Sie gehören zum Jahreswechsel wie Böller und Berliner: Die guten Vorsätze. Mehr Sport, weniger rauchen, mehr Zeit für die Familie, weniger Fleisch essen – die Liste scheint endlos.

Doch so schnell sie gefasst sind, so schnell geraten sie auch wieder in Vergessenheit. Schon nach kurzer Zeit haben sich die alten Gewohnheiten ihren Platz zurückerobert.

Wir erklären Ihnen, warum es den meisten Menschen so schwerfällt, die gefassten Vorsätze einzuhalten, und wie Sie Ihre Ziele mit ein paar Tricks erreichen. Auch schlagen wir einfache und machbare Ideen vor, die Sie sich für das kommende Jahr vornehmen könnten.

Woher kommt der Brauch der Neujahrsvorsätze?

Tatsächlich geht der Brauch, gute Vorsätze für das neue Jahr zu haben, bereits auf die alten Römer zurück. Denn schon damals haben die hohen Beamten am ersten Tag im neuen Jahr einen Eid vor dem Kaiser abgelegt, in dem sie Ihre Loyalität gegenüber der Republik öffentlich bekundeten.

Bei der feierlichen Zeremonie marschierten römische Legionen in einer Parade auf. Bei diesen wurde auch Janus, der Gott des Neubeginns, geehrt.

In der römischen Mythologie steht er für das Ende und den Anfang und hat daher auch zwei Gesichter, von denen eines der Vergangenheit und eines der Zukunft zugewandt ist. Geschenke mit Honig und Früchten und die besten Wünsche für das neue Jahr gehörten ebenfalls zu den traditionellen Bräuchen in der Vergangenheit.

Allerdings eignet sich die Zeit um Silvester auch hervorragend, um solche guten Vorsätze zu fassen. Die Tage sind kurz, die dunkle Zeit lang, das Weihnachtsfest mit viel Essen und oft auch alkoholischen Getränken lässt sich auf der Waage nicht verleugnen.

Und schließlich ist der erste Januar immer der Beginn einer neuen Zeitrechnung. Warum also nicht auch der Beginn neuer und guter Gewohnheiten?

Gute Vorsätze für 2021 – So finden Sie Ideen für Neujahrsvorsätze

Mit dem Rauchen aufhören, ein paar Kilo abnehmen, endlich den Keller ausmisten – vermutlich hat jeder ein paar Dinge auf seiner imaginären Gute-Vorsätze-Liste, die er endlich einmal angehen möchte. Doch für vieles fehlt die Zeit, die Disziplin oder schlichtweg die Lust.

Eine gute Idee für einen Neujahrsvorsatz zu finden, ist auch gar nicht so einfach. Mit diesen Tipps sollte es Ihnen gelingen:

Es ist deutlich leichter, einen guten Vorsatz umzusetzen. Das motiviert bei Erfolg, sich um einen weiteren guten Vorsatz zu kümmern – unabhängig davon, ob Silvester ist oder nicht.

Sie wollen schon seit drei Jahren zum Sport gehen? Das Rauchen haben Sie bereits viermal aufgegeben und jedes Mal wieder angefangen? Als Vegetarier haben Sie sich genau bis zu Ihrem nächsten Besuch im Supermarkt bezeichnen können?

Vergessen Sie alle Vorsätze, die Sie bereits seit Jahren vor sich herschieben und einfach nicht umgesetzt bekommen. Sie reduzieren damit nicht nur die Wahrscheinlichkeit für einen erneuten Misserfolg, sondern erhöhen auch die Erfolgschancen für das neue Ziel, das Sie sich setzen.

Abnehmen ist gut für die Gesundheit, Rentenpapiere zu sortieren ist sinnvoll für die Zukunft und eine Beförderung würde sich nicht nur in Ihrem Lebenslauf, sondern auch in Ihrem Portemonnaie gut machen. Aber von Erfolg gekrönt sind meist die Vorhaben, die eine Herzensangelegenheit und nicht der Vernunft geschuldet sind.

„Wenn ich zum Sport gehe, lerne ich auch neue Leute kennen und erweitere meinen Freundeskreis.“, „Wenn ich mit dem Rauchen aufhöre, dann leiste ich mir von dem gesparten Geld einen Urlaub.“, „Wenn ich drei Kilo abgenommen habe, passt mir meine alte Lieblingshose wieder.“. Das motiviert beim Durchhalten.

Warum fällt es uns so schwer, die guten Vorsätze einzuhalten?

Warum es so schwer fällt, gute Vorsätze auch ein- und vor allem durchzuhalten, hat mehrere Ursachen: Ein guter Vorsatz ist erst einmal nur ein Vorhaben und oft unkonkret.

„Ein paar Kilo abnehmen“ definiert noch nicht, wie viele genau und in welchem Zeitraum. Das ist aber wichtig, um ein Ziel vor Augen zu haben. Darüber hinaus mangelt es oft an:

  • Zeit

  • Selbstdisziplin

  • Lust

  • Durchhaltevermögen

Oftmals handelt es sich bei den gesteckten Zielen um Vernunftentscheidungen. Das ist wenig motivierend. Wenn Sie ein genussvoller Esser sind und sich vornehmen, nur noch vernünftig, gesund und ausgewogen zu essen, dann ist die Begeisterung für Ihr Vorhaben einfach zu klein. Entschuldigungen werden schnell gefunden und das Vorhaben scheitert.

Doch es ist kein Grund, sich für das Scheitern zu grämen. Die Menschen nehmen sich schon seit Generationen Dinge vor und schaffen es nicht immer, sie umzusetzen.

Der Grund ist, dass das Gehirn auf Gewohnheit getrimmt ist und es eine ungeheure Kraftanstrengung bedeutet, den gewohnten Trott zu durchbrechen. Seien Sie versichert: Sie befinden sich in bester Gesellschaft.

Wie erreichen Sie Ihr Ziel, die guten Vorsätze umsetzen?

Eine Methode, die sehr erfolgversprechend ist, ist die sogenannte „Woop“-Methode. Hierbei formen Sie mit Ihrem Vorsatz den „Wenn, dann“-Plan.

Das bedeutet, dass Sie sich für einen konkreten Zeitraum oder eine konkrete Etappe etwas vorstellen, das eine Art Belohnung ist. Mit dem „Was“ ist das „Wie“ noch lange nicht klar definiert. Hierfür müssen Sie die einzelnen Schritte und Maßnahmen genau festlegen.

Auch, wenn vielleicht die eigene Standhaftigkeit ins Wanken gerät, sollten Sie bereits eine Alternative auf Lager haben. Je genauer Sie Ihr Vorhaben durchplanen und definieren, desto wahrscheinlicher ist es, dass es Ihnen gelingt.

Erfolg stellt sich nicht von heute auf morgen ein. Gerade ungeliebte Gewohnheiten loszuwerden, kann ein langer Prozess werden, der Sie auch immer mal wieder neu herausfordert.

Ex-Raucher werden das wissen. Auch viele Jahre nach der letzten Zigarette gibt es immer wieder den Moment, in dem man eine Zigarette rauchen möchte. Wenn Sie dann doch mal die Flinte ins Korn werfen wollen, haben Sie ja bereits einen Plan B, der Ihnen sagt, wie Sie damit umgehen.

Zu hoch gesteckte Vorsätze können demotivierend sein. Es ist viel leichter, jeden Monat 500 Gramm abzunehmen, als in drei Monaten 5 Kilo. Wenn Sie dann sogar mehr als das gesteckte Ziel erreicht haben, ist die Motivation, weiterzumachen, viel höher.

Überlegen Sie, wie viel Zeit es braucht, um Ihr gestecktes Ziel zu erreichen. Sowohl in der realistischen Einschätzung für die Umsetzung als auch, wie viel Zeit Sie aufbringen müssen – beispielsweise, um sportlich aktiver zu werden.

Wenn Sie gerade beruflich in einer stressigen Phase stecken, ist das Vorhaben meist schon zu Beginn zum Scheitern verurteilt. Planen Sie voraus und vereinen Sie Ihre Vorhaben mit Ihrem alltäglichen Leben und Ihren Verpflichtungen.

Selbstdisziplin ist nicht jedermanns Sache. Darum ist es sinnvoll, andere in Ihre Pläne einzubeziehen. Diese sind dann wie eine Kontrollinstanz, vor der Sie sich nicht so leicht drücken können, wie vor dem inneren Schweinehund. Vielleicht finden Sie auch Verbündete für Ihr Vorhaben – gemeinsam geht es immer leichter.

Vom Vorsatz zur Routine: So gelingt’s in acht Schritten

Sofern Ihr Vorsatz nicht nur eine einmalige Sache ist, wie beispielsweise ein Urlaub oder eine Spende, werden Sie der Routine nicht entkommen. Ob Sparen, Abnehmen, mit dem Rauchen aufhören, mehr Sport treiben – das Vorhaben muss zur Routine werden, damit es gelingt. Und so funktioniert es:

  • Fassen Sie einen Vorsatz, für den Sie sich wirklich begeistern können und konkretisieren Sie Ihr Vorhaben so genau wie möglich.

  • Beleuchten Sie alle Konsequenzen, die Ihr Vorsatz haben könnte.

  • Planen Sie, was es braucht, damit Sie Ihren Vorsatz in die Tat umsetzen können.

  • Versuchen Sie, Ziele zu konkretisieren und Ihr Vorhaben in kleine Etappen zu gliedern.

  • Überlegen Sie, womit Sie sich belohnen können, wann immer Sie eine Etappe erreicht haben.

  • Planen Sie bereits Situationen ein, in denen Ihr Durchhaltevermögen auf die Probe gestellt wird. Was könnte Sie ablenken, zum Durchhalten animieren, eventuell eine Ausweich-Taktik sein?

  • Suchen Sie sich Mitstreiter, die Sie in Ihrem Vorhaben unterstützen und Sie eventuell auch mal durch eine kritische Phase bringen.

  • Suchen Sie sich Gleichgesinnte. Mit ihnen können Sie sich austauschen, gegenseitig motivieren und bekommen ehrliches Feedback für hart erkämpfte Siege.

Zu viel des Guten: Wie viele Vorsätze sind sinnvoll?

Lieber einen Vorsatz haben, den man durchhält, als viele, an denen man scheitert – so könnte die Faustformel lauten. Vielleicht fangen Sie einfach mal mit einer Sache an, die Sie verändern möchten.

Oft bringt schon eine kleine Veränderung große Konsequenzen und plötzlich merken Sie, dass Sie an vielen kleinen Stellen etwas anders machen als vorher. Zum Beispiel bei dem Vorhaben „gesünder leben“, das aus vielen Einzelschritten besteht – beispielsweise:

  • mehr Sport treiben

  • gesünder essen

  • mehr Quality Time genießen

  • öfter zu Fuß gehen, statt das Auto nehmen

  • mit dem Rauchen aufhören

  • weniger Alkohol trinken

Jeder Punkt für sich genommen, ist schon ein guter Vorsatz. Alle zusammen entsprechen dem Plan „gesünder leben“.

Vorsätze fürs neue Jahr: Liste der Top 10

Abnehmen, Sport treiben, Nikotinverzicht oder mehr Quality Time: Auch wenn die Jahre ins Land ziehen, die Vorsätze scheinen immer gleich zu bleiben. Wir stellen Ihnen die Top 10 der beliebtesten Vorsätze für das neue Jahr vor.

TOP 1: Mehr Sport treiben und sich mehr bewegen

Gerade die Feiertage, in denen viel gegessen, getrunken und sich wenig bewegt wird, geben immer wieder den Anreiz, sich sportlich zu betätigen. Zum einen, um ein paar Pfunde loszuwerden, zum anderen, um ganzheitlich fitter und damit auch gesünder zu werden.

Dieses Vorhaben steht bei den meisten in diesem Jahr auch durch Corona-Kilos ganz oben auf der Liste der guten Vorsätze. Gehören auch Sie dazu? Dann finden Sie bei uns die besten Sportarten im Vergleich.

TOP 2: Gesünder essen und die Ernährung umstellen

Dass die Deutschen immer dicker werden, ist keine neue Information. Daher verwundert es auch nicht, dass sich bereits seit Jahren der Vorsatz, im neuen Jahr abzunehmen, so hartnäckig hält, wie manches Kilo.

Wenn Sie den Vorsatz verfolgen, sich gesünder zu ernähren und sportlicher zu werden, sind Sie schon fast am Ziel, denn so purzeln die Kilos automatisch. Bei uns finden Sie zahlreiche weitere Tipps, mit denen Sie endlich abnehmen können.

Doch nicht immer steckt hinter einer Nahrungsumstellung der Ansatz, abzunehmen. Obst statt Fastfood, Gemüse statt Braten – immer mehr Menschen ziehen eine gesunde und ausgewogene Ernährung vor, um etwas für Ihre Gesundheit zu tun.

Dieses Vorhaben gelingt leichter, wenn Sie sich einen Wochenplan für Ihre Mahlzeiten machen und gezielt nur das einkaufen, was auf der Liste steht. Versuchen Sie, Ihre Familie auf Ihre neue kulinarische Reise mitzunehmen und sie zu begeistern – das erspart doppelte Arbeit in der Küche.

TOP 3: Stress vermeiden oder Stress abbauen

Im Laufe der Jahre gewann dieser Vorsatz immer mehr an Gewicht. Vor allen Dingen Menschen, die sich zwischen dem Büroalltag und dem Familienleben aufgerieben fühlen, nehmen sich fest vor, mehr für sich selbst zu tun.

Doch oft wird dieser Vorsatz von einem schlechten Gewissen begleitet: mehr Zeit für sich, bedeutet weniger Zeit für etwas oder jemand anderes.

Diesen Gedanken sollten Sie aber sofort streichen. Im Gegenteil: Wenn Sie etwas für Ihr Wohlbefinden tun, profitieren meist auch die Menschen um Sie herum – für den Familienalltag haben Sie gestärkte Nerven, für den Job mehr Energie.

TOP 4: Mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen

Direkt an den Abbau von Stress gekoppelt ist der Wunsch nach mehr Zeit mit Familie und Freunden. Dieser Wunsch nimmt mit den Jahren einen immer höheren Stellenwert ein und ist bei jungen Menschen sogar noch etwas ausgeprägter.

TOP 5: Mehr Zeit für mich

Wer kennt es nicht: Wie gerne möchte man das Buch lesen, das auf dem Nachttisch liegt, aber man ist zu müde. Die vielen Interessen, die man hat, stehen im totalen Gegensatz zu der Freizeit, die am Ende eines Tages übrig bleibt. Und schon lange wollte man die Welt erkunden, schafft es aber über den Traum von der Reise nicht hinaus.

Es ist wirklich traurig, wenn für die schönen Dinge des Lebens zu wenig Zeit bleibt. Eigentlich müsste es anders sein, denn dauerhafter Stress macht krank und jeder Mensch braucht kleine Inseln, auf denen er wieder Energie tanken kann. Ob das ein neuer Sportkurs ist, das literarische Krimi-Fieber auf der Couch oder ein Wochenendtrip mit der besten Freundin.

Seinem Hobby mehr Zeit widmen

Hobbys sind wichtig. Sie sind ein sinnvoller und positiver Ausgleich zum hektischen Alltag und eine willkommene Abwechslung zu den Pflichten.

Mit ihnen erweitern Sie Ihren geistigen Horizont, lernen Gleichgesinnte kennen und fördern Talente, die vielleicht im Berufsleben gar nicht so sehr beachtet werden. Hobbies machen Spaß und beruhen auf Freiwilligkeit – das allein macht sie gesund für den Menschen.

Mehr Zeit mit Lesen verbringen

„Von allen Welten, die der Mensch erschaffen hat, ist die der Bücher die Gewaltigste“, wusste schon Heinrich Heine zu sagen. Und tatsächlich entführen uns die Geschichten in andere Zeiten und fremde Welten. So richtig abschalten und sich einer Geschichte hingeben – das gelingt nur mit einem guten Buch.

Sich etwas Gutes tun und sich selbst öfter belohnen

Morgens die Kinder schulfertig machen, dann ins Büro hetzen, in der Mittagspause einkaufen und am Abend ein gesundes und leckeres Essen auf den Tisch zaubern: Pflichten, Pflichten, Pflichten – so sieht der Alltag von vielen Menschen aus. Hier ist Vorsicht geboten, denn schnell sind die eigenen Bedürfnisse vergessen.

Belohnen Sie sich für Ihre Leistungen, denn die sind ganz und gar nicht selbstverständlich. Ist der Tag mal stressig, dann lassen Sie das gesunde Essen ausfallen und machen ein Fertiggericht. Oder nehmen Sie sich Ihre verdiente Auszeit bei einer entspannenden Gesichtsmaske.

Natürlich gehört Schokolade nicht zu den gesunden Lebensmitteln. Aber es ist erwiesen, dass sie glücklich macht. Warum also nicht in chaotischen Zeiten zu einem kleinen Soulfood-Snack greifen?

Solche kleinen Inseln im Alltag sind es, die Sie wieder in den Mittelpunkt rücken. Gleichzeitig wappnen sie Sie für die nächste Herausforderung.

Öfter auf Reisen gehen

„Eine Reise ist ein Trunk aus der Quelle des Lebens“ – Christian Friedrich Hebbel. Und damit hat der deutsche Lyriker vollkommen recht. Reisen öffnet den Horizont, holt Sie aus dem Trott und bereichert.

Auch wenn Reisen in den letzten Monaten zu einer echten Herausforderung wurde, sollten ein Kurztrip mit Freunden, der Familienurlaub oder die Erlebnisreise nicht von Ihrer Wunschliste verschwinden – es muss ja nicht immer die weite Welt sein, manchmal liegen die spannendsten Abenteuer gleich um die Ecke.

TOP 6: Endlich den ungeliebten Job wechseln

Unzufriedenheit am Arbeitsplatz, der Wunsch nach eiterbildung oder schlichtweg die Suche nach einer neuen Herausforderung – die Corona-Krise hat bei vielen Menschen dazu geführt, sich mit der persönlichen beruflichen Situation kritisch auseinanderzusetzen und den Wunsch gefördert, etwas zu verändern.

Doch gerade in Krisen-Situationen sollte das nicht unbedacht geschehen. Bevor Sie nun also die “Flinte ins Korn werfen” und Ihren alten Job kündigen, sollten Sie sich über Ihre berufliche Zukunft ausgiebig Gedanken gemacht haben.

Prüfen Sie, wie mögliche Überbrückungszeiten finanziell aufgefangen werden können. Vielleicht gibt es in Rücksprache auch andere Arbeitsmodelle, bei denen Sie Ihre derzeitige berufliche Sicherheit nicht vollkommen aufgeben müssen und gleichzeitig etwas Neues ausprobieren können.

TOP 7: Sparsam sein und weniger Geld ausgeben

Der Coffee-to-go, die Kosten für das nicht genutzte Fitness-Studio oder die fünfte Jeans – jeden Tag geben wir viel Geld für Dinge aus, auf die wir eigentlich verzichten könnten.

Nicht erst durch die Corona-Krise, die viele Menschen auch finanziell extrem gefordert hat, lautet ein beliebter Vorsatz, sparsamer zu sein und weniger Geld auszugeben.

TOP 8: Medienkonsum reduzieren: weniger Smartphone, Tablet und TV

Gehören Sie auch zu den Menschen, die morgens im Bett schon die Mails checken, für den Chef auch am Wochenende erreichbar sind und bei Instagram & Co. die Zeit vergessen können?

Der gute Vorsatz, den Medienkonsum zu reduzieren und Smartphone, Tablet und TV auch mal unbeachtet zu lassen, erfreut sich wachsender Beliebtheit. Vor allem jüngere Menschen nehmen sich das (immer wieder) zum Ziel.

TOP 9: Weniger Alkohol trinken

Die gute Nachricht lautet: Der Alkoholkonsum in Deutschland ist leicht rückläufig. Konsumierten die deutschen Verbraucher 2018 pro Kopf etwa 12,9 Liter puren Alkohols, sind es 2019 10,9 Liter.

Doch das ist noch immer deutlich mehr, als dass es nicht gesundheitliche Folgen haben könnte. Immer mehr Menschen nutzen daher bewusst die Wochen nach den feucht-fröhlichen Feiertagen, um auf Alkohol konsequent zu verzichten.

TOP 10: Mit dem Rauchen aufhören

Der Vorsatz, mit dem Rauchen aufzuhören, ist der Klassiker der Top 10 – und scheint auch am schwersten durchzuhalten zu sein. Schon Mark Twain soll gesagt haben: „Es ist kinderleicht, ich habe es schon hundertmal geschafft“.

Die Zahlen sprechen für sich: Etwa fünf von 100 Personen schaffen es, den Silvestervorsatz in die Tat umzusetzen – das braucht einen wirklich festen und standhaften Willen. Wir verraten Ihnen wie Sie mit dem Rauchen aufhören können.

Vom Vorsatz zur Umsetzung: So schaffen Sie es, auf Zigaretten & Co. zu verzichten

Wer mit dem Rauchen aufhören möchte, hat den ersten und wichtigsten Schritt schon getan. Es gibt zahlreiche Methoden, die sehr erfolgversprechend sind. Welche sich besonders bewährt haben, wie Sie durchhalten und was in der Zeit der Entwöhnung passiert, erfahren Sie in unserem Ratgeber “Mit dem Rauchen aufhören – aber wie?”.

Wie Sie sich die Rauchentwöhnung erleichtern können

Eine Rauchentwöhnung besteht aus dem psychischen und dem körperlichen Entzug. Während man psychisch mental anarbeiten muss, kann der körperliche Entzug ein wenig abgemildert werden.

Um sich die Rauchentwöhnung zu erleichtern, können Sie so beispielsweise auf Nikotinpflaster oder -kaugummi zurückgreifen. Das Nikotin in den Produkten wird dabei über einen Zeitraum gleichmäßig abgegeben und nicht, wie bei einer Zigarette, mit einem Kick, nach dem der Körper dann immer und immer wieder verlangt.

Der gute Vorsatz, Gutes zu tun

Ein guter Vorsatz muss nicht unbedingt immer zum persönlichen Nutzen sein. Sie können auch gute Vorsätze haben, die der Gemeinschaft helfen oder der Umwelt. Und bedenken Sie: Am Ende tun Sie damit immer auch sich selbst etwas Gutes!

So können Sie mit Neujahrsvorsätzen etwas für Ihre Mitmenschen tun

Ist es nicht ein großartiger Vorsatz, nicht sich selbst in den Mittelpunkt zu stellen, sondern Menschen, denen es weniger gut geht? Einiges kann man mit wenig Zeitaufwand bewegen, für anderes muss man etwas mehr Zeit aufbringen.

Geld für wohltätige Organisationen spenden

Liegen Ihnen kranke Kinder am Herzen, Tiere oder der Erhalt des Wattenmeers? Es gibt fast keinen Lebensbereich, für das sich nicht bereits wohltätige Organisationen engagieren. Geldspenden sind hier mindestens genauso wichtig wie tatkräftige Mithelfer.

Und vielleicht haben Sie sogar eine gute Idee, wie man in Ihrem Umfeld ein bisschen Geld sammeln kann. Das könnte beispielsweise durch Verzicht auf Geschenke zum Geburtstag, durch Kuchenverkauf auf dem Stadtfest oder mit der Sammelbüchse im Kollegenkreis gehen.

Blut spenden und Leben retten

Keiner möchte in die Situation kommen, dass er auf eine Blutspende angewiesen ist. Aber bei einem Unfall, einer Krankheit oder Operation kann auch das perfekteste Versorgungssystem nur funktionieren, wenn Freiwillige im Vorfeld Blut gespendet haben.

Werden auch Sie zum Lebensretter und spenden Sie Blut. Männer dürfen das bis zu sechs Mal innerhalb von zwölf Monaten, Frauen bis zu vier Mal.

Sich ehrenamtlich engagieren

Ein Ehrenamt ist, wie es der Name schon vermuten lässt, etwas, für das man sich engagiert um der Ehre Willen – also meist, ohne dafür finanziell entlohnt zu werden. Eine Umfrage hat ergeben, dass die Zahl der Ehrenamtlichen immer weiter zunimmt.1

Waren es laut Statista 2015 noch 13,44 Millionen ehrenamtliche Helfer, wuchs die Zahl bis 2019 auf 15,98 Millionen an. Die Tendenz ist steigend, das machen auch die aktuellen Zahlen für das Jahr 2020 deutlich, für das 17,11 Millionen ehrenamtliche Helfer gezählt werden konnten.

Die Möglichkeiten, aktiv zu werden und anderen zu helfen, sind fast endlos. Werden Sie Pate von Tierheim-Bewohnern, besuchen Sie kranke und einsame Menschen im Krankenhaus, führen Sie die Kassenbücher für Tafel-Einrichtungen oder werden Sie zu Mentoren für Jugendliche, denen es an Vorbildern mangelt.

Ob Sie nur ein paar Stunden im Monat oder regelmäßig einen ganzen Tag zur Verfügung stellen können ist nur nebensächlich. Die Zeit, die Sie investieren, wird auch Ihr Leben bereichern und Ihnen ganz neue Perspektiven ermöglichen.

Mit den Neujahrsvorsätzen etwas Gutes für die Umwelt tun

Alle reden über die Umwelt und man weiß eigentlich schon gar nicht mehr, was man alles beachten, bedenken und unterlassen soll. Aber mit Blick auf die Umwelt zu konsumieren, ist in jedem Fall sinnvoll.

Letztendlich ist es auch für Sie und Ihre Lieben der erste Schritt in die richtige Richtung. Mit ein bisschen Umsicht ist es auch gar nicht so schwierig, das in den Alltag einzubauen.

Bio-Produkte oder regionale Produkte kaufen

Bio, regional und saisonal – wer etwas für die Umwelt tun möchte, sollte das bei seinen Einkäufen bedenken. Bio steht für einen deutlich geringeren Einsatz von Schadstoffen bei der Produktion, regional verkleinert die Transportwege und damit die CO2-Bilanz.

Auch saisonales Einkaufen hat seine Vorteile für die Umwelt. Es werden beispielsweise keine Gewächshäuser unterhalten, damit Erdbeeren auch im Dezember verfügbar sind.

Übrigens hat das jahreszeitlich entsprechende Einkaufen von Obst und Gemüse durchaus positiven Einfluss auf die Qualität. Die Produkte werden schließlich meist reif geerntet und nicht lange gelagert.

Auf Plastik verzichten

Plastik ist schädlich für die Gesundheit und die Umwelt. Ein plastikfreies Leben ist jedoch nicht leicht durchzusetzen. Allerdings müssen Sie für den Anfang auch keine Kehrtwende um 180 Grad machen.

Fangen Sie damit an, bei alltäglichen Dingen darauf zu achten, wo Sie Plastik vermeiden können. Greifen Sie zu unverpacktem Obst und Gemüse, bringen Sie eine wiederverwendbare Tragetasche zu Ihrem Einkauf mit, kaufen Sie lieber frisch als abgepackt und benutzen Sie verschließbare Behälter statt Frischhaltefolie.

Mit diesen kleinen Schritten ist eine Menge getan und Sie werden schnell feststellen, dass Ihre Aufmerksamkeit, Plastik zu vermeiden, immer größer wird. Seien Sie Ihren Kindern und Mitmenschen ein Vorbild. Denn der schlimmste Feind, der uns daran hindert, etwas zu verändern, ist die eigene Bequemlichkeit.

Erfolg auf ganzer Linie: Berufliche und private Vorsätze

Wenn Sie sich etwas vornehmen und das auch umsetzen, zieht das meist einen sogenannten Domino-Effekt nach sich. Das heißt, die positive Bestätigung, dass Sie etwas verändern können oder dass etwas gelingt, motiviert Sie derart, dass Sie nun auch andere Dinge in Angriff nehmen können.

Erfolgreiche Menschen berichten oft davon, dass sie von ihren eigenen Leistungen immer weiter angestachelt werden. So hat die regelmäßige Sportstunde, zu der man sich durchgerungen hat, die Folge, dass man neue Menschen kennenlernt, sich besser fühlt, ausgeglichener ist und seinen Job noch erfolgreicher macht. Jedes Projekt beginnt mit einem ersten Schritt – Sie müssen ihn nur machen.

Wissenschaftliche Quellen

  1. https://de.statista.com/statistik/daten/studie/173632/umfrage/verbreitung-ehrenamtlicher-arbeit/