In diesem Ratgeberbeitrag geht es um das essentielle Spurenelement Eisen. Wir erklären Ihnen, warum dieser Mineralstoff so wertvoll für unseren Körper ist. Neben den wichtigsten Funktionen und Stoffwechselprozessen präsentieren wir Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie Ihren Eisenbedarf sichern können.

Wofür benötigen wir das Spurenelement Eisen?

Eisen ist wichtig für verschiedene StoffwechselprozesseEisen (Ferrum) gehört zur Kategorie der Spurenelemente, so dass es vom Körper nur in vergleichsweise niedriger Konzentration – in Form von Spuren – benötigt wird. Das bedeutet allerdings nicht, dass die Aufnahme von Eisen zu vernachlässigen wäre. Als essentielles und am häufigsten im Körper vorkommendes Spurenelement ist Eisen lebensnotwendig und muss in ausreichender Menge zugeführt werden.

Die Hauptaufgabe von Eisen ist der Sauerstofftransport, der alle Zellen des Körpers mit Sauerstoff versorgt. Dadurch wird gewährleistet, dass alle Funktionen und Stoffwechselprozesse des Körpers reibungslos ablaufen können. Im Mittelpunkt steht dabei die Energiegewinnung auf Zellebene.

Das zeichnet die Wirkung von Eisen aus

Das Spurenelement Eisen ist nicht nur für die lebensnotwendige Zellatmung wichtig, sondern ist auch an zahlreichen physiologischen Funktionen beteiligt. Neben der Eisen-abhängigen Energieversorgung des Körpers aufgrund der zellulären Umwandlung von Traubenzucker zu Energie (Zellatmung), ist Eisen für verschiedene Stoffwechselschritte unverzichtbar.

Die Wirkung von Eisen unterliegt einer bedarfsgerechten Zufuhr. Allerdings kann die Eisenaufnahme höchst sensibel durch verschiedene Faktoren gestört werden. Eine unzureichende Deckung des Eisenbedarfs führt in Folge zu deutlichen Mangelerscheinungen und zur Störung wichtiger Stoffwechselprozesse.

Die Gründe für einen Eisenmangel durch Störungen des Eisenstoffwechsels erklären wir Ihnen später detailliert im Abschnitt „Das sind die Ursachen eines Eisenmangels“. Warum auch eine Überdosierung von Eisen vermieden werden sollte, lesen Sie wiederum unter „Achtung Überdosierung: Was passiert bei zu viel Eisen im Körper?“ detailliert.

Diese Funktionen hat Eisen in unserem Körper

Neben dem lebensnotwendigen Sauerstofftransport von Eisen über das Blut, ist das Spurenelement in verschiedene Stoffwechselprozesse involviert. Darüber hinaus wird Eisen für die Blutbildung benötigt.

Essentieller Helfer für den Sauerstofftransport im Blut

Eisen ist wichtig für den Sauerstofftransport im BlutOhne Eisen wäre die lebenswichtige Versorgung des Körpers mit Sauerstoff nicht möglich. Wird Sauerstoff über die Lungen eingeatmet, muss er sich zunächst an den Blutfarbstoff Hämoglobin binden. Dies erfolgt mit Hilfe von Eisen als Bestandteil der Erythrozyten (rote Blutkörperchen).

Das Hämoglobin verteilt den gebundenen Sauerstoff über das Blut in den gesamten Körper, wo die Zellen ihn zur Zellatmung bzw. zur zellulären Energiegewinnung nutzen. Auf muskulärer Ebene wird der Sauerstoff mit Hilfe von Eisen an das muskuläre Hämoglobin Myoglobin gebunden. Dadurch wird die Muskulatur effektiv mit Sauerstoff versorgt.

Eisen unterstützt wichtige Stoffwechselprozesse

Neben der Sauerstoffversorgung von Blut, Zellen und Muskeln unterstützt Eisen zahlreiche Stoffwechselwege. In diesem Zusammenhang sind die Zellen von Muskulatur, Haut, Haaren und Nägeln auf eine Versorgung mit ausreichend Eisen angewiesen. Dies erklärt, warum ein Eisenmangel u. a. an einem schlechten Zustand von Haaren oder Nägeln erkennbar ist.

Darüber hinaus ist Eisen für die Blutbildung unverzichtbar. Nur wenn genügend Eisen zur Verfügung steht, kann der Blutfarbstoff Hämoglobin ausreichend gebildet werden. Und die lebenswichtige Zellatmung ist wiederum auf Hämoglobin für den Sauerstofftransport auf Zellebene angewiesen. Ansonsten besteht das Risiko, dass die Leistungsfähigkeit und die körpereigenen Abwehrkräfte bzw. das Immunsystem herabgesetzt werden.

So nimmt Ihr Körper Eisen auf

Eisen wird im Darm resorbiertEisen wird zum größten Teil über die ersten Abschnitte des Dünndarms aufgenommen. Neben dieser hauptsächlichen Eisenresorption über den Zwölffingerdarm (Duodenum), erfolgt die Eisenaufnahme im deutlich geringeren Umfang auch über die folgenden Darmabschnitte bzw. über den Leerdarm (Jejunum). Im Blut bindet sich der eingeatmete Sauerstoff ans Eisen, bevor das Spurenelement zu seinem Zielort transportiert wird.

Damit Eisen vom Körper aufgenommen, transportiert und gespeichert werden kann, sind verschiedene Proteine unverzichtbar. Zunächst muss dreiwertiges Nahrungseisen (Fe3+) zu zweiwertigem Eisen (Fe2+) umgebaut werden. Diese chemische Umwandlung erfolgt über komplexe Transportsysteme, die medizinisch als Eisentransporter Ferroportin 1 und Eisentransporter DMT 1 bezeichnet werden.

Damit das aufgenommene Eisen zu den eisenspeichernden Geweben und Zellen transportiert werden kann, wird es an das Transportprotein Transferrin gebunden. Für die Eisenspeicherung wird wiederum das Speicherprotein Ferritin benötigt. Ein Drittel des Eisens wird in Leber, Darmschleimhaut, Milz und Knochenmark gespeichert. Das restliche Eisen wird zu zwei Dritteln im Blut gespeichert, in dem es sich an den roten Blutfarbstoff Hämoglobin haftet.

Der Bedarf an Eisen ist abhängig vom Alter

Altersabhängig: Der Tagesbedarf an Eisen variiert im Laufe des Lebens

Der tägliche Eisenbedarf unterliegt verschiedenen Faktoren. Auch mit steigendem Alter ändert sich der benötigte Tagesbedarf an Eisen. In Phasen, in denen der Körper einen höheren Eisenbedarf hat – zum Beispiel während der Pubertät und bei Frauen während der Menstruation und Schwangerschaft – kann die Aufnahme durch ein Eisen-Präparat wie die Eisenlösung gesichert werden.

Auch in Wachstumsphasen ist der Eisenbedarf erhöht. Dann empfehlen wir die Einnahme von aus natürlicher Eisenquelle. Diese praktischen Tages-Portionsbeutel werden einfach in Saft aufgelöst.

Darüber hinaus spielt die körpereigene Speicherkapazität von Eisen eine wichtige Rolle, wenn es um die benötigte Eisenzufuhr geht. Frauen verfügen ungefähr über 300 bis 400 Milligramm und Männer über 500 bis 1000 Milligramm gespeichertes Eisen. Der größte Teil des aufgenommenen Eisens wird über den Stuhl ausgeschieden. Nur 5 bis maximal 30 Prozent des Eisens können aus der Nahrung resorbiert werden. Sind die Eisenspeicher erschöpft, ist der Körper auf zugeführtes Eisen von außen angewiesen.

So hoch ist der Tagesbedarf an Eisen bei Erwachsenen

Frauen benötigen aufgrund der hormonell bedingten Blutverluste während der Periode mehr Eisen als Männer. Während der weibliche Tagesbedarf an Eisen bei 15 Milligramm liegt, benötigen Männer im gesamten Erwachsenenalter durchschnittlich 10 Milligramm Eisen täglich. Bei Frauen ab 51 Jahren sinkt der Eisenbedarf auf 10 Milligramm.

Aufgrund von Schwangerschaft und Stillzeit steigt der Tagesbedarf an Eisen bei Frauen im gebärfähigen Alter deutlich an. Die jeweiligen Empfehlung präsentieren wir Ihnen unter „So hoch ist der Bedarf an Eisen in der Schwangerschaft“.

So viel Eisen braucht Ihr Kind täglich

So hoch ist der Eisenbedarf bei Kindern

Von der Geburt bis zum vollendeten dritten Lebensmonat benötigen Säuglinge 0,5 Milligramm Eisen pro Tag. Dieser vergleichsweise niedrige Bedarf erklärt sich, weil Neugeborene noch eine Weile von dem Eisen der Plazenta versorgt werden. Ab dem vierten Monat bis zum vollendeten sechsten. Lebensjahr steigt der tägliche Eisenbedarf bei Kindern auf 8 Milligramm pro Tag an.

Während sich der Bedarf im Alter von sieben Jahren bis zum Ende des neunten Lebensjahres bei Mädchen und Jungen gleichermaßen auf 10 Milligramm Eisen pro Tag erhöht, verändert sich die benötigte Eisenmenge danach geschlechtsspezifisch. Bei Jungs steigt der Bedarf von zehn bis zwölf Jahren auf 12 Milligramm Eisen pro Tag an. Mädchen gleichen Alters benötigen wiederum 15 Milligramm Eisen täglich.

Empfohlene Eisenzufuhr für Jugendliche