall hinzu, der zwei bis 14 Tage dauern kann.
Eine Magen-Darm-Infektion, die durch einen Virus ausgelöst wurde, ist meist schneller wieder vorbei als eine bakteriell verursachte Infektion. Bei einer Erkrankung, die von einem Noro- oder Rotavirus herrührt, kann man mit drei Tagen Krankheitsdauer rechnen. Sind Bakterien die Ursache, dann erstrecken sich die Symptome in der Regel über einen längeren Zeitraum von drei Tagen bis zu zwei Wochen.
Kann eine Magen-Darm-Grippe ohne Erbrechen verlaufen? Gelangen die Erreger schnell in den Darm, kann eine Magen-Darm-Grippe häufig auch ohne Erbrechen verlaufen.
Kann eine Magen-Darm-Grippe ohne Durchfall verlaufen? Es ist möglich, dass eine Magen-Darm-Infektion ohne Durchfall verläuft, das ist jedoch nicht die Regel.
Geht eine Magen-Darm-Grippe mit Fieber einher? Je nach Konstitution des Immunsystems kann bei einer Magen-Darm-Infektion auch Fieber auftreten.
Dauer einer Magen-Darm-Grippe
Die Dauer einer Magen-Darm-Grippe lässt sich nicht pauschal festlegen, da diese von dem verursachenden Erreger und der Verfassung des körperlichen Immunsystems abhängig ist.
Auf die Erreger kommt es an
Nicht nur die Dauer der Inkubationszeit hängt von dem Erreger der Magen-Darm-Grippe ab, sondern auch, wie lange die Symptome anhalten.
Virale Infektionen – beispielsweise durch Rotaviren oder Noroviren – verlaufen zwar heftig ab, sind aber meist nur von kurzer Dauer und die Symptome in der Regel nach drei Tagen ausgestanden.
Bakterielle Infektionen – zum Beispiel Salmonellen oder Cambylobacter – können etwas länger anhalten und die Beschwerden können über einen Zeitraum von drei Tagen bis zu zwei Wochen andauern.
So lange dauern die Symptome an
Eine Magen-Darm-Grippe geht oft mit mehreren Symptomen einher, die aber unterschiedlich lange anhalten und ebenfalls durch den jeweiligen Erreger mitbestimmt werden.
- Erbrechen: Oft ist dies das erste Symptom, das auftaucht, aber auch das erste, das wieder abklingt. Nach ein bis zwei Tagen solltest du dich bei einem Magen-Darm-Infekt nicht mehr übergeben müssen.
- Durchfall: Setzt meist kurz nach dem Erbrechen ein und kann zwischen zwei bis zu zehn Tagen anhalten. Wenn Parasiten den Magen-Darm-Infekt ausgelöst haben, kann dieser sogar mehrere Wochen oder sogar Monate andauern. Deinen Körper unterstützen kannst du mit freiverkäuflichen Mitteln gegen Durchfall. Bist du mehrere Tage von Durchfall betroffen, solltest du einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen, um mögliche Ursachen abzuklären und ein entsprechend Therapie zu beginnen. Bei Säuglingen, Kindern und Senioren kann Durchfall eine große Gefahr bedeuten – Dehydratation und Unterversorgung. Suche in solchen Fällen möglichst schnell, spätestens nach zwei Tagen, unbedingt einen Arzt oder eine Ärztin auf.
- Fieber: Der Infekt kann von leichtem Fieber begleitet werden, das ebenfalls nach wenigen Tagen verschwindet. Sollte das Fieber hoch oder nach mehreren Tagen nicht abgeklungen sein, such dir medizinische Unterstützung, um die Ursache abzuklären.
Nach dem Abklingen sind die Erreger noch im Körper
Das Risiko die Magen-Darm-Grippe zu übertragen, besteht gleichermaßen vor sowie auch nach dem Abklingen der Symptome – abhängig vom Erreger sogar über mehrere Wochen nach Verschwinden der Symptome hinaus.
Noroviren sind noch bis zu zwei Wochen nach Abklingen der Symptome im Stuhl vorhanden. Das Bakterium Enterohämorrhagisches Escherichia coli – EHEC – ist noch bis zu drei Wochen nachweisbar, Shigellen oder Cambylobacter bis zu vier Wochen.
Beachte also eine gründliche Hygiene, auch, wenn du dich wieder gut fühlst, vor allem nach dem Toilettengang, um niemanden zu gefährden und eine erneute Infektion zu vermeiden.
Ab dieser Dauer wird die Magen-Darm-Grippe bedenklich
Wie bereits erwähnt, ist eine Magen-Darm-Grippe keine Seltenheit und es braucht in der Regel ein paar Tage bis sie wieder verschwindet.
Wenn die Symptome jedoch nicht abklingen, sich eventuell sogar verschlechtern, Blut im Stuhl auftaucht, hohes Fieber dazukommt oder du dir aus anderen Gründen unsicher bist, ist es angebracht, medizinischen Rat einzuholen.
Als mögliche Ursache kommen zahlreiche andere Erkrankungen oder auch parasitäre Erreger in Betracht. In solchen Fällen muss die Behandlungsweise entsprechend umgestellt werden.
Behandlung einer Magen-Darm-Grippe
Einen Magen-Darm-Infekt möchte man so schnell wie möglich hinter sich bringen. Unterstütze deinen Körper dabei die Erreger schnell aus dem Darm zu schleusen, den Magen zu beruhigen und versorge ihn ausreichend mit den notwendigen Nährstoffen.
Wir verraten dir, welche Produkte sich bei apodiscounter bewährt haben.
Viel trinken: Bei einer Gastroenteritis verliert der Körper viel Flüssigkeit und wichtige Mineralstoffe. Besonders wichtig ist es daher, diese verlorenen Stoffe wieder zuzuführen. Viel Trinken ist bei einer Magen-Darm-Infektion also das oberste Gebot. Besonders gesalzener Tee und milde Brühe können helfen, den Mineralstoffhaushalt wieder auszugleichen. Zudem bieten sich standardisierte orale Rehydrationslösungen (ORS) mit einem Elektrolyt-Glukose-Gemisch an. Diese solltest du in kleinen Schlucken, langsam zu dir nehmen.
Der Wirkstoff Loperamid ist ein sogenanntes Opioid, das die Darmbewegung verlangsamt. Dadurch kann dem Verdauungsbrei mehr Wasser entzogen werden und der Stuhl ist wieder fester. Loperamid kann bei nicht-blutigem Durchfall ohne begleitendes Fieber bei Erwachsenen symptomatisch angewendet werden. Bei blutigen Stühlen, hohem Fieber oder bei Kindern bedarf die Anwendung einer ärztlichen Abklärung.
Mit den Wirkstoffen Myrrhe, Kohle und Kamille wirkst du nicht nur akutem Durchfall entgegen, sondern linderst auch Blähungen und Krämpfe.
Tannin dichtet die Schleimhaut im Darm ab, so dass weniger Wasser an den Verdauungsbrei abgegeben werden kann, Ethacridin wirkt desinfizierend und krampflösend.
Die Darmflora bringst du mit probiotisch wirkenden Produkten ins Gleichgewicht. Vor allem Probiotika, die zum Beispiel Milchsäurebakterien wie Lactobacillus rhamnosus GG oder Saccharomyces boulardii enthalten, können die Dauer akut infektiöser Diarrhö moderat verkürzen.
Zusätzlich solltest du mit Schonkost deinen Magen-Darm-Trakt nicht unnötig belasten und dir Ruhe gönnen. Damit du weder dich noch andere ansteckst, solltest du unbedingt hygienische Maßnahmen streng einhalten und dir gründlich die Hände waschen und möglichst auf Distanz zu deinen Mitmenschen bleiben.
Desinfiziere die Dinge in deinem Haushalt, die du berührt hast und teile weder die Handtücher noch andere Dinge mit den Menschen, mit denen du zusammenlebst.
Liegt bereits ein stärkerer Flüssigkeitsmangel vor, wird dein Arzt oder deine Ärztin dir vielleicht eine Infusion verordnen, um den Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust wieder auszugleichen.
Sollte die Magen-Darm-Grippe mit Fieber einhergehen, so kann Ibuprofen oder Paracetamol eingenommen werden. Weitere Grippe-Symptome sollten wie bei einer normalen Grippe behandelt werden. Die Gabe von Antibiotika ist in der Regel nur in Ausnahmefällen notwendig, insbesondere bei persistentem blutigem Durchfall mit systemischer Infektion durch bestimmter Erreger – hier ist ärztliche Betreuung unabdingbar.
Die richtige Hilfe bei Magen-Darm-Beschwerden
Finde das passende Medikament für deine Magen-Darm-Probleme.
- Große Auswahl
- Günstiger Preis*
- Schnelle Lieferung**

Ernährung bei einer Magen-Darm-Erkrankung
Oftmals geht ein Magen-Darm-Infekt mit Appetitlosigkeit einher, weshalb Betroffene entweder gar nichts essen oder auf vermeintliche Hausmittel zurückgreifen, die aber eher das Gegenteil bewirken können – beispielsweise Cola.
Dabei spielt die richtige Ernährung gerade jetzt eine wichtige Rolle, um bei Kräften zu bleiben und den Körper mit ausreichend Flüssigkeit und Nährstoffen zu versorgen.
Erkrankt mit Magen-Darm-Grippe – Iss leichte Kost!
Besonders zu Beginn einer Magen-Darm-Erkrankung ist auf jeden Fall Schonkost angesagt. Zwieback, Toastbrot ohne Belag, gekochte Möhren oder Kartoffeln sowie Äpfel und Bananen sind Lebensmittel, die der Magen-Darm-Trakt auch in einem gereizten Zustand gut verarbeiten kann.
Wenn die Beschwerden langsam abklingen, solltest du weiterhin vorsichtig mit der Nahrungsaufnahme sein, damit sich die Verdauungsorgane langsam wieder an normale Kost gewöhnen können. Leicht verdauliche Lebensmittel wie Reis, Nudeln, mageres Fleisch, Karotten oder Blumenkohl sind in dieser Phase immer eine gute Wahl. Ist der Infekt ausgestanden, können Prä- und Probiotika dazu beitragen, die angegriffene Darmflora wieder aufzubauen.
Magen-Darm-Grippe – Trinken ist das A und O!
Bei einer Magen-Darm-Verstimmung ist Trinken das Wichtigste, damit der Elektrolythaushalt und der Flüssigkeitsmangel wieder ausgeglichen werden. Kleine Schlucke können helfen, dass die Flüssigkeit nicht sofort wieder ausgeschieden wird.
Am besten eignen sich hier verschiedene Tees oder auch Suppenbrühe. Letztere sollte nicht scharf gewürzt sein. Fenchel- und Kamillentee können den Magen-Darm-Trakt beruhigen und die Gerbstoffe des Grünen und Schwarzen Tees sind bekannt dafür, die Darmschleimhaut zu regulieren.
Häufige Fragen zur Magen-Darm-Grippe
Wie lange ist man nach einer Magen-Darm-Grippe noch ansteckend?
Auch nach dem Abklingen der akuten Symptome besteht noch Ansteckungsgefahr. Je nach Erregerart sind bis zu zwei Wochen später noch Keime im Stuhl nachweisbar und somit auch übertragbar. Die Erregerkonzentration nimmt jedoch von Tag zu Tag ab, worduch auch die Infektionsgefahr sinkt.
Wie lange sollte man bei einer Magen-Darm-Grippe krankgeschrieben sein?
Eine Vorgabe zur Krankschreibung während einer Magen-Darm-Infektion gibt es nicht. In Abhängigkeit von der Schwere der Symptome und der individuellen Anamnese erfolgt die Krankschreibung in ärztlicher Abstimmung.
Ist eine Magen-Darm-Grippe in der Schwangerschaft gefährlich?
Ein hoher Flüssigkeitsverlust kann zu Komplikationen führen. Warnzeichen bei denen du in der Schwangerschaft und Stillzeit frühzeitig ärztlichen Rat einholen solltest sind anhaltendes Erbrechen, Blut im Stuhl, Schwindel und/oder deutlich verminderter Harndrang bzw. eine geringe Urinmenge.
Wie kann man mit der richtigen Hygiene einer Magen-Darm-Erkrankung vorbeugen?
Regelmäßiges und gründliches Händewaschen sowie Desinfizieren der Hände ist entscheidend. Zudem sollten Toiletten, die von Betroffenen genutzt werden, vor und nach jedem Toilettengang gründlich gereinigt und zusätzlich desinfiziert werden. Darüber hinaus empfiehlt es sich, Bettwäsche, Handtücher und Kleider sofort nach der Benutzung durch Erkrankte bei 60 °C zu waschen.
Gibt es eine Impfung gegen die Magen-Darm-Grippe?
Die normale Grippeimpfung schützt viele Menschen vor der unangenehmen Krankheit. Gegen die Magen-Darm-Grippe gibt es aber keine allgemeingültige Impfung, da diese von unzähligen Erregern ausgelöst werden kann. Einzig gegen Rotaviren wird vom Robert Koch Institut eine Impfung für Säuglinge empfohlen.
Wann mit Magen-Darm-Grippe zum Arzt?
In den meisten Fällen verschwinden die akuten Symptome einer Magen-Darm-Erkrankung von selbst. Bleiben die Beschwerden länger als drei Tage, ist medizinischer Rat zu empfehlen, insbesondere auch, wenn Blut im Stuhl auftritt oder hohes Fieber hinzukommt. Bei Kleinkindern oder älteren Menschen kann es außerdem schneller zu einem Flüssigkeitsmangel kommen, weshalb auch hier ein Arztbesuch wichtig ist.
Quellen
- N. Durisch: Norovirus-Gastroenteritis, in “Der Gastroenterologe”, 9, 2014, ISSN 1861-9681
- Bernice de Braal: Getting gastroenteritis, in “Child Care”, 6, 2009, ISSN 1753-9900
- W. Zingg: Die virale Gastroenteritis, in “Der Gastroenterologe”, 2, 2007, ISSN, 1861-9681
- Richard Goodgame: Norovirus gastroenteritis, in “Current Infectious Disease Reports”, 9, 2007, ISSN 1523-3847
- Genevieve Losonsky: Diarrhea and gastroenteritis, in “Current Opinion in Infectious Diseases”, 5, 1992, ISSN 0951-7375
- Natalie Ortega, Silvana Rampini: Infektiöser Durchfall, in “Praxis”, 102, 2013, ISSN 1661-8165
- A.-M. Beer: Akuter Durchfall, in “MMW – Fortschritte der Medizin”, 155, 2013, ISSN 1438-3276
- F. Martens: Bauchschmerzen und Durchfall, in “Der Notarzt”, 21, 2005, ISSN: 0177-2309
- Robert F. Schmidt: Physiologie des Menschen, Springer, 2005, ISBN 9783540218821
- Johannes-Martin Hahn, Guido Adler: Checkliste innere Medizin 266 Tabellen, Thieme, 2010, ISBN 9783131072467
- Jan Koolman: Taschenatlas Biochemie des Menschen, Thieme, 2009, ISBN 9783137594048
- Robert Koch-Institut. (n.d.). FAQ-Liste Rotavirus-Impfung. https://www.rki.de/SharedDocs/FAQs/DE/Impfen/Rota/FAQ-Liste_Rotavirus_Impfen.html Abgerufen am 25.11.2025
