Niedriger Blutdruck (Hypotonie)

Person misst Blutdruck mit Oberarmmanschette am Tisch

Niedriger Blutdruck wird fachsprachlich als Hypotonie bezeichnet. Er ist häufig harmlos, kann aber Beschwerden wie Schwindel, Müdigkeit oder Kreislaufprobleme verursachen. Erfahre, ab wann der Blutdruck zu niedrig ist, welche Symptome und Ursachen dahinterstecken und was bei niedrigem Blutdruck helfen kann.

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Wissen kompakt

  • Niedriger Blutdruck wird medizinisch als Hypotonie bezeichnet.
  • Viele Menschen haben dauerhaft niedrige Blutdruckwerte ohne Beschwerden.
  • Typische Symptome bei niedrigem Blutdruck sind Schwindel, Müdigkeit oder Kreislaufprobleme.
  • Ausreichend trinken und regelmäßige Bewegung können den Kreislauf unterstützen.
  • Verursacht niedriger Blutdruck Beschwerden, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.

Was ist Hypotonie?

Hypotonie ist der medizinische Fachbegriff für niedrigen Blutdruck. Der Begriff leitet sich aus dem Griechischen ab und bedeutet wörtlich „zu niedriger Druck“ (hypo = unter, tonos = Spannung bzw. Druck).

Von einer arteriellen Hypotonie spricht man, wenn der Blutdruck dauerhaft unter den üblichen Referenzwerten liegt. Bei vielen Menschen sind die Blutdruckwerte jedoch ohne krankhafte Ursache niedrig und verursachen keine Beschwerden. Eine Behandlung ist dann meist nicht erforderlich.

Medizinische Einteilung von niedrigem Blutdruck

  • Primäre (essenzielle) Hypotonie: Dauerhaft niedriger Blutdruck ohne erkennbare Ursache.
  • Orthostatische Hypotonie: Blutdruckabfall beim Aufstehen oder Lagewechsel.
  • Postprandiale Hypotonie: Blutdruckabfall nach dem Essen, vor allem bei älteren Menschen.
  • Sekundäre Hypotonie: Niedriger Blutdruck als Folge einer anderen Erkrankung oder von Medikamenten.

Gut zu wissen

Die muskuläre Hypotonie beschreibt eine verminderte Muskelspannung, wie sie beispielsweise bei neurologischen oder neuromuskulären Erkrankungen auftreten kann. Sie hat nichts mit einem niedrigen Blutdruck zu tun.

Wann ist der Blutdruck zu niedrig?

Als niedriger Blutdruck gelten bei Erwachsenen häufig Werte unter 100/60 mmHg. Diese Grenze dient jedoch nur der Orientierung. Entscheidend ist nicht allein der Messwert, sondern ob Beschwerden auftreten und wodurch die niedrigen Blutdruckwerte verursacht werden.

Hinweis: Nicht jeder niedrige Blutdruck ist behandlungsbedürftig. Viele Menschen haben dauerhaft niedrige Blutdruckwerte, ohne dass dies zu gesundheitlichen Einschränkungen führt.

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Symptome bei niedrigem Blutdruck

Nicht immer verursacht niedriger Blutdruck Beschwerden. Viele Menschen haben dauerhaft niedrige Blutdruckwerte und fühlen sich vollkommen gesund. Niedriger Blutdruck kann zu Symptomen führen, weil das Gehirn und andere Organe vorübergehend schlechter durchblutet werden.

Mögliche Symptome bei niedrigem Blutdruck sind:

  • Schwindel oder Benommenheit
  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • Konzentrationsstörungen
  • Schwarzwerden vor den Augen
  • Kalte Hände und Füße
  • Ohrensausen
  • Herzklopfen oder schneller Puls
  • Übelkeit
  • Blässe
  • Ohnmacht (Synkope)

Diese Beschwerden treten häufig beim schnellen Aufstehen, langem Stehen oder bei großer Hitze auf und bessern sich meist wieder, sobald sich der Kreislauf stabilisiert.

Niedriger Blutdruck: Symptome bei Frauen

Frauen sind häufiger von niedrigem Blutdruck betroffen als Männer. Die Symptome unterscheiden sich jedoch grundsätzlich nicht. Schwindel, Müdigkeit oder Kreislaufprobleme können insbesondere bei jungen, sehr schlanken Frauen vermehrt auftreten.

Ursachen für niedrigen Blutdruck

Niedriger Blutdruck kann verschiedene Ursachen haben. In vielen Fällen steckt keine Erkrankung dahinter. Vor allem junge, schlanke Menschen oder solche, die Ausdauersport betreiben, weisen häufig niedrigere Blutdruckwerte auf. In anderen Fällen kann der niedrige Blutdruck Folge einer Grunderkrankung oder äußerer Einflüsse sein.

Mögliche Ursachen für niedrigen Blutdruck sind:

  • Veranlagung: Manche Menschen haben dauerhaft niedrige Blutdruckwerte, ohne Beschwerden zu entwickeln.
  • Flüssigkeitsmangel: Starkes Schwitzen, Durchfall, Erbrechen oder eine zu geringe Trinkmenge können den Blutdruck senken.
  • Längeres Liegen oder schnelles Aufstehen: Dabei kann es zu einem Blutdruckabfall (orthostatische Hypotonie) kommen.
  • Medikamente: Beispiele sind blutdrucksenkende Medikamente (Antihypertensiva), entwässernde Mittel (Diuretika) oder einige Medikamente gegen Depressionen (Antidepressiva).
  • Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Eine verminderte Pumpleistung des Herzens oder Herzrhythmusstörungen können mit niedrigem Blutdruck einhergehen.
  • Hormonelle oder neurologische Erkrankungen: Beispiele sind Schilddrüsenunterfunktion, Nebenniereninsuffizienz oder Erkrankungen des vegetativen Nervensystems.

Die Behandlung von niedrigem Blutdruck richtet sich nach der Ursache. Deshalb sollte plötzlich auftretender oder mit starken Beschwerden verbundener niedriger Blutdruck ärztlich abgeklärt werden.

Gut zu wissen

Eine Blutarmut (Anämie) ist keine Form des niedrigen Blutdrucks. Beide können jedoch ähnliche Beschwerden wie Schwindel oder Müdigkeit verursachen und sollten ärztlich unterschieden werden.

Niedriger Blutdruck: Ursachen bei Frauen

Zu den bereits genannten Ursachen für niedrigen Blutdruck können bei Frauen noch weitere hinzukommen. Diese sind von Zyklus, Hormonspiegeln und Schwangerschaft abhängig.

Weitere Ursachen für niedrigen Blutdruck bei Frauen:

  • Menstruation: Während der Periode kann niedriger Blutdruck durch Blutverlust und ggf. Flüssigkeitsmangel begünstigt werden. Starke Regelblutungen erhöhen zudem das Risiko einer Eisenmangelanämie, die ähnliche Beschwerden verursachen kann.
  • Hormonelle Schwankungen: Veränderungen der Spiegel von Östrogenen und Progesteron können die Blutgefäße beeinflussen. Manche Frauen berichten insbesondere in bestimmten Zyklusphasen über niedrigeren Blutdruck oder stärkere Kreislaufbeschwerden.
  • Schwangerschaft: Durch hormonelle Veränderungen und die Erweiterung der Blutgefäße tritt niedriger Blutdruck insbesondere im ersten und zweiten Drittel einer Schwangerschaft häufiger auf.

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Was tun bei niedrigem Blutdruck?

Nicht jeder niedrige Blutdruck ist behandlungswürdig. Treten im Zusammenhang mit niedrigem Blutdruck jedoch Beschwerden wie Schwindel, Benommenheit oder Kreislaufprobleme auf, sollte ärztlicher Rat eingeholt werden.

Soforthilfe bei niedrigem Blutdruck

Bei akuten Kreislaufbeschwerden durch niedrigen Blutdruck können folgende Maßnahmen helfen:

  • Hinsetzen oder hinlegen und die Beine hochlagern
  • Langsam und tief atmen
  • Ein Glas Wasser trinken
  • Schnelles Aufstehen vermeiden
  • Dem Kreislauf Zeit geben, sich zu stabilisieren

Verbessern sich die Beschwerden nicht oder kommt es zu einer Ohnmacht, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.

Was hilft langfristig bei niedrigem Blutdruck?

Je nach Ursache können verschiedene Maßnahmen dazu beitragen, den Kreislauf bei niedrigem Blutdruck dauerhaft zu unterstützen:

  • Ausreichend trinken: Etwa 1,5 bis 2 Liter täglich, sofern keine medizinischen Gründe dagegensprechen. Besonders geeignet sind Wasser, ungesüßte Tees oder stark verdünnte Schorlen.
  • Regelmäßige Bewegung: Mehr Bewegung in den Alltag einbauen, z. B. Treppe statt Aufzug oder nach Möglichkeit das Fahrrad nutzen, statt mit dem Auto zu fahren. Besonders Ausdauersport wie Nordic Walking oder Schwimmen kann den Kreislauf trainieren.
  • Kompressionsstrümpfe: Sie können den Rückfluss des Blutes aus den Beinen unterstützen und insbesondere bei einer orthostatischen Hypotonie hilfreich sein.
  • Medikamente: Nur in Ausnahmefällen und nach ärztlicher Rücksprache kommen Medikamente gegen niedrigen Blutdruck infrage.

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Medikamente gegen niedrigen Blutdruck

Reichen allgemeine Maßnahmen nicht aus und bestehen weiterhin starke Beschwerden, können in Einzelfällen Medikamente eingesetzt werden. Dazu zählen beispielsweise Midodrin oder Fludrocortison. Die Behandlung erfolgt ausschließlich nach ärztlicher Verordnung und richtet sich nach der Ursache des niedrigen Blutdrucks.

Midodrin ist ein sogenanntes α1-Sympathomimetikum. Es lässt den Gefäßtonus anteigen und kann somit auch den Blutdruck erhöhen. In Deutschland ist Midodrin für bestimmte Formen der orthostatischen Hypotonie zugelassen.

Fludrocortison ist ein synthetisches Mineralokortikoid. Es fördert die Rückhaltung von Salz und Wasser in den Nieren, wodurch das Blutvolumen zunimmt und der Blutdruck ansteigen kann. Der Wirkstoff wird vor allem bei bestimmten Formen der orthostatischen Hypotonie eingesetzt, wenn nicht-medikamentöse Maßnahmen allein nicht ausreichen.

Gut zu wissen

In Deutschland ist Fludrocortison (z. B. Astonin® H) nicht speziell zur Behandlung einer Hypotonie zugelassen. Es ist unter anderem zum Ausgleich des Hormonmangels bei Nebennierenrindeninsuffizienz (Morbus Addison) zugelassen. Bei orthostatischer Hypotonie wird Fludrocortison zwar eingesetzt, dies erfolgt jedoch off-label, also ohne spezielle Zulassung für diese Indikation.

Hausmittel bei niedrigem Blutdruck

Bei niedrigem Blutdruck können einige einfache Hausmittel den Kreislauf kurzfristig unterstützen, andere helfen nicht nachweislich oder können sogar gefährlich sein.

Wissenschaftlich belegte Maßnahmen bei niedrigem Blutdruck

  • Ausreichend trinken: Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr kann das Blutvolumen erhöhen, den Blutdruck stabilisieren und Kreislaufbeschwerden vorbeugen.
  • Salzzufuhr leicht erhöhen: Salz bindet Wasser im Körper und kann den Blutdruck steigern. Eine salzreichere Ernährung sollte jedoch nur nach ärztlicher Rücksprache erfolgen.
  • Kaffee oder schwarzer Tee: Koffein kann den Blutdruck kurzfristig ansteigen lassen. Die Wirkung hält jedoch meist nur für kurze Zeit an.
  • Kleine, regelmäßige Mahlzeiten: Kleinere Mahlzeiten können einem Blutdruckabfall nach dem Essen (postprandiale Hypotonie) entgegenwirken.

Hausmittel ohne wissenschaftlichen Wirksamkeitsnachweis

  • Wechselduschen: Sie werden häufig zur Kreislaufanregung empfohlen. Ein eindeutiger Wirksamkeitsnachweis bei niedrigem Blutdruck fehlt bislang.
  • Traubenzucker: Traubenzucker erhöht nicht den Blutdruck. Er kann nur helfen, den Blutzuckerspiegel zu steigern, was bei einer Unterzuckerung hilfreich sein kann.
  • Rosmarin: Rosmarintee oder Rosmarinöl gelten als klassische Hausmittel. Ihre Wirksamkeit bei niedrigem Blutdruck ist jedoch nicht ausreichend belegt.
  • Ingwer: Auch Ingwer wird gelegentlich empfohlen. Für eine blutdrucksteigernde Wirkung gibt es jedoch keine eindeutige wissenschaftliche Evidenz.
Niedriger Blutdruck: Hausmittel
Niedriger Blutdruck: Welche Hausmittel gibt es?

Alkohol ist kein geeignetes Hausmittel bei niedrigem Blutdruck. Er erweitert die Blutgefäße und kann den Blutdruck zusätzlich senken. Dadurch können sich Schwindel und andere Kreislaufbeschwerden sogar verstärken.

Lakritz bei niedrigem Blutdruck

Lakritz wird häufig als Hausmittel bei niedrigem Blutdruck empfohlen. Tatsächlich enthält Lakritz den natürlichen Pflanzenstoff Glycyrrhizin, der den Blutdruck erhöhen kann. Aufgrund weiterer Wirkungen von Glycyrrhizin eignet sich Lakritz dennoch nicht zur Selbstbehandlung einer Hypotonie.

Ein regelmäßiger oder hoher Verzehr von Lakritz kann unter anderem zu folgenden Nebenwirkungen führen:

  • Bluthochdruck
  • Kaliummangel (Hypokaliämie)
  • Wassereinlagerungen (Ödeme)
  • Herzrhythmusstörungen
  • Muskelschwäche

Deshalb sollte Lakritz insbesondere von Menschen mit Bluthochdruck, Herz-Kreislauf- oder Nierenerkrankungen nur in Maßen verzehrt werden.

Auch Süßholzwurzeltee enthält Glycyrrhizin und kann den Blutdruck erhöhen. Daher gelten für ihn dieselben Vorsichtsmaßnahmen wie für Lakritz.

Ist niedriger Blutdruck gefährlich?

Niedriger Blutdruck ist in den meisten Fällen harmlos und muss nicht behandelt werden. Anders als Bluthochdruck erhöht ein niedriger Blutdruck in der Regel nicht das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall. Viele Menschen haben dauerhaft niedrige Blutdruckwerte, ohne gesundheitliche Beschwerden zu entwickeln.

Problematisch kann ein zu niedriger Blutdruck werden, wenn er ausgeprägte Beschwerden verursacht oder plötzlich neu auftritt. Schwindel, Ohnmachtsanfälle sowie Stürze können das Verletzungsrisiko erhöhen und sollten ärztlich abgeklärt werden.

Eine ärztliche Untersuchung bei niedrigem Blutdruck ist insbesondere sinnvoll bei:

  • Wiederkehrenden Ohnmachtsanfällen
  • Plötzlich neu aufgetretenem niedrigem Blutdruck
  • Starken oder anhaltenden Kreislaufbeschwerden
  • Brustschmerzen oder Atemnot
  • Verdacht auf eine zugrunde liegende Erkrankung

Treten zusätzlich Brustschmerzen, Atemnot, Lähmungserscheinungen, Sprachstörungen oder eine länger anhaltende Bewusstlosigkeit auf, sollte umgehend der Rettungsdienst (112) verständigt werden. Diese Beschwerden können auf einen medizinischen Notfall hinweisen und müssen sofort abgeklärt werden.

Nicht der Blutdruckwert allein entscheidet darüber, ob eine Behandlung erforderlich ist. Ausschlaggebend sind vor allem die Beschwerden, mögliche Ursachen und die individuelle gesundheitliche Situation.

Was bedeutet niedriger Blutdruck und hoher Puls?

Ein niedriger Blutdruck und hoher Puls treten häufig gemeinsam auf. Der erhöhte Puls ist in vielen Fällen eine natürliche Reaktion des Körpers: Sinkt der Blutdruck, schlägt das Herz schneller, um die Durchblutung von Gehirn und Organen aufrechtzuerhalten.

Mögliche Ursachen für einen hohen Puls bei niedrigem Blutdruck sind:

  • Flüssigkeitsmangel
  • Blutverlust
  • Fieber oder Infektionen
  • Starke körperliche Belastung
  • Stress oder Angst
  • Nebenwirkungen bestimmter Medikamente

Ein dauerhaft hoher Puls in Kombination mit niedrigem Blutdruck sollte ärztlich abgeklärt werden. Kommen Beschwerden wie Brustschmerzen, Atemnot oder Ohnmacht hinzu, so kann es sich um einen medizinischen Notfall handeln.

Gut zu wissen

Ein kurzfristig erhöhter Puls ist nach körperlicher Anstrengung oder bei Aufregung meist normal. Hält der hohe Puls jedoch auch in Ruhe an oder treten weitere Beschwerden auf, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.

Häufige Fragen zu niedrigem Blutdruck

Was ist orthostatische Hypotonie?

Eine orthostatische Hypotonie ist ein plötzlicher Blutdruckabfall beim Aufstehen aus dem Liegen oder Sitzen. Typische Beschwerden sind Schwindel, Benommenheit oder Schwarzwerden vor den Augen. Ursache ist eine vorübergehend unzureichende Anpassung des Kreislaufs.

Welche Symptome bei niedrigem Blutdruck?

Typische Symptome bei niedrigem Blutdruck sind Schwindel, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, kalte Hände und Füße, Herzklopfen oder Schwarzwerden vor den Augen. Viele Menschen haben trotz niedriger Blutdruckwerte jedoch keinerlei Beschwerden.

Was tun bei niedrigem Blutdruck?

Niedriger Blutdruck alleine ist meist nicht behandlungswürdig. Treten Beschwerden wie Kreislaufprobleme oder Erschöpfung auf, können eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, regelmäßige Bewegung und langsames Aufstehen den Kreislauf unterstützen. Halten die Beschwerden an oder treten weitere Beschwerden auf, sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.

Was bedeutet beim Blutdruck unterer Wert zu niedrig?

Der untere Blutdruckwert wird als diastolischer Blutdruck bezeichnet. Er ist der zweite Wert einer Blutdruckmessung, beispielsweise die 80 bei 120/80 mmHg. Ist dieser Wert zu niedrig, kann dies auf eine Hypotonie hinweisen. Ob eine Behandlung erforderlich ist, hängt jedoch vor allem von den Beschwerden und der Ursache ab.

Wann ist der diastolische Blutdruck zu niedrig?

Ein diastolischer Blutdruck (der zweite Messwert) unter 60 mmHg wird oft als niedrig klassifiziert, einen festen Grenzwert gibt es in Deutschland nicht. Einzelne Messwerte sind wenig aussagekräftig, entscheidend sind wiederholte Messungen sowie mögliche Beschwerden wie Schwindel oder Ohnmacht.

Quellen

Geprüft durch unser pharmazeutisches Team

„Bei der Beratung ist es mir wichtig, pharmazeutisches Fachwissen verständlich zu vermitteln und individuell auf die Bedürfnisse der Menschen einzugehen.“

Katalin Záreczky ist approbierte Apothekerin und unterstütz mit ihrer Expertise das apodiscounter Ratgeber-Team.

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