Die Nase ist verstopft, es kratzt im Hals, der Kopf schmerzt – wer kennt es nicht. Diese Symptome sind meist ein Anzeichen für eine Erkältung, die durch Viren verursacht wird und die die oberen Atemwege betrifft. Eine klare Definition des Begriffs gibt es allerdings nicht. Wir sprechen oftmals auch von einem “grippalen Infekt”, im österreichischen existiert dafür das Wort “Verkühlung”.

Wir möchten Ihnen im Folgenden erklären, was sich hinter einer Erkältung verbirgt, wer davon betroffen ist und was Sie tun können, um schnell wieder gesund zu werden.

Was kennzeichnet eine Erkältung?

Husten, Schnupfen, Kopfweh sind sehr typische Anzeichen für eine Erkältung. Auch Heiserkeit, Gliederschmerzen und erhöhte Temperatur bis hin zu Fieber können bei einer Erkältung auftreten. Die Betroffenen fühlen sich oft geschwächt und unwohl.

Was ist der Unterschied zwischen einer Erkältung und einem grippalen Infekt?

Zwischen einer Erkältung und einem grippalen Infekt bestehen keine Unterschiede. Es sind zwei verschiedene Bezeichnungen für eine durch Viren verursachte Infektion der oberen Atemwege.

Grippe oder Erkältung: Worin liegt der Unterschied?

“Mich hat die Grippe erwischt” – klagen gerade im Winter viele Betroffene. Doch tatsächlich leiden die meisten davon oftmals “nur” unter einer Erkältung – denn diese beiden Krankheiten weisen zahlreiche Unterschiede auf.

Während eine Erkältung sich eher schleichend über mehrere Tage ankündigt, treten bei einer Grippe die Symptome oftmals in einem sehr kurzen Zeitraum über wenige Stunden hinweg auf.

Zu den typischen Symptomen bei einer Erkältung zählen:

  • Schnupfen

  • leichtes Fieber bis 38 Grad

  • Halsschmerzen

  • ein Krankheitsverlauf von etwa sieben bis neun Tagen

Im Vergleich gehören bei einer Grippe hohe Fieberschübe dazu, Schnupfen und Halsweh treten eher selten auf und der Krankheitsverlauf kann sich bis zur vollständigen Erholung mehrere Wochen hinziehen.

Wichtig zu wissen bei einer Erkältung: Wie lange ist man ansteckend?

Bei Erkältung ist AnsteckungsgefahrDas Gemeine an einer Erkältung ist, dass bereits etwa zwei Tage bevor die Infektion ausbricht, die Ansteckungsgefahr beginnt. Das bedeutet, dass man selbst bei größter Umsicht für seine Mitmenschen oftmals nichts dafür kann, wenn man die Viren weitergegeben hat.

In den ersten zwei bis drei Tagen nach Beginn der symptomatischen Beschwerden ist das Ansteckungspotential am höchsten. Die Ursache hierfür liegt meist darin, dass Erkältungen sich über die Tröpfchen- und Schmierinfektion verbreiten. Da man gerade in den ersten Tagen sehr viel niest und hustet, verbreiten sich daher auch die meisten Viren. Mit Abnahme der Symptome nimmt auch die Ansteckungsgefahr ab.

Allergie oder Erkältung: Wie kann ich feststellen, worum es sich handelt?

Ob es sich um eine allergische Reaktion oder Symptome einer Erkältung handelt, können Sie an verschiedenen Faktoren festmachen:

  • Regelmäßiges Auftreten: Wer in jedem Jahr zur etwa gleichen Zeit unter einer verstopften Nase leidet, ist höchstwahrscheinlich Allergiker und nicht erkältet.

  • Intensität des Auftretens: Während die Erkältungsviren eher schleichend Symptome hervorrufen, reagieren Betroffene bei einer allergischen Reaktion meist heftig und schnell. Ebenso schnell können Symptome auch wieder abklingen – beispielsweise, wenn man den Raum mit Tierhaaren verlässt, die Blumenwiese meidet oder Regen einsetzt, welcher die Pollen aus der Luft spült.

  • Färbung und Konsistenz der Sekrete: Während bei allergischem Schnupfen das Nasensekret meist klar und durchsichtig ist, sind die Verfärbungen bei einer Erkältung oftmals gelblich, grünlich und eher zähflüssig.

Chronische Erkältung: Wann wird die Erkrankung zum Dauerleiden?

Bei einer chronischen Erkältung erholt sich der Körper nicht komplettUnter chronisch versteht man, dass bestimmte Symptome nicht ausreichend abklingen oder in kurzen Zeitspannen immer wieder auftreten. Dies kann bei einer Erkältung der Fall sein.

Eine Erkältung – beziehungsweise deren Symptome – kann dann chronisch werden, wenn ein Infekt nicht gänzlich auskuriert wird. Denn viele Betroffene schonen sich einfach nicht lange genug und der Körper, der durch den Kampf gegen die Viren bereits geschwächt ist, kann sich nicht regenerieren.

Ein anderer Grund, warum eine Erkältung chronische Züge annehmen kann, kann eine weitere Belastung des geschwächten Körpers sein – beispielsweise durch Nikotin, der die Atemwege zusätzlich zum Husten reizen kann.

Wer ist häufig von einer Erkältung betroffen?

Eine Erkältung kann jeden treffen, jedoch besitzen bestimmte Gruppen ein höheres Risiko an einem grippalen Infekt zu erkranken, als andere.

Risikogruppen, die leichter an einer Erkältung erkranken:

  • Senioren

  • Schwangere

  • Babys und Kleinkinder

  • Menschen mit einem belasteten Immunsystem (beispielsweise durch Vorerkrankungen)

  • Personen, die sich in großen Gruppen aufhalten – Kindergärtnerinnen, Pflegepersonal, Mitarbeiter in Großraumbüros

  • Raucher

Was tun bei einer Erkältung in der Schwangerschaft?