Sie sind in aller Munde und versprechen Abhilfe bei einem der größten Gesundheitsprobleme unserer Zeit: Medikamente wie Ozempic, Wegovy und Mounjaro, oft pauschal als „Abnehmspritzen“ bezeichnet. Doch wie wirksam sind sie wirklich? Für wen sind sie geeignet – und wer sollte lieber die Finger davon lassen? In dieser Folge von „kernig & gesund“ klären wir mit der Ärztin Dr. Anne Latz, wie die Wirkstoffe funktionieren, welche Nebenwirkungen möglich sind – und ob sie tatsächlich ein „Gamechanger“ im Kampf gegen Übergewicht sein könnten.
Expertin: Dr. Anne Latz, Ärztin, Neurowissenschaftlerin, Unternehmerin und vieles mehr

Ärztin und Unternehmerin
Dr. Anne Latz
Dr. med. Anne Latz ist Ärztin, Unternehmerin und Expertin für Präventions- und Lebensstilmedizin. Sie ist Mitgründerin von Hello Inside, einem Health-Tech-Startup zur Verbesserung der Stoffwechselgesundheit. Neben ihrer medizinischen Ausbildung hat sie einen BWL-Abschluss sowie zahlreiche Weiterbildungen, u. a. an der Harvard Medical School, absolviert. Dr. Latz setzt sich für eine moderne, datenbasierte Präventivmedizin ein und ist als Speakerin, Autorin und Vordenkerin im Digital-Health-Bereich aktiv.
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Abnehmspritze: Ozempic, Mounjaro und Wegovy – Wirkung & Nebenwirkungen
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Sie gelten als Hoffnungsträger im Kampf gegen Übergewicht: Ozempic, Wegovy, Mounjaro und Co. – im Volksmund oft einfach Abnehmspritzen genannt. Doch wie funktionieren diese Mittel eigentlich? Für wen sind sie gedacht und für wen nicht? Und sind sie wirklich der sogenannte Gamechanger? In dieser Folge von „kernig & gesund“ sprechen wir über medizinische Chancen, reale Erfolge und nicht zu unterschätzende Risiken.
„kernig & gesund“ – der Gesundheitspodcast, präsentiert von apodiscounter – die Apotheke für alle.
Mario D. Richardt: Willkommen bei „kernig & gesund“. Ich bin Mario D. Richardt und heute geht es um ein Thema, das für viele Menschen mit Übergewicht große Hoffnungen weckt: Es geht um die Abnehmspritzen. Sind Sie ein Gamechanger oder eher ein Hype mit Nebenwirkungen? Was bringen Sie wirklich und wo lauern Gefahren? Darüber spreche ich heute mit einer Expertin für Ernährungsmedizin, Dr. Anne Latz. Herzlich willkommen!
Dr. Anne Latz: Vielen Dank für die Einladung. Ich freue mich auf unser Gespräch.
Mario D. Richardt: Jetzt habe ich ganz lapidar gesagt, ja, Expertin für Ernährungsmedizin, aber du bist ja noch weitaus mehr. Und da muss ich auf meinen Zettel gucken, denn es ist eine ganze Latte, was da steht. Du bist nämlich Ärztin, Psychotherapeutin, Start-up-Gründerin, Unternehmerin, Buchautorin, Keynote-Speakerin, Mentorin, Expertin für Lifestylemedizin und sogar führende Stimme für Prävention und digitale Medizin in Deutschland mit Spezialisierung auf metabolische, mentale und weibliche Gesundheit, und und und … kurz um, deine Visitenkarte ist so voll wie ein Telefonbuch und ich frage mich, wie kriegst du das alles in dein einziges Leben rein? Und wie groß ist deine Visitenkarte? Wie lange ist dein Tag?
Dr. Anne Latz: Ich bin eine sehr gut organisierte Person, das hilft vielleicht schon mal. Ja, das ist natürlich viel, was ich gemacht habe, was viele meiner Themen sind, aber es ist nichts, was ich jetzt jeden Tag in meinen Tag reinquetschen muss. Das ist ja das Schöne.
Oliver Pocher: Abnehmspritze zeigt Wirkung (01:49)
Mario D. Richardt: Umso mehr freue ich mich, dass du Zeit für „kernig & gesund“ hast. Wir haben uns hier in Köln verabredet, sprechen heute über Abnehmspritzen und einer der prominentesten Nutzer von Abnehmspritzen wohnt auch in Köln. Jeder kennt es aus den Medien: Oliver Pocher. Ich würde sagen, ihm hat’s gutgetan. Oder, wie findest du das Ergebnis? Hast du schon gesehen?
Dr. Anne Latz: Jetzt muss ich mich outen. Nein, habe ich nicht gesehen. Aber ich glaube, dass er bestimmt profitiert hat, wenn er die Abnehmspritze genutzt hat. Ich dachte er so an Robbie Williams kommt jetzt oder so. Der hat’s wohl auch gemacht. Genau. Habe ich jetzt letztlich was zu gelesen. Ja, hat er gut abgenommen, Oliver Pocher?
Mario D. Richardt: Wahnsinnig. Und wenn man ihn jetzt ansieht, innerhalb von zwei Monaten ging das ja komplett runter und jetzt ist er nahezu drahtig, möchte ich sagen.
Dr. Anne Latz: Ja, das ist ein Unterschied, was man sonst bei Diäten nicht so sieht. Da können die Abnehmspritzen schon rapide Veränderungen, je nach Dosierung und Verträglichkeit, einfach auch ermöglichen. Das stimmt.
Mario D. Richardt: Das ging ja wirklich relativ schnell mit der Abnehmspritze bei ihm. Man hat schnell diese Ergebnisse gesehen. Ist das einer der großen Vorteile im Vergleich zu einer, sage ich jetzt mal normalen Diät, wo man ja wirklich langwierig mit Ernährungsumstellungen zu tun hat?
Dr. Anne Latz: Wir sehen das häufig bei so ja invasiveren Methoden wie der Spritze oder auch bei Operationen, dass es dann schnell so eine „Honeymoon-Phase“ gibt. Das heißt, man ganz schnell rapide Gewicht verliert, aber die Krux und auch die Herausforderung und der Wunsch ist ja langfristig schlank und gesund zu bleiben. Und das ist etwas ja, was wir auch bei den Abnehmspritzen nicht sehen, wenn wir eben nicht eine Verhaltensänderung mit einplanen, einphasen. Und deswegen bin ich nicht der größte Fan von „Dinge ganz schnell umsetzen“, sondern in kleinen Schritten und nachhaltig eher.
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Das Exit-Szenario nach der Abnehmspritze (03:26)
Mario D. Richardt: Also grundsätzlich, man kann das ja machen, sollte aber dennoch zeitgleich eine Ernährungsumstellung vornehmen, damit es eben dann, wenn man irgendwann die Spritze absetzen sollte, wenn der gewünschte Effekt da ist, dass man dann auch den Erfolg weiterführt und nicht plötzlich wieder aufgeht.
Dr. Anne Latz: Genau. Ich nenne das gerne so ein Exit Szenario, ne? Denn wir wissen im Moment eigentlich nicht, was passiert, wenn wir die Spritze absetzen. Außer dass die Menschen dann schon wieder zunehmen, weil dann die Wirkung einfach nachlässt, der Spritze. Und deswegen, wie du sagst, begleitende Ernährungstherapie, Ernährungsumstellung. Genauso wichtig: Bewegung, Kraft, Muskeln, das wissen wir, das ist gut, um irgendwie gesund zu bleiben. Und eventuell sogar psychotherapeutische Begleitung, je nachdem, was jetzt eigentlich die Ursache ist für das Übergewicht, ne? Es gibt ja sogenannte Esssüchte und die kann man gut mit Psychotherapie behandeln.
Mario D. Richardt: Hätte ich jetzt nicht erwartet, dass es damit reingehört.
Dr. Anne Latz: Nicht für jede Person sicherlich, aber das ist auch was, was wir sehen bei den Abnehmspritzen, die wirken auf Suchtzentren im Gehirn. Das ist ja auch großes Thema, dass die vielleicht auch bei anderen Süchten hilfreich sein könnten. Und durch die Spritze wird dann so ein bisschen dieses – die Patient:innen sagen oft „food noise“, dieser ständige Gedanke ans Essen, was ja auch bei der so einer Esssucht oft da ist – wird so ein bisschen gedämpft. Und die Frage ist eben, was ist, wenn die Spritze nicht mehr da ist? Wie können wir dann damit umgehen? Und deswegen ist eine psychotherapeutische Unterstützung eine weitere mögliche Seele.
Mario D. Richardt: Aber vielleicht kannst du uns dann noch mal mitnehmen, wie wirkt denn genau so eine Spritze? Also was passiert denn da im Körper?
Wie wirkt die Abnehmspritze? (04:55)
Dr. Anne Latz: Genau. Fangen wir mal vorne an, bevor wir die ganze Zeit über die Funktionen reden. Wir kennen die Abnehmspritzen ja eigentlich im Volksmund unter „Ozempic„, ist so die bekannteste, oder auch wie „Wegovy„, hat jeder schon mal gehört.
Mario D. Richardt: Mit dem gleichen Wirkstoff Semaglutid.
Dr. Anne Latz: Genau, du kennst dich aus. Das sind sogenannte GLP-1-Analoga. Das GLP-1 ist ein Hormon, das im Darm ausgeschüttet wird, normal auf dem Nahrungsreiz. Und was die Medikamente machen, z. B. eben Semaglutid, die ahmen die Wirkung nach. Das sind sogenannte Agonisten, das heißt, die gehen genau an diese Rezeptoren dran von GLP-1. Und die finden sich, wer hat’s anders erwartet, im Magendarmtrakt.
Aber ich hatte es schon kurz erwähnt, auch im Gehirn, in der Bauchspeicheldrüse, an verschiedenen Bereichen im Körper. Wenn die andocken an diese verschiedenen Rezeptoren haben wir verschiedene Effekte. Das, was man ja häufig hört ist, dass die Menschen, die sich beispielsweise Ozempic oder Wegovy spritzen, weniger Appetit verspüren. Das liegt unter anderem daran, dass eben im Gehirn das Zentrum sozusagen gedämpft wird, erreicht wird und dass Appetit einfach ein bisschen runter reguliert wird.
Aber auch die Magenentleerung wird langsamer. Das heißt, die Sättigung ist schneller da und auch der Appetit dadurch reduziert. Sie wirken zudem auch auf die Insulinfreisetzung, das heißt auf unserem Blutzuckerspiegel und und und … also das sind so die Hauptfunktionen, die erstmal beschrieben werden. Es gibt auch noch mal verschiedene Effekte auf unser Herz-Kreislauf-System, weil die da irgendwie schützend wirken.
Aber das ist so wie im Kern man sich vorstellen kann, dass es schwerer wird, so viel zu essen wie vorher vielleicht, ohne dass man aber die ganze Zeit chronischen Hunger hat, ne? Und dieser „Food Noise“ Begriff, der scheint da ganz schön wichtig zu sein. Das ist total entlastend für viele Menschen, die sonst immer wieder den Impuls haben zu essen, das nicht gut kontrollieren können, dass das wirklich einfach ruhiger wird im Kopf.
Mario D. Richardt: Also das ist der eine Part, dass man nicht immer diesen Appetitimpuls hat, aber auch dass man schneller satt ist. Weil viele Menschen haben das Problem, dass auch dieses Sättigungssignal nicht passiert im Gehirn und dadurch essen sie immer weiter, auch wenn sie eigentlich schon satt sind, wenn der Körper es gar nicht mehr braucht.
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Abnehmspritze: Nebenwirkungen wie Übelkeit (07:02)
Dr. Anne Latz: Genau. Und das ist insofern ganz schwierig unter der Abnehmspritze überhaupt zu machen, weil man Nebenwirkungen hat, die unter anderem eben auch Übelkeit darstellen können. Das heißt, die Menschen beschreiben, wenn ich jetzt noch ein bisschen mehr esse, da wird’s mir so übel, dass ich eventuell erbrechen muss. Deswegen finde ich es immer ganz wichtig, diese Nebenwirkung, darüber aufzuklären und die richtig fein zu monitoren. Am besten mit ärztlichen oder therapeutischen Behandler:innen.
Weil das führt auch zum Abbruch, weil ich natürlich denke, mir ist so übel, ich kann nicht, dann mache ich das vielleicht auch nicht weiter mit der Spritze. Aber da wäre vielleicht die Möglichkeit, die Dosis zu reduzieren, in kleinen Schritten zu steigern. Weil das in Anführungszeichen eine „unerwünschte, aber irgendwie auch erwünschte Wirkung“ ist, weil die eben genau, wie du sagst, dabei hilft, nicht immer zu überessen.
Mario D. Richardt: Ist denn diese Übelkeit die ganze Zeit da? Also über mehrere Wochen, Monate oder nur am Anfang, was ich mal gelesen habe?
Dr. Anne Latz: Gibt beides, ne. Das ist immer so die Sache bei Nebenwirkung. Manche treten gelegentlich auf, manche häufig. Die zählen sicherlich zu den häufigen Nebenwirkungen. Es wird schon beschrieben, dass ein Gewöhnungseffekt auftritt. Deswegen wollen wir auch eine langsame Dosissteigerung.
Deswegen finde ich es immer ganz gut, wenn man das nicht zu eigeninitiativ macht, sondern recht regelmäßig auch seine Behandler:in sieht, das mit anguckt, wie sind die Nebenwirkungen, aber sicherlich müssen die nicht die ganze Zeit da sein. Für manche Menschen ist es aber und aufgrund der Nebenwirkung nicht möglich, die können einfach die Therapie dann nicht weiterführen.
Mario D. Richardt: Aber grundsätzlich ist es so, wie bei allen Medikamenten: die einen haben Nebenwirkungen, die anderen haben keine Nebenwirkungen. Bei dem einen sind sie stärker, bei dem anderen treten sie weniger auf.
Verschiedene Wirkstoffe in Abnehmspritzen (08:35)
Dr. Anne Latz: Genau. Also, das ist höchstsubjektiv. Es gibt ja auch noch mal verschiedene Spritzen, verschiedene Präparate, die auch eine unterschiedliche Wirkung haben.
Mario D. Richardt: Wir hatten ja über Semaglutid gesprochen, dann gibt’s ja auch noch z. B. Tirzepatid, das ist im Mounjaro drin.
Dr. Anne Latz: Genau.
Mario D. Richardt: Das wirkt aber ganz genauso?
Dr. Anne Latz: Das wirkt genauso und noch zusätzlich als GIP-Agonist. Das heißt, es ist sozusagen ein dualer Agonist. Gerade gibt’s tolle Studien zu den Triple-Agonisten, also die da wird immer noch eine Schippe draufgelegt. Der Unterschied ist, dass eben noch eine weitere, noch bessere Wirkung auf die Insulinfreisetzung, auf den Insulinstoffwechsel gibt und die Nebenwirkungen aber auch eher ein bisschen höher sind, vor allem am Anfang, aber auch die Gewichtszunahme höher ist, also von bis zu 20, 24 %…
Mario D. Richardt: Gewichtsabnahme.
Dr. Anne Latz: Entschuldigung, Gewichtsabnahme! Genau. Also die einfach stärker wirken. Da sieht man aber auch eben erst stärkere Nebenwirkungen, deswegen muss man das auch ein bisschen mit im Auge behalten. Aber die sind auf jeden Fall Medikamente, die auch zunehmend verschrieben werden.
Mario D. Richardt: Und du sagst, jetzt gibt es sogar noch was, was sozusagen drei verschiedene Wirkungen hat?
Dr. Anne Latz: Ja.
Mario D. Richardt: Das ist ja wie bei Spülmaschinentabs: immer noch eine Schippe drauf, tatsächlich, ne?
Dr. Anne Latz: Genau. Also, ich bin gespannt. Die sind jetzt in Phase-3-Studien und das wird sicherlich was sein. Ich meine, dieser ganze Markt, diese Medikamente, da wird geforscht ohne Ende. Es ist ein Riesenthema. Nicht nur Oliver Pocher, auch viele andere Menschen haben großes Interesse daran und sie sind ja auch sehr wirksam.
Nur es ist halt wichtig, dass man die nicht so als singuläre Heilmittel irgendwie versteht, weil es ist jetzt nicht unser Kernproblem, dass wir alle einen GLP-1-Mangel haben und GLP-1-Analoga uns spritzen müssen. Das ist so ein bisschen, finde ich, so die falsche Schraube für das falsche Loch. Sondern dass wir gucken, was ist eigentlich dahinter und was brauchen wir denn dann, um auch nachhaltig damit umzugehen. Dass wir zwar solche Medikamente haben, aber Übergewicht ist eine chronische Erkrankung. Das heißt, wir brauchen auch langfristige Konzepte.
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Ist die Abnehmspritze ein Gamechanger? (10:33)
Mario D. Richardt: Es gibt ja auch Menschen, die sehr, sehr viele Diäten ausprobiert haben, im Prinzip das Who-is-who schon hoch und runter gespielt haben, keinen Erfolg hatten. Für diese Menschen ist es aber ein Gamechanger, oder?
Dr. Anne Latz: Absolut! Es ist auf jeden Fall eine Chance, die wir lange nicht hatten. Vor allem für Menschen mit einer Adipositas, also Übergewicht von einem BMI (Body-Mass-Index) von 30 oder höher. Das muss man sich einfach manchmal auch vorstellen. Wo startet man da? Wie immobil ist man schon? Wie plagend ist das Leben, wenn man einfach schon so ein Gewicht mit sich rumträgt? Und wie kriegt man da überhaupt Pack an, ne? Da geht’s nicht irgendwie um Willensstärke und jetzt endlich ein Workout machen und abzunehmen.
Und da finde ich ist es eine ganz tolle Gruppe. Einfach zu sagen, mit den gibt man so eine Unterstützung, so einen Kickstart. Und wenn dann ein bisschen die Funde gepurzelt sind, dann kann man eben sagen, jetzt könnt ihr auch aktiver werden, jetzt könnt ihr eure Kraft trainieren. Also ich sehe da auf jeden Fall eine Berechtigung für die Medikamente. Es ist ein Medikament und das finde ich manchmal vergisst man so in dieser Diskussion, als ob man jetzt sich so ein bisschen was spritzen kann, Microdosing. Es ist trotzdem irgendwie was, was in unseren ganzen Metabolismus eingreift.
Mario D. Richardt: Und du sagst es: es ist ein Medikament. Man kann ja nicht in die Apotheke gehen und sich das einfach kaufen. Sondern wie kommt man ran an dieses „Wundermittel“, sage ich jetzt mal in Anführungszeichen?
Wie bekomme ich die Abnehmspritze? (11:50)
Dr. Anne Latz: Es gibt natürlich immer so eine Grauzone. Und Menschen finden Wege irgendwie auch die sich zu beschaffen. Wo ich auch noch mal drauf hinweisen will, dass da sehr oft auch Präparate im Umlauf sind, die eben gar nicht das Versprochene enthalten. Und das ist recht gefährlich, z. B. wenn Insulin enthalten ist, wo die Menschen auch unterzuckern, also das gab’s auch. Ein großes Thema, wo wirklich die Spritzen falsch verpackt sind, falsch beschriftet sind.
Unter normalen Umständen würde ich natürlich empfehlen, zum Arzt, zur Ärztin zu gehen, gerne erstmal hausärztlich. Oder direkt mal zu schauen, wer macht das? Da sind jetzt verschiedene Fachdisziplinen mit involviert. Internist:innen, aber auch plastische Chirurgie, ästhetische Medizin, Diabetolog:innen. Die sind natürlich dann sozusagen die, die das schon am längsten kennen. Das Medikament kommt ja aus dem Diabetesbereich.
Wenn man Diabetes hat, dann ist das natürlich auch Leitlinien-gerechte Behandlung. Da muss man nicht groß verhandeln, wenn man z. B. Metformin, also das ist ein anderes Diabetesmedikament, nicht verträgt. Oder dann auch besonders Herz-Kreislau-Risiken hat oder weitere Risikofaktoren, dann ist das sozusagen auch ein Mittel der Wahl.
Was kostet die Abnehmspritze? (12:56)
Mario D. Richardt: Trotzdem kostet das ein Haufen Geld, ne? Wenn man es nicht verschrieben bekommt als Mensch mit Diabetes, sondern es wirklich nur als Mittel benutzen möchte zum Abnehmen, muss man es selber bezahlen und da muss man eine ganze Menge blechen. Je nach Wirkstoff sogar round about 100, 120 € pro Woche, also pro Spritze. Klingt so ein bisschen danach: wer reich ist, kann sich abnehmen leisten. Wer weniger Geld zur Verfügung hat, bleibt dick. Ganz salopp gesagt. Was ist deine Meinung dazu?
Dr. Anne Latz: Ja, ich sehe das auch kritisch. Das ist schwierig. Wir haben jetzt in Deutschland einfach so, dass der GBA (gemeinsame Bundesausschuss) sagt, Abnehmen-Präparate, Lifestyle-Präparate werden nicht von der gesetzlichen Kasse übernommen. Ich glaube, es gibt ein bisschen Ausnahmen, dass halt manche es Kassen vielleicht doch übernehmen, selbst wenn es über Privatrezept kam.
Die Indikationen sind halt wie gesagt: Übergewicht über ein BMI von 30 oder BMI 27 mit Begleiterkrankungen. Und da finde ich hat man auch gute Chancen, um vielleicht noch mal eine Erstattung zu kriegen. Aber wir wissen beide, dass Menschen, die auch einen niedrigeren BMI haben und trotzdem unter Übergewicht leiden, das eben ja gerne nutzen möchten oder auch tun. Ich bin gespannt, wie es sich entwickelt. Die Nachfrage ist riesig.
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Die Frage ist auch natürlich, wer soll das finanzieren? Bei unseren Adipositas- und Übergewichtszahlen in Deutschland ist das einfach eine große Herausforderung zu sagen: okay, für wie viele wollen wir es denn jetzt aber auch finanzieren? Wem helfen in Anführungszeichen „konservative“ Methoden oder sogar noch extremere Methoden wie z. B. eine Magen-OP oder ein Bypass?
Mario D. Richardt: Grundsätzlich muss man wahrscheinlich aber auch mit in Betracht ziehen, dass diese Mittel ja auch dazu führen, dass Menschen weniger krank werden, ne? Wer einfach fettleibig ist, hat viele Begleiterkrankungen. Kardiovaskuläre Krankheiten spielen da natürlich auch mit rein. Man hat ein höheres Schlaganfallrisiko, höheres Herzinfarktrisiko. Wenn man abnimmt, hat man verschiedene Faktoren, dass man eben auch nicht nur den Blutzucker senkt, der Cholesterinspiegel geht runter, der Blutdruck geht runter, also ganz ganz viele positive Effekte. Also ich kann mir schon vorstellen, dass die Krankenkasten ja eigentlich ein Interesse daran haben sollten, dass sie dann auch weniger für diese ganzen Volkskrankheiten bezahlen müssen.
Dr. Anne Latz: Absolut. Und das ist, glaube ich, auch eine Rechenübung, die die ganz brav machen im Moment. Deswegen haben die Kassen ja auch immer noch die Möglichkeit zu sagen, doch für unsere Versicherten mit dem und dem Profil – man kann ja da ganz schöne Rechnungen machen, da arbeiten ja ganz viele Datenanalytiker, die sich genau das anschauen – würden wir es dann doch erstatten. Denn wenn man sich so überlegt, 400 € round about pro Monat, das aufs Jahr und das auf unbestimmte Zeit, ist das natürlich ein Brett, ne, das selber zu zahlen.
Mario D. Richardt: Es gibt ja auch Hersteller, die haben jetzt ordentlich angezogen die Preise, muss man dazu sagen. Ich sage jetzt nicht, welcher Hersteller. Aber es ist so: die Spritze kostete für 3 Monate, glaube ich, 1.000 € und jetzt kostet 1.400. Also einfach mal 40 % Aufschlag. Die haben einfach das entdeckt. Die Leute zahlen das, hauen wir noch was drauf.
Dr. Anne Latz: Absolut. Und das ist so. Das ist natürlich kann man jetzt sagen, okay, wie können Sie nur? Gleichzeitig sind es Unternehmen. Die Leute, die Aktien von besagten Firmen gekauft haben, sind auch sehr happy in den letzten Jahren. Das ist trotzdem natürlich ein schwieriges Thema. Wenn man denkt, okay, haben die vielleicht auch eine gesamte gesellschaftliche Verantwortung auf Prävention beizutragen? Prävention ist ja so das Brett, das wir versuchen zu bohren, schon ganz lange mit all den Folgeerkrankungen, die du eben schon erwähnt hast. Ja, ist ein tricky Thema. Ich bin auch ganz gespannt, wie das jetzt so in der Politik noch mal diskutiert wird und sich verankert.
Mario D. Richardt: Da hat man so ein bisschen die Fragezeichen überm Kopf, ne? Wollen die Hersteller wirklich was tun für die Gesundheit oder wie du schon sagst, es sind auch Wirtschaftsunternehmen, die dicke Kohle verdienen.
Dr. Anne Latz: Genau. Und da muss man natürlich finde ich auch vielleicht als Patientin/Patient überlegen, okay, wie viel will ich jetzt investieren? Aber auch – und das finde ich wichtig – wenn man zur Behandlung geht, von Anfang an verstehen, okay, wie ist jetzt hier das Konzept, ne? Nicht so, ich brauche jetzt diese Spritze, so habe ich es manchmal empfunden. Ich habe jetzt die Spritze und los geht’s.
Aber es gibt so nicht dieses, ja, wie ich schon sagte, Exit Szenario. Ich habe gar keinen Plan – und jetzt? Also was mache ich jetzt die nächsten Jahre, nach meiner Honeymoon-Phase vielleicht auch. Also, das ist ja auch was, wo man sich überlegen muss, wie lebe ich denn damit? Möchte ich mir das jetzt mein Leben lang einmal die Woche eine Spritze geben? Ich meine, es gibt schlimmeres. Viele Menschen behandeln sich täglich medikamentös mit Spritzen. Aber ich finde auch so ein bisschen Eigenverantwortung, sich zu fragen, okay, wie sehe ich denn meinen Blick auf meinen Körper, meine Gesundheit? Was brauche ich denn vielleicht auch noch?
Was kommt nach der Abnehmspritze? (17:27)
Mario D. Richardt: Ich persönlich würde sagen, man muss natürlich auch genau unterscheiden zwischen den Menschen, die wirklich alles versucht haben, kein Erfolg haben und zwischen denen, die trotzdem jeden Tag morgens sich drei Schüssen Cornflakes hinterhauen, wo sehr, sehr viel Zucker drin ist, die sich ein Nutellabrot machen, von morgens bis abends sich Kohlenhydrate reinschaufeln und dann so eine Spritze nehmen. Das ist natürlich dann auch der falsche Weg.
Dr. Anne Latz: Genau. Da können wir auch echt gerne noch mal wiederholen: Es braucht ein, wir sagen jetzt multimodales Konzept. Das heißt, wir brauchen dazu Ernährungsumstellung, wir brauchen Bewegung, wir brauchen andere Art von Coaching oder Therapie, weil nur in Anführungszeichen die Spritze das Problem, das zugrunde liegende, nicht lösen wird.
Und ich finde, das ist einfach irgendwie so ein schöner Baustein, der jetzt dazu kam, weil er wirklich – und ich behandel‘ die Patient:innen viel, ich bin der Psychosomatik, die alles, also Diäten, die ich noch nie gehört habe, hoch und runter, wie gesagt, das ganze Repertoire durch und das ist aber wirklich quälend. Die haben alles versucht, auch viel Geld investiert, viel Lebenszeit und es ging hoch und runter mit dem Gewicht und es ist so nicht möglich, da irgendwie was zumal so einen Durchbruch zu erreichen.
Mario D. Richardt: Langfristig auch der Durchbruch…
Dr. Anne Latz: Genau. Immer dieser Jojo-Effekt, das ist auch sehr quälend, das ist auch für den Metabolismus extrem verwirrend, das führt eigentlich immer zu einer noch stärkeren Chronifizierung von Übergewicht und für die ist es halt eine schöne Chance. Anne, wir machen nach einer ganz kurzen Unterbrechung weiter.
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Wieviel kann ich mit der Abnehmspritze abnehmen? (19:50)
Mario D. Richardt: Weiter geht’s an dieser Stelle mit Dr. Anne Latz. Wir sprechen heute über Abnehmspritzen. Was lässt sich denn aktuell zu potenziellem möglichem Gewichtsverlust und Langzeiteffekt sagen? Du hast vorhin schon mal gesagt, da ist es so, dass es bis zu 20 % – 18 bis 20 % wohl – Effekt haben kann, dann gibt es…
Dr. Anne Latz: … die dualen Agonisten GLP-1 und GIP, wo wir auch Werte von bis zu 24 % sehen. Jetzt in 6 bis 12 Monaten, das sind meistens so die Zeiträume, die wir uns anschauen. Wie gesagt, meistens mit einem Ticken mehr Nebenwirkungen. Aber das ist natürlich schon mal nicht schlecht, wenn man 20 % an sich abnimmt.
Mario D. Richardt: Und wie ist es mit der Langzeitwirkung? Also, wenn man jetzt was weiß ich, 130 kg wiegt, dann geht man runter, vielleicht auf 90. Ist damit zufrieden… Wie geht’s dann weiter? Muss man trotzdem weiter spritzen? Kann man aufhören und hoffen, es bleibt so, wenn man die Ernährung umgestellt hat? Es ist ja noch nicht so lange auf dem Markt, ne? Wer kann das sagen?
Dr. Anne Latz: Genau. Also, wir kennen natürlich immer so ein bisschen Erfahrungen von so Einzelfällen. Ich habe eine Patientin über drei Jahre begleitet, da war es dann eher so, dass der klassische Jojo-Effekt auch eingetreten ist. Sie erst das Präparat wechseln musste auch wegen Nebenwirkung und das war dann einfach nicht so ideal. Für sie auch nicht die Lösung eben, aber auch weil vielleicht noch eine psychotherapeutische Begleitung wichtig gewesen wäre.
Was wir sagen können ist: wir können nicht einfach die Spritze ab unseren Zielgewicht 90 kg absetzen und dann ist alles gut. Dann – und das muss ich leider so sagen – beginnt Hard Work, ne? Das wissen wir beide. Es kann Spaß machen, gesunden Lebensstil zu haben, aber der braucht Konsistenz und der braucht einfach auch ein bisschen Fleiß. Das heißt, da geht’s halt drum weiter sich ausgewogen zu ernähren, auch Portionsgrößen vielleicht mit dem neuen Körpergefühl so ein bisschen in Einklang zu bringen.
Das kann man aber auch lernen durch eben einfach diese, ja, auch mal den „Food Noise“ runter gedreht zu haben, dass man auch so ein Körpergefühl, sprich Sättigung und Hunger, auch wirklich überhaupt mal wieder wahrnehmen kann. Und das kann das kann man auch mitnehmen. Das ist jetzt nicht plötzlich weg diese Fähigkeit.
Abnehmen und Psyche (22:01)
Mario D. Richardt: Genau. Man lernt es ja in dieser Phase, wo man die Spritzen nimmt. Wenn man einfach merkt, oh, mir reicht ja hier plötzlich ein halbes Roggenbrötchen. Warum sollte man dann wieder anfangen zwei zu essen?
Dr. Anne Latz: Genau. Also rational würde ich dir recht geben. Aber Essen ist ja was sehr Emotionales, was sehr Psychisches und auch oft mit einer Funktion unsere Emotionen zu regulieren. Das heißt, da geht’s oft drum auch Gefühle nicht zu fühlen oder was anderes zu fühlen. Das will ich auch noch mal betonen, dass das einfach nicht so leicht ist, seine Ernährung umzustellen und zu wissen, na ja, das ging doch eigentlich so.
Aber das ist ja das Schöne, wir können ganz gut lernen und so vor allem so „body intelligence“, so Körperintelligenz, können wir ganz gut auch über so eine neue Erfahrung verkörpern. Aber, wie gesagt, das muss dann auch wirklich umgesetzt werde. Weil sonst ist da unser Honeymoon vorbei und wir sehen den Jojo-Effekt wie bei all den anderen schönen, bunten, bekannten Diäten, die wir ja alle schon mal gehört haben.
Mario D. Richardt: Wahrscheinlich ist es besser, wenn man dann, wenn man sich für die Spritze bewusst entscheidet, mit seinem Arzt gesprochen mit seiner Ärztin, das dann über einen längeren Zeitraum zu machen, ein – eineinhalb – zwei Jahre, damit man wirklich in diese Phase reinkommt, dass der Körper sich dran gewöhnt, als wenn man es so macht wie Oliver Pocher. Was ich auch bloß gelesen habe natürlich, aber soll eine Aussage von ihm sein. Der hat halt viel abgenommen und will sie jetzt zeitnah wieder absetzen. Das ist natürlich nichts, wenn man sagt nach drei Monaten, nach nem halben Jahr, zack komplett wieder umstellen.
Dr. Anne Latz: Vielleicht hat der einen Personal Trainer, ein Personal Chef [Koch] und hat dann jetzt so dadurch seinen Durchbruch geschafft, ne? Das natürlich die Top, so viel zum Thema: wer kann es sich leisten. Wenn du da dann Top Behandlungsteam hast, kann er ja gerne versuchen. Aber genau, ich sehe es wie du: kleinschrittig, auch wirklich mit der Dosis langsam hochgehen. Man steigert dann vielleicht nach einem Monat, guckt aber.
Und wir wissen auch, dass die Menschen, die eng mit dem Behandler:innen angebunden sind, die regelmäßig in die Praxen gehen, um nicht nur den Effekt und das Gewicht, sondern auch die Nebenwirkungen zu monitoren – und manchmal man kann ja auch für die vielen Nebenwirkungen was nehmen, was kriegen, um die zu lindern – dass die länger dabeibleiben. Und das ist wichtig, ne? Wir haben schon eine sehr hohe Abbruchquote. Also, es gibt Studien, die sagen Abbruch von 30 % im ersten Monat.
Warum so viele Menschen die Abnehmspritze absetzen (24:19)
Mario D. Richardt: 30 %? Wegen der Übelkeit?
Dr. Anne Latz: Genau. Z. B. Übelkeit, Durchfälle. Also, es ist natürlich eine Umstellung. Es ist fällt ja auch was weg, wenn man nicht mehr so gern isst. Und das ist natürlich schade, weil da gar nicht die Chance natürlich besteht, die Möglichkeiten dieser Medikation zu nutzen. Und auch – das sind natürlich alles ja noch laufende Studien, aber auch Zahlen, die ich gesehen habe – 15 % nur noch sind dabei nach 2 Jahren. Und das ist natürlich auch die Frage, ist das schon langfristige Umsetzung?
Mario D. Richardt: Klingt nicht danach.
Dr. Anne Latz: Genau, ne? Und das so das, wo wir gerade so viel lernen, weil die Langzeitdaten uns einfach noch fehlen. Die Medikamente sind zwar jetzt nicht ist ein Jahr auf dem Markt, aber wir müssen noch mal mehr verstehen, wie ist so das Konzept damit? Wie ist es denn auf Dauer, über 5 über 10 Jahre sich einmal die Woche GLP-1-Analoga & Co. zu spritzen?
Mario D. Richardt: Deine ganz persönliche Meinung: Ist es jetzt wirklich der Gamechanger? Bin ich persönlich der Meinung…
Dr. Anne Latz: … bist du der Meinung, ja?
Mario D. Richardt: Ich denke ja. Muss sich ja auch noch mal vor Augen führen, dass 52 % oder sogar mehr mittlerweile in Deutschland übergewichtig sind.
Dr. Anne Latz: Das ist so.
Mario D. Richardt: Und in der Hinsicht kann es auf jeden Fall eine Menge helfen. Oder ist es eben der teure Trick für Menschen, die zu viel und zu ungesund essen?
Dr. Anne Latz: Ich finde, man muss es mit Augenmaß sehen. Also, ich habe sicherlich auch eine differenziertere Meinung und offenere Haltung dazu bekommen, einfach weil ich auch viele Patient:innen begleitet habe, die da auch profitiert haben. Ich finde die Berichterstattung in die Medien da immer sehr nachteilig, weil es halt wirklich so sehr überhöht wird und ich finde, da muss man schon differenziert drüber berichten.
Ich kann es gerne noch mal wiederholen, dass es wirklich einfach ganz ganz wichtig ist dabei zu überlegen, wie ich meinen Lebensstil umsetze. Also man braucht sozusagen, wir können gerne die Spritze nutzen, wir können die gerne als Einstieg in irgendwie wieder eine positive Verhaltensänderung nutzen und brauchen da drumherum aber Lebensstilmedizin. Und die zahlt nicht nur auf unser Gewicht ein. Weil ich finde immer klar Gewicht ist ein irgendwie ein Painpoint für die Leute, Übergewicht quält viele.
Die Menschen haben auch Risikofaktoren andere Krankheiten zu entwickeln. Aber es geht ja eben auch um gesundes Altern und das da brauchen wir eben nicht nur geringes Gewicht, sondern eben auch viel Kraft und eine vielfältige Ernährung und auch psychische Gesundheit.
Mario D. Richardt: Dann danke ich dir ganz herzlich für die Einordnung zu diesem Thema, das viele beschäftigt und oft auch – muss man ganz klar sagen – emotional aufgeladen ist.
Dr. Anne Latz: So ist es, ja. Danke für das Gespräch.
Mario D. Richardt: Wir halten fest, die Abnehmspritze kann eine zusätzliche Option sein, aber nie ein Ersatz für gesunde Lebensführung. Mehr Episoden finden Sie auf kernig-und-gesund.de und auf einen guten Podcast Plattformen. Wenn Ihnen „kernig & gesund“ gefällt, lassen Sie gerne ein Abo da. Empfehlen Sie uns weiter. In der nächsten Folge geht es dann genau an dieser Stelle um die Hautpflege im Sommer. Bis dahin bleiben Sie informiert und bleiben Sie gesund. Tschüss.
Das war „kernig & gesund“ – präsentiert von apodiscounter.
Hier gibt’s was auf die Ohren
In unserem Podcast spricht Moderator Mario D. Richardt mit Experten und Expertinnen über aktuelle Gesundheitsthemen.

