Unter den für den Menschen wichtigen Mineralstoffen versteht die Medizin diejenigen chemischen Verbindungen, die der Körper für seine Funktion benötigt. Sie können vom menschlichen Organismus nicht selbst hergestellt, aber über die Nahrung zugeführt werden. Ist die Ernährung unausgewogen, kommt es aufgrund der fehlenden Mineralstoffe zu Fehlfunktionen in den Organen. In diesem Artikel erläutern wir, wie Sie Ihren Mineralstoffhaushalt ausgeglichen halten, um Mangelerscheinungen zu vermeiden.
Inhaltsverzeichnis öffnen
Inhaltsverzeichnis
Was versteht man unter Mineralstoffen?
Mineralstoffe gehören zu den anorganischen Nährstoffen. Ganz im Gegensatz zu den Vitaminen bestehen sie nicht aus einer Verbindung mit Kohlenstoff und Wasserstoff, sondern aus einem einzelnen chemischen Element, wie beispielsweise Magnesium, Kalium oder Zink, um nur einige zu nennen.
Die Aufnahme erfolgt über die Ernährung, die Mineralstoffe gelöst bzw. als Spuren enthält. Im Vergleich zu Kohlenhydraten liefern sie zwar keinerlei Energie, werden aber für die Erfüllung gewisser Körperfunktionen zwingend benötigt.
Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente: Wo liegen die Unterschiede?
Spurenelemente gehören ebenfalls zur Gruppe der Mineralstoffe. Ihr besonderes Merkmal ist die weitaus geringere Konzentration von unter 50 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht.
Vitamine hingegen bestehen im Vergleich zu Mineralstoffen und Spurenelementen aus organischen Verbindungen mit Kohlenstoff und Wasserstoff. Auch sie können mit Ausnahme des Vitamin D nicht selbst vom Körper hergestellt werden.
Deshalb müssen sie ebenfalls über die Nahrung zugeführt werden. Erfahren Sie hier, welchen Nutzen Vitamine für Ihren Körper haben und, wie Sie Ihren Bedarf mit passenden Vitaminpräparaten ideal decken.
Welche Arten von Mineralstoffen gibt es?
Es werden grundsätzlich zwei Arten von für den Menschen wichtigen Mineralstoffen unterschieden. Die Gruppe wird nach der vorhandenen Konzentration in der Körpermasse bestimmt.
Die sogenannten Makro- oder Mengenelemente verfügen über eine Konzentration von über 50 Milligramm pro Kilogramm Körpermasse. Die Mikro- oder Spurenelemente liegen darunter. Aufgrund der höheren erforderlichen Konzentration bei den Mengenelementen muss diese Sorte der Mineralstoffe täglich über die Nahrung zugeführt werden, um Fehlfunktionen zu vermeiden.
Spurenelemente hingegen werden in weitaus geringerer Menge benötigt. Es ist deshalb keine stetige Zufuhr dieser untergeordneten Gruppe von Mineralstoffen erforderlich, um die normalen Körperfunktionen zu ermöglichen.
Warum sind Mineralstoffe so wichtig für uns?
Unser Organismus setzt Mineralstoffe für eine Vielzahl von lebenswichtigen Funktionen ein. So sind sie z. B. bei der Bildung von Knochen, Zähnen, Hormonen und Blutzellen maßgeblich beteiligt.
Da sie vom Körper nicht selbst gebildet werden können, müssen sie über die Nahrung zugeführt werden. Ist dabei die Konzentration an Mineralstoffen unzureichend, sind Fehlfunktionen die Folge.
Wichtige Mineralstoffe für Ihren Körper
Calcium, Magnesium, Eisen, Zink, Selen und andere Mineralstoffe sind wichtig für etliche Körperfunktionen. Lernen Sie unser breites Sortiment kennen.
- Große Auswahl
- Günstige Preise
- Schnelle Lieferung

Essentielle Mineralstoffe: Was sind die wichtigsten Mineralstoffe für den Menschen?
Mineralstoffe sind für unsere Zellbildung und unsere Körperfunktionen unabdingbar. Ohne sie wäre unser Leben nicht möglich.
Zu den für den Menschen lebenswichtigen Mineralstoffen gehören:
- Calcium (Ca)
- Chlorid (Cl)
- Kalium (K)
- Magnesium (Mg)
- Natrium (Na)
- Phosphor (P)
- Schwefel (S)
Welche weiteren Mineralstoffe gibt es?
Ebenfalls zu der Gruppe der Mineralstoffe zählen die Spurenelemente. Diese sind ebenso für unsere Körperfunktionen wichtig, werden aber in einer kleineren Menge benötigt. Dabei handelt es sich um:
- Chrom (Cr)
- Cobalt (Co)
- Eisen (Fe)
- Iod (I)
- Kupfer (Cu)
- Mangan (Mn)
- Molybdän (Mo)
- Selen (Se)
- Silicium (Si)
- Zink (Zn)
Mineralstoffe erfüllen vielseitige Funktionen im Körper
Mineralstoffe sind keine Energieträger, sie werden für die Steuerung einiger essentieller Körperfunktionen benötigt. So beteiligen sie sich am Bau von Knochen, Zähnen, Hormonen und Blutzellen, erhalten die Spannung im Gewebe, übertragen Reize oder aktivieren Enzyme. Nachfolgend stellen wir einige der wichtigsten Funktionen vor, die mithilfe von Mineralstoffen gesteuert werden.
Mineralstoffe sorgen für den Aufbau von Knochen, Muskeln und Sehnen
Vor allem der Mineralstoff Calcium (auch Kalzium geschrieben) ist es, der die Bildung von Knochen und Zähnen vorantreibt. Das konnte dank medizinischer Forschung, die bis ins 19. Jahrhundert zurückreicht, belegt werden.
Daher sollte vor allem bei heranwachsenden Kindern für eine kalziumreiche Nahrung gesorgt werden. Aber auch Senioren, die unter Osteoporose leiden, profitieren von einer optimierten Nahrungsergänzung.
In Muskel, Sehnen und Nerven erregt Calcium die nötigen Reize zum Zusammenziehen oder Entspannen. Ohne Calcium wäre die Kontraktion der Muskulatur nicht möglich.
Einfluss auf die Wundheilung und das Immunsystem
Wer bei sich eine verlangsamte Wundheilung festgestellt hat, kann dieses Manko durch die verstärkte Einnahme des Spurenelements Zink ausgleichen. Es handelt sich hierbei um einen vielseitig einsetzbaren Mineralstoff, der für die Funktion des Immunsystems von großer Bedeutung ist.
Mineralstoffe dienen einem funktionierenden Stoffwechsel
Neben dem lebensnotwendigen Zink hat auch Magnesium wichtige Aufgaben im Körper. Es wird bei über hundert verschiedenen biochemischen Reaktionen aktiv und ist bei der Steuerung des Stoffwechsels ein vielbeschäftigter Akteur. So unterstützt es über 300 Enzyme bei Stoffwechselprozessen im ganzen Körper.
Für die Regulierung des Wasserhaushalts sind Mineralstoffe essentiell
Basierend auf dem Zellvolumen vermag der Organismus mehr oder weniger Wasser im Blut zu speichern. Für die Steuerung dieses Prozesses ist Natrium im Zusammenspiel mit dem Elektrolyten Chlorid verantwortlich.
Je nach Höhe der Natriumkonzentration verändert sich dementsprechend der Wasserhaushalt. Auch das Durstgefühl ist von diesem Mineralstoff abhängig. Sowohl Natrium als auch Chlorid werden ganz einfach über Kochsalz (Natriumchlorid) aufgenommen.
Mineralstoffe tragen zum Schutz der Körperzellen bei
Zum Schutz der Körperzellen wird des Öfteren das Spurenelement Selen genannt. Die Erforschung dieses Spurenelements ist jedoch nicht abgeschlossen und seine Wirksamkeit umstritten. Bei Selenmangel zeigen gewisse Enzyme jedoch nachweislich eine verminderte Funktionalität, wodurch Störungen in verschiedenen Organsystemen auftreten können.
Mineralstoffe sind wichtig für die Blutbildung
Das Blut bindet Sauerstoff mithilfe des Spurenelements Eisen. Da dieser Mineralstoff jedoch nur in geringer Menge benötigt wird, ist Eisenmangel im Normalfall nur selten anzutreffen.
In bestimmten Situationen erhöht sich jedoch der Eisenbedarf, sodass die Einnahme von Eisenpräparaten empfohlen wird. Dies ist insbesondere während der Schwangerschaft, nach der Entbindung und bei Blutungen (Menstruation) der Fall.
Kennen Sie schon den Gesundheitspodcast?
Spannende Gesundheitsthemen verständlich erklärt von Expert:innen – das ist der Gesundheitspodcast „kernig & gesund“.
In dieser Folge geht es um das Thema Nahrungsergänzungsmittel.

Wie hoch ist der Tagesbedarf an Mineralstoffen?
Eine allgemeingültige Aussage über den Tagesbedarf an Mineralstoffen ist nicht möglich. Die benötigte Menge variiert je nach Mineralstoff und Alter des Patienten.
Sollten Sie bei sich also eine Mangelerscheinung feststellen, schauen Sie auf die Packungsbeilage des jeweiligen Nahrungsergänzungsmittels. Dort werden Ihnen genaue Empfehlungen gegeben, die Sie befolgen sollten.
Achten Sie darauf, keine Überdosis der Mineralstoffe einzunehmen. Einige Mineralstoffe können bei hoher Überdosierung auch negative Effekte auf den menschlichen Organismus haben. Hier gilt – wie fast immer: Die Dosis macht das Gift.
Was passiert, wenn dem Körper nicht genügend Mineralstoffe zugeführt werden?
Wenn über die Nahrung die ausreichende Menge an Mineralstoffen und Spurenelementen nicht zugeführt wird, entsteht im Organismus ein Mineralstoffmangel. Diese Mangelerscheinung führt zu Fehlfunktionen im Organismus, da die zur Steuerung zwingend benötigten Mineralstoffe nicht vorhanden sind.
Typischen Anzeichen eines Mineralstoffmangels
Ein Mineralstoffmangel lässt sich zunächst an einer Reihe harmloser Symptome wie Müdigkeit, Konzentrationsschwäche, Kopfschmerzen oder Schwindel diagnostizieren. Bei ausgeprägtem Mangel sind jedoch auch schwerwiegende Folgen wie Blutarmut (Anämie), Herz- oder Sehstörungen möglich.
Besonders in jungen Jahren ist während des Wachstums auf eine abwechslungsreiche Ernährung zu achten. Im Normalfall ist in diesem Stadium die Zugabe von Nahrungsergänzungsmitteln nicht nötig, wenn ein ausgewogener Ernährungsplan vorliegt, der bereits alle benötigten Mineralstoffe enthält.
Wie kann einem Mineralstoffmangel entgegengewirkt werden?
Ein Mineralstoffmangel ergibt sich zum Beispiel bei einer einseitigen Ernährung. Rein ernährungstechnisch sind also „Allesfresser“ klar im Vorteil, da sie über eine vielfältige Nahrung das ganze Spektrum an Mineralstoffen aufnehmen.
Bei jeder Form von einschränkender Diät muss deshalb darauf geachtet werden, dass fehlende Bestandteile mit Nahrungsergänzungsmitteln ausgeglichen werden, um einem Mineralstoffmangel entgegen zu wirken.
Neben Ernährungsproblemen führt eine Reihe weiterer Ursachen zu Mineralstoffmangel. So kann der Magnesiumhaushalt auch durch chronischen Durchfall und Verstopfung oder gewisse Medikamente gestört werden. In diesen Fällen sollten Sie ärztlichen Rat beiziehen, um den Mangel an Mineralstoffen zu beheben.

Vielseitige Ernährung für ausreichende Mineralstoffversorgung
Um ausreichend mit Mineralstoffen versorgt zu sein, sollte auf eine ausgewogene Ernährung geachtet werden. Welche Mineralstoffe in welchen Nahrungsmittel gehäuft vorkommen, haben wir hier für Sie zusammengestellt:
- Calcium (Ca): Milchprodukte, Käse, Joghurt, Mohn, Sesam, Brennnessel
- Chlorid (Cl) und Natrium (Na): Kochsalz
- Kalium (K): Fisch, Obst in Form von getrockneten Aprikosen und Pfirsichen, Bohnen, Erbsen, Linsen
- Magnesium (Mg): Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Milchprodukte, Vollkornprodukte, Haferflocken
- Phosphor (P): Fleisch, Fisch, Milchprodukte, Haferflocken, Reis, Knäckebrot
- Schwefel (S): Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, Nüsse, Knoblauch, Bärlauch, Zwiebeln
Nahrungsergänzungsmittel aus deiner Apotheke
Kennst du schon die Nahrungsergänzungsmittel von apodiscounter?
- Apothekenqualität
- Günstige Preise*
- Große Auswahl

Das sollten Sie bei der Einnahme von Mineralstoffen beachten
Wenn Sie Mineralstoffe konzentriert mithilfe von Nahrungsergänzungsmitteln einnehmen, sollten Sie folgende Punkte beachten:
Mögliche Wechselwirkungen zwischen den Mineralstoffen
Wie bei anderen Arzneien sind auch bei der medikamentösen Einnahme von Mineralstoffen Neben- und Wechselwirkungen möglich. Beachten Sie in diesem Zusammenhang die Informationen des Herstellers auf der Packungsbeilage.
Auf die individuelle Dosierung achten
Schützen Sie sich vor einer unnötigen Überdosierung, indem sie die Anweisungen in der Packungsbeilage befolgen, denn nicht nur der Mangel, sondern auch ein allzu großer Überschuss an Mineralstoffen kann sich auf Ihre Gesundheit negativ auswirken.
Die Zeiten der Einnahme können eine Rolle spielen
Am effektivsten nutzt die Verdauung die zugeführten Mineralstoffe, wenn Sie die in der Packungsbeilage empfohlenen Einnahmezeiten exakt einhalten.
Mineralstoffe während der Schwangerschaft einnehmen?
Gerade während der Schwangerschaft ist eine ausgewogene Ernährung besonders wichtig, um dem Embryo eine optimale Wachstumsgrundlage zu bieten. Meist signalisiert der Körper einer Schwangeren von selbst, worauf Appetit besteht. Eine medikamentöse Einnahme von Mineralstoffen ist möglich. Sie sollte aber nur nach vorheriger Absprache mit Ihrem Arzt erfolgen.
Wie kann ein Mangel an Mineralstoffen festgestellt werden?
Zur Feststellung eines Mineralstoffmangels lässt der Arzt einen Blut- und Urintest erstellen. Sollten gewisse Mineralstoffe in abnormaler Konzentration vorhanden sein, wird er Ihnen entweder eine Nahrungsumstellung oder ein Nahrungsergänzungsmittel vorschlagen, um den Mangel auszugleichen.
