Erkältungen sind im Kleinkindalter unvermeidlich. Mit den richtigen Maßnahmen lassen sich die Symptome jedoch gut lindern und die Genesung beschleunigen. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihr Kind unterstützen können, damit es sich so schnell wie möglich besser fühlt.
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Wieso ist mein Kind so oft erkältet?
Endlich gesund und schon wieder krank? Häufige Erkältungen sind bei Kleinkindern nicht ungewöhnlich, denn ihr Immunsystem befindet sich noch in der Entwicklung. Um starke Abwehrmechanismen zu entwickeln, ist eine natürliche Keimbelastung gerade in den ersten Lebensjahren sogar wichtig. Denn nur durch Kontakte mit Erregern kann sich das Immunsystem entwickeln und Abwehrstrategien erlernen. Die meisten Atemwegsinfektionen verlaufen harmlos und heilen nach einigen Tagen wieder aus. Bestimmte Erreger tauchen jedoch immer wieder auf.
Häufige Ursachen einer Erkältung bei Kleinkindern
Erkältungen werden hauptsächlich durch Viren wie Rhinoviren, Adenoviren oder Enteroviren verursacht und durch Tröpfchen- und Schmierinfektion übertragen. Da das Immunsystem von Kleinkindern noch nicht ausgereift ist und sie oft zum ersten Mal mit diesen oder anderen Viren in Kontakt kommen, sind sie besonders anfällig für Infektionen.
Die Verbreitung wird durch enge Kontakte, wie z. B. mit anderen Kindern in der Krippe, begünstigt. Auch Umweltfaktoren, wie kühle und feuchte Witterung, können die Anfälligkeit für Erkältungen erhöhen. Denn bei Unterkühlung wird die Durchblutung der Schleimhäute vermindert und Erkältungsviren können leichter in den Körper eindringen. Übermüdung und Stress können das Immunsystem zusätzlich schwächen.
Typische Symptome: Woran Sie eine Erkältung beim Kleinkind erkennen können
Während Babys bei einer Erkältung quengelig und unruhig wirken, werden Kleinkinder häufig stiller und fühlen sich schlapp. Gelangen Viren zu den Zellen der Atemwege, verursachen sie dort Entzündungsreaktionen. Diese äußern sich in den typischen Erkältungssymptomen, wie z. B.:
- Niesen/Niesanfälle
- (wässriger) Schnupfen und/oder laufende Nase
- Husten
- Schluckbeschwerden und Halsschmerzen
- allgemeines Unwohlsein und Abgeschlagenheit
- erhöhte Temperaturen und Fieber
- gerötete Augen
- geschwollene Lymphknoten
Erkältung bei Kleinkindern: Was tun? Tipps und Hausmittel
Erkältungen sind insbesondere im Kleinkindalter unvermeidlich. Sie gehören zum Heranwachsen dazu. Mit diesen Tipps können Sie Ihrem kleinen Sprössling helfen, sich schnell wieder besser zu fühlen.
So können Sie Ihr Kind unterstützen
Ruhe und Schlaf
Ist der Körper geschwächt, benötigt er in der Regel Ruhe und Schlaf, um sich optimal erholen zu können. Fällt Ihrem Kind das Atmen im Liegen schwer, können Sie sein Kissen für ein paar Nächte etwas erhöhen. Wenn Ihr Kind trotz Erkältung nicht im Bett bleiben möchte, braucht es den Schlaf möglicherweise gerade nicht. Eine ruhige Tagesgestaltung mit entspannten Aktivitäten, wie Vorlesen, Puzzeln oder Malen kann ausreichend sein, um die notwendige Erholung zu fördern.
Indem Sie Ihrem Kind ein Hörspiel oder ein Kinderbuch zum Selbstanschauen anbieten, können auch Sie sich ab und an eine Auszeit gönnen. Zögern Sie nicht, ein anderes Familienmitglied um Unterstützung bei der Kinderbetreuung zu bitten. So fällt es Ihnen unter Umständen leichter, physisch und psychisch belastbar zu bleiben.
Viel trinken hilft viel?
Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist entscheidend und stets empfehlenswert. Warme Flüssigkeiten, wie Kamillentee oder Hühnersuppe können bei Erkältungen besonders wohltuend sein.
Ansteigendes Fußbad
Schon ausprobiert? Warme Fußbäder können die Immunabwehr positiv beeinflussen. Besonders für Kinder ist diese gesundheitsfördernde Maßnahme oft ein schönes Erlebnis. In den Wintermonaten können Fußbäder auch zur Vorbeugung von Erkältungskrankheiten eingesetzt werden.

Sie benötigen:
- Schüssel, Eimer oder Wanne
- Wasserthermometer
So einfach funktioniert’s:
- Schüssel, Eimer oder Wanne mit ca. 33 bis 35 °C warmem Wasser befüllen
- Füße Ihres Kindes vorsichtig ins Wasser tauchen lassen
- 50 °C warmes Wasser schrittweise innerhalb der nächsten 10 Minuten hinzufügen – bis die Wassertemperatur 39 °C erreicht
- 5 bis 20 Minuten mit den Füßen im Wasser verbleiben
- Füße mit kaltem Wasser abbrausen, gründlich abtrocknen und mit dicken Socken warmhalten
- 30 Minuten ruhen
Führen Sie die Anwendung nur so lange durch, wie es für Ihr Kind angenehm ist und bleiben Sie während des Fußbades bei ihm. Eine ausreichende Nachruhzeit ist besonders wichtig. Kuscheln, Geschichten vorlesen und Trost spenden können sehr beruhigend wirken.
Schnupfen, Husten, Ohrenschmerzen – Was hilft?
Tipps bei Schnupfen
Bei verstopfter oder laufender Nase können für Kleinkinder geeignete Nasensprays und -spülungen mit Koch- oder Meersalz Abhilfe schaffen. Auch das Inhalieren mit Kochsalzlösung mithilfe eines speziellen Inhalators für Kinder, kann die Schleimhäute befeuchten und Symptome mildern. Achtung: Das Inhalieren von Wasserdampf über einem Topf, ist für kleine Kinder nicht geeignet, da heißer Wasserdampf schnell Verbrühungen verursachen kann.
Den Husten lindern
Husten kann für Kleinkinder sehr unangenehm sein und den Schlaf stören. Neben warmen Kräutertees mit Honig, eignen sich auch Erkältungsbalsame für Kinder, um die Atemwege zu beruhigen. Pflanzliche Hustensäfte können den Hustenreiz lindern und den Krankheitsverlauf verkürzen. Viele Hustenlöser sind rezeptfrei bei uns in Ihrer Apotheke erhältlich. Feuchte Tücher über der Heizung erhöhen die Luftfeuchtigkeit und schaffen eine reizarme Umgebung, die entzündete Schleimhäute beruhigt.
Was hilft bei Halsschmerzen?
Warme Milch mit Honig sowie Salbei- und Kamillentees sind gute Begleiter bei Halsschmerzen und Schluckbeschwerden. Für Kleinkinder geeignete Lutschtabletten können unterstützend den Rachen befeuchten und so den Schmerz lindern.
Was tun bei Fieber?
Kleinkinder fiebern schneller als Erwachsene, da Ihr Immunsystem noch lernt, gegen viele Krankheitserreger wirksame Abwehrstrategien zu entwickeln. Fieber ist also ein natürlicher Schutzmechanismus, der die Ausbreitung von Keimen verlangsamt. Wie Sie Ihr Kind unterstützen können, wenn es fiebert und ab wann es sinnvoll ist fiebersenkende Maßnahmen zu ergreifen, erfahren Sie hier.
Plötzlich Ohrenschmerzen?
Einige Kleinkinder entwickeln in Folge einer Erkältung eine Mittelohrentzündung. Im Gegensatz zu Erwachsenen ist Ihre Ohrtrompete deutlich kürzer und enger. Dadurch steigt das Risiko, dass Krankheitserreger von der Nase ins Ohr gelangen.
Ein Zwiebelsäckchen auf dem Ohr kann die Schmerzen lindern. Schneiden Sie dazu eine halbe Zwiebelknolle in kleine Würfel und zerdrücken Sie diese sanft, um die ätherischen Öle der Zwiebel freizusetzen. Wickeln Sie die Zwiebelstückchen in ein Baumwolltuch und erwärmen Sie sie vorsichtig in einer Mikrowelle oder im Backofen. Die Temperatur sollte angenehm warm sein, wenn Sie das Zwiebelsäckchen auf dem Ohr Ihres Kindes fixieren. Dazu eignen sich ein Stirnband oder eine Mütze. Je nach Belieben Ihres Kindes, das Zwiebelsäckchen nach einer halben Stunde bis maximal zwei Stunden wieder entfernen. Wir empfehlen, Ohrenschmerzen in jedem Fall ärztlich abklären zu lassen.
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Kleinkind erkältet: Wann ist eine ärztliche Abklärung notwendig?
Selbst bei einem anscheinend milden grippalen Infekt, ist das Aufsuchen einer kinderärztlichen Praxis in folgenden Fällen empfehlenswert:
- bei schlechtem Allgemeinzustand und Teilnahmslosigkeit
- bei sehr starkem Husten, starken Atembeschwerden und/oder Erbrechen
- bei schmerzendem Husten
- bei plötzlich auftretendem bellendem Husten
- bei hohem Fieber (ab 39°C)
- wenn Ihr Kind seit mehr als drei Tagen fiebert
- wenn nach sieben Tagen keine Besserung der Symptome eintritt, sie sich verschlimmern oder sich plötzlich hohes Fieber entwickelt
- bei Ohrenschmerzen
- bei Hautausschlägen, auch wenn sie nur vorübergehend auftreten
- bei Verdacht auf Allergie – wenn Ihr Kind häufig oder über einen längeren Zeitraum Schnupfen oder Husten hat
- wann immer Sie beunruhigt oder unsicher sind
Quellen
- https://www.msdmanuals.com/de-de/heim/gesundheitsprobleme-von-kindern/h%C3%A4ufige-virusinfektionen-bei-s%C3%A4uglingen-und-kindern/%C3%BCbersicht-%C3%BCber-virusinfektionen-der-atemwege-bei-kindern#Ursachen_v15637624_de
- https://www.kindergesundheit-info.de/themen/krankes-kind/erkrankungen/grippaler-infekt/
- https://www.thieme-connect.com/products/ejournals/abstract/10.1055/a-1205-7964
- https://kneipp.ch/das-ist-kneippen/anwendungen/kneippen-mit-kindern/
- https://www.familie-und-tipps.de/Gesundheit/Kinderkrankheiten/Fussbaeder.html
- https://dasgesundekind.com/ansteigende-fussbaeder-fuer-kinder/
- https://www.helios-gesundheit.de/magazin/news/02/fieber-babys/
- https://dock.hkk.de/familie/kindergesundheit/erkaeltung-bei-kindern
- https://www.gesundheitsinformation.de/mittelohrentzuendung.html
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![2[1] Felix Hoffman, pharmazeutischer Experte](https://www.apodiscounter.de/ratgeber/wp-content/uploads/2024/05/51-1024x1024.jpg)
„An der Pharmazie fasziniert mich am meisten, wie alles zusammenspielt. Von Zusammenhängen im Stoffwechsel hin zur Einnahme von Medikamenten. Wer sich damit auskennt, kann sein Leben positiv beeinflussen.“
Felix Hoffmann lebt für die Pharmazie und bringt eine große Expertise in der Beratung mit. Mit seinem fundierten Wissen garantiert er die hohen Qualitätsstandards der pharmazeutischen Inhalte auf apodiscounter.de.
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