Menopause: Die letzte Regelblutung

Frau in der Menopause.

Die Menopause bezeichnet die letzte natürliche Monatsblutung und markiert das Ende der fruchtbaren Lebensphase. Nicht wenige Frauen haben zu diesem Zeitpunkt der Wechseljahre Fragen: Wie lange dauert die Menopause, ab wann tritt sie ein und welche Symptome können auftreten? Hier findest du die wichtigsten Fakten auf einen Blick.

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Wissen kompakt

  • Die Menopause ist die letzte natürliche Regelblutung einer Frau.
  • Sie bezeichnet einen bestimmten Zeitpunkt innerhalb der Wechseljahre.
  • Im Durchschnitt tritt die Menopause zwischen dem 51. und 52. Lebensjahr ein.
  • Typische Wechseljahres-Beschwerden setzen meist schon in den Jahren vor der Menopause ein.
  • Die Menopause kann erst rückwirkend nach zwölf aufeinanderfolgenden Monaten ohne Blutung festgestellt werden.

Was ist Menopause?

Als Menopause wird die letzte spontane Monatsblutung im Leben einer Frau bezeichnet, sofern die Gebärmutter noch vorhanden ist und keine Hormontherapie erfolgt. Ursache ist das natürliche Nachlassen der Hormonproduktion in den Eierstöcken im Verlauf der Wechseljahre, insbesondere von Östrogenen und Progesteron.

Gut zu wissen

Aus medizinischer Sicht ist die Menopause kein Zeitraum, sondern ein einzelner Zeitpunkt. Dieser lässt sich erst rückblickend bestimmen, wenn über zwölf Monate keine Regelblutung mehr aufgetreten ist und andere Ursachen wie Schwangerschaft, Stillzeit, bestimmte Medikamente oder Erkrankungen ausgeschlossen wurden.

Menopause, Perimenopause oder Postmenopause?

Diese Begriffe werden im Alltag oft gleichgesetzt, stehen jedoch für unterschiedliche Stadien der Wechseljahre.

Die Perimenopause ist die Phase der stärksten hormonellen Umstellung. Sie setzt meist mehrere Jahre vor der Menopause ein und reicht bis in die Zeit um die letzte Regelblutung. Zyklusveränderungen und typische Wechseljahresbeschwerden wie Hitzewallungen oder Schlafstörungen können auftreten.

Die Postmenopause beginnt definitionsgemäß, wenn seit der letzten spontanen Regelblutung ein Jahr vergangen ist. Der Hormonspiegel hat sich dann auf einem dauerhaft niedrigeren Niveau eingependelt.

Menopause: Ab wann tritt sie ein?

In Deutschland tritt die Menopause durchschnittlich im Alter von 51 bis 52 Jahren ein. Individuelle Abweichungen sind dabei ganz normal.

Verschiedene Faktoren können den Zeitpunkt der Menopause allerdings beeinflussen. Dazu gehören:

  • Genetische Veranlagung
  • Rauchen
  • Bestimmte Erkrankungen (z. B. Autoimmunerkrankungen)
  • Operationen an den Eierstöcken
  • Krebsbehandlungen wie Chemotherapie oder Bestrahlung

Gut zu wissen

Setzt die Menopause vor dem 40. Lebensjahr ein, sprechen Fachleute von einer vorzeitigen Menopause beziehungsweise einer primären Ovarialinsuffizienz.

Was sind typische Menopause-Symptome?

Die Menopause selbst verursacht bei den meisten Frauen keine Beschwerden. Rund um die Menopause können jedoch verschiedene Symptome auftreten, zum Beispiel:

Hinweis: Nicht jede Frau erlebt die Wechseljahre gleich. Sowohl die Art als auch die Stärke der Beschwerden können von Frau zu Frau sehr unterschiedlich sein. Beeinträchtigen die Symptome die Lebensqualität, ist eine ärztliche Beratung sinnvoll, um mögliche Behandlungsmöglichkeiten zu besprechen.

Sind das die Wechseljahre?

Unsicher, ob deine Beschwerden mit hormonellen Veränderungen zusammenhängen? Eine ärztliche Einschätzung kann helfen.

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Wie lange dauert die Menopause?

Streng genommen hat die Menopause keine Dauer, denn sie bezeichnet lediglich den Zeitpunkt der letzten Regelblutung.

Was viele Frauen meinen, wenn sie nach der ‚Dauer der Menopause‘ fragen, sind die Wechseljahre: Diese Übergangsphase mit hormonellen Veränderungen umfasst im Durchschnitt etwa fünf bis zehn Jahre, kann jedoch auch deutlich kürzer oder länger ausfallen.

Häufige Fragen zur Menopause

Kann man in der Menopause noch schwanger werden?

Bis zur Menopause ist eine Schwangerschaft grundsätzlich möglich, denn auch bei unregelmäßigen Zyklen können noch Eisprünge stattfinden. Erst wenn zwölf Monate ohne Regelblutung vergangen sind, gilt eine natürliche Schwangerschaft als äußerst unwahrscheinlich.

Sind Blutungen nach der Menopause normal?

Blutungen nach der Menopause sollten immer ärztlich abgeklärt werden. Häufig liegen harmlose Ursachen vor. Dennoch können auch behandlungsbedürftige Erkrankungen dahinterstecken.

Kann die Menopause vor dem 40. Lebensjahr eintreten?

Ja. Tritt die letzte Regelblutung vor dem 40. Lebensjahr ein, sprechen Fachleute von einer vorzeitigen Menopause (primäre Ovarialinsuffizienz). Für viele Betroffene ist das sehr belastend. Eine ärztliche Beratung kann helfen, die Situation einzuordnen und passende Unterstützung zu finden.

Verändert sich die Sexualität in der Menopause?

Ja, Veränderungen der Sexualität sind möglich. Die hormonellen Umstellungen können beispielsweise Scheidentrockenheit, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder eine verminderte sexuelle Lust begünstigen. Viele Beschwerden sind jedoch gut behandelbar.

Quellen

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„Bei der Beratung ist es mir wichtig, pharmazeutisches Fachwissen verständlich zu vermitteln und individuell auf die Bedürfnisse der Menschen einzugehen.“

Katalin Záreczky ist approbierte Apothekerin und unterstütz mit ihrer Expertise das apodiscounter Ratgeber-Team.

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