Was ist eine Magen-Darm-Grippe?

Eine Magen-Darm-Grippe ist eine weltweit häufig auftretende Infektionskrankheit des Magen-Darm-Traktes. Der medizinische Fachbegriff lautet Gastroenteritis, zu Deutsch: Entzündung des Magens und des Darms.

In den meisten Fällen sind Viren, besonders Rotaviren und Noroviren, die Auslöser einer Magen-Darm-Infektion. Daneben gibt es aber auch zahlreiche Bakterien sowie einige Toxine und Parasiten, die für einen Infekt des Verdauungstraktes verantwortlich sein können.

Eine Magen-Darm-Grippe ist eine Entzündung des Magens und DarmsDie Hauptsymptome einer Magen-Darm-Erkrankung sind Bauchkrämpfe, gefolgt von Übelkeit, Erbrechen und/oder Durchfall. Auch Fieber, Schwächegefühl und Schwindel stehen häufig mit einer Magen-Darm-Grippe im Zusammenhang. Zumeist treten die genannten Symptome nicht einzeln, sondern in Kombination miteinander auf, sodass man sich dabei sehr elend fühlt.

Die Dauer und der Schweregrad der Erkrankung können je nach Erregerart sehr unterschiedlich sein. In der Regel ist eine Magen-Darm-Grippe zwar sehr belastend und vor allem kräftezehrend, die Infektion ist aber in vielen Fällen ungefährlich und die Symptome klingen meist relativ schnell von selber wieder ab.

Inkubationszeit einer Magen-Darm-Grippe: Wie lange dauert es, bis die Erkrankung ausbricht?

Unter Inkubationszeit versteht man den Zeitpunkt, zu dem Sie sich anstecken, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Krankheit ausbricht. Die Inkubationszeit einer Magen-Darm-Grippe ist unterschiedlich und abhängig von der Art des Erregers und der Verfassung des Immunsystems

Diese Faktoren beeinflussen die Inkubationszeit

Die Inkubationszeit einer Magen-Darm-Grippe ist sehr stark abhängig von der Art des Erregers, der die Ursache dafür bildet.

Die gängigsten Auslöser und die entsprechende Inkubationszeit:

  • Norovirus – zwischen sechs bis 50 Stunden

  • Rotavirus – zwischen ein bis drei Tagen

  • Salmonellen – zwischen sechs bis 72 Stunden

  • Lebensmittelvergiftung – zwischen einer bis drei Stunden

Je nach körperlicher Verfassung – mögliche Vorerkrankungen, Immunschwäche – können die Zeiten sich noch einmal verkürzen.

Wie lange ist die Inkubationszeit der Magen-Darm Grippe bei Erwachsenen?

Die Inkubationszeit bei älteren Menschen kann häufig deutlich kürzer sein, da ihr Immunsystem schon etwas schwächer aufgestellt ist und oftmals andere Erkrankungen zu weiteren Belastungen führen.

Wie lange ist die Inkubationszeit bei Babys und Kindern?

Magen-Darm-Erkrankungen sind vor allem bei Babys und Kleinkindern ganz besonders häufig, da deren Immunsystem noch nicht vollständig funktionsfähig ist. Da der Auslöser oftmals der Rotavirus ist, beträgt die Inkubationszeit zwischen ein bis drei Tagen.

Was passiert bei einer Magen-Darm-Grippe im Magen und im Darm?

Eine Magen-Darm-Grippe ist die Reaktion auf bestimmte Erreger, die in den Magen-Darm-Trakt eindringen und dort die Schleimhaut zuerst im Magen und danach im Darm angreifen. Entsprechend dieser Phasen verlaufen die Beschwerden einer Magen-Darm-Infektion ab. In der Regel kommt es zuerst zu Übelkeit und Erbrechen, bevor dann im zweiten Schritt auch Durchfall (Diarrhö) hinzu kommt.

Die Erreger im Körper gelangen durch die Aufnahme über den Mund zuerst in den Magen, wo sie die Magenschleimhaut schädigen. Das Gehirn erkennt die Keime und löst als Schutzreflex Erbrechen aus, um die gefährlichen Eindringlinge wieder los zu werden.

Durchfall kommt dann hinzu, wenn die Krankheitserreger bereits im Dünn- und Dickdarm angekommen sind. Die Keime greifen die Darmschleimhaut an und bewirken damit eine verstärkte Absonderung von Sekret in den Darm. Der Nahrungsbrei im Darm wird dadurch flüssig und es kommt zu starkem Durchfall.

Ursachen

Magen-Darm-Grippe hat verschiedene UrsachenEine Magen-Darm-Grippe kann unterschiedliche Ursachen haben. In den meisten Fällen werden Magen-Darm-Infektionen durch Viren und Bakterien ausgelöst. Je nach Art der Erreger handelt es sich um eine virale oder bakterielle Infektion, wobei der durch Viren ausgelöste Brechdurchfall häufiger vorkommt.

Für eine virale Infektion sind in der Regel Noroviren oder bei Kindern Rotaviren verantwortlich. Meistens gelangen die Viren über die Nahrung in den Körper, aber auch eine Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch ist möglich.

Bakterielle Entzündungen des Darms treten seltener als virale Infektionen auf. Zumeist erfolgt die Ansteckung über tierische Lebensmittel wie rohe Eier, Fleisch oder Fisch. Zu den häufigsten Bakterien, die für eine Magen-Darm-Grippe verantwortlich sind, gehören Salmonellen, Campylobacter oder Escherichia coli, auch EHEC genannt.

Wie steckt man sich mit einer Magen-Darm-Grippe an?

Brechdurchfall ist hochansteckend, da die Erreger über viele Wege übertragen werden können. Ein häufiger Grund für eine Ansteckung ist die fäkal-orale Infektion, auch Schmierinfektion genannt. Reste von Kot und Erbrochenem bleiben dabei an Händen, Toiletten, Türgriffen oder Gegenständen haften, von wo aus sie wieder über den Mund eines gesunden Menschen aufgenommen und an den Verdauungstrakt weitergegeben werden können.

Beim Norovirus können die Erreger auch über eine Tröpfcheninfektion von Mensch zu Mensch weitergegeben werden. Während des Erbrechens werden dabei winzige Erregertröpfchen freigesetzt, die von einem Gesunden eingeatmet werden können. Die Beachtung der Hygieneregeln ist bei einer Magen-Darm-Infektion daher besonders wichtig.

Eine weitere Ansteckungsgefahr bergen kontaminierte tierische Nahrungsmittel wie rohe Eier, Milch, Fleisch, Fisch oder Wurst. Aber auch Obst und Gemüsesorten wie beispielsweise Sprossen oder Salate können Keime enthalten, die bei Menschen eine Magen-Darm-Grippe auslösen. Oftmals ist eine unzureichende Kühlung Grund dafür, dass die Erreger in den Produkten aufkeimen und sich vermehren können.

Wie hoch ist die Ansteckungsgefahr bei einer Magen-Darm-Grippe?

Die Ansteckungsgefahr bei einer Magen-Darm-Grippe ist extrem hoch. Noch bevor sich erste Symptome bei Erkrankten bemerkbar machen, wirkt die betreffende Person bereits ansteckend. Auch nach dem Abklingen der Krankheit sind weiterhin noch Keime im Stuhl nachweisbar, die zu einer Ansteckung von anderen Personen führen können.

Welche Viren können eine Magen-Darm-Erkrankung auslösen?

Viren können eine Magen-Darm-Grippe auslösenDie häufigsten Erreger für eine Magen-Darm-Erkrankung sind Noroviren und Rotaviren.

Rotaviren sind besonders für Magen-Darm-Infektionen bei Kindern und alten Menschen mit einem schwachen Immunsystem verantwortlich. Durch den vermehrten Kontakt mit den Rotaviren in den ersten Lebensjahren bildet der Körper immer mehr Antikörper, die ihn im Erwachsenenalter vor einer Infektion schützen. Aufgrund der verschiedenen Variationen an Rotaviren ist eine komplette Immunität aber nicht gegeben. So sind oft Rotaviren für Magen-Darm-Probleme im Urlaub in einem fremden Land verantwortlich, da der Betroffene noch keine Antikörper gegen die dort vorkommenden Keime gebildet hat.

Noroviren sind maßgeblichen Erreger für Magen-Darm-Erkrankungen. Aufgrund der Vielfalt an Virenstämmen kann das Immunsystem gegen Noroviren kaum Antikörper bilden, sodass eine wiederholte Ansteckung jederzeit möglich ist. Da Noroviren nicht nur über eine Schmierinfektion, sondern auch über die Luft übertragen werden, ist die Ansteckungsgefahr bei einer durch Noroviren hervorgerufenen Erkrankung extrem hoch.

Können auch Bakterien eine Magen-Darm-Erkrankung auslösen?

Viele unterschiedliche Bakterien können für eine Gastroenteritis verantwortlich sein. In den deutschsprachigen Ländern sind vor allem Salmonellen, Campylobacter und bestimmte Escherichia-coli-Stämme, wie beispielsweise EHEC, ausschlaggebend für Brechdurchfall.

Campylobacter gehören zu den häufigsten bakteriellen Ursachen für eine Magen-Darm-Infektion. Die Bakterien gelangen über den Kot infizierter Tiere und den Verzehr von kontaminierter Nahrung, wie Fleisch oder Rohmilchprodukte, in den menschlichen Körper.

SaBakterien können eine Magen-Darm-Grippe verursachenlmonellen sind ebenfalls sehr häufig für den Ausbruch einer Magen-Darm-Grippe verantwortlich. Salmonellen kommen vorwiegend in tierischen Produkten wie rohen Eiern oder Fleisch, insbesondere aber bei Geflügel vor. Damit eine Ansteckungsgefahr gegeben ist, muss jedoch eine gewisse Mindestmenge an Salmonellen in den Körper gelangt sein.

Escherichia-coli-(E. coli)-Bakterien kommen im menschlichen Darm vor und unterstützen die Verdauung. Gelangen jedoch tierische, den Menschen gefährdende Krankheitserreger (humanpathogene) E.-coli-Stämme in unseren Körper, können diese zu Krankheiten und schwerwiegenden Magen-Darm-Verstimmungen führen. Die Bakterien gehen vorwiegend durch nicht richtig durchgegartes Fleisch auf den Menschen über. Aber auch auf ungewaschenem Obst und Gemüse können Kotreste von infizierten Tieren zu finden sein.

Symptome

Eine Magen-Darm-Infektion lässt sich in der Regel sehr rasch anhand der Beschwerden diagnostizieren. In den meisten Fällen geht die Erkrankung einher mit Appetitlosigkeit, Übelkeit, Bauchweh, Erbrechen und Durchfall. Die Symptome fangen im oberen Magen-Darm-Trakt an, der Durchfall kommt häufig erst im zweiten Schritt dazu, wenn die Erreger sich bereits im Dünndarm befinden.

Zudem kann es zu Magen- oder Darmkrämpfen und Fieber kommen. Oft leiden die Betroffenen auf Grund des hohen Flüssigkeitsverlustes und der Anstrengung, die eine Magen-Darm-Infektion mit sich bringt, auch an Beschwerden wie Schwindel oder Schwächegefühl, die auch mit einer normalen Grippe einhergehen. Daher hat sich umgangssprachlich auch die Bezeichnung “Magen-Darm-Grippe” eingeprägt.

Durchfall infolge einer Magen-Darm-Erkrankung

Die Keime greifen die Schleimhaut von Dünn- und Dickdarm an. Folglich kann die Nahrung nicht mehr richtig verdaut werden. Die geschädigte Darmwand sondert daraufhin Sekret ab und die Nahrungsreste binden Wasser. Zugleich ist die Funktion der Darmschleimhaut gestört, die normalerweise Wasser bindet. Das überschüssige Wasser verflüssigt nun den Nahrungsbrei und dieser wird als Durchfall ausgeschieden. Um den Durchfall möglichst schnell zu stoppen, empfiehlt es sich auf ein Präparat wie Imodium akut lingual Schmelztabletten bei akutem Durchfall (12 stk) zurückzugreifen.

Erbrechen während einer Magen-Darm-Grippe

Erbrechen ist ein Abwehrmechanismus bei Magen-Darm-GrippeDas Erbrechen ist ein wichtiger Reflex des menschlichen Körpers. Um zu verhindern, dass schädliche Keime in den Magen-Darm-Trakt gelangen und dort verstoffwechselt werden, löst das Gehirn durch das Zusammenziehen des Magens einen Brechreiz aus, sobald ein gefährlicher Stoff identifiziert wurde. Bei einer Magen-Darm-Grippe erkennen die entzündeten Magenschleimhäute die Nahrung nicht mehr, sondern empfinden sie als schädigend. So kann es auch zu einem längeren Erbrechen über mehrere Tage kommen, selbst wenn die schädigenden Keime bereits ausgeschieden wurden. Um die Beschwerden zu lindern, empfiehlt es sich ein Präparat wie Vomex A Dragees (20 stk) einzunehmen.

Magen-Darm-Grippe mit Fieber

Um die Keime zu bekämpfen, kann der Körper bei einer Magen-Darm-Grippe auch mit Fieber reagieren, was den Körper zusätzlich schwächt und zu grippeähnlichen Symptomen führen kann. Um Fieber zu senken empfiehlt sich Ibuprofen, beispielsweise dem Ibuprofen 400mg (20 stk) oder den Ibu-lysin ratiopharm 293 mg Filmtabletten (20 stk).

Diagnose

Eine Magen-Darm-Grippe kann anhand der typischen Symptome schnell von einem Arzt diagnostiziert werden. Um andere Krankheiten auszuschließen, bei denen ähnliche Beschwerden auftreten können, (wie beispielsweise eine Blinddarmentzündung oder Nahrungsmittelunverträglichkeit) ist ein Gespräch mit dem Patienten zum Krankheitsverlauf und der Krankheitsgeschichte auf jeden Fall notwendig. Zudem wird der Arzt überprüfen, ob Zeichen für eine Dehydration (Flüssigkeitsmangel) gegeben sind, wie z. B. stehende Hautfalten, eingesunkene Augen oder trockene Schleimhäute. Um den Krankheitserreger festzustellen, können Stuhlproben für Stuhlkulturen entnommen und Untersuchungen mit dem Lichtmikroskop durchgeführt werden.

Verlauf

Der Verlauf der Magen-Darm-Grippe kann sehr unterschiedlich seinDer Verlauf einer Magen-Darm-Grippe kann sehr unterschiedlich erfolgen und variiert je nach der Art des Erregers. Von dem Moment der Ansteckung bis zum Auftreten der ersten Symptome vergehen meist nur wenige Stunden.

In der Regel beginnt die Erkrankung mit Erbrechen, das meistens ein bis zwei Tage andauert. Relativ kurz danach kommt dann bereits Durchfall hinzu, der zwei bis 14 Tage dauern kann.

Eine Magen-Darm-Infektion, die durch einen Virus ausgelöst wurde, ist meist schneller wieder vorbei als eine bakteriell verursachte Infektion. Bei einer Erkrankung, die von einem Noro- oder Rotavirus herrührt, kann man mit drei Tagen Krankheitsverlauf rechnen. Sind Bakterien die Ursache, dann erstrecken sich die Symptome in der Regel über einen längeren Zeitraum von drei Tagen bis zu zwei Wochen.

Gelangen die Erreger schnell in den Darm, kann eine Magen-Darm-Grippe häufig auch ohne Erbrechen verlaufen.

Es ist möglich, dass eine Magen-Darm-Infektion ohne Durchfall verläuft, das ist jedoch nicht die Regel.

Je nach Konstitution des Immunsystems kann bei einer Magen-Darm-Infektion auch Fieber auftreten.

Dauer

Die Dauer einer Magen-Darm-Grippe lässt sich nicht pauschal festlegen, da diese von dem verursachenden Erreger und der Verfassung des körperlichen Immunsystems abhängig ist.

Auf die Erreger kommt es an

Nicht nur die Dauer der Inkubationszeit hängt von dem Erreger der Magen-Darm-Grippe ab, sondern auch, wie lange die Symptome anhalten.

Virale Infektionen – beispielsweise durch Rotaviren oder Noroviren – verlaufen zwar heftig ab, sind aber meist nur von kurzer Dauer und die Symptome in der Regel nach drei Tagen ausgestanden.

Bakterielle Infektionen – zum Beispiel Salmonellen oder Cambylobacter – können etwas länger anhalten und die Beschwerden können über einen Zeitraum von drei Tagen bis zu zwei Wochen andauern.

So lange dauern die Symptome an

Eine Magen-Darm-Grippe geht oft mit mehreren Symptomen einher, die aber unterschiedlich lange anhalten und ebenfalls durch den jeweiligen Erreger mitbestimmt werden.

Erbrechen

Oft ist dies das erste Symptom, das auftaucht, aber auch das erste, das wieder abklingt. Nach ein bis zwei Tagen sollten Sie sich bei einem Magen-Darm-Infekt nicht mehr übergeben müssen. Bei akuter Übelkeit können Sie sich zum Beispiel mit Vomacur 50mg (20 stk) helfen.

Durchfall

Setzt meist kurz nach dem Erbrechen ein und kann zwischen zwei bis zu zehn Tagen anhalten. Wenn Parasiten den Magen-Darm-Infekt ausgelöst haben, kann dieser sogar mehrere Wochen oder sogar Monate andauern.

Ihren Körper unterstützen können Sie mit Präparaten wie Perenterol forte 250mg (20 stk) oder Iberogast Classic bei funktionellen Magen-Darm-Beschwerden (50 ml). Sollten Sie mehrere Tage von Durchfall betroffen sein, sollten Sie einen Arzt aufsuchen, um mögliche Ursachen abzuklären und entsprechende Therapien zu beginnen.

Bei Säuglingen, Kindern und Senioren kann Durchfall eine große Gefahr bedeuten – Dehydrierung und Unterversorgung. Bitte suchen Sie in solchen Fällen bereits nach zwei Tagen einen Arzt auf.

Fieber

Der Infekt kann von leichtem Fieber begleitet werden, das ebenfalls nach wenigen Tagen verschwindet. Wenn nötig, können Sie Ihrem Immunsystem mit Präparaten wie Doppelherz system Grippal Complex (20 stk) helfen. Sollte das Fieber hoch oder nach mehreren Tagen nicht abgeklungen sein, suchen Sie bitte einen Arzt auf, um mögliche Ursachen dafür abzuklären.

Nach dem Abklingen der Magen-Darm-Grippe sind die Erreger noch im Körper

Genauso, wie Sie bevor die ersten Symptome einer Magen-Darm-Grippe auftauchen, ansteckend sind, besteht das Risiko auch nachdem die Symptome abgeklungen sind – abhängig vom Erreger sogar über mehrere Wochen.

Noroviren können Sie noch bis zu zwei Wochen nach Abklingen der Symptome mit Ihrem Stuhl ausscheiden. Das Bakterium Enterohämorrhagisches Escherichia coli – EHEC – ist noch bis zu drei Wochen nachweisbar, Shigellen oder Cambylobacter bis zu vier Wochen.

Achten Sie daher ganz besonders auf die Hygiene, wenn Sie auf der Toilette waren, um nicht andere anzustecken und sich selbst vor einer Neuinfektion zu schützen.

Ab dieser Dauer wird die Magen-Darm-Grippe bedenklich

Wie bereits erwähnt, ist eine Magen-Darm-Grippe keine Seltenheit und es braucht ein paar Tage – in der Regel – bis sie wieder verschwindet.

Wenn allerdings die Symptome nicht verschwinden, sich eventuell sogar verschlechtern, Blut im Stuhl auftaucht, hohes Fieber dazukommt oder Sie sich aus anderen Dingen unsicher sind, suchen Sie eine Arzt auf.

Als mögliche Ursache können andere Erkrankungen in Betracht kommen oder auch parasitäre Erreger. In jedem Fall gibt es möglicherweise Behandlungsmethoden, die schnell zu einem Erfolg führen.

Behandlung

Magen-Darm-Grippe sollte richtig behandelt werden

Einen Magen-Darm-Infekt möchte man so schnell wie möglich hinter sich bringen. Unterstützen Sie Ihren Körper dabei, die Erreger schnell aus dem Darm zu schleusen, den Magen zu beruhigen und versorgen Sie ihn ausreichend mit den notwendigen Nährstoffen.

Wir verraten Ihnen, welche Produkte sich bei apodiscounter bewährt haben.

  • Gleichzeitig die Erreger aus dem Immunsystem kriegen und die Darmfunktion zu erhalten, gelingt zum Beispiel mit Perenterol forte 250mg (20 stk).

  • Viel trinken: Bei einer Gastroenteritis verliert der Körper viel Flüssigkeit und wichtige Mineralstoffe. Besonders wichtig ist es daher, dem Körper diese verlorenen Stoffe wieder zuzuführen. Viel Trinken ist bei einer Magen-Darm-Infektion also das oberste Gebot. Besonders gesalzener Tee – wie zum Beispiel H&S Magen- und Darmtee mild (20X2.0 g) – und milde Brühe können helfen, den Mineralstoffhaushalt wieder auszugleichen. Zudem bieten sich standardisierte orale Rehydrationslösungen mit einem Elektrolyt-Glukose-Gemisch – wie Elotrans (20 stk) – an.

  • Der Wirkstoff Loperamid ist ein sogenanntes Opioid, das die Darmbewegung verlangsamt. Dadurch kann dem Verdauungsbrei mehr Wasser entzogen werden und der Stuhl ist wieder fester.

  • Sehr beliebt, um Krämpfe zu lösen und Magenbeschwerden zu lindern, ist Iberogast Classic bei funktionellen Magen-Darm-Beschwerden (50 ml). Mit den Wirkstoffen Myrrhe, Kohle und Kamille stoppt MYRRHINIL-INTEST (200 stk) nicht nur akuten Durchfall, sondern lindert auch Blähungen und Krämpfe.

  • Tannacomp (50 stk) hat gleich zwei Wirkweisen – das Tannin dichtet die Schleimhaut im Darm ab, so dass weniger Wasser an den Verdauungsbrei abgegeben werden kann, Ethacridin wirkt desinfizierend und krampflösend.

  • Die Darmflora bringen Sie mit probiotisch wirkenden Produkten ins Gleichgewicht – zum Beispiel Omniflora N, Kapseln (50 stk).

Zusätzlich sollten Sie mit Schonkost Ihren Magen-Darm-Trakt nicht unnötig belasten und sich Ruhe gönnen. Damit Sie weder sich noch andere anstecken, sollten Sie unbedingt hygienische Vorschriften streng einhalten und sich gründlich die Hände waschen und möglichst auf Distanz zu Ihren Mitmenschen bleiben.

Desinfizieren Sie in Ihrem Haushalt die Dinge, die Sie berührt haben, teilen Sie weder die Handtücher noch andere Dinge mit den Menschen, mit denen Sie zusammenleben.

Liegt bereits ein stärkerer Flüssigkeitsmangel vor, wird der Arzt Ihnen vielleicht auch zu einer venösen Infusion raten, um den Flüssigkeits- und Mineralstoffverlust wieder auszugleichen.

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Sollte die Magen-Darm-Grippe mit Fieber einhergehen, so kann der Wirkstoff Ibuprofen eingenommen werden. Weitere Grippe-Symptome sollten wie bei einer normalen Grippe behandelt werden. Die Gabe von Antibiotika ist in der Regel nur in Ausnahmefällen notwendig. Das Gespräch mit einem Arzt ist in jedem Fall immer wichtig. Weitere hilfreiche Präparate finden Sie in unserer Kategorie Magen- & Darmbeschwerden.

Ernährung bei einer Magen-Darm-Erkrankung

Oftmals geht ein Magen-Darm-Infekt mit Appetitlosigkeit oder dem Gefühl einher, ohnehin nichts bei sich behalten zu können. In der Folge essen viele Betroffene entweder gar nichts oder greifen auf vermeintliche Hausmittel zurück, die aber eher das Gegenteil bewirken können – beispielsweise Cola.

Dabei spielt die richtige Ernährung gerade jetzt eine wichtige Rolle, um bei Kräften zu bleiben und den Körper mit ausreichend Flüssigkeit und Nährstoffen zu versorgen. Wir verraten Ihnen wie der richtige Speiseplan aussieht und was Sie besser meiden sollten.

Erkrankt mit Magen-Darm-Grippe – Essen Sie leichte Kost!

Besonders zu Beginn einer Magen-Darm-Erkrankung ist auf jeden Fall Schonkost angesagt. Zwieback, Toastbrot ohne Belag, gekochte Möhren oder Kartoffeln sowie Äpfel und Bananen sind Lebensmittel, die der Magen-Darm-Trakt auch in einem gereizten Zustand gut verarbeiten kann.

Wenn die Beschwerden langsam abklingen, sollte man nach wie vor noch vorsichtig mit der Nahrungsaufnahme sein, damit sich die Verdauungsorgane langsam wieder an normale Kost gewöhnen können. Leicht verdauliche Lebensmittel wie Reis, Nudeln, mageres Fleisch, Karotten oder Blumenkohl sind in dieser Phase immer eine gute Wahl. Ist der Infekt ausgestanden, können Prä- und Probiotika dazu beitragen, die angegriffene Darmflora wieder aufzubauen.

Magen-Darm-Grippe – Trinken ist das A und O!

Bei Magen-Darm-Grippe ist trinken wichtigBei einer Magen-Darm-Verstimmung ist Trinken das Wichtigste, damit der Elektrolythaushalt und der Feuchtigkeitsmangel wieder ausgeglichen werden. Kleine Schlucke können helfen, dass die Flüssigkeit nicht sofort wieder ausgeschieden wird.

Am besten eignen sich hier verschiedene Tees oder auch Suppenbrühe. Letztere sollte nicht scharf gewürzt sein. Fenchel- und Kamillentee können den Magen-Darm-Trakt beruhigen und die Gerbstoffe des Grünen und Schwarzen Tees sind bekannt dafür, die Darmschleimhaut zu regulieren. Empfehlenswert ist zum Beispiel der Sidroga Magen-darm-beruhigungstee Filterbeutel (20X2.0 g).

Wie lange ist man nach einer Magen-Darm-Grippe noch ansteckend?

Auch nach dem Abklingen der akuten Symptome sind die Betroffenen noch ansteckend, da die Krankheitserreger weiterhin noch mit dem Stuhl ausgeschieden werden. Je nach Erregerart sind teilweise noch bis zwei Wochen nach der Genesung Keime im Stuhl nachweisbar, die Erregerkonzentration nimmt jedoch von Tag zu Tag mehr ab. Ansteckend sind Sie so lange, wie sich noch Erreger in Ihrem Körper befinden.

Wie lange sollte man während und nach einer Magen-Darm-Grippe krankgeschrieben sein?

Eine Vorgabe zur Krankschreibung während einer Magen-Darm-Infektion gibt es nicht. Sie sollte jedoch in Abhängigkeit von der Schwere der Symptome und der jeweiligen Anamnese mit dem Arzt abgesprochen werden.

Ist eine Magen-Darm-Grippe in der Schwangerschaft gefährlich?

Während der Schwangerschaft kann ein zu hoher Flüssigkeitsverlust zu Komplikationen führen. In Schwangerschaft und Stillzeit ist daher eine engmaschige Betreuung durch einen Arzt auf jeden Fall angeraten.

Wie kann man einer Magen-Darm-Grippe vorbeugen?

Eine Magen-Darm-Grippe ist sehr ansteckend – das im übrigen schon bevor die ersten Symptome auftreten – und verbreitet sich schnell. Wir verraten Ihnen, was Sie tun können, um eine Ansteckung zu vermeiden und wie Sie sich verhalten sollten, wenn Sie selbst betroffen sind.

Mit der richtigen Hygiene einer Magen-Darm-Erkrankung vorbeugen

Die Einhaltung der Hygieneregeln ist das A und O bei einer Magen-Darm-Erkrankung. Regelmäßiges und gründliches Händewaschen und Desinfizieren der Hände ist unerlässlich. Zudem sollten Toiletten, die von den Betroffenen genutzt werden, vor und nach jedem Toilettengang gründlich gereinigt und zusätzlich desinfiziert werden. Des Weiteren empfiehlt es sich, Bettwäsche, Handtücher und Kleider sofort nach der Benutzung durch Erkrankte bei 60 °C zu waschen, um die Krankheitserreger abzutöten.

Gibt es eine Impfung gegen die Magen-Darm-Grippe?

Die Grippeimpfung schützt viele Menschen vor der unangenehmen Krankheit. Gegen die Magen-Darm-Grippe gibt es keine allgemeingültige Impfung, da diese von unzähligen Erregern ausgelöst werden kann. Einzig gegen Rotaviren gibt es eine Impfung, die besonders für Säuglinge bis 2 Jahren empfohlen wird.

Bei langanhaltender Magen-Darm-Grippe zum Arzt

Wann sollte man mit einer Magen-Darm-Grippe den Arzt aufsuchen?

In den meisten Fällen verschwinden die akuten Symptome einer Magen-Darm-Erkrankung von selbst. Wenn die Beschwerden länger als drei Tage anhalten, sollte auf jeden Fall das Gespräch mit einem Arzt gesucht werden. Das gilt auch, wenn Blut im Stuhl auftritt oder hohes Fieber hinzukommt. Bei Kleinkindern oder älteren Menschen kann es schneller zu einem Flüssigkeitsmangel kommen, weshalb Betroffene rasch einen Arzt aufsuchen sollten.

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