Ein geröteter, wunder Po ist oft das erste Anzeichen einer Windeldermatitis und kann für Babys sehr unangenehm sein – viele Eltern kennen dieses Problem. Geradebei Neugeborenen ist die empfindliche Haut im Windelbereich besonders anfällig für Reizungen. Doch mit der richtigen Pflege lässt sich die Hautmeistschnell wieder beruhigen. In diesem Ratgeber erfahren Sie, was bei Windeldermatitis hilft, welche Hausmittel die Heilung unterstützen und wie Sie einem wunden Po bei Ihrem Baby vorbeugen können.
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Was ist eine Windeldermatitis?
Ein wunder Po zeigt sich häufig durch gerötete oder entzündete Hautstellen im Windelbereich. Diese Reizungen werden auch als Windeldermatitis oder Windelausschlag bezeichnet. Schätzungen zufolge haben etwa zwei Drittel aller gewickelten Kinder mindestens einmal während ihrer Windelzeit eine Form von Windeldermatitis. Ein wunder Baby-Po lässt sich jedoch meist gut behandeln und heilt in der Regel rasch ab.
Windeldermatitis und ihre Ursachen
EineWindeldermatitis kann verschiedene Auslöser haben. Zu den häufigsten Ursachen für wunde Hautstellen im Windelbereich zählen:
- Feuchtigkeit und Wärme: Werden Windeln nicht oft genug gewechselt, kann sich Feuchtigkeit stauen, die die zarte Baby-Haut strapaziert und reizt. Zudem enthalten Urin und Stuhl des Kindes bestimmte Verdauungsenzyme, die bei dauerhaftem Kontakt den natürlichen Hautschutz angreifen und zu Entzündungen führen können.
- Reibung: Die Bewegungen des Babys, insbesondere bei enganliegenden Windeln, können mechanische Reizungen verursachen.
- Ernährungsfaktoren: Veränderungen in der Ernährung, wie die Umstellung auf Beikost oder der Verzehr säurehaltiger Lebensmittel (z. B. Zitrusfrüchte), können die Zusammensetzung des Stuhls beeinflussen und zu einer verstärkten Hautreizung führen.
- Unverträglichkeiten: Einige Babys reagieren empfindlich auf bestimmte Windelmaterialien oder Pflegeprodukte, was ebenfalls Rötungen und wunde Stellen verursachen kann.
Darüber hinaus berichten manche Eltern, dass sie bei Ihrem Baby während des Zahnens entzündete Hautveränderungen beobachten. Dieser Zusammenhang ist jedoch wissenschaftlich bislang noch nicht ausreichend belegt.
Gut zu wissen
Hautreizungen und dicht schließende Windeln bieten Bakterien und Pilzen ideale Lebensbedingungen. So kann es bei einem wunden Baby-Po auch zu einer Infektion mit dem Hefepilz Candida albicans kommen. Dieser Pilz ist bei vielen Kindern natürlicherweise auf der Haut und in den Schleimhäuten vorhanden, kann jedoch unter bestimmten Bedingungen wie Wärme, Feuchtigkeit und gereizter Haut überhandnehmen und im Windelbereich zu Windelsoor (Pilzinfektion) führen.
Symptome einer Windeldermatitis
Wie macht sich ein wunder Baby-Po bemerkbar? Ein wunder Po bei Babys zeigt sich meist durch:
- Rötungen im Windelbereich
- Juckreiz
- Schuppige oder wunde Hautstellen
- Kleine, rote, mitunter weiß umrandete Bläschen oder Pusteln (kann auf eine Pilzinfektion wie Windelsoor, auch Windelpilz, hindeuten)
- Schmerzen und Unruhe beim Wickeln

Diese Hautveränderungen treten vor allem an den Innenseiten der Oberschenkel, am Gesäß, im Genitalbereich und am Bauch des Kindes auf, also dort, wo der Windelkontakt am intensivsten ist. Je nach Schweregrad der Windeldermatitis können die Symptome von leichten Rötungen bis hin zu schmerzhaften, nässenden Wunden reichen und mitunter von Windelsoor begleitet werden.
Was hilft bei einem wunden Baby-Po?
Um festzustellen, ob es sich um einen normalen Windelausschlag oder eine Pilzinfektion wie Windelsoor handelt, ist es ratsam, einen Kinderarzt oder eine Kinderärztin aufzusuchen. Eine genaue Diagnose ermöglicht eine gezielte Behandlung und trägt dazu bei, das Wohlbefinden Ihres Kindes schnellstmöglich zu verbessern.
Windeldermatitis behandeln
Bei einer Windeldermatitis oder einem Windelausschlag können folgende Maßnahmen helfen:
Beruhigende Salben oder Wundschutzcremes
Zinkoxid ist ein bewährter Wirkstoff in vielen Wundsalben, da es eine schützende Barriere auf der Haut bildet, die vor Feuchtigkeit und Reibung schützen und den Heilungsprozess fördern kann. Auch Wundschutzcremes mit Panthenol oder Calendula unterstützen die Regeneration der Haut und helfen, Reizungen zu lindern. Viele geeignete Salben und Cremes zur Behandlung gereizter Baby-Haut sind rezeptfrei in Ihrer Apotheke erhältlich.
Regelmäßiges Windelwechseln
Das häufige Wechseln der Windeln ist entscheidend, um die Haut trocken und sauber zu halten. Denn Feuchtigkeit und Wärme begünstigen das Risiko von weiteren Hautreizungen und Pilzansammlungen. Windelfreie Zeiten können ebenfalls dazu beitragen, die Haut zu belüften und die Heilung zu unterstützen.
Sanfte Reinigung
Versuchen Sie, den wunden Po behutsam zu reinigen. Dazu eignen sich lauwarmes Wasser oder eine milde, unparfümierte Reinigungslotion. Vermeiden Sie nach Möglichkeit Feuchttücher mit Alkohol oder Duftstoffen, da diese die Haut zusätzlich reizen können.
Geeignete Hausmittel
Kamille ist bekannt für ihre entzündungshemmenden Eigenschaften und kann in Form von Bädern oder Umschlägen eingesetzt werden, um die Haut zu beruhigen und Rötungen zu lindern. Auch Schwarztee eignet sich zur Heilungsförderung und kann auf ähnliche Weise angewendet werden.
Bei einer Windeldermatitis ohne offene Wundstellen erweist sich zudem Heilwolle oft als hilfreiche Unterstützung. Nach gründlicher Reinigung des betroffenen Bereichs wird die Wolle direkt auf die irritierten Stellen aufgelegt. Hierbei ist es ratsam, auf zusätzliche Salben oder Cremes zu verzichten, da diese die Fähigkeit der Heilwolle beeinträchtigen können, überschüssige Feuchtigkeit aufzunehmen. Für eine hygienische Anwendung sollte die Heilwolle nach jedem Windelwechsel durch frische ersetzt werden. Das Waschen von Heilwolle ist nicht empfehlenswert, da dabei das enthaltene Lanolin verloren geht – ein natürlicher Inhaltsstoff der Heilwolle, der die Haut pflegen und beruhigen kann.
Wenn Sie unsicher sind oder Fragen zur Anwendung von Heilwolle oder zu anderen Behandlungsmethoden haben, können Sie sich jederzeit an Ihre Hebamme, einen Kinderarzt oder eine Kinderärztin wenden. Auch unser pharmazeutischer Kundendienst berät und unterstützt Sie gern telefonisch, per E-Mail oder im Live-Chat.
Windelsoor behandeln
Bei einer Pilzinfektion im Windelbereich (Windelsoor) werden zusätzlich meist antimykotische Salben ärztlich verschrieben. Diese enthalten spezielle Wirkstoffe wie Nystatin oder Miconazol, die gezielt gegen Hefepilze wirken. In Absprache mit dem behandelnden Arzt oder der behandelnden Ärztin, können diese Salben mehrmals täglich auf die betroffenen Stellen aufgetragen werden.
Bei Verdacht auf Windelsoor ist es in jedem Fall empfehlenswert ärztlichen Rat einzuholen. Sollte nach sieben Tagen der Behandlung keine Besserung zu beobachten sein, ist ein weiterer Arztbesuch ratsam.
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Zusätzliche Maßnahmen
Wenn die Pilzinfektion auch andere Körperbereiche, wie den Mund (Mundsoor), betrifft, ist oft eine systemische Behandlung erforderlich. In solchen Fällen verschreibt der Arzt oder die Ärztin spezifische Antipilzmittel, die oral (durch den Mund) eingenommen werden, um die Infektion im gesamten Körper gezielt zu behandeln.
Windeldermatitis vorbeugen
Zur Vorbeugung wunder Hautstellen bei Babys, werden verschiedene Maßnahmen empfohlen, die darauf abzielen, die Haut im Windelbereich trocken und gesund zu halten.
Häufiges Windelwechseln: Gerade bei Neugeborenen ist das regelmäßige Windelwechseln wichtig, insbesondere nach dem Stuhlgang. Es empfiehlt sich, alle zwei bis drei Stunden die alte Windel durch eine frische zu ersetzen.
Gründliche und sanfte Reinigung: Reinigen Sie den Po idealerweise bei jedem Windelwechsel mit lauwarmem Wasser und einem weichen Waschlappen. Zur Pflege der empfindlichen Haut eignen sich milde, unparfümierte Produkte aus Ihrer Apotheke, ohne Duft- und Konservierungsstoffe.
Trocknen der Haut und eine gute Luftzirkulation: Eine gut getrocknete Haut ist weniger anfällig für Irritationen. Lassen Sie Ihr Baby gern regelmäßig ohne Windel strampeln oder spielen, damit Licht und Luft an die Haut gelangt. Dadurch kann ein Feuchtigkeitsstau vermieden und die Haut bei der Regeneration unterstützt werden.
Geeignete Windel wählen: Atmungsaktive und gutsitzende Windeln können Druckstellen und Reibung sowie einen Feuchtigkeitsstau verhindern. Die richtige Passform sorgt dafür, dass die Haut trocken bleibt und das Risiko von Windelausschlägen verringert wird.
Verwendung von Pflege- und Wundschutzcremes: Zinkhaltige Wundschutzsalben oder für Kinder geeignete Pflegecremes können auch prophylaktisch aufgetragen werden, um die empfindliche Haut zu schützen und Irritationen vorzubeugen.
Vermeidung reizender Nahrungsmittel: Stark saure oder scharfe Lebensmittel können den Stuhlgang beeinflussen und zu Reizungen führen, auch wenn sie über die Muttermilch aufgenommen werden. Daher ist es sinnvoll, sowohl in der Ernährung der stillenden Mutter als auch in der Beikostphase des Kindes auf reizende Lebensmittel zu verzichten.
Gut zu wissen
Stillen kann einer Windeldermatitis vorbeugen. Denn der Stuhl gestillter Babys hat in der Regel einen niedrigeren pH-Wert als der von Babys, die mit Flaschennahrung gefüttert werden. Ein niedrigerer pH-Wertreizt die empfindliche Haut im Windelbereich weniger. Dadurch sinkt das Risiko für die Entstehung von Hautirritationen.
Rundum gut geschützt
Ein wunder Po bei Babys ist eine häufige, aber meist gut behandelbare Herausforderung. Durch regelmäßiges Windelwechseln, die richtige Pflege und den Einsatz von Wundschutz– und Pflegecremes kann einer Windeldermatitis wirksam vorgebeugt werden. Sollten dennoch Hautreizungen auftreten, ist ein Hebammen- oder Arztbesuch ratsam. Gemeinsam können Sie gezielte Behandlungsmaßnahmen besprechen, um das Wohlbefinden Ihres Babys schnellstmöglich wiederherzustellen. Hausmittel wie Kamille, Schwarztee oder Heilwolle, können bei einer bestehenden Windeldermatitis den Heilungsprozess unterstützen.
Quellen
- https://gesund.bund.de/windeldermatitis
- https://www.thieme-connect.de/products/ejournals/pdf/10.1055/s-0043-111251.pdf
- https://www.msdmanuals.com/de-de/heim/gesundheitsprobleme-von-kindern/symptome-bei-s%C3%A4uglingen-und-kindern/ausschlag-bei-kindern
- https://www.gelbe-liste.de/krankheiten/soor-candidose
- https://www.gelbe-liste.de/krankheiten/windeldermatitis
- https://www.infectopharm.com/fuer-patienten/patienten-ratgeber/mund-und-windelsoor/
Geprüft durch unser pharmazeutisches Team
![2[1] Felix Hoffman, pharmazeutischer Experte](https://www.apodiscounter.de/ratgeber/wp-content/uploads/2024/05/51-1024x1024.jpg)
„An der Pharmazie fasziniert mich am meisten, wie alles zusammenspielt. Von Zusammenhängen im Stoffwechsel hin zur Einnahme von Medikamenten. Wer sich damit auskennt, kann sein Leben positiv beeinflussen.“
Felix Hoffmann lebt für die Pharmazie und bringt eine große Expertise in der Beratung mit. Mit seinem fundierten Wissen garantiert er die hohen Qualitätsstandards der pharmazeutischen Inhalte auf apodiscounter.de.
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