Potenzstörung | Podcast Folge 98

Plötzlich klappt es nicht mehr – und niemand redet drüber. Potenzstörungen sind für viele Männer ein Tabuthema, dabei betrifft die sogenannte „erektile Dysfunktion“ mehr Männer als man denkt – und sie ist meist gut behandelbar! In dieser Folge von „kernig & gesund“ spricht Moderator Mario D. Richardt mit Dr. Matthias Schulze, Urologe und Androloge, offen über Ursachen, Warnsignale und moderne Therapiemöglichkeiten – von der blauen Pille bis zur Schwellkörperprothese. Warum gesunder Lebensstil auch gesunde Potenz bedeutet, wann ein Arztbesuch sinnvoll ist und wie Männer wieder zu neuer Stärke finden, erfährst du hier.

Experte: Dr. Matthias Schulze, Facharzt für Urologie, Andrologie, medikamentöse Tumortherapie

Facharzt für Urologie, Andrologie, medikamentöse Tumortherapie

Dr. med. Matthias Schulze

Seit der Jahrtausendwende findet man Dr. Matthias Schulze in seiner Praxis „Urologie, Andrologie, Onkologie, Speziallabor und Lasermedizin“ in Markkleeberg bei Leipzig. Ein absoluter Experte auf dem Gebiet der Urologie, Geschwulstkrankheiten und Männerheilkunde. Lesen Sie den ganzen Lebenslauf von Dr. Matthias Schulze.

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Tabuthema Potenzstörung – Was Männer wissen sollten

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Wenn ES nicht mehr so funktioniert wie früher, ist das für viele Männer eine sensible Angelegenheit, über die kaum jemand spricht. Dabei sind Potenzprobleme weit verbreitet und oft gut behandelbar. In dieser Folge von „kernig & gesund“ brechen wir das Tabu und beantworten alle Fragen zu diesem Thema!

„kernig & gesund“ – der Gesundheitspodcast, präsentiert von apodiscounter – die Apotheke für alle.

Mario D. Richardt: Herzlich willkommen zu einer brandneuen Folge von „kernig & gesund“. Ich bin Mario D. Richardt und alle zwei Wochen spreche ich mit Medizinerinnen und Medizinern über spannende Gesundheitsthemen. Heute geht es um ein Thema, über das viele Männer nur hinter vorgehaltener Hand sprechen: Es geht um Potenzstörungen – oder auch medizinisch korrekt „die erektile Dysfunktion„. Woran erkennt man sie? Was sind mögliche Ursachen? Und was hilft wirklich? Darüber spreche ich jetzt mit Dr. Matthias Schulze. Er ist Urologe, Androloge und Onkologe mit langjähriger Praxiserfahrung in Markkleeberg. Schönen guten Tag Dr. Schulze!

Dr. Matthias Schulze: Guten Tag, Herr Richardt!

Was ist eine erektile Dysfunktion? (1:04)

Mario D. Richardt: Dr. Schulze, ab wann spricht man denn von der Potenzstörung? Und ab wann gilt sie als behandlungsbedürftig?

Die Frage ist ja gut und es ist die zentrale Frage. Also wenn jemand über mindestens drei Monate keinen befriedigenden Geschlechtsverkehr aufgrund einer schlechten oder mangelnden Erektion durchführen kann, dann ist es Zeit, einen Arzt aufzusuchen, und dann kann man schon über eine Erektionsstörung sprechen. Und dann haben wir nicht nur ein singuläres Ereignis, sondern ein länger andauerndes Ereignis, was die Diagnose Erektionsstörung gerechtfertigt.

Mario D. Richardt: Also quasi, wenn es ein oder zweimal nicht klappt, mit den „harten Fakten“, sage ich jetzt mal, muss man nicht gleich zu Ihnen kommen?!

Dr. Matthias Schulze: Nein, Sie wissen doch, der Motor kann auch durchaus mal stottern. Und wenn es einmal nicht klappt – einmal ist keinmal. Dann ist es nur ein Ausrutscher und das ist noch kein Schaden. Aber wenn es regelmäßig nicht klappt, und es sozusagen zum Muster wird, und das durchaus dann die Partnerschaft oder die sexuelle Beziehung belastet, dann reden wir über ein medizinisches Problem. Und dann ist es kein Manko, zum Arzt zu gehen.

Häufigkeit und Altersverteilung von Potenzstörungen (2:07)

Mario D. Richardt: Wie oft kommt es denn vor mit der Potenzstörung? Oder gibt’s vielleicht bestimmte Altersgruppen, die besonders häufig betroffen sind?

Dr. Matthias Schulze: Man muss sagen, die Potenzstörung betrifft eigentlich jede Altersgruppe und die Zahl der potenzgestörten Männer steigt natürlich mit dem Alter an. Das hat mit dem Alter an sich zu tun, mit den Gefäßveränderungen, denn Potenzstörungen sind Ausdruck von Gefäßveränderungen. Die Rate der Potenzstörungen steigt natürlich stetig an, insbesondere die 60- bis 70-Jährigen sind betroffen, aber eben auch jüngere Männer können betroffen sein. Insgesamt sprechen wir durchaus davon, dass ungefähr 20 % der Männer über 40 mit Potenzstörungen rechnen müssen.

Mario D. Richardt: Wenn Sie jetzt sagen, dass jedes Alter davon betroffen ist, kann ich mir durchaus vorstellen, dass sich die Gründe mit dem zunehmenden Alter sozusagen so ein bisschen verschieben. Was sind denn so die häufigsten Ursachen bei den Jungen und vielleicht auch bei den Älteren?

Dr. Matthias Schulze: Man muss sagen, die Potenzstörung hat durchaus was mit Gefäßveränderung zu tun. Und diese kommen ja mit zunehmendem Alter. Im jungen Alter hat man diese Gefäßveränderungen nicht. Das heißt, Potenz ist ja ein komplexer Prozess der Reize und der Reizantwort. Das hat auch was mit Ruhe zu tun, mit Stress, mit Erwartungshaltung. Also es ist durchaus auch ein psychologisches Problem und das betrifft auch die jüngeren Männer, vielleicht auch die unerfahreneren Männer. Das hat auch was mit dem Arbeitsalltag zu tun, dass man dann manchmal nicht die Lust hat und entsprechende Performance aufbieten kann.

Aber grundsätzlich ist es ein Gefäßproblem, sage ich mal. Das tritt natürlich mit höherem Alter auf – wie viele Krankheiten auch: Übergewicht, Arteriosklerose, Diabetes, Hypertonie (Bluthochdruck). Das sind die Dinge, die den reiferen, älteren Mann betreffen und damit erklärt sich auch, warum die Zahl der Erkrankungen – wir sprechen ja von einer Erkrankung – durchaus steigt.

Psychologische und körperliche Ursachen (3:55)

Mario D. Richardt: Aber genau das hätte ich jetzt auch so ein bisschen erwartet. Bei den ganz Jungen ist es so der Druck, der dahintersteht, Versagensangst vielleicht, die Psychologie die mit reinspielt. Dann im mittleren Alter ist es vielleicht auch der berufliche Stress, wenn man komplett überlastet ist, und deswegen vielleicht auch kaum noch Libido hat. Und bei den Älteren tatsächlich eher so die Krankheiten, die dann halt mit dem Alter so auftauchen.

Dr. Matthias Schulze: Das kann man durchaus differenzieren und das war ein gutes Stichwort: Libido. Viele verwechseln ja Libido mit Potenzstörung. Denn, ich sage immer: wo die Libido nicht da ist, der hat eigentlich auch keinen Mangel zu verspüren. Das sind dann schon die Potenzstörungen, weshalb die Leute dann auch durchaus zum Arzt kommen.

Mario D. Richardt: Aber Libido, kann man ja den Hörer noch mal erzählen, man hat einfach – salopp gesagt – keine Lust mehr auf Sex.

Dr. Matthias Schulze: Genau.

Mario D. Richardt: Kein Verlangen mehr.

Dr. Matthias Schulze: Libido drückt das Liebesverlangen aus und wer keine Libido hat, hat keinen Bock auf Sex. Punkt.

Mario D. Richardt: Ja. Und in dem Moment ist es natürlich auch schwierig, da eine Erektion hinzukriegen.

Dr. Matthias Schulze: Weil das Bedürfnis durchaus nicht da ist.

Potenzprobleme als Frühwarnzeichen für Herz-Kreislauf-Erkrankungen (4:50)

Mario D. Richardt: Ja kann denn eine erektile Dysfunktion auch ein Warnzeichen für andere Erkrankungen sein? Also sie haben es ja schon gesagt, klar, wenn man älter wird, aber grundsätzlich so für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, auch wenn man etwas jünger ist? Kann es auch schon so ein Signal sein?

Dr. Matthias Schulze: Also Herz-Kreislauf-Erkrankungen kann man, wie viele Erkrankungen, auch im jungen Alter kriegen. Das hängt auch von vielen Begleiterkrankungen ab. Ich sprach ja bereits an, den Diabetes, das Übergewicht. Aber da die erektile Dysfunktion, die Erektionsstörungen, eine im Allgemeinen Gefäßursache haben, gerade im zunehmenden Alter, sehen wir das sozusagen auch als sogenannte „Wünschelrute“ an für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Das heißt, wer durchaus eine normale Libido hat, ein normales sexuelles Verlangen, und dennoch über Erektionsprobleme klagt – da muss man sagen, „wie ist der Blutdruck?“, „waren sie schon mal beim Herzdoktor?“ um durchaus auch zu sagen, man könnte damit auch Herzprobleme detektieren. Auch wenn derjenige noch keine Beschwerden diesbezüglich hat.

Der Einfluss von Übergewicht und Lebensstil (5:43)

Mario D. Richardt: Und Sie haben es gesagt, also Übergewicht kann auch durchaus eine Ursache sein. Und wenn man davon ausgeht, dass in Deutschland mittlerweile über 50 % der Menschen übergewichtig sind – bei Männern ja deutlich mehr, sogar über 60 % – dann führt das eben auch zu solchen Problemen. Inwiefern hat das Übergewicht eine Auswirkung auf die Potenz?

Dr. Matthias Schulze: Übergewicht ist aus meiner Sicht nicht gleich Übergewicht. Wir haben auch übergewichtige Männer, die haben de facto keine Potenzstörung. Aber sicherlich ist es ja immer eine Frage der Relation. Übergewicht ist Ausdruck einer generellen Stoffwechselstörung, die durchaus ja auch mit Gefäßveränderung einhergeht. Das betrifft ja nicht nur an und für sich die Performance der Gefäße, sondern auch den ganzen Fettstoffwechsel etc. pp. Diabetes mit seinen Folgen, das ist ja ein multifaktorielles Geschehen.

Da die Funktionsfähigkeit und Erektionsfähigkeit, gerade des männlichen Gliedes, eine insgesamt sensible Geschichte ist, nicht nur rein gefäßtechnisch, sondern auch von der Nervensituation, also die Reizüberflutung bzw. die Reizübertragung im sexuellen Bereich. Dass die Erektion dann die entsprechende Antwort auf die erogenen Reize ist. Das kann dann durchaus gestört sein. Und das ist ja dann auch Ausdruck an der Potenzstörung. Auch wenn die Gefäße noch scheinbar in Ordnung sind, ist auch die Nervenleitfähigkeit durchaus von Durchblutungsprozessen abhängig.

Mario D. Richardt: Und wahrscheinlich, kann ich mir vorstellen als Laie: je höher der BMI ist, desto schwieriger wird’s dann auch?

Dr. Matthias Schulze: Statistisch gesehen ist das auf jeden Fall so.

Mario D. Richardt: Da kommt ja auch Bluthochdruck wieder mit ins Spiel. Weil automatisch, indem man – ich sage jetzt mal übergewichtiger ist – hat man wieder mehr andere Krankheiten. Das metabolische Syndrom, kommt wieder alles mit dazu. Cholesterinspiegel geht hoch, Blutdruck geht hoch…

Dr. Matthias Schulze: Das ist das multifaktorielle Geschehen, das man ja so im Einzelnen nicht dezidiert beschreiben kann, von Ursache und Wirkung. Das ist ja wie gesagt ein Geschehen, was ja von vielen Begleitumständen abhängig ist. Das heißt, wie Sie sagten, ist bereits ganz korrekt, das ist der Bluthochdruck, das ist die Fettstoffwechselstörung, das ist der Diabetes, das sind die Gefäßveränderungen.

Und nicht nur die Gefäßveränderungen, auch die ganzen Fragen der Nervenveränderungen, wir reden auch zum Teil über Polyneuropathie, solche Dinge. Das ist die Wirkung von Medikamenten gegen den Hochdruck. Das muss man auch klar sagen: die sind ja selbst auch potenzstörend.

Und das ist ja auch eine Frage der Medikamentenanamnese, die wir da machen. Und dann kann man auch sagen, sie nehmen Hochdruckmedikamente, da muss derjenige gar nicht so groß übergewichtig sein, und die leiden unter Potenzstörung. Dann liegt es oftmals auch an Medikamenten, die aber trotzdem dann notwendig sind, um den Blutdruck einzustellen. Unabhängig davon, dass Bluthochdrucktherapie natürlich noch andere Möglichkeiten besitzt, wie Gewichtsabnahme, körperliche sportliche Betätigung, dass man dann auch den Medikamentenverbrauch reduziert.

Das ist ein generelles Problem der Polymedikation, im höheren Alter, dass man sagt, Mensch, irgendwie müssen wir vielleicht auch Mittel und Weg finden. Wie können wir auch hier die Leute einbremsen? Gewichtsabnahme, weniger Medikamente, Gelenkentlastung, Gelenkverschleiß… also da kommen wir ja von einem zum anderen.

Mario D. Richardt: Ja, also im Prinzip könnte man es wahrscheinlich runterbrechen: vereinfacht gesagt „je gesünder man lebt, je gesünder man sich ernährt, je beweglicher und sportlicher man ist, desto weniger hat man mit Potenzstörungen zu tun“.

Dr. Matthias Schulze: Richtig! Die gesunde Potenz ist ein Ausdruck gesunder Lebensweise.

Die Dunkelziffer und warum Männer schweigen (9:07)

Mario D. Richardt: Dann frage ich sie jetzt mal nach der Dunkelziffer. Es gibt ja Männer, die kommen zu Ihnen, die sagen Ihnen was los ist: „Dr. Schulze, hier, ich habe da ein Problem. Können Sie mir helfen?“ Dann werden Sie sagen: „Ja klar!“. Es gibt ja Möglichkeiten – darauf werden wir gleich noch mal eingehen– aber wie hoch schätzen Sie die Dunkelziffer ein, derer, die sich nicht trauen zum Arzt zu gehen, weil es eben doch eine sehr intime, manchen auch peinliche, Geschichte ist.

Dr. Matthias Schulze: Also ich glaube, die Dunkelziffer ist selbst eine Dunkelziffer. Wir wissen es nicht so genau, das ist ja das große Problem. Aber selbstverständlich gibt es eine Dunkelziffer, die ist hoch, und ich schätze, dass die Dunkelziffer über 50 % liegt.

Nur muss man natürlich sagen, da die Diagnostik oftmals in der virtuellen oder in der sprachlichen Diagnostik liegt, also in der Befragung des Patienten, helfen sich viele durchaus selber. Das liegt in Natur der Sache. Wir leben in der Informationsgesellschaft, in der Internetzeit, in der KI-Zeit. Und damit wird die Dunkelziffer, letztlich ist die nicht unbedingt schlimm, weil die Leute sich auch selber informieren und sich selber irgendwo Abhilfe organisieren.

Mario D. Richardt: Bei Dr. Google.

Dr. Matthias Schulze: Bei Dr. Google & Co. und KI. Das wird auch die Zukunft sehr verändern und wir werden auch, denke ich mal, unsere Sprechstunden sehr viel virtueller abhalten – aber das ist ein anderes Thema. Sie sprachen und fragten zur Dunkelziffer. 50 % oder mehr, vielleicht sind auch zwei Drittel, wird die Dunkelziffer sein. Insofern können wir nur sagen: wenn ihr Hilfe braucht, wir Urologen stehen bereit.

Mit Potenzstörung zum Urologen: So läuft ein Arztbesuch ab (10:05)

Mario D. Richardt: Das war fast schon eine Einladung. Und wenn man sich jetzt vielleicht bisher noch nicht getraut hat, dann schlagen wir einfach in die Kerbe rein und erzählen Sie uns doch bitte mal: Wie läuft denn diese ärztliche Diagnostik ab? Wenn jetzt also ein Mann ein Problem hat, zu Ihnen kommt. Was kann er hier bei Ihnen erwarten? Muss er Angst haben? Muss er sich schämen? Was erwartet ihn?

Dr. Matthias Schulze: Er muss sich nicht schämen, das ist völlig klar. Aber eins ist auch klar: Potenz gehört zu den sehr persönlichen Dingen. Das heißt, wir reden dort nicht so wie über’s Wetter, über die Frauen im Allgemeinen oder über die Dinge des Lebens, über die Arbeit. Sondern das sind persönliche Dinge, intime Dinge. Und das respektieren wir natürlich. Wir wissen das, das ist unsere menschliche Natur.

Insofern ist so ein Vieraugengespräch ganz klar. Das ist immer die Einladung, zu sagen: wir können über alles reden. Aber das bleibt wie alles natürlich hier, unter vier Augen, aber insbesondere bleibt es hier. Damit auch diese Vertrauensebene sich entwickeln kann.

Und es geht auch nicht darum, zu wissen, wie sind die sexuellen Praktiken und so weiter. Das wollen wir gar nicht wissen, sondern er erzählt dann durchaus seine Nöte. Und dann sagen wir, okay, dann guckt man sich natürlich an, man sieht den Habitus, man kennt das Alter, man fragt die Begleiterkrankungen mit ab. Der Medikamentenspiegel wird geprüft und untersucht und dann kann man schon viel sagen, woran es liegen kann. Dann haben wir schon viel im Gespräch, viel in der sogenannten Anamnese, gemeinsam erarbeitet.

Mario D. Richardt: Was raten Sie Männern, die erste Probleme bemerken, sich bisher noch nicht getraut haben, zum Arzt zu gehen? Einfach mal anrufen, „ich hätte gerne mal einen Termin“? Man muss es ja wahrscheinlich noch nicht mal am Telefon sagen, worum es geht?

Dr. Matthias Schulze: Die Termine macht ja in der Regel die Schwester. Natürlich gibt es auch den Kontakt, entweder per E-Mail und so weiter, aber in aller Regel machen wir medizinische Probleme grundsätzlich im persönlichen Gespräch.

Mario D. Richardt: Alles Top Secret, es wird kein Podcast…

Dr. Matthias Schulze: Das ist völlig klar. Und weil wir das auch so gewohnt sind und das ist durchaus eine vertrauensvolle Umgebung. Ich glaube, wer zum Urologen kommt, der hat schon die erste Hürde überwunden. Der schämt sich nicht, der ist schon seine Frage losgeworden und manche haben eine Ersatzfrage, um die Tür zum Urologen zu bekommen, aber das ist auch kein Problem. In aller Regel, das ist unser Tagesgeschäft, wird die Hemmung eigentlich gleich gelöst, und wir kommen eigentlich ziemlich zügig zu Punkt. Und dann kann man die Sachen besprechen.

Mario D. Richardt: Im Grunde, kann man ja auch sagen, sollte man sowieso einen Urologen seines Vertrauens haben, zu dem man dann gehen kann, wenn es dann Probleme gibt. Das sind ja nicht nur erektile Dysfunktion, sondern auch andere Sachen. Es geht ja auch um Vorsorge, weshalb man regelmäßig zum Urologen gehen sollte. Und von daher entwickelt sich ja auch im Laufe der Zeit dann so ein gewisses vertrauensvolles Verhältnis.

Dr. Matthias Schulze: Ich denke, genauso ist es. Ich will aber da auch sagen, durchaus der Hausarzt, der sich dieser Thematik verschreibt, kann das genauso gut. Da gibt’s keine festgezurrten Grenzen. Ich habe es nun von Hause aus gelernt und insofern sind wir da durchaus auch der erste Ansprechpartner. Aber das gesprochene Wort, das ist ganz wichtiges Thema in der Sprechstunde. Nicht nur die Technik, sondern das Wort macht es auch.

Mario D. Richardt: Dann geht’s an dieser Stelle gleich nach der kurzen Werbepause weiter und da geht’s dann um die Behandlungsmöglichkeiten.

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Potenzprobleme behandeln: Viagra, Cialis & Co. (14:34)

Mario D. Richardt: Weiter geht’s mit Dr. Matthias Schulze. Wir sprechen über die erektile Dysfunktion, also im Prinzip über Erektionsstörungen. Jetzt schwebt natürlich über allem die Frage „Dr. Schulze, was kann man dagegen tun, wenn es mal hapert?

Dr. Matthias Schulze: Ich könnte jetzt schon fast bisschen semantisch antworten, wenn es hart auf hart kommt – nein, es soll ja hart werden – viel ist, erstmal zu sagen, der Stresslevel muss erstmal runter. Wir sprachen ja davon, dass oftmals auch die Lebensumstände, die die Erektionsstörung verursachen können und das gehört klar dazu.

Entspannung in der Beziehung, Entspannung im Beruf, Entspannung zu Hause und auch das Begehren der Frau im Bewusstsein haben. Dann klappt es auch mit der Erektion besser. Das ist der erste Punkt. Und der zweite Punkt ist: man muss vor der Therapie keine Angst haben. Wir reden ja über Viagra & Co. Das ist ja nun durchaus ein Segen, seitdem es das gibt. Und wir haben damit ein sehr physiologisches Therapeutikum in der Hand, wodurch jemand dann doch wieder zu einer normalen Erektion kommen kann.

Das Schöne daran ist ja, wenn es gut funktioniert, dann kann man oftmals auch mit der Dosierung herunterfahren. Manche können dann vielleicht auch sogar ohne Medikation wieder klarkommen, wenn es nicht schon primär im Gespräch klappt.

Mario D. Richardt: Also sie haben es schon angesprochen, also diese „blaue Pille“, als die damals vor ein paar Jahren auf den Markt kam, das war schon so ein Gamechanger.

Dr. Matthias Schulze: Auf jeden Fall! Also das hat die Therapie nicht nur umgewälzt, es war eine ganz simple Therapie im Endeffekt. Mit hohen Erfolgsraten und ich würde mal behaupten, dass davon bestimmt 80 % derjenigen, die unter einer Erektionsstörung zu leiden hatten, davon profitiert haben.

Mario D. Richardt: Mittlerweile gibt’s ja auch viele andere Anbieter, andere Wirkstoffe, wie unterscheiden denn sich diese unterschiedlichen Wirkstoffe?

Dr. Matthias Schulze: Das Wirkprinzip bei diesen Wirkstoffen, also wir haben vier Wirkstoffe.

Mario D. Richardt: Sildenafil.

Dr. Matthias Schulze: Wir haben Sildenafil, wir haben Tadalafil, wir haben Avanafil und wir haben Vardenafil. Das Wirkprinzip an sich ist gleich. Es sind chemisch gesehen Derivate, die in der chemischen Grundstruktur ähnlich sind und damit das chemische Grundwirkprinzip das gleiche ist. Aber sie haben dadurch ein leicht modifiziertes, wirklich leicht modifiziertes Nebenwirkungsprofil.

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Was entscheidend ist ist, dass gerade der Klassiker Viagra, als Wirkstoff Sildenafil, relativ kurz wirkt. Kurz heißt, man ist quasi 4-5 Stunden einsatzbereit mit diesem Medikament. Der Wirkeintritt ist bei allen ungefähr ähnlich: eine halbe bis eine Stunde, da gibt es nur leichte Unterschiede.

Was aber das potentielle Wirkfenster ist, das heißt, dass die sogenannte Halbwertzeit der Wirkung des Medikamentes im Blut, ist, dass es beim Tadalafil, das war das Cialis, was primär auf dem Markt war, bis zu zwei Tagen andauert. So etwa 36 Stunden, aber bis zu zwei Tagen. Manche bezeichnen das auch als „Wochenendpille“, sozusagen.

Dazwischen positionieren sich das Avanafil und das Vardenafil. Das ist dann eine Sache, die so eine Art Geschmackssache ist. Wenn es wirkt, dann ist das durchaus eine Variation. Es gibt natürlich auch Unterschiede. Manche schwören auf Viagra, sagen das andere wirkt gar nicht, und umgekehrt.

Mario D. Richardt: Man muss also ausprobieren?

Dr. Matthias Schulze: Das muss man ausprobieren. Und ich rate meinen Betroffenen – ich würde nicht immer sagen Patienten, obwohl es sind halt auch Patienten – fangt mit der höchsten Dosis an, ihr braucht den Erfolg. Ihr nehmt so lange die höchste Dosis, wo ihr sagt „das brauche ich“. Wenn es super wirkt, dann könnt ihr die Tablette teilen oder sogar vierteln. Das ist der eine Punkt, oder ihr könnt sie sogar ganz weglassen, weil es wieder klappen könnte.

Das ist eine Art „Trainingseffekt“. Man muss klar darauf hinweisen, man wird davon nicht abhängig. Wenn man es braucht, braucht man es – egal in welcher Dosierung. Und vielleicht braucht man es irgendwann nicht mehr. Wenn man begleitend z. B. Gewicht abgenommen hat, Blutdruckmedikamente reduziert hat, dann kann das so durchaus ein Effekt sein – und der ist nicht selten. Das sollte man wissen.

Insofern ist soll es auch eine Motivation sein zu sagen, „Leute, ihr braucht auch die Potenzmittel nicht ewig, möglicherweise“. Sondern wenn ihr was tut, ihr macht Sport ihr nehmt ab, ihr braucht weniger andere Medikamente, dann braucht ihr vielleicht auch weniger Potenzmittel. Und dann spart ihr und dann könnt ihr euch was anderes gönnen, schön essen gehen mit der Frau etc. pp.

Mario D. Richardt: Also im Prinzip ist es auch in manchen Fällen so eine Art „Starterkit“ oder „Starthilfe“?

Dr. Matthias Schulze: Ja, das ist wie eine Starthilfe. Wenn die Batterie wieder voll ist, dann braucht man den Ersatzstrom nicht.

Mario D. Richardt: Und dann leg mir noch eine Frage auf der Zunge: Es gibt ja Männer, die tatsächlich jeden Tag ein Pillchen einnehmen. Was hat es damit auf sich?

Dr. Matthias Schulze: Wir sprachen über die unterschiedlichen Wirkdauern der Medikamente. Der eine Wirkstoff Tadalafil, was früher als Cialis bekannt war, hat eine lange Halbwertszeit. Da kann man auch mit einer niedrigen Dosierung dieselbe Wirkung erreichen, indem man diese Tablette täglich einnimmt. Niedrig dosiert, tägliche Einnahme, da kumuliert sich der Wirkstoff im Blut auf und man ist sozusagen immer ready. Der Wirkstoff hat eine stabile Konzentration im Blut und die Erektionsfähigkeit ist damit immer gegeben.

Man muss also, wenn man sexuell aktiv sein will, nicht erstmal sagen „oh Gott, jetzt muss ich eine Pille einnehmen“, ich muss darauf hoffen, dass dann irgendwann die Wirkung eintritt, sondern die Wirkung ist immer da. Natürlich betrifft das Männer, die das ausprobiert haben, die damit zurechtkommen und deren sexuelles Leben entsprechend getaktet ist.

Mario D. Richardt: Also man muss das ganz individuell für sich dann ausprobieren, entscheiden was am besten funktioniert.

Dr. Matthias Schulze: Das sind zwei Möglichkeiten: entweder ich sage ich brauche das immer nur bei Bedarf oder ich möchte eigentlich die Situation nicht dadurch beeinflussen, dass ich da schnell noch die Pille rausrücken muss. Und es wird auch als therapeutisches Mittel genommen bei Patienten, die operiert wurden, im kleinen Becken.

Meistens betrifft es die Prostata-Operationen, wo man im Rahmen der Rekonvaleszenz, der Erholung nach der Operation, den Patienten empfiehlt, mindestens ein halbes Jahr täglich eine solche Pille einzunehmen – unabhängig einer möglichen sexuellen Aktivität. Damit man, wie gesagt, den Heilungsprozess, was die männliche Potenz anbelangt, unterstützt.

Nebenwirkungen von Potenzmitteln (20:42)

Mario D. Richardt: Sie sprachen Unterschiede in den Nebenwirkungen an. Wie gravierend sind die, was sind so die großen Unterschiede, die großen Nebenwirkungen?

Dr. Matthias Schulze: Das ist schwierig zu sagen. Gerade beim Viagra ist das Typische, dass man merkt, es ist eine Wärme im Gesicht. Manche haben auch eine kleine Rötung im Gesicht beim Sildenafil. Beim Tadalafil, da kann es zu Rückenschmerzen kommen, zum Beispiel. Das sind aber leichte Nebenwirkungen, die sind also nicht gravierend, wie das vielleicht bei anderen Medikamenten sein könnte, die ein höheres Nebenwirkungsprofil haben.

Die therapeutische Breite, wie wir das pharmakologisch beschreiben, bei den Potenzmitteln, ist sehr groß. Das heißt, man muss vor Nebenwirkungen keine Angst haben und vor allen Dingen, man muss auch, was die Interaktion anbelangt, also die Wechselwirkung mit anderen Medikamenten, auch keine große Angst haben.

Es gibt eine strenge Interaktion mit nitrathaltigen Herzmedikamenten. Gerade bei Angina pectoris Patienten, da ist durchaus eine strenge Kontraindikation gegeben, also dass man Potenzmittel nicht verordnen darf. Das ist dann so, nicht jeder Patient kommt dafür in Frage. Aber in aller Regel sind es mit die sichersten Medikamente, die es auf dem Markt gibt.

Mario D. Richardt: Also grundsätzlich überwiegen die Vorteile.

Dr. Matthias Schulze: Das ist das Gute. Das war ein Gamechanger und der Gamechanger definiert sich nicht nur, dass wir eine tolle Wirkung haben, sondern dass es eben auch super verträglich ist.

Mario D. Richardt: Da gibt’s ja auch so rezeptfreie Präparate, die man im Internet bestellen kann oder in Drogerien kaufen kann. Was halten Sie davon?

Dr. Matthias Schulze: Ich halte davon nichts – Geldverschwendung. Sagen wir, sich lieber eine Packung Viagra extra besorgen…

Mario D. Richardt: …oder ein anderes Mittel…

Dr. Matthias Schulze: Da möchte ich drauf hinweisen: die sind generisch. Im Prinzip sind mittlerweile fast alle generisch. Das heißt, es sind Nachahmerpräparate, die in aller Regel genauso gut wirken, wie das Original, genauso sicher sind, wie das Original – und deutlich preiswerter.

Mario D. Richardt: „Generisch“ bedeutet, es geht um den Wirkstoff, der der gleiche ist?

Dr. Matthias Schulze: Genau. Es ist ein Nachahmerpräparat. Das ist so, wie wenn wir das Original von der Cola nehmen und dann gibt’s viele andere Anbieter, genauso.

Mario D. Richardt: Dann sprachen Sie Medikamente an, die Potenzprobleme verursachen könnten. Was steht da auf der „roten Liste“, sage ich jetzt mal?

Dr. Matthias Schulze: Ja, das sind die ganz klassischen Blutdrucksenker, Betablocker z. B., auch die gegen die Herzrhythmusstörung angewendet werden – das sind die die Klassiker.

Weitere Hilfen: Vakuumpumpe, Schwellkörperspritzen & Penisprothesen (22:55)

Mario D. Richardt: Dann packen wir jetzt mal die Pillchen zur Seite und frag Sie einfach mal: Gibt es eine andere Möglichkeit, außer dieser Wirkstoffe? Wie haben Sie es denn gemacht, bevor es die blauen Pillen gab, mit der Hilfe für Menschen, die Erektionsprobleme haben?

Dr. Matthias Schulze: Das war fast noch vor meiner Zeit, muss ich sagen. Ich habe den Paradigmenwechsel als junge Urologe wirklich mitbekommen und es war schon abenteuerlich, was wir damals für eine Diagnostik angeschoben haben, die am Ende therapeutisch oftmals wenig gebracht hat. Die Diagnostik ist heute eben mehr besprechen, die Anamnese, die Medikamentengeschichte, welche die Patienten einnehmen.

Eine Alternative ist klar: gerade bei operierten Patienten – das hatte ich vielleicht vorher nicht ganz angesprochen – diejenigen, die Beckenchirurgie erfahren mussten, wegen Krebs des Enddarmes oder der Prostata, das ist ja ein sehr häufiger Eingriff, leiden hier nun trotz verbesserter OP-Methoden oftmals noch unter Erektionsstörungen. Da helfen auch diese Pillchen nicht unbedingt, weil sie eben nicht so effektiv diese Erregungsleitungsgeschichte kompensieren können.

Das heißt, da geht’s ja um Nervenverletzungen durch den Krebs, durch die Operation, was nicht zu vermeiden ist und da muss dann mit anderen Mitteln gearbeitet werden. Die da z. B. sind: gefäßwirksame Medikamente, auch direkt am Schwellkörper, die man in den Schwellkörper spritzt. Das heißt, es sind Medikamente, wo jemand dann eine halbe bis eine Stunde eine Erektion hat – ob er möchte oder nicht. Das ist in Einzelfällen durchaus hilfreich, das wird durchaus praktiziert.

Mario D. Richardt: Das spritzt man dann selbst?

Dr. Matthias Schulze: Das spritzt man dann selber. Das ist eine dünne Nadel, wie beim Diabetiker ganz dünn, die wird in den Schwellkörper eingespritzt. Wenn man das sehen könnte im Podcast, könnte ich es gerne zeigen: Das ist das männliche Glied und wird in einen Schwellkörper das Medikament gespritzt, das verteilt sich in beiden Hauptschwellkörpern. Dann haben die Patienten ungefähr 10 Minuten nach der Injektion eine Erektion in dem genannten Zeitraum und die ist aber durchaus dann komfortabel.

Das ist halt nicht so eine physiologische Erektion, wie die unter den PDE-5-Hemmern, also die Potenztabletten, stattfindet. Die klagen manchmal auch über leichte Schmerzen bei der Erektion, also im Glied. Aber an sich ist die Performance dann besser als mit den Tabletten, wo sie manchmal gar keine Erektion bekommen.

Und dann haben wir die nächste Möglichkeit, aber auch oftmals bei solchen Patienten, die operiert wurden: das Thema Vakuumpumpe, Penisring – wo man den Blutabfluss aus dem Schwellkörper verhindert. Durch die Vakuumpumpe wird erstmal das Blut in den Schwellkörper hineingesogen, durch den Unterdruck, durch diese Pumpe. Und durch den Penisring, der dann an der Wurzel angebracht wird, soll der Abstrom verhindert werden. Das ist eine Möglichkeit, die von einigen Patienten bevorzugt wird.

Und wenn alle Stränge reißen, dann haben wir noch das Thema „Schwellkörperprothese“. Das heißt, es ist natürlich ein erheblicher Eingriff in das männliche Glied, weil der Schwellkörper, das ist so ein schwarmartiges Gebilde, der wird ja zerstört bei dem Eingriff. An Stelle dieses Funktionsapparates wird dann ein künstlicher Schwellkörper eingebaut. Entweder der wird mit einer Flüssigkeit unter Druck gebracht, das ist dann sozusagen ein hydraulischer Schwellkörper, wo man eine Pumpe dann hat, im roten Sack und kann das dann steuern.

Oder es sind solche halbrigiden Schwellkörper, die man so biegen kann, wo man das Glied dann auch so unter Hose verpacken kann, die dann nicht hydraulisch arbeiten. Aber es wird heute – gottlob, wir sprachen über Gamechanger – nur noch selten gemacht. Wenn auch die anderen Therapiearten versagen.

Mario D. Richardt: Ja. Aber im Prinzip habe ich das rausgehört, Sie können nahezu 100 % der betroffenen Männer helfen?

Dr. Matthias Schulze: Nahezu würde ich nicht sagen, das wäre übertrieben. Die Erektionsstörung ist Thema, wo ich immer sage, eigentlich ist es ein Thema bis zum seligen Ende. Das ist wie Essen und Trinken, nur eben was Persönlicheres, vielleicht noch. Viele verabschieden sich durchaus von ihrer sexuellen Aktivität. Das heißt, die nimmt ja sowieso im Laufe des Lebens ab.

Das ist so eine steile Kurve, die ansteigt, die sexuelle Aktivität, die lange Zeit stabil bleibt, sich durchaus ändert und dann nimmt das so langsam ab und mit dem Alter dann auch. Da sind die Ansprüche durchaus auch sehr unterschiedlich. Insofern ist das schwierig zu sagen, wem kann ich helfen, wem kann ich nicht helfen. Viele haben sich da anders arrangiert, ohne darunter zu leiden, ohne, dass das im Leben an sich einen großen Verlust darstellen würde.

Aber in der Tat ist durch diese „Gamechanger“-Situation, durch die verbesserten Operationen, verbesserte Nebenwirkungen, ist der Erektionsverlust deutlich niedriger am Ende des Tages. Wobei wir sagen müssen, die Leute werden ja auch immer älter – das ist ein diffiziles Problem oder Thema. Denn der Anspruch erektionsmäßig noch fit zu bleiben, steigt zu nehmend auch. Wir haben früher gesagt bis 70 wird operiert, dann nicht mehr. Heute werden die Leute – rein biologisch beurteilt – die werden über 80-jährig noch operiert. Und dann gehören solche Dinge eben auch mit dazu, in der Medizin.

Mario D. Richardt: Hochspannend! Vielen Dank Dr. Schulze, für diese Einblicke.

Dr. Matthias Schulze: Danke sehr und gerne!

Mario D. Richardt: Und Ihnen vielen Dank fürs Zuhören. Alle bisherigen Folgen von „kernig & gesund“ finden Sie auf kernig-und-gesund.de und in Ihrer Podcast App. Wenn Ihnen diese Folge gefallen hat, abonnieren Sie uns gerne und empfehlen Sie uns weiter. Bis zur nächsten Folge – Tschüss und bleiben Sie gesund!

Das war „kernig & gesund“ – präsentiert von apodiscounter.

Hier gibt’s was auf die Ohren

In unserem Podcast spricht Moderator Mario D. Richardt mit Experten und Expertinnen über aktuelle Gesundheitsthemen.

Frau trinkt Kaffee