Richtig Sonnenbaden: 7 Tipps für deinen Sommer

Richtig Sonnenbaden

Sonnenstrahlen sind wichtig für die Vitamin-D-Produktion in unserer Haut und können die Freisetzung von Endorphinen begünstigen. Jedoch kann die UVA- und UVB-Strahlung der Sonne unsere Haut dauerhaft schädigen und vorzeitige Hautalterung mit Faltenbildung, Sonnenbrand sowie Hautkrebs verursachen. Du kannst deine Haut mit verschiedenen Sonnenschutzmitteln, Kleidung oder mithilfe von Schattenspendern schützen. Wir zeigen dir sieben Tipps, wie du die Sonne genießen und deine Haut schützen kannst.

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Wissen kompakt

  • Wasser, Sand und Schnee reflektieren UV-Strahlen und erhöhen das Risiko für Sonnenbrand.
  • Auch im Schatten und bei bewölktem Himmel erreicht UV-Strahlung deine Haut.
  • Die Haut sollte vor und nach dem Sonnenbad mit jeweils geeigneten Produkten gepflegt werden.

Mittagssonne meiden

Beim Sonnenbaden ist der Zeitpunkt entscheidend. In Mitteleuropa ist die UV-Strahlung zwischen 11 und 15 Uhr am stärksten. Insbesondere in Ländern, die nahe am Äquator liegen, treffen die Strahlen mit einem steilen Einfallswinkel auf die Erde und haben so noch mehr Energie.

Wenn du die Sonne genießen möchtest, sind die Morgen- und Abendstunden besser geeignet. Insbesondere Aktivitäten im Freien solltest du zu diesen Zeiten einplanen, da in der prallen Mittagssonne das Risiko für Sonnenstich und Hitzschlag erhöht ist.

Gut zu wissen

Bestimmte Medikamente können die Empfindlichkeit der Haut gegenüber UV-Strahlung erhöhen. Vor allem die Kombination einiger Antibiotika und Sonne kann das Risiko für Sonnenbrand und Hautreaktionen deutlich steigern. Auch bei bestimmten Schmerzmitteln, Herz- und Blutdruckmitteln, Johanniskraut, Psychopharmaka und Retinoiden sind solche Effekte bekannt.

Wenn du Medikamente einnimmst und ein ausgiebiges Sonnenbad planst, schau vorher in die Packungsbeilage oder frage in deiner Arztpraxis oder Apotheke nach. Unsere pharmazeutische Beratung hilft dir gerne bei Fragen rund um Medikamente.

Reflexion durch Wasser, Sand und Schnee beachten

Dass direkte Sonneneinstrahlung die Haut schädigen kann, ist weitläufig bekannt. Aber wusstest du, dass reflektierte Strahlen von verschiedenen Oberflächen große Wirkung auf deine Haut haben können?

Am Strand bist du nicht nur den Sonnenstrahlen von oben ausgesetzt, auch der Sand und insbesondere das Wasser reflektieren einen großen Teil der UV-Strahlung und erhöhen damit das Risiko für einen Sonnenbrand.

Noch häufiger unterschätzt wird die Sonnenbrandgefahr im Winterurlaub: Niedrige Temperaturen und kalter Wind lassen dich erst einmal nicht an Sonnenbrand denken. Doch der weiße Schnee reflektiert die Sonnenstrahlen sehr stark, sodass du auch bei diesen Bedingungen einen Sonnenschutz verwenden solltest.

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Augen vor UV-Strahlung schützen

Nicht nur die Haut muss vor zu viel UV-Strahlung geschützt werden, auch die Augen sind anfällig für diese Art der Strahlung. Insbesondere durch die Kombination aus Schnee und Sonne kann es zur sogenannten Schneeblindheit (Photokeratitis) kommen. Dabei handelt es sich um einen Sonnenbrand im Auge.

Sonnenbrillen mit einem UV-400-Filter können die Belastung der Augen reduzieren. Eine gute Passform und ausreichend große Gläser verhindern, dass Strahlung seitlich ins Auge gelangt. Ein Sonnenhut kann zusätzlichen Schutz bieten.

Regelmäßige Pausen einlegen

Sonnenstrahlung ist wichtig für unsere Gesundheit, ein Zuviel davon bedeutet jedoch Stress für unsere Haut und den ganzen Organismus. Daher sind Pausen im Schatten oder gut temperierten Innenräumen sinnvoll. Ein häufiger Wechsel zwischen extremen Temperaturen, etwa in stark klimatisierten Innenräumen, sollte allerdings vermieden werden, da dies den Körper zusätzlich belastet.

Auch im Schatten eincremen

Durch Reflexion und Streuung gelangen selbst an schattigen Plätzen noch etwa die Hälfte der UV-Strahlen auf deine Haut. Daher sollte auch im Schatten an ausreichend Sonnenschutz in Form von Sonnenschutzmitteln oder geeigneter Kleidung gedacht werden.

Gut zu wissen

Ein bedeckter Himmel bedeutet nicht, dass keine UV-Strahlung auf der Erde ankommt. Je nach Wolkendichte erreichen etwa 10 % bis 90 % der UV-Strahlung die Erdoberfläche.

Wenn es draußen hell ist, dann ist auch UV-Strahlung vorhanden und eine Schädigung der Haut möglich. Achte daher auch bei schlechtem Wetter und im Winter auf einen passenden Sonnenschutz.

Die Haut langsam an Sonne gewöhnen

Bei deinem ersten Sonnenbad nach einer längeren Pause, beispielsweise zu Beginn eines Urlaubs oder wenn es endlich wieder Sommer wird, solltest du besondere Vorsicht walten lassen. Gewöhne deine Haut langsam an die UV-Strahlung, indem du dich anfangs nur kurz in der Sonne aufhältst und auf einen geeigneten Sonnenschutz achtest.

Früher wurde manchmal empfohlen, die Haut im Solarium auf einen Strandurlaub vorzubereiten. Dies gilt mittlerweile als überholt, da das Vorbräunen aus dem Solarium kaum einen Schutz bietet und insbesondere die UVA-Strahlen deine Haut schädigen und das Risiko für vorzeitige Hautalterung und Hautkrebs erhöhen können.

Nach dem Sonnenbad die Haut pflegen

Nach dem Aufenthalt in der Sonne kann die Haut trocken und beansprucht sein. Pflegeartikel wie After-Sun-Produkte bzw. Après-Sun-Produkte sind speziell zur Pflege ausgetrockneter und sonnengestresster Haut konzipiert.

Wichtiger ist es allerdings, deine Haut bereits vor dem Sonnenband zu schützen, die Pflege danach wird als Ergänzung angesehen.

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