Folge Corona Schnelltests anhören

Eine der begehrtesten Produkte am Markt sind aktuell Corona-Schnelltests. Spucktests, Nasentests, Antigentests – mittlerweile können wir uns solche Tests für Zuhause bestellen, um kurzfristig zu prüfen, ob wir uns angesteckt haben oder nicht. Doch können wir dem Ergebnis wirklich Vertrauen schenken? Und wie führe ich den Test richtig durch? Diese Themen möchte Mario D. Richardt in der Extra-Folge mit dem Parmazeutisch-Technischen Assistenten Tobias Kühne-Döge von apo-discounter.de klären. Hören Sie rein.

Experte: Tobias Kühne-Döge, Pharmazeutisch-Technischer Assistent

Tobias Kühne Döge

Tobias Kühne-Döge

Pharmazeutisch-technischer Assistent

Tobias Kühne-Döge ist seit 2001 in seinem Beruf tätig und hat seither für verschiedenste Apotheken gearbeitet. Welche das sind und wie sein Werdegang im Einzelnen aussieht, lest ihr auf unserem Expertenprofil.

Transkript der Folge Corona Schnelltests

Heute gibt es eine Sonderausgabe „kernig & gesund“ und es geht um etwas, das momentan wortwörtlich in aller Munde und auch in der Nase ist: Der PCR-Test, PCR-Schnelltest, Antigen-Schnelltest, Antigen-Selbsttest oder Antikörper-Test. Es gibt mittlerweile viele Tests auf dem Markt, um eine Infektion mit dem Coronavirus festzustellen. Doch wie zuverlässig diese Tests sind und was man beachten muss, wenn man selbst zu Hause testet, das bespreche ich in meiner heutigen Folge „kernig & gesund“.

„kernig & gesund“, der Gesundheits-Podcast präsentiert von apodiscounter.de

Mario D. Richardt: Einen wunderschönen guten Tag zu einer brandneuen Ausgabe und zu einem Extra „kernig & gesund“, heute mal am Montag. Mein Name ist Mario D. Richardt und ich bespreche jede Woche mit Experten ein Gesundheitsthema. Heute ist es eine Spezialausgabe mal so zwischendurch, weil es eben aktuell ein Thema gibt, was viele Menschen beschäftigt: Corona-Tests.

Und dazu bin ich heute wieder in den Räumlichkeiten von apodiscounter.de und weil das eben auch der Präsentator dieses Podcasts ist, hier kurz und vorsorglich ein Hinweis: Diese Folge „kernig & gesund“ kann Spuren von Werbung enthalten. Ganz einfach, weil wir über Corona-Tests reden und einige davon kann man zum Beispiel auch online auf apodiscounter.de bestellen.

Ein Mann, der hier arbeitet und der sich auskennt, wenn es um Corona-Tests geht, und ich habe den Eindruck, dass er sich mit allem auskennt, sitzt mir heute wieder gegenüber. Er ist quasi schon Stammgast bei uns hier bei „kernig & gesund“, er ist pharmazeutisch-technischer Assistent und Kaufmann im Gesundheitswesen. Guten Tag, Tobias Kühne-Döge!

Tobias Kühne-Döge: Hallo Mario, Grüße!

Mario D. Richardt: Tobias, wir duzen uns ja seit der letzten Folge, und bevor wir beide mit der Folge angefangen haben, hatten wir auch beide schon wieder ein Wattestäbchen in der Nase. Ich muss ganz ehrlich sagen, ich hasse es, dieses Reingeschiebe in die Nase. Es kitzelt quasi wie verrückt und dann kommen mir auch immer die Tränen. Hast du denn einen Trick, wie man dieses Gefühl irgendwie unterdrücken kann?

Tobias Kühne-Döge: Wir testen wie gesagt sehr, sehr viel, sind auch ausgebildet dafür, dass wir testen dürfen, diesen Nasen-Rachen-Abstrich. Das heißt, ich sage einfach immer den zu Testenden: Einfach Augen zu, ganz entspannt durch den Mund atmen und dann geht’s eigentlich relativ schnell.

Ich mach’s immer so, ich sage immer kurz, wie weit ich reingehe, jetzt drehe ich noch mal kurz, jetzt gehe ich raus, so dass man sich auch ein bisschen darauf vorbereiten kann. Für mich ist es aber immer ein Zeichen, wenn die Augen drehen oder wenn der Niesreiz kommt, dass ich einfach auch weit genug drin war, dass dann auch die Probeentnahme in Ordnung ist, alles korrekt ist. Und meistens ist es dann auch wieder vorbei.

Wie gesagt, die meisten berichten tatsächlich nur, dass es unangenehm ist, es kitzelt halt, es ist ein Fremdkörpergefühl. Ich selbst habe es auch schon oft über mich ergehen lassen dürfen. Es ist wirklich unangenehm, also es gibt Schöneres. Aber es ist halt wichtig, weil einfach die Probeentnahme so weit in den Nasen-Rachen-Raum einfach wichtig ist, dass man auch den Test ordnungsgemäß durchführen kann, zumindest bei denen, die über den Nasen-Rachen-Abstrich laufen. Es gibt auch noch andere Tests.

Der PCR-Test

Mario D. Richardt: Genau! Darüber reden wir ja heute. Und ich glaube, von uns bekommt sowieso in den nächsten Monaten jeder noch einige Stäbchen in die Nase oder in den Rachen geschoben, weil man diese Tests heutzutage fast überall braucht, auf der Arbeit, beim Friseur und manchmal auch beim Click & Meet, wenn man einfach bloß eine Jeans kaufen will. Vielleicht kannst du mal kurz anreißen, welche Testverfahren es gibt, die etabliert sind?

Tobias Kühne-Döge: Also etabliert, fangen wir einfach an mit diesem Goldstandard, das ist ja dieser klassische PCR-Test, den auch viele immer kennen. Das PCR-Test steht einfach deutsch für die Polymerase-Kettenreaktion. Das heißt, das kommt aus der Mikrobiologie ursprünglich. Und da geht’s einfach darum, dass man Gen-Teile oder einfach schaut, ob irgendwelche Gen-Anteile von diesem Virus eben nachweisbar sind. Und wenn dies so ist, dann weiß man halt, ob man tatsächlich positiv ist oder nicht.

Deswegen wird dieser Test auch immer gemacht, wenn auch diese Selbsttests oder Laientests oder wie auch immer man das für zu Hause nutzt, wenn die positiv anschlagen, wird das immer noch mal mit diesem PCR-Test bestätigt, quasi nochmal gestärkt das Ergebnis. Weil das ist einfach das Sicherste, deswegen auch dieser Goldstandard, weil der hat möglichst oder relativ wenig Fehlerquellen. Das heißt, wenn ein PCR-Test positiv ist, dann kann man wirklich zu fast 100 % sagen, dann ist derjenige auch positiv.

Mario D. Richardt: Den PCR-Test gibt es aber nur beim Arzt oder in der Apotheke?

Tobias Kühne-Döge: Genau! Das ist ein Test, den kriegt man über die Apotheke nicht, sondern der wird direkt über die Labore dann gemacht. Das heißt, der Arzt macht meistens die Probeentnahme. Der eine kennt es vielleicht schon, dass er zum Arzt gegangen ist, hat gesagt, hier, ich bräuchte mal so einen PCR-Test oder einen Corona-Test, die Ärzte machen eigentlich nur diesen, und dann schicken die die Probe ein.

Und meistens, wenn die Labore schnell sind, kriegt man am selben Abend dann noch per SMS einen Zugangs-Code und dann kann man sich das Ergebnis abrufen. Mittlerweile sind die da so drauf eingeschworen und eingeschwungen, das geht relativ schnell die Probennahme, weil die Zahl auch stetig steigt.

Mario D. Richardt: Dann gibt’s aber auch noch diesen PCR-Schnelltest. Wo ist der Unterschied?

Tobias Kühne-Döge: Das ist ein Schnelltest, den kann man auch außerhalb von Laboren machen, aber der ist halt einfach fehleranfälliger. Das hängt auch einfach zusammen mit der Probeentnahme generell und dann auch, wie das Ganze im Labor dann aufbereitet wird. Das heißt deswegen auch wirklich nur ein Schnelltest. Auch hier ist meines Wissens nach immer noch mal ein PCR-Test dann im Labor erforderlich, wenn da einfach ein positives Ergebnis kommt. Weil das ist immer noch mal die Absicherung, ist es jetzt tatsächlich das Ergebnis oder könnte es doch anders sein.

Darüber hinaus gibt’s ja noch die Tests, wie gesagt, wie jetzt auch, viele Unternehmen müssen auch den Mitarbeitern einfach die Möglichkeit bieten, sich mehrmals in der Woche testen zu lassen. Und da gibt’s verschiedene Tests-Szenarien, die man machen kann. Mittlerweile etabliert der Spuck- oder Speicheltest.

Das heißt, hier gibt’s auch verschiedene Anbieter von diesem Test, die einfach Test-Kits zur Verfügung stellen. Die Test-Kits bestehen logischerweise aus einer Test-Kassette, einfach da, wo dann diese Probelösung aufgetragen wird. Das ist eine Röhrchen-Probeentnahme, Röhrchen oder Extraktionsröhrchen. Da ist eine Pufferlösung drin, einfach wo man dann diese Test-Lösungen oder Test-Flüssigkeit auf einen bestimmten PH-Wert einstellt, dass das Testergebnis dann auch laufen kann.

Und je nachdem, welcher Anbieter das macht, manche haben eine Pipette, wo man einfach dann die Mundflüssigkeit aus dem Auffanggefäß entnimmt und dann einfach in dieses Proberöhrchen, oder es gibt direkt so einen Trichter, wo man direkt über den Trichter dann ein bisschen Speichel über die Zunge in dieses Probeentnahme-Röhrchen laufen lässt.

Mario D. Richardt: Das ist ein Antigen-Test?

Tobias Kühne-Döge: Das ist ein Antigen-Test. Genau, richtig!

Corona Tests bei Kindern

Mario D. Richardt: Jetzt hast du explizit diesen Spucktest angesprochen. Der ist wahrscheinlich auch eher so für Kinder geeignet, weil die manchmal auch so ein bisschen sensibel reagieren, wenn man da in der Nase rumfummelt.

Tobias Kühne-Döge: Richtig! Richtig, also wie gesagt, bei den Kindern macht man in den seltensten Fällen einfach diesen Nasen-Rachen-Abstrich wie beim Erwachsenen. Aber da gibt’s mittlerweile auch schon die sogenannten Nasen-Popel-Tests. Das heißt, das sind wirklich Tests, wo man nur zwei, zweieinhalb Zentimeter in die vordere Nase reingeht. Einfach mehrfach in alle Richtungen dreht, möglichst viel zu erwischen von dem umliegenden Gewebe.

Und das ist auch das, was teilweise auch schon in Schulen gemacht wird, auch schon in Grundschulen, wo die Kinder das auch selbst machen können, indem die einfach einen Spiegel vorgehalten bekommen und dann können die es einfach wirklich machen. Also das sind zweieinhalb Zentimeter, das klingt viel, aber in der Praxis hat es das gezeigt, dass das eben gar keine Herausforderung für die Kinder ist. Aber auch die Kinder können so einen Spucktest machen, selbstverständlich.

Mario D. Richardt: Meine Tochter wird ja auch zweimal die Woche getestet, immer montags, donnerstags in der Schule, erste Stunde testen sich alle Kinder selbst. Die haben auch tatsächlich diese ganz einfache Variante, wo eben wie du sagst Popel-Test, wo vorne so die ersten zwei Zentimeter so in der Nase abgetupft werden. Sie kommt damit klar und zum Glück muss ich sagen auch bis jetzt waren alle negativ.

Nasen- und Spucktests

Tobias Kühne-Döge: Ja, weil wie gesagt, diese Tests sind einfach etabliert dafür. Ich glaube, selbst ich habe schon viele Tests gemacht, aber ich würde mir selber dieses Stäbchen nicht so weit reinschieben, weil dann irgendwann schon einfach eine Hemmschwelle kommt, dass man es weiter hinter schiebt. Und man merkt es ja selbst, wenn man selber getestet wird.

Wenn es niemand anderes macht, ich würde den Stab nicht so weit reingeschoben bekommen, dass er wirklich im Nasen-Rachen-Bereich ist. Und ich würde mir auch selber keinen Rachenabstrich machen können. Ich glaube, da würde eher dann vielleicht ein Würgereiz ausgelöst werden. Deswegen sind diese Tests wirklich auch geeignet für jeden, der da jetzt nicht unbedingt einen Nasen-Rachen-Abstrich machen möchte. Und wie gesagt, zur Festigung ohnehin, wenn da ein Ergebnis ist oder irgendwas unklar ist, es wird immer nochmal der PCR-Test dann das Ergebnis bestätigen oder halt auch nicht.

Mario D. Richardt: Aber du hast schon gesagt, genau, also man würde nie auf die Idee kommen, sich jetzt selbst dieses Stäbchen bis ins Gehirn reinzuschieben. Hat man manchmal jedenfalls das Gefühl, dass das so ist. Da sind dann wirklich diese Spuck-Tests am besten.

Corona Spucktest: So wird’s gemacht

Corona Nasentest richtig durchführen

Tobias Kühne-Döge: Richtig! Wobei man sagen muss, diese Teststäbchen, also wenn man die mal gesehen hat oder hatte mal die Möglichkeit sowas in die Hand zu nehmen, wenn man die wirklich mit Daumen und Zeigefinger führt und ganz sanft ist, die geben immer nach, die biegen sich quasi auch vorne um. Das heißt, wenn man zu weit reingehen würde, was unangenehm ist, aber man würde nie irgendwas durchstoßen oder so. Da wurde mal was berichtet, dann gab‘s mal ein bisschen Panik, das war aber eine ganz andere Situation, wie das dazu gekommen ist.

Aber normalerweise, wer da ein bisschen sanft ist, da passiert in der Regel nichts. Außer vielleicht bei Leuten, die ohnehin vielleicht trockene Nasenschleimhäute haben oder generell vielleicht schon irgendwie ein Problem haben, dass es vielleicht mal ein bisschen blutet. Aber das hört sofort, wenn das Stäbchen wieder raus ist, in den meisten Fällen auch wieder auf. Das ist wirklich ganz, ganz selten.

Mario D. Richardt: Das ist ja kein Schaschlik-Spieß.

Tobias Kühne-Döge: Richtig, genau! Deswegen, es ist wirklich eine Probeentnahme-Spieß.

Mario D. Richardt: Und das sind dann quasi die Antigen-Tests für die Laien für zu Hause?

Tobias Kühne-Döge: Richtig, genau! Gerade diese Spucktests haben sich etabliert, da gibt’s mittlerweile ganz, ganz viele Anbieter, die auch die Laienzulassung haben. Viele sprechen da immer von der Gelben Liste beim BfArM, das heißt, das Bundesinstitut für Medizinprodukte und Arzneimittel. Da gibt es direkt eine Liste, wo man schauen kann, ist denn mein Test als Laientest zugelassen?

Viele bekommen jetzt auch nach und nach eine Sonderzulassung, weil einfach der Bedarf immens hoch ist und einfach der Markt noch gar nicht drauf vorbereitet ist, dass so viele Tests da sein müssen. Weil wie gesagt, jeden Tag zwei Tests pro Mitarbeiter, kann man sich vorstellen, was da pro Tag in ganz Deutschland abgerufen werden muss. Deswegen ist das so extrem wichtig. Und wie gesagt, auch diese Tests für den vorderen Nasenabstrich, auch die haben sich mittlerweile schon für die Laienzulassung etabliert.

Und wie gesagt, von der Handhabung sind die wirklich ganz, ganz einfach. Also einfach beschrieben, einfach zu machen. Wo man einfach schauen muss, das muss auch jeder wissen, also wer zu Hause testet und hat tatsächlich ein positives Ergebnis, hat das vielleicht noch mal bestätigt durch einen zweiten Test: Unbedingt zum Arzt gehen, das festigen.

Also nicht denken, okay, ich bin positiv, ich begebe mich mal in häusliche Quarantäne, mache das auf Selbstanweisung, sondern auch hier muss einfach das Gesundheitsamt informiert werden und schauen, wie die Behörden das einfach haben möchten, wie da einfach die Regeln sind. Weil das geht dann wirklich ums Infektionsschutzgesetz und da muss man wirklich mit dem Arzt noch mal sprechen, wie da verfahren werden muss. Natürlich immer sofort die Meldung an den Arbeitgeber: Hier positiv getestet, wie muss ich es machen? Mittlerweile ist das leider schon ein Stück weit Routine.

Mario D. Richardt: Und am besten, hat man ja auch schon gehört, nicht selbst zum Arzt gleich hin rammeln, sondern erstmal anrufen „Achtung, ich habe hier ein positives Ergebnis“.

Tobias Kühne-Döge: Richtig!

Mario D. Richardt: Dann ist es meistens so, dass man einen Termin bekommt, wartet dann im Treppenhaus, betritt also die Praxis gar nicht. Nicht, dass man da noch jemanden infiziert. Dann kommt jemand raus, dann gibt es diesen PCR-Test. Und dann hat man Gewissheit.

Antikörpertests

Tobias Kühne-Döge: Genau! Wie gesagt, gerade am Anfang, wo das mit Corona losging, gab‘s dann auch mal eine ganze Zeit lang diese Antikörper-Tests. Das heißt, wo man einfach auf eine bereits durchlaufene Corona-Infektion testen kann. Das heißt, wenn wirklich die Antikörper, wie man’s auch kennt, wie bei anderen, bei Impfungen beispielsweise, wo die Immunität dann einfach geprüft wird, da schaut man einfach, sind Antikörper da.

Da wusste man dann aber auch damals, dass es sein kann, dass auch der Antikörper-Test anschlägt, wenn es nicht unbedingt Corona gewesen ist, sondern vielleicht auch andere, die aus den Corona-Stämmen stammen, vielleicht mal durch eine Erkältung oder eine Grippe, dass da irgendwas gekommen ist. Deswegen sind diese Tests auch, für die Laienanwender für zu Hause werden die eigentlich nicht genommen oder auch nicht bezogen.

Mario D. Richardt: Das ist auch meistens über das Blut gewesen dann?

Tobias Kühne-Döge: Richtig, genau! Das ist wie, als würde man seinen Blutzucker bestimmen. Das heißt, da waren meistens so kleine Pipetten drin oder so kleine Lanzetten, wo man einfach einen Blutstropfen, den trägt man auf. Früher hat man es eingeschickt am Anfang, da konnte man das selber testen, auch mit einer Test-Kassette. Und der hat dann quasi angezeigt, ist es positiv oder ist es negativ.

Wichtig bei allen Tests ist, die müssen ordnungsgemäß laufen, das heißt, der Kontrollstrich muss auf alle Fälle kommen. Steht aber alles noch mal individuell für jeden Test und jeden Anbieter beschrieben, wie es sein muss.

Mario D. Richardt: Welchen Einfluss hat es denn, wann ich getestet werde? Also wenn ich mich gestern infiziert habe, kann der Test heute trotzdem negativ sein.

Tobias Kühne-Döge: Richtig, richtig! Das ist auch immer ganz, ganz schwierig, weil wie gesagt die Inkubationszeit bei einer Corona-Infektion, die ist relativ weit. Das kann zwei Tage sein, das kann 14 Tage sein. Das ist auch immer abhängig vom Alter, Geschlecht, Kondition, Vorerkrankung et cetera, wie das ausbricht.

Es gibt auch nach wie vor Leute, die sind Corona-positiv, haben aber null Symptome oder vielleicht nur mal eine leicht verstopfte Nase oder mal ein kurzes Gefühl einer Erkältung, was aber nach einigen Tagen schon wieder weg ist. Andere hingegen trifft es deutlich härter, das heißt, die haben wirklich starke Symptome, teilweise auch krankenhauspflichtig oder müssen sogar künstlich beatmet werden, weil der Körper einfach so extrem drauf reagiert.

Deswegen ist das immer so, also auch wenn wir hier testen, Nasen-Rachen-Abstrich beispielsweise, und wir testen und haben jetzt ein negatives Ergebnis, dann kann man sagen, für die 24 Stunden jetzt bist du auf alle Fälle erstmal nicht infektiös, zumindest kann ich diese Viruslast noch gar nicht nachweisen. Und das ist auch immer der Grund, wie man gucken muss. Deswegen testen wir auch immer wieder nochmal nach, deswegen auch diese zwei Tests pro Woche. Das heißt, der Test heute ist nur eine Momentaufnahme.

Also das ist jetzt nicht, dass man jetzt sagt, ich habe hier einen negativen Test und jetzt ist alles gut und die Woche läuft, sondern es ist wirklich immer wieder diese ständige Nachtesten erforderlich. Deswegen weiß man auch, wenn man mal mit jemand Kontakt hatte, der auch schon Corona-positiv war, wie da auch die Gesundheitsämter immer wieder nachtesten, um zu gucken, ist denn tatsächlich auch derjenige jetzt nicht mehr infektiös. Und dadurch muss man einfach gucken, das heißt, deswegen ist immer diese stets und ständige Kontrolle, testen, testen, testen, nur so kann man einfach diese ganzen Reaktionsketten unterbrechen, indem man möglichst schnell Betreffende detektiert.

Corona Schnelltest kaufen

Mario D. Richardt: Vor ein paar Monaten waren Tests noch schweineteuer, kann ich mich dran erinnern. Mittlerweile gibt’s die im Supermarkt oder eben auch in der Apotheke, in der Online-Apotheke, auch bei euch kann man das kaufen.

Tobias Kühne-Döge: Richtig, selbstverständlich! Wir haben auch Tests da, wir haben sowohl alle Varianten da, die wir eingangs besprochen hatten. Das heißt, wir haben Spuck-Tests, wir haben diese Nasen-Popel-Tests für den vorderen Nasen-Abstrich. Diese Tests haben wir alle da und die kann man ganz normal auch bei uns kaufen. Wie gesagt, wir haben uns da auch ein Stück weit darauf vorbereitet, weil die Nachfrage sehr, sehr groß ist, gerade auch bei uns in der Online-Apotheke.

Das heißt, auch für die ganzen Firmen, wir sind da wirklich gut vorbereitet, bieten da auch ein weites Spektrum an verschiedenen Tests. Mit allen Kategorien, je nachdem, der eine will lieber den blauen, der andere lieber den grünen. Das ist alles da und mittlerweile sind die wirklich erschwinglich geworden.

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Mario D. Richardt: Was muss man dafür hinlegen so im Durchschnitt?

Tobias Kühne-Döge: Ich denke mal, so zwischen fünf und sechs Euro pro Test und auch nach Menge ist das ein Stück weit abhängig. Also man kommt im Endeffekt dann auch an diesen normalen üblichen Preis, wie er jetzt auch teilweise beworben wird von irgendwelchen Discountern. Das, denke ich, werden mittlerweile auch dann normale Preise sein. Wie die Apotheken vor Ort das händeln vom Preis her, das vermag ich nicht zu sagen.

Mario D. Richardt: Aber es gibt mittlerweile auch große Pakete, wo dann zehn Tests gleich drin sind oder 20.

Tobias Kühne-Döge: Richtig, richtig! Und wie gesagt, wir haben gerade auch, weil die Firmen haben natürlich auch eine immense Herausforderung damit auch einfach diese Mengen zu beschaffen. Das heißt, wenn ich 100 Mitarbeiter habe, dann brauche ich schon mal 200 Tests pro Woche. Das heißt, im Monat sind mal locker 1000 Tests weg Pi mal Daumen. Die muss ich erst mal beschaffen. Und deswegen haben wir auch einfach entsprechende Pakete geschnürt für die Firmen, dass die einfach auch gleich mal größere Mengen kaufen können, 500, 1000, 2000 Tests, das ist alles möglich. Weil die müssen den Mitarbeitern auch die Möglichkeit geben, das ist mittlerweile wie gesagt Pflicht.

Wie sicher sind Schnelltests?

Mario D. Richardt: Trotzdem die Frage, die muss ich leider auch stellen: Wie sicher sind diese Selbsttests?

Tobias Kühne-Döge: Diese Tests, wie gesagt, die sind sehr, sehr sicher, deswegen sind die auch alle vom BfArM zugelassen. Das heißt, das sind alles zugelassene Tests, das heißt, die durchlaufen genauso wie alle anderen Tests auch gewisse Prüfverfahren. Das heißt, man muss genau gucken, wie zuverlässig sind die, wie sicher können die detektieren, wie einfach sind die auch in der Handhabung, wie ist die Fehleranfälligkeit.

Das heißt, deswegen steht auch bei allen Tests genau drin, wie sie zu handhaben sind oder welche eventuellen Einflussfaktoren man ausschalten sollte, die das Ergebnis möglicherweise verfälschen können. Das heißt, man empfiehlt auch immer gerade bei diesen Speicheltests, dass man mindestens so eine halbe Stunde vorher nichts isst, nichts getrunken hat, kein Kaugummi, nicht geraucht hat, dass man einfach möglichst neutrale Mundflora hat und auch die Mundflüssigkeit dann entsprechend nicht mit irgendwas exponiert ist, sondern wirklich es reine Mundflüssigkeit ist.

Fehleranfälligkeit ist auch noch mal die Temperatur, gerade jetzt, wenn es Sommer wieder wird. Man sagt, die sollten natürlich nicht bei größter Hitze oder irgendwie im Fensterbrett liegengelassen und dann zum Auswerten. Da gibt’s halt immer auch, deswegen kann man auch immer gucken, bei dieser BfArM-Liste oder Gelben Liste steht auch bei jedem Test noch mal drin, wie genau die sind, wie sensitiv die sind, wie generell die Testszenarien sind und wie viel falschnegative oder falschpositive Tests gab’s denn da. Und da gibt’s so eine Ausweitung.

Aber man kann sagen, dass die Tests wirklich sehr, sehr sicher sind. Und wie gesagt, wenn ein Positiv-Ergebnis ist, man testet es ohnehin immer nochmal über den Goldstandard, wird es noch mal gefestigt. Also das noch hin, da gibt’s jetzt aber keinen, der irgendwie aus der Reihe fällt oder wo man sagt, der ist besonders gut oder der ist jetzt schlecht. Sowas kann man einfach nicht sagen, die sind wirklich alle auch zugelassen und gut.

Mario D. Richardt: Im Prinzip habe ich rausgehört, man kann sich darauf verlassen und wenn Fehler passieren, dann meistens doch durch falsche Handhabung oder weil man vorher eine Cola getrunken hat. Ich habe gelesen, sogar Cola kann zu einem positiven Ergebnis führen.