Wie erfolgt die Behandlung einer Grippe?

Ist man an einer echten Grippe (Influenza) erkrankt, dann fühlt man sich einfach so richtig schlecht. Nicht nur Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen, sondern insbesondere das plötzlich auftretende hohe Fieber machen einem schwer zu schaffen. In diesem Artikel erfahren Sie, wie sich eine Grippe gut behandeln lässt, ob man Antibiotika benötigt und ob und wie Hausmittel helfen können.

Die Behandlung einer Grippe mit Antibiotika

Viele Erkrankte möchten gern, dass der Arzt ihnen ein Antibiotikum verschreibt, damit die Grippe schnell wieder weggeht – nur funktioniert das leider nicht: Hat das Grippevirus einmal zugeschlagen, sind auch Antibiotika machtlos. Antibiotika können grundsätzlich nichts gegen Viren ausrichten, da sie ausschließlich nur Bakterien abtöten.

Betroffene können aber die Symptome effektiv behandeln, allein das bringt bereits eine starke Linderung. Dafür gibt es verschiedene Medikamente und Hausmittel, die gut gegen die unangenehmen Auswirkungen des Infekts helfen können.

Antibiotika helfen bei Grippe nur bedingtObwohl Antibiotika den Grippeviren nichts entgegenzusetzen haben, werden sie bei einem Grippeinfekt dennoch zuweilen verschrieben. Der Grund hierfür aber ist dann eine bakterielle Sekundärinfektion, die eine Grippe begleiten kann.

Zu einer solchen bakteriellen Infektion kann es kommen, weil der Körper durch das Grippevirus sehr geschwächt ist. In einem solchen Zustand haben Bakterien dann leichtes Spiel und können im Körper eine Entzündung verursachen, z. B. im Hals. Bakterien sprechen im Gegensatz zu Viren aber auf Antibiotika an. Ein entsprechendes Medikament bekämpft dann den entzündlichen Infekt, der durch die Bakterien ausgelöst wurde.

Kann eine Grippe ohne Antibiotika behandelt werden?

Grippe behandeln ohne AntibiotikaGegen Grippeviren hilft kein Antibiotikum. Nur gegen eine bakterielle Infektion, die zur Influenza noch hinzukommt, lohnt sich der Einsatz eines Antibiotikums. Die normalen Grippesymptome wie Husten, Schnupfen, Gliederschmerzen und Fieber werden mit rezeptfreien Medikamenten oder Hausmitteln behandelt.

Eine Möglichkeit, die Aktivität der Grippeviren einzudämmen, besteht allerdings: Bei einer echten Grippe (Influenza), die von einer normalen Erkältung zu unterscheiden ist, setzen Ärzte mitunter einen Wirkstoff ein, der die Vermehrung der Viren hemmen kann. Lesen Sie hierzu mehr im untenstehenden Abschnitt “Wie erfolgt die Behandlung einer echten Grippe (Influenza)?”.

Grippe selbst behandeln – Ist das möglich und ratsam?

Grippe selbstständig behandeln mit rezeptfreien MedikamentenHat einen die Grippe erwischt, kann man mit rezeptfreien Medikamenten die Symptome adäquat selbst behandeln. Dies sollten Betroffenen aber nur dann tun, wenn die Symptome der Influenza nicht zu stark sind und keine schwerwiegenden, bakteriellen Sekundärinfektionen, wie z. B. eine akute Bronchitis oder Lungenentzündung, hinzukommen. Treten solche starken Krankheitssymptome auf, sollte unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Gegen Kopfschmerzen oder Gliederschmerzen als Grippesymptome helfen Schmerzmittel mit den Wirkstoffen:

Bei Grippe mit Fieber helfen fiebersenkende MittelGegen hohes Fieber kann man fiebersenkende Medikamente einnehmen, sogenannte Antipyretika. Die fiebersenkenden Mittel sorgen dafür, dass der Körper weniger Prostaglandine bildet. Diese Gewebshormone schüttet der Körper bei einer Entzündung aus und sie sorgen für die hohe Körpertemperatur. Insbesondere wirkungsvoll sind dabei drei der bereits genannten Wirkstoffe, Ibuprofen, Acetylsalicylsäure sowie Paracetamol.

Ibuprofen Apodiscounter 400 Mg Schmerztabletten (50 stk) und Paracetamol 500 Mg Tabletten bei Fieber und Schmerzen (20 stk) sind zur Fiebersenkung geeignet und lindern zugleich auch mit Fieber verbundene Schmerzen. Gegen Husten kann man mit einem Mittel wie ACC akut 600mg Hustenlöser (40 stk) vorgehen und eine verstopfte Nase lässt sich mit Nasenspray behandeln – zum Beispiel Nasic Nasenspray (15 ml) oder Olynth E 0,1 % Nasenspray Schulkinder und Erwachsene (15 ml).

Wie erfolgt die Behandlung einer verschleppten Grippe?

Unter “verschleppter Grippe” wird nicht nur eine nicht ausreichend auskurierte Grippe verstanden, sondern ebenso auch ein nicht oder nur ungenügend abgeheilter Erkältungsinfekt.

Bei verschleppter Grippe werden die Symptome behandeltDie Ursache für eine verschleppte Grippe ist meist zu wenig Schonung. Wer arbeitet oder Sport treibt, obwohl er krank ist, riskiert Entzündungsreaktionen im Körper, da die Schleimhäute weiterhin sehr anfällig für Bakterien sind.

Bei einer verschleppten Grippe werden die Symptome behandelt wie bei einer akuten Grippe auch. Gegebenenfalls kann der Arzt ein Antibiotikum verschreiben, um eine bakterielle Infektion zu beenden.

Das besonders Gefährliche an einer verschleppten Grippe ist, dass es zu einer Herzmuskelentzündung (Myokarditis) kommen kann, die nicht auf die leichte Schulter zu nehmen ist. Spätestens dann dauert nicht nur das Auskurieren der Grippe oder Erkältung länger, sondern auch das Herz muss geschont werden. Der kurze Effekt einer geglaubten Verbesserung der Grippe kann in eine wochenlange Erkältung mit unangenehmen Begleiterscheinungen umschlagen.

Wie erfolgt die Behandlung einer echten Grippe (Influenza)?

Bei der „echten Grippe“ handelt es sich um eine Infektion mit Influenzaviren, die nicht mit einem “grippalen Infekt” zu verwechseln ist. Unter einem „grippalen Infekt“ versteht man normalerweise keine Infektion mit einem Influenzavirus, sondern eine einfache Erkältung.

Eine echte Grippe oder Influenza bedarf eine intensive Behandlung

An “echter” Grippe Erkrankte müssen vorsichtig sein, da das Influenzavirus darüber hinaus zu weiteren Krankheiten führen kann, wie etwa eine schwere Lungenentzündung. Auch kommt es häufiger zu Komplikationen, weil Influenzaviren auf der Atemwegsschleimhaut quasi den Weg ebnen für andere Erreger, die ihrerseits Lungen- oder Mittelohrentzündungen auslösen können. Gerade bei Menschen, die ein geschwächtes oder nicht mehr so gut funktionierendes Immunsystem haben, besteht die Gefahr eines schweren Krankheitsverlaufs. Hier empfiehlt sich immer der Gang zum Arzt.

Zur gezielten Behandlung der Grippe können antivirale – also gegen Viren wirkende – Stoffe eingesetzt werden. Diese sogenannten Neuraminidasehemmer verhindern die Vermehrung der Viren. Da sie eben die Ausbreitung der Grippeviren nur hemmen, nicht aber verhindern können, ist ihr Einsatz am sinnvollsten, wenn die Ausbreitung der Viren im Körper noch nicht weit fortgeschritten ist.

Rechtzeitig eingenommen können Neuraminidasehemmer den Verlauf und die Dauer einer Grippeerkrankung beeinflussen und verkürzen, deren Schwere vermindern und die Wahrscheinlichkeit einer bakteriellen Folgeinfektion reduzieren. Die Verabreichung ist in der Regel noch rechtzeitig, wenn sie innerhalb von 48 Stunden nach Krankheitsbeginn erfolgt.

Der Einsatz der Neuraminidasehemmer sollte jedoch gut abgewogen werden, denn die Einnahme kann zu Nebenwirkungen führen und nicht alle Virenstämme lassen sich durch den Wirkstoff gezielt beeinflussen. Antivirale Medikamente empfehlen sich bei Patienten mit chronischen Erkrankungen, Immunschwäche und bei Grippekomplikationen wie einer Lungenentzündung. Sie sind bei Personen ohne Grund- oder Folgeerkrankungen in der Regel nicht notwendig.

Die Grippeimpfung kann Grippe vorbeugenAm wichtigsten bei einer Grippe ist Bettruhe, damit der Körper ausreichend Kraft hat, gegen die Viren anzugehen. Strenge körperliche Schonung ist bei einer Grippe das A und O, nur so kann sich der Organismus erholen.

Die weiteren Maßnahmen hängen von den Beschwerden ab, die die Influenza mit sich bringt. Diese gleichen denen einer Erkältung und können ebenso mit rezeptfreien Medikamenten selbst behandelt werden. Auf apo-discounter.de stehen Ihnen dazu beispielsweise folgende Medikamente zur Verfügung:

Es empfiehlt sich natürlich, der Grippe vorzubeugen. Das geschieht am besten mit einer vorsorglichen Grippeschutzimpfung. Diese ist jährlich zu wiederholen, da der Impfstoff an die sich verändernden Viren angepasst werden muss. Ob eine Impfung gegen Influenza sinnvoll ist, kann der Hausarzt beurteilen.

Keine Grippeimpfung schützt jedoch zu 100 %. Geht gerade eine Grippeepidemie um, darf man ruhig auf eine Begrüßung per Handschlag verzichten und sollte sich die Hände lieber einmal mehr und gründlicher waschen.

Welche Hausmittel können bei der Behandlung einer Grippe helfen?

Hausmittel, die Grippebeschwerden lindern können, werden sehr oft bei der Grippe, aber auch bei Erkältungskrankheiten eingesetzt.

Als Hausmittel haben sich seit Generationen bewährt:
  • Hühnersuppe

  • Inhalation

  • Kräutertee

  • kühle Wadenwickel

  • kalter Quarkwickel um den Hals

  • Zwiebelsirup

  • Ruhe und Schlaf

Wissenschaftliche Quellen

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