Eine Kopfschmerztablette und das Problem ist gelöst? Schmerzmittel und andere Medikamente gegen sogenannte primäre Kopfschmerzen, wie Spannungstypkopfschmerzen, Migräne oder Cluster-Kopfschmerzen gelten generell als gut verträglich, können jedoch bei zu häufiger Einnahme selbst Kopfschmerzen begünstigen und andere Nebenwirkungen auszulösen. Viele Betroffene suchen daher nach Alternativen zu den typischen schmerzlösenden Medikamenten. Oftmals können schon einfache Hausmittel bestimmten Arten von Kopfschmerzen entgegenwirken. In unserem Beitrag erfahren Sie, welche das sind.
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Was tun gegen Kopfschmerzen? Hausmittel können helfen
Bei gelegentlichen, leichten (Spannungs-)Kopfschmerzen gibt es verschiedene Hausmittel, die schnell gegen akute Kopfschmerzen wirken können. Was in Ihrem individuellen Fall am besten hilft, hängt unter anderem von den Ursachen ab, die die Kopfschmerzen auslösen. Diese sollten Sie bestenfalls auch medizinisch abklären lassen. Die nachfolgenden Tipps und Hausmittel dienen vor allem der Linderung von Spannungskopfschmerzen. Auch gegen chronische, starke Kopfschmerzen oder Migräne-Attacken können sie helfen, jedoch eher als Ergänzung zu einer ärztlich verordneten medikamentösen Therapie.
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Gut zu wissen
Beachten Sie die 3 + 10 Regel. Nehmen Sie Kopfschmerzmittel nicht länger als drei Tage hintereinander und nicht mehr als zehn Tagen im Monat zu sich. Dieser Grundsatz gilt vor allem für rezeptfreie Schmerzmittel, auch wenn Sie diese im Ausnahmefall auch nicht bei Kopfschmerzen anwenden.
Einfache Tipps gegen Kopfschmerzen:
- Wärme (Nackenguss, Kirschkernkissen, Kompresse, Wärmflasche)
- Kälte (Gelkissen oder kalter Waschlappen)
- Pfefferminzöl
- Ruhige Bewegungen
- Entspannung
- Kaffee (oder andere koffeinhaltige Getränke)
- Tee
- Ausreichend Wasser trinken
8 Tipps für Hausmittel gegen Kopfschmerzen
Wärme gegen Kopfschmerzen
Spannungskopfschmerzen entstehen häufig durch einseitig belastete oder verspannte Muskeln im Nacken- und Schulterbereich. Zur Entspannung der Muskulatur ist Wärme grundsätzlich ein effektives Mittel. Lockern Sie die verspannten Bereiche mit einem erwärmten Kirschkernkissen, einer feucht-warmen Kompresse, einem warmen Strahl aus der Dusche (Nackenguss) oder durch ein warmes Bad.
Aber Vorsicht: Bei Migräne oder Kopfschmerzen, die durch niedrigen Blutdruck begünstigt werden, wirkt Wärme oft gegenteilig, da sie die ohnehin schon geweiteten Blutgefäße zusätzlich erweitert.
Kopfschmerzen lindern mit Kühlung und Kälte
Spannungskopfschmerzen, beispielsweise nach langem Arbeiten am Bildschirm, können Sie mit einem Kühlpack aus dem Eisfach oder einem kalten Waschlappen reduzieren. Legen Sie diese einfach auf Stirn, Schläfen und Nacken, um die Schmerzwahrnehmung zu verringern. Kälte sorgt für ein Zusammenziehen der Blutgefäße, wodurch eine Abschwächung der Schmerzen bewirkt werden kann.
Ätherische Öle bei Kopfschmerz
In Drogerien und Apotheken erhalten Sie verschiedene Öle, wie zum Beispiel Pfefferminzöl, die mit einem kleinen Schwämmchen oder direkt großflächig auf Stirn und Schläfen aufgetragen werden. Diese riechen nicht nur wohltuend, sondern haben auch eine kühlende Wirkung und helfen vor allem bei Spannungskopfschmerzen. Des Weiteren können derlei Rituale ebenfalls zur Entspannung und Beruhigung beitragen.
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Bewegung und frische Luft
Bei einer Migräne-Attacke ist Bewegung keine Option, da körperliche Aktivitäten die Beschwerden verstärken können. Bei Spannungskopfschmerzen hingegen kann Bewegung an der frischen Luft, etwa ein Spaziergang oder eine kurze Radtour, jedoch hilfreich sein, da Bewegung die Durchblutung anregt und Ihren Körper mit zusätzlichem Sauerstoff versorgt. Progressive Muskelentspannung, kurz PMR (progressive muscle relaxation), ist ebenso eine geeignete Option, mit der Sie die Schmerzen lindern und darüber hinaus Stress abbauen können.
Echte Entspannung und Ruhe
Finden Sie heraus, was Ihnen am besten hilft, innerlich zur Ruhe zu kommen – sei es entspannende Musik, sich unter die Decke legen, Yoga– oder Meditationsübungen. Wer lernt, bewusst zu entspannen, unterstützt seinen Körper dabei, überschüssige Stresshormone abzubauen und emotionale sowie muskuläre Verspannungen zu lösen. Es kann hilfreich sein, Stressoren des Alltags dabei möglichst auszuschalten, das Smartphone beiseitezulegen und sich einfach auf das eigene, tiefe Ein- und Ausatmen zu konzentrieren. Bereits 15 Minuten können Abhilfe schaffen.
Koffeinhaltiger Kaffee
Viele schwören bei Kopfschmerzen auf Kaffee. Wissenschaftlich belegt ist, dass Koffein die Blutgefäße verengt und dadurch den Blutdruck erhöht, was gegen spannungsbedingte Kopfschmerzen helfen kann. Dieser Effekt tritt jedoch nur bei Menschen auf, die nicht regelmäßig Kaffee trinken. Menschen mit Migräne sollten dagegen vorsichtig sein, ihren Kaffee-Konsum plötzlich zu verändern, da dies zusätzliche Migräne-Attacken auslösen kann.
Traditioneller Tee
Die Heilpflanze Mädesüß enthält eine chemische Vorstufe des Schmerzmittels Acetylsalicylsäure (ASS). Bereiten Sie aus den Blüten und dem Kraut zwei- bis dreimal täglich eine Tasse Tee zu, besonders wenn Sie aufgrund einer Erkältung oder Grippe an Kopfschmerzen leiden. Übergießen Sie 1 TL Mädesüß mit 150 ml kochendem Wasser, lassen Sie den Tee 10 Minuten lange ziehen und seihen Sie ihn dann ab. Trinken Sie den Tee ungesüßt und möglichst warm.
Wichtig: Bei bekannter Überempfindlichkeit gegen Salicylate oder während der Schwangerschaft sollten Sie kein Mädesüß zu sich nehmen.
Ausreichend Wasser trinken
Ausreichend Wasser zu trinken ist entscheidend, damit Sie Kopfschmerzen vorbeugen und lindern können. Dehydratation, also der Mangel an ausreichender Flüssigkeitszufuhr, ist ein häufig unterschätzter Auslöser für Kopfschmerzen. Durch die Dehydratation verringert sich auch die Flüssigkeitsmenge im Gehirn, was zu Reizungen und Kopfschmerzen führen kann. Um dies zu vermeiden, wird empfohlen, täglich etwa 2 bis 3 Liter Wasser zu trinken, abhängig von individuellen Bedürfnissen und körperlicher Aktivität. Es ist wichtig, regelmäßig über den Tag verteilt zu trinken, um eine konstante Flüssigkeitsmenge sicherzustellen.
Quellen
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„An der Pharmazie fasziniert mich am meisten, wie alles zusammenspielt. Von Zusammenhängen im Stoffwechsel hin zur Einnahme von Medikamenten. Wer sich damit auskennt, kann sein Leben positiv beeinflussen.“
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