Jod ist ein Mineralstoff, der für die gesunde Funktion unseres Stoffwechsels von großer Bedeutung ist: Wir benötigen zwar nur eine sehr geringe Menge im Mikrogramm-Bereich, diese ist aber essentiell!

Besonders wichtig ist Jod für die Schilddrüsenfunktion: Anhaltender Jodmangel führt zu einer Unterfunktion der Schilddrüse, die sich unter anderem negativ auf das Energieniveau und die kognitive Leistungsfähigkeit auswirkt.

Die gute Nachricht jedoch ist: Jodmangel lässt sich recht gut und einfach beheben! Wenn es Ihnen nicht möglich ist, Ihren täglichen Bedarf an Jod über die Ernährung zu decken, können Sie Nahrungsergänzungsmittel mit Jod bzw. Jodtabletten einnehmen, um einem Mangel vorzubeugen und die gesunde Schilddrüsenfunktion zu unterstützen.

Jod: Ein kleines Spurenelement mit lebenswichtiger Wirkung

Jod ist ein chemisches Element, dass in der Natur, vor allem im Meerwasser und allen darin lebenden Pflanzen und Tieren vorkommt. Für den Menschen gilt es als essentielles Spurenelement, das heißt: Jod wird zwar nur in geringen Mengen benötigt, ist aber sehr wichtig für die gesunde Funktion des Körpers.

Da der menschliche Organismus kein Jod produzieren kann, muss dieser Mineralstoff über die Nahrung oder über Nahrungsergänzungsmittel aufgenommen werden. Fehlt es an Jod, fühlen wir uns schnell müde, niedergeschlagen und haben langfristig ein erhöhtes Erkrankungsrisiko.

Wofür braucht der Körper Jod?

Im komplexen Stoffwechselsystem des menschlichen Körpers hat Jod gleich mehrere verschiedene Funktionen. Es wird vor allem in der Schilddrüse gebraucht, da die dort produzierten Hormone eine Schlüsselrolle für den Energiestoffwechsel spielen. Zudem ist Jod auch für den Erhalt der kognitiven Fähigkeiten von Bedeutung.

Die zentrale Funktion von Jod: Unterstützung beim Energiestoffwechsel

Jod unterstützt EnergiestoffwechelDie chemischen Namen der Schilddrüsenhormone – Trijodthyronin (T3) und Tetrajodthyronin (T4, auch: Thyroxin) – lassen erkennen, dass diese jeweils drei bzw. vier Jod-Atome enthalten. Bei einer verringerten Jodzufuhr wird demnach auch die Produktion dieser beiden Hormone gebremst.

Beide Hormone haben eine wichtige Funktion für einen funktionierenden Energiestoffwechsel: Sie erhöhen den Energieumsatz und bringen Geist und Körper auf Touren. Umgekehrt wird der Energiestoffwechsel bei Jodmangel gebremst, so ist stete Müdigkeit und Antriebslosigkeit ein typisches Signal für eine Schilddrüsenunterfunktion.

Entwicklung und Erhaltung der kognitiven Fähigkeiten

Die jodhaltigen Schilddrüsenhormone T3 und T4 sind zudem wichtig für die Entwicklung des zentralen Nervensystems: Gerade in der Wachstumsphase, in der sich Gehirn und Rückenmark voll entwickeln und vernetzen, ist eine ausreichende Jodzufuhr wichtig für die Ausbildung der kognitiven Fähigkeiten.

Auch bei Erwachsenen ist Jod bzw. die Schilddrüsenfunktion wichtig. Diese sind wichtig für ein gutes Gedächtnis und schnelle Reflexe, kurz die geistige Fitness.

Die besonders wichtigen Funktionen von Jod in der Schwangerschaft

Dem Spurenelement Jod kommt besonders in der Schwangerschaft eine große Bedeutung zu. Gerade in der Frühphase der Schwangerschaft kann eine Unterversorgung mit Jod das Risiko einer Fehlgeburt erhöhen. Zudem kann ein Mangel an Jod die körperliche und geistige Entwicklung des Fötus behindern.

Wie hoch ist der Tagesbedarf an Jod?

Tagesbedarf an Jod hängt vom Alter abWie hoch Ihr Tagesbedarf an Jod ist, hängt vor allem von Ihrem Alter ab. Geschlechtsspezifische Unterschiede in der täglich benötigten Jodmenge gibt es nicht.

Lediglich für Schwangere und Stillende gelten abweichende Empfehlungen. Zur besseren Übersicht haben wir Ihnen hier eine Auflistung der verschiedenen Tagesdosen zusammengestellt:

  • Säuglinge bis 4 Monate: 40 Mikrogramm Jod/Tag

  • Säuglinge 4–12 Monate: 80 Mikrogramm Jod/Tag

  • Kinder 1–4 Jahre: 100 Mikrogramm Jod/Tag

  • Kinder 4–7 Jahre: 120 Mikrogramm Jod/Tag

  • Kinder 7–10 Jahre: 140 Mikrogramm Jod/Tag

  • Kinder 10–13 Jahre: 180 Mikrogramm Jod/Tag

  • Jugendliche ab 13 Jahre und Erwachsene bis 51 Jahre: 200 Mikrogramm Jod/Tag

  • Erwachsene ab 51 Jahren: 180 Mikrogramm Jod/Tag

  • Schwangere: 230 Mikrogramm Jod/Tag

  • Stillende: 260 Mikrogramm Jod/Tag

Kann der Körper Jod speichern?

Jod wird über die Nahrung aufgenommen und kann, bei Bedarf, mit Nahrungsergänzungsmitteln supplementiert werden. Der Körper kann Jod jedoch nur in Mengen von 10–20 mg speichern, den größten Teil davon in der Schilddrüse.

Das entspricht ungefähr einem 3-Monats-Vorrat an Jod – der Rest wird ausgeschieden. Um Mangelzustände zu vermeiden, sollten Sie Ihre Jod-Speicher regelmäßig auffüllen und durch eine ausgewogene Ernährung die Versorgung mit kleinen Mengen an Jod sicherstellen.

Welche Ursachen kann ein Jodmangel haben?

Wenn ein Jodmangel diagnostiziert wird, ist der Blick auf die Ursachen wichtig, um möglichst zielgerichtete Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Typische Ursachen sind eine mangelnde Jodzufuhr oder eine Hemmung der Jodaufnahme im Körper – gerade dann, wenn erhöhter Jodbedarf besteht.

Mit einer ausgewogenen Ernährung lässt sich der tägliche Jodbedarf in der Regel gut decken. Bestimmte Allergien und Unverträglichkeiten, insbesondere eine Milchzucker-/Lactoseunverträglichkeit, eine Kuhmilch- oder Fischallergie, können den Verzehr besonders jodreicher Lebensmittel jedoch unmöglich machen.

Wenn dies nicht ausreichend durch andere jodreiche Nahrung oder Nahrungsergänzungsmittel kompensiert wird, entsteht ein Jodmangel. Auch der freiwillige Verzicht auf Seefisch, Eier und Milchprodukte, ob aus geschmacklichen Gründen oder aufgrund einer veganen Lebensweise, kann zu einer Unterversorgung mit Jod führen.