Was ist eine Grippe?

Die Grippe ist eine InfektionskrankheitUnter einer Grippe – oder auch Influenza – versteht man eine hochansteckende Infektionskrankheit, die durch Viren ausgelöst wird. Oft wird eine Grippe auch als “echte” Grippe bezeichnet, um sie so deutlich von einer Erkältung, die oftmals ähnliche Symptome aufweist, aber wesentlich harmloser ist, zu unterscheiden.

Das Grippevirus kann sehr unterschiedlich von leicht bis schwer verlaufen und zu folgenschweren Krankheitsbildern und in Ausnahmefällen sogar bis zum Tod führen. Im folgenden Artikel möchten wir Sie darüber aufklären, was eine echte Grippe ist, worin der Unterschied zu einer Erkältung liegt, wie Sie sich vor dem Grippevirus schützen können, wie Sie sich im Fall einer Erkrankung verhalten sollten und mit welchen Medikamenten Sie eine Grippe bekämpfen können.

Wann spricht man von einer Grippewelle?

Als Grippewelle beziehungsweise Grippesaison bezeichnet man die Phase mit dem stärksten Aufkommen an Influenzaviren. Dies ist erfahrungsgemäß die Zeit zwischen Ende Oktober und Ende April.

Dafür, dass Grippewellen eher im Winter auftreten, gibt es einige triftige Gründe:

  • in trockener Heizungsluft bleiben Influenzaviren länger am Leben

  • kalte Temperaturen sorgen ebenfalls für bessere Überlebenschancen der Viren

  • im Winter halten sich Menschen vermehrt in geschlossenen Räumen auf, was die Übertragung der hochansteckenden Grippe erleichtert

Ist eine Grippe meldepflichtig?

Die Grippe ist meldepflichtigEs besteht eine Meldepflicht für Grippeerkrankungen und Todesfälle in Folge einer Grippe, die über das zuständige Gesundheitsamt abgewickelt werden. Die Daten werden bundesweit vom Robert Koch-Institut (RKI) gesammelt, der zentralen Einrichtung der Bundesregierung auf dem Gebiet der Krankheitsüberwachung und -prävention.1

Allerdings ist das RKI auf die freiwillige Mitarbeit von Patienten und Ärzten angewiesen, sodass nicht ein jeder Grippefall auch tatsächlich gemeldet und damit registriert ist.

Um Epidemien und Pandemien zu verhindern, gibt es ein weltweites Überwachungssystem, das auch die vorkommenden Influenzaviren identifiziert. Dies geschieht in Deutschland überwiegend über das Nationale Referenzzentrum2 und die Arbeitsgemeinschaft Influenza.3

Welche Grippe-Arten gibt es?

Grippeerreger werden in drei Arten von Virustypen unterteilt, die unterschiedlich schwere Krankheitsbilder auslösen:

  • Typ A (FLUA)

  • Typ B (FLUB)

  • Typ C (FLUC)

Die Typen A und B verursachen dabei die größten Grippewellen, die auch zu Pandemien und Epidemien führen können. Die Auswirkungen dieser Erreger können von leicht bis zu lebensbedrohlich reichen. Die Ansteckung mit einem Virus aus der Gruppe C verläuft hingegen meist harmlos. Weiterhin gibt es verschiedene Subtypen. Allein vom Typ A existieren bislang 45 nachweisbare Subtypen.

Was bezeichnet man als die Spanische Grippe?

Die Spanische Grippe war eine Influenza-PandemieBei der Spanischen Grippe mit dem Grippevirus vom Subtyp A/H1N1 handelt es sich um eine der schlimmsten Influenza-Pandemien, die jemals um die Welt gingen.

Sie trat zwischen 1918 und 1920 auf und kostete – je nach Schätzung – zwischen 25 und über 50 Millionen Menschen das Leben – das sind mehr Menschenleben, als den Kriegshandlungen des Ersten Weltkriegs zum Opfer fielen (etwa 20 Mio.). Allein in Indien sollen etwa 17 Mio. Menschen daran gestorben sein.

Die Bezeichnung “Spanische Grippe” ist insofern irreführend, als diese ihren Ursprung nicht in Spanien, sondern vermutlich in den USA hatte und mit den Truppenbewegungen im Ersten Weltkrieg auch Europa erreichte. Die Pandemie verbreitete sich weltweit auf allen Kontinenten. “Morgens krank, abends tot” – so beschrieben viele den raschen Krankheitsverlauf, der meist mit Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen begann und schnell zu einer bakteriellen Lungenentzündung führen konnte.

Was ist eine Magen-Darm-Grippe?

Eine Magen-Darm-Grippe betrifft die VerdauungEine Magen-Darm-Grippe betrifft den Verdauungstrakt Betroffener und hat mit einer Grippe nichts gemein – außer, dass der Übertragungsweg ebenso leicht ist und sie sich vor allem durch größere Menschenansammlungen schnell verbreitet.

Eine Magen-Darm-Grippe wird nicht ausschließlich durch Viren hervorgerufen, sondern kann auch durch Bakterien und Parasiten ausgelöst werden. Als Symptome nennen Betroffene häufig:

  • Erbrechen

  • Durchfall

  • Übelkeit

  • Krämpfe

  • Kopfschmerzen

  • leichtes Fieber

Was ist die Yamagata-Grippe?

Bei der Yamagata-Grippe handelt es sich um eine Art der Influenza, die durch den Grippeerreger der B-Gruppe ausgelöst wird. Dieser Virenstamm ist nur sehr schwierig durch passende Impfungen einzudämmen, weil er sich stetig verändert.

Der Yamagata-Stamm der Grippeviren kann zu schwerwiegenden körperlichen Folgeschäden führen, z.B. zu einer Herzmuskelentzündung. Das Yamagata-Virus wurde erstmals in den 1970er Jahren im gleichnamigen japanischen Ort Yamagata entdeckt.

Was ist die Australische Grippe?

2017 wurde Australien von einer schweren Grippewelle heimgesucht, die den Influenza-Subtyp H3N2 der Gruppe A aufweist. Insgesamt erkrankten daran 170.000 Menschen, von denen etwa 300 starben. Diese Viren ändern ihre Struktur s