Wie schädigt Rauchen unseren Körper?

Beschäftigen Sie sich auch mit dem Gedanken, mit dem Rauchen aufzuhören? Dann ist das Lesen dieses Artikels ein guter erster Schritt in Ihrem Bemühen um einen gesunden Lebenswandel ohne Nikotin. Dass im Rauch nichts Gutes ist, bestätigt allein schon die hohe Anzahl von 90 % an Lungenkrebs-Fällen, die gemäß dem Deutschen Krebsforschungszentrum DKFZ auf das Rauchen zurückgeführt werden können.

Neben der Schädigung der Atemwege, sind im Tabakrauch 69 weitere Schadstoffe enthalten, die von der WHO (der Weltgesundheitsorganisation) als krebserregend eingestuft werden. Dieses erhöhte Krebsrisiko wird begleitet von einer doppelt erhöhten Wahrscheinlichkeit, an einem Herz-Kreislauf-Problem zu erkranken oder einen Schlaganfall zu erleiden.

Der somit existentiellen Frage, wie Rauchen unserem Körper schädigt und welche Folgen die Schadstoffe Nikotin & Co. auf unseren Organismus haben können, wollen wir im nachfolgenden Artikel detailliert nachgehen. Dabei sollen Sie am Ende auch ein paar wertvolle Tipps zur Befreiung von der Nikotinsucht mittels frei erhältlicher Arzneien erhalten.

Welche Stoffe werden beim Rauchen vom Körper aufgenommen?

Tabakrauch ist ein komplexes Gemisch verschiedenster stofflicher Bestandteile. So lassen sich mit modernen Analysemethoden bis zu 9600 Komponente feststellen. Die häufigsten sind:

  • Cyanwasserstoff (HCN): Giftgas, unter dem Namen Blausäure berühmt und berüchtigt.

  • Hydrochinon (C6H6O2): Wird z. B. vom Bombardierkäfer als Abwehrmittel gespritzt.

  • Essigsäure (C2H4O2): Kommt als Geschmacksstoff zum Einsatz.

  • Stickoxide (NOx): Entstehen beim Verbrennungsprozess und werden als Oxidationsmittel eingesetzt.

  • Brenzcatechin (C6H6O2): Aromatischer Alkohol, der Augen, Haut und Atemwege reizt.

  • Azeton (C3H6O): Substanz mit leicht süßlichem Geruch, die für trockene Haut verantwortlich ist.

  • Methanol (CH4O): Organisch-chemische Verbindung aus der Stoffgruppe der Alkohole.

  • Ameisensäure (CH2O2): Gift, das zu Verteidigungszwecken eingesetzt werden kann.

  • Formaldehyd (CH2O): Verursacher von Allergien, Haut-, Atemwegs- oder Augenreizungen.

Was ist Nikotin?

Nikotin ist ein pflanzlicher Wirkstoff, der aus den Blättern der Tabakpflanze gewonnen wird. Als Alkaloid entfaltet es seine Wirkung in tierischen und menschlichen Organismen, die es in einen Zustand der Lähmung oder Erregung versetzt.

Von den Mayas bei rituellen Zeremonien konsumiert, wurde Tabak durch Christoph Columbus 1492 zum ersten Mal nach Europa importiert. Die Erforschung des Tabakrauchs erfolgte jedoch erst im 19. Jahrhundert im Rahmen eines wissenschaftlichen Wettbewerbs an der Universität Heidelberg, als die Isolierung von Nicotin (ursprüngliche Schreibweise) gelang.

Der Chemiker Karl Ludwig Reimann, sowie der Mediziner Christian Wilhelm benannten den Wirkstoff nach dem französischen Botschafter Jean Nicot de Villemain. Dieser hatte die Samen der Tabakpflanze im Jahre 1560 nach Frankreich gesandt und so für dessen weltweite Verbreitung gesorgt.

Welche Wirkung hat Nikotin?

Nikotin beim Rauchen schadet dem Körper auf verschiedene WeisenWird Nikotin über den Tabakrauch aufgenommen, kommt es bereits zehn bis zwanzig Sekunden nach dem Inhalieren in den Rezeptoren des Gehirns an. In niedrigen Mengen genossen, kommt es daraufhin zu einer Ausschüttung von Adrenalin, Dopamin und Serotonin.

Diese Stoffe rufen beim Raucher eine stimulierende Wirkung hervor. Diese äußert sich in einer Beschleunigung des Herzschlags, Verengung der Blutgefäße und einer daraus resultierenden Erhöhung des Blutdrucks.

Als weitere Nebeneffekte sind leichtes Schwitzen, geringer Appetit und gesteigerte, psychomotorische Fähigkeiten bezüglich der Aufmerksamkeits- und Gedächtnisleistung zu verzeichnen. Letzteres ist jedoch nicht nachhaltig und zeigt sich nur während der Wirkdauer des Nikotins.

Dieser Wirkstoff kann schnell zu einer Abhängigkeit führen. Der Grund dafür ist, dass derselbe Grad der Stimulation nur durch ständigen Nikotinkonsum erreicht werden soll.

Wird Nikotin in einer mittleren Dosierung eingenommen, stellt sich eine eher beruhigende Wirkung ein. Oral in hohen Mengen von 500 mg oder mehr eingenommen, ist jedoch mit einer schweren Nikotinvergiftung zu rechnen, die tödlich enden kann.

Wie schädlich ist Nikotin?

Bei richtiger Dosierung ist Nikotin – abgesehen vom hohen Suchtpotential – nicht schädlich. Deshalb gilt die Einnahme von Nikotinersatzpräparaten wie Nikotinpflaster, Nikotinkaugummi oder Nikotinspray als unproblematisch.

Die Schädlichkeit besteht vor allem in Verbindung mit Tabakrauch. In diesem finden sich, neben Nikotin, eine große Anzahl von Schadstoffen, die einerseits zu einer noch größeren Abhängigkeit führen und andererseits die Gesundheit schädigen.

Wann spricht man von einer Nikotinsucht?

Von Nikotinsucht wird gesprochen, wenn Symptome einer Sucht auftreten, die sich auf die Aufnahme von Nikotin zurückführen lassen. Folgende Kriterien gelten als Indikatoren einer Nikotinsucht, die in Verbindung mit Tabakrauch entstanden ist:

  • Auftreten von Entzugserscheinungen

  • Unbändiges Verlangen nach der nächsten Zigarette

  • Toleranzentwicklung (es muss immer mehr Nikotin konsumiert werden, um den gleichen Effekt zu produzieren)

  • Kontrollverlust über Menge sowie Beginn und Ende des Konsums

  • Fortwährender Tabakgenuss trotz abnehmender Gesundheit

Wieviel Nikotin steckt in einer Zigarette?

Der Nikotingehalt einer Zigarette ist abhängig von der Qualität des verwendeten Tabaks. Je nach Fabrikat befinden sich in einer einzelnen Zigarette 8 bis 20 mg Nikotin. Durchschnittlich spricht man von einer Menge von 12 mg, schlussendlich gelangt jedoch nur etwa 1 mg durch den Rauchvorgang in den menschlichen Organismus.