Nagelpilz: Ursachen, Symptome und Behandlung

Ursachen Symptome und Behandlung von Nagelpilz

Nagelpilz ist für viele Menschen ein sensibles Thema, über das nur selten offen gesprochen wird. Besonders in den Sommermonaten können verfärbte und brüchige Nägel für Betroffene sehr belastend sein. Doch mit einer gezielten Behandlung kann eine Ausbreitung vermieden und die Nagelgesundheit langfristig erhalten werden. Erfahren Sie hier, woran Sie Nagelpilz erkennen und wie Sie eine Infektion effektiv behandeln und vorbeugen können.

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Was ist Nagelpilz? Wie entsteht Nagelpilz?

Nagelpilz, auch als Nagelmykose oder Onychomykose bekannt, ist eine weit verbreitete Infektion der Finger- oder Zehennägel, die durch verschiedene Pilze verursacht wird. Etwa jeder achte Mensch in Deutschland ist betroffen. In den meisten Fällen wird die Infektion durch Fadenpilze wie Trichophyton rubrum ausgelöst, seltener auch durch Hefe- oder Schimmelpilze.

Fußnägel sind besonders anfällig für Nagelpilz, da sie langsamer wachsen als Fingernägel und das feucht-warme Klima in Schuhen ideale Lebensbedingungen für Pilze schafft. Das erklärt, weshalb die Ansteckungsgefahr in feuchten Umgebungen wie Schwimmbädern, Saunen oder Wellness-Oasen besonders hoch ist. Aber auch der Kontakt mit infizierten Personen oder pilzbelasteten Textilien, wie Handtüchern und (Hotel-)Teppichen, kann zur Übertragung führen.

Jeder Mensch kann an Nagelpilz erkranken. Kommt ein Nagel mit Pilzsporen in Berührung, können verschiedene Faktoren die Entstehung einer Nagelpilzinfektion begünstigen, z. B.:

  • Mikroverletzungen am Nagel oder an der Nagelhaut: Diese entstehen z. B. durch mechanischen Druck beim Sport, zu enges Schuhwerk oder unsachgemäße Pflege, und bieten den Pilzen Eintrittspforten.
  • Geschwächtes Immunsystem oder Vorerkrankungen: Dadurch kann die Fähigkeit, Pilzinfektionen abzuwehren, beeinträchtigt sein.
  • Genetische Faktoren: Auch die genetische Veranlagung kann eine Rolle spielen und die Anfälligkeit für Nagelpilzinfektionen erhöhen.

Nagelpilz erkennen: Verlauf und Symptome

Eine Nagelpilzinfektion beginnt oft unbemerkt, da sich die Pilze langsam unter der Nagelplatte ausbreiten. Sie ernähren sich überwiegend von Keratin – dem Hauptbestandteil unserer Nägel.

Im Frühstadium wirkt der Nagel zunehmend glanzlos. Meist zeigen sich weiße Flecken oder Striemen am freien Nagelrand, die sich allmählich vergrößern können. Mit fortschreitender Infektion nimmt die Verfärbung eine gelbliche bis bräunliche Tönung an und kann bis zu einem dunklen Bernsteinton reichen. Nicht selten verdickt sich der Nagel an den betroffenen Stellen, was oft zu Unebenheiten und einem Abbröckeln des Nagelrandes führt.

Obwohl eine Nagelpilzinfektion in der Regel lange Zeit schmerzfrei verläuft, können im Endstadium schon leichte Berührungen oder Druck starke Schmerz verursachen – besonders, wenn sich der geschädigte Nagel vom Nagelbett löst. Unsere Nägel bieten einen wichtigen Schutz für die empfindlichen Nagelbetten an den Finger- und Zehenspitzen. Um die Nagelgesundheit zu erhalten, ist es ratsam, bei den ersten Anzeichen einer Infektion ärztlichen Rat einzuholen und eine gezielte Behandlung zu besprechen.

Nagelpilz gezielt behandeln

Da unser Immunsystem eine Nagelpilzinfektion nicht eigenständig bekämpfen kann, ist eine Behandlung unerlässlich. Andernfalls können sich die Nägel so stark verdicken, dass sogar das Tragen von Schuhen Schwierigkeiten bereitet. Unbehandelt kann sich der Pilz auf benachbarte Zehen- oder Fingernägel ausbreiten und auch die Haut infizieren. Fuß- und Nagelpilz werden durch dieselben Erreger verursacht und begünstigen sich häufig gegenseitig.

Eine gezielte Behandlung verspricht die besten Heilungschancen. Es erfordert zwar Geduld, da insbesondere Fußnägel langsam nachwachsen und die Therapie oft mehrere Monate andauert, doch bei konsequenter Anwendung kann der Nagelpilz erfolgreich abgetötet werden und der gesunde Nagel vollständig nachwachsen. Die Dauer der Therapie hängt davon ab, wie schnell der Nagel wächst.

Die vollständige Heilung erstreckt sich meist über:

  • ca. 6 Monate (bei Pilzinfektionen an den Fingernägeln)
  • ca. 12 Monate (bei Pilzinfektionen an den Fußnägeln)

Je nach Schweregrad des Pilzbefalls stehen unterschiedliche Therapieansätze mit verschiedenen Anti-Pilz-Mitteln zur Verfügung.

Anti-Pilz-Mittel zur äußerlichen Anwendung (topische Therapie)

Im Anfangsstadium empfehlen Ärzte bzw. Ärztinnen in der Regel einen medizinischen (antimykotischen) Nagellack, der rezeptfrei in der Apotheke erhältlich ist und direkt auf den erkrankten Nagel aufgetragen wird.

Einige dieser Lacke wirken fungistatisch und hemmen das Wachstum der Pilze, ohne sie zu töten. Andere Wirkstoffe, wie Ciclopirox, sind fungizid und töten die Pilze direkt ab. Ciclopirox hat den zusätzlichen Vorteil, dass es nicht nur die lebenden Pilzzellen, sondern auch die widerstandsfähigen Pilzsporen bekämpft. Diese Sporen können bei unzureichender Behandlung zu einem Wiederaufflammen der Infektion führen.

Da Nagelpilz meist unter der Nagelplatte sitzt, kann er eine monatelange Behandlung überstehen, wenn das Anti-Pilz-Mittel nicht ausreichend durch den Nagel dringt. Bei wasserfesten Lacken ist es daher notwendig, die Nageloberfläche vor der ersten Anwendung mit einer Feile aufzurauen, um eine optimale Wirkung des Mittels zu erzielen.

Es gibt jedoch auch praktische Alternativen: Ein spezieller wasserlöslicher Anti-Pilz-Lack aus der Apotheke ermöglicht eine direkte Anwendung und erspart Ihnen sowohl das Feilen als auch den Einsatz eines chemischen Nagellackentferners.

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Ciclopoli® gegen Nagelpilz ist ein wasserlöslicher medizinischer Nagellack mit dem Wirkstoff Ciclopirox, der speziell entwickelt wurde, um leichte bis mittelschwere Nagelpilzinfektionen zu behandeln. Er lässt sich leicht anwenden, zieht schnell ein und wirkt in der Tiefe.

Stark gegen Nagelpilz – alle Vorteile von Ciclopoli® auf einen Blick:

  • Mit 30 Stunden Anti-Pilz-Aktivität: Der enthaltene Breitband-Wirkstoff Ciclopirox bekämpft langanhaltend alle gängigen Pilzerreger, ohne dass Resistenzen bekannt sind.
  • Tiefenwirksam dank HPCH-Technologie: Die innovative HPCH-Technologie ermöglicht es dem Wirkstoff, tief in den Nagel einzudringen und gezielt dort zu wirken, wo der Pilz sitzt.
  • Einfache und schnelle Anwendung: 1 x täglich auftragen – 30 Sekunden trocknen lassen – fertig. Es ist kein aufwendiges Anfeilen der Nagelplatte erforderlich.
  • Unsichtbar auf dem Nagel: Der Lack zieht vollständig ein und hinterlässt keinen Glanz auf der Nageloberfläche.
  • Leicht zu entfernen: Dank der wasserlöslichen Lackgrundlage wird kein Nagellackentferner benötigt. Eventuelle Lackreste können einfach mit Wasser abgewaschen werden.

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Anti-Pilz-Mittel zur Einnahme (systemische Therapie)

Bei fortgeschrittenem Pilzbefall kann neben dem Einsatz äußerlicher Arzneimittel eine zusätzliche Einnahme von Tabletten erforderlich sein. Tabletten gegen Nagelpilz sind rezeptpflichtig und nur nach ärztlicher Rücksprache anzuwenden.

Welcher Arzt bzw. welche Ärztin kann helfen?

Es kommt häufig vor, dass Betroffene aus Scham oder anderen Gründen die Behandlung von Nagelpilz hinauszögern. Manchmal so lange, bis sich der Nagel vom Nagelbett löst. Besonders bei den Zehen ist dies oft mit großen Schmerzen verbunden, da der ausgefallene Nagel das empfindliche Nagelbett nicht mehr schützen kann.

Um solche Komplikationen zu vermeiden, ist es ratsam, bei den ersten Anzeichen einer Nagelpilzinfektion umgehend Ihren Hausarzt aufzusuchen. In fortgeschrittenen Fällen empfiehlt es sich, einen Hautarzt (Dermatologen) zu konsultieren, der aufgrund seiner Expertise am besten auf Pilzerkrankungen und deren Behandlung eingehen kann.

Tipps zur Unterstützung der Nagelpilz-Behandlung

  • Waschen Sie Ihre Hände und Füße regelmäßig mit einer pH-neutralen bis basischen Seife und trocknen Sie die betroffenen Finger und Zehen separat mit einem Handtuch, das nur Sie benutzen. Auch antimikrobielle Fußbäder, z. B. mit Natron oder Kamille können die Behandlung unterstützen.
  • Zur Pflege der Nägel (Schneiden und Feilen) ist ein zweites Nagel-Set sinnvoll, welches Sie nur für die befallenen Finger bzw. Zehen verwenden. So kann die Ausbreitung des Pilzes auf andere Glieder verhindert werden.
  • Das Tragen von Baumwollsocken im Bett und regelmäßig frische Bettwäsche, können das Ansteckungsrisiko für den Partner verringern.
  • Desinfizieren Sie Nagelsets nach Gebrauch und waschen Sie Textilien und Kleidung, mit denen Sie Hautkontakt hatten, bei mindestens 60 °C. Hohe Waschtemperaturen können den Pilz abtöten. Hygienische Waschmittel helfen, die Pilzerreger aus der Wäsche zu entfernen und die Infektionskette zu unterbrechen.

So können Sie Nagelpilz vorbeugen

Einer Ansteckung mit Nagelpilz lässt sich vorbeugen. Mit diesen Tipps können Sie einer (erneuten) Infektion entgegenwirken:

Schutz in öffentlichen Bereichen

Pilze lieben feucht-warmes Klima. Daher ist die Ansteckungsgefahr gerade in öffentlichen Schwimmbädern und Saunen, aber auch in Hotelduschen und auf Hotelteppichböden besonders hoch. Tragen Sie in solchen Bereichen am besten Ihre Badeschuhe und teilen Sie Ihre Handtücher nach Möglichkeit nicht mit anderen.

Vermeidung von Feuchtigkeit

Trocknen Sie Ihre Hände und Füße nach dem Duschen oder Baden gründlich ab – insbesondere zwischen den Zehen. Atmungsaktive Socken und Schuhe (z. B. Baumwollsocken und Lederschuhe) bieten Pilzen schlechte Lebensbedingungen, da Wärme und Fußschweiß entweichen können. Sportschuhe sollten nach dem Sport mindestens 24 Stunden trocknen. Wenn Sie ein zweites Paar besitzen, können Sie diese abwechselnd tragen. So kann jedes Paar ausreichend trocknen, bevor es erneut benutzt wird.

Vermeidung von Verletzungen

Das regelmäßige Schneiden und Kürzen der Nägel senkt das Risiko für Nagelverletzungen. Achten Sie auch beim Kauf von Schuhen darauf, dass sie bequem sitzen und genügend Platz für Ihre Zehen bieten. Schuhe, die zu eng sind, können Druck auf die Nägel ausüben und Verletzungen verursachen, die das Eindringen von Pilzen erleichtern.

Socken heiß waschen und Schuhe desinfizieren

Baumwollsocken sollten bei mindestens 60°C gewaschen werden, um Pilze und Bakterien abzutöten. Trocknen Sie die Socken vollständig, am besten im Trockner oder an der Luft, um Feuchtigkeit zu vermeiden. Wenn möglich, wechseln Sie Ihre Socken täglich, um Keimansammlungen vorzubeugen.

Mit pilzabtötenden Hygienesprays können Sie Ihre Schuhe regelmäßig desinfizieren.

Barfußlaufen in der Natur und zu Hause

Schon ausprobiert? Regelmäßiges Barfußlaufen in der Natur, sei es im Garten oder auf Waldböden, unterstützt die Fußgesundheit, indem es die Durchblutung anregt und die Fußmuskulatur stärkt. Diese Vorteile können sich positiv auf das Immunsystem auswirken, das sich dadurch besser vor Pilzinfektionen schützen kann. Zudem sorgt das Barfußlaufen an der frischen Luft dafür, dass die Füße trocken bleiben.

Auch in Ihrem zu Hause können Sie von diesen Vorteilen profitieren. Wenn Sie den Boden zu Hause nicht direkt berühren möchten, sind atmungsaktive Baumwollsocken eine gute Alternative.

Individuelle Nagelpflege

Verwenden Sie zur Nagelpflege stets Ihr eigenes Nagel-Set und desinfizieren Sie es nach jedem Gebrauch, um die Übertragung von Pilzen zu vermeiden.

Untersuchen Sie Ihre Nägel regelmäßig auf Anzeichen von Nagelpilz und beginnen Sie bei ersten Symptomen umgehend mit der Behandlung – zum Beispiel mit dem antimykotischen Nagellack von Ciclopoli®. So können Sie die Infektion rasch eindämmen und behandeln.


* Nach verkauften Packungen und Umsatz, IQVIA Apotheken-Abverkaufsdaten 2023

Pflichttext:

Ciclopoli® gegen Nagelpilz

Wirkstoff: Ciclopirox. Anwendungsgebiete: Pilzerkrankungen der Nägel, die durch Fadenpilze (Dermatophyten) und/oder andere Pilze, die mit Ciclopirox behandelt werden können, verursacht wurden. Warnhinweis: Enthält Cetylstearylalkohol. Vorsicht: Brennbar. Von Hitze und offener Flamme fernhalten. Stand: November 2022.

Polichem SA; 50, Val Fleuri; LU-1526 Luxemburg • Mitvertrieb: Almirall Hermal GmbH • D-21462 Reinbek • www.almirall.de • [email protected]

Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihre Ärztin, Ihren Arzt oder in Ihrer Apotheke.


Quellen