Kopfschuppen – Lästige Begleiter

In dieser Folge lernen Sie:

  • Wie Kopfschuppen entstehen.
  • Ob Männer stärker betroffen sind als Frauen.
  • Ob sie etwas mit mangelnder Körperhygiene zu tun haben.
  • Wie Sie sie vermeiden können.
  • Was Sie gegen Kopfschuppen tun können, um sie loszuwerden.

Martin, Alice, Derma

Dr. Alice Martin

Dermatologin in Weiterbildung & Unternehmerin

Nach ihrem Studium der Humanmedizin von 2011 bis 2017 befindet sich Dr. Alice Martin in Weiterbildung zur Dermatologin. Sie gründete bereits zwei Unternehmen und lehrt an der FOM im Fach „Medizinische Theorie und Terminologie“.

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Transkript der Folge Kopfschuppen – Lästige Begleiter

Manchmal sieht man sie in den Haaren oder auf den Schultern von anderen Menschen oder man ist sogar selbst davon betroffen: Kopfschuppen. Aber wo kommen die eigentlich her? Haben Männer und Frauen gleichermaßen das Problem? Sind Schuppen das Ergebnis mangelnder Körperhygiene? Kann man Schuppen vermeiden und wie wird man sie wieder los?

„kernig & gesund“, der Gesundheits-Podcast präsentiert von apodiscounter.de

Mario D. Richardt: Einen schönen guten Tag zu einer brandneuen Ausgabe „kernig & gesund“! Ich bin Mario D. Richardt und in jeder Folge geht es um ein Gesundheitsthema. Heute geht es um ein eher unappetitliches Thema, mit dem aber viele Menschen zu kämpfen haben.

Und darüber spreche ich mit einer jungen Ärztin aus Düsseldorf, sie ist Dermatologin in Weiterbildung und Co-Gründerin der Hautarzt-App dermanostic. Dr. Alice Martin, schön guten Tag!

Alice Martin: Hi!

Mario D. Richardt: Alice, kann man denn eigentlich sagen, wie viele Menschen von Kopfschuppen betroffen sind? Gibt’s da eine Statistik?

Alice Martin: Was man sagen kann, ist, dass jeder Kopfschuppen im Laufe seines Lebens kennenlernt.

Mario D. Richardt: Ernsthaft?

Alice Martin: Ja, und zwar kann es sowohl in der Kindheit als auch ganz normal im Erwachsenenalter oder im höheren Lebensalter auftreten.

Und Kopfschuppen, jetzt ist natürlich immer so die Definition, habe ich krankheitsbedingte Kopfschuppen oder einfach einmal Kopfschuppen, weil die Haut extrem trocken ist. Das bedeutet, es ist etwas, das jeder kennt.

Genauso wie man sagt, trockene Haut, trockene Haut kann man haben, wenn man sich duscht und nicht eincremt, es ist aber jetzt keine spezifische Erkrankung.

Wie entstehen Kopfschuppen?

Mario D. Richardt: Wie entstehenden denn Kopfschuppen?

Alice Martin: Kopfschuppen sind nichts anderes als Hautzellen von der Kopfhaut und da kommt wir schon zu dem Allerersten, die können nämlich entweder trocken oder fettig sein. Und wenn wir trockene Kopfschuppen haben, dann kennt man das, die sind eher so bröckelig. Wenn die runterfallen, die brechen ganz schnell, die sind auch sehr dünn. Und das ist dann mit einem Spannungsgefühl verbunden an der Kopfhaut.

Es juckt und man merkt richtig, die Kopfhaut ist trocken. Und das ist dann logisch, dass die Kopfschuppen auch trocken sind. Da ist schon die erste Frage: Warum habe ich denn trockene Kopfschuppen? Die Alternative ist, dass sie fettig sind. Das sind dann meistens etwas dickere Kopfschuppen und auch welche, wenn ich richtig vielleicht an der Kopfhaut massiere, wo ich sie auch spüren kann, manchmal sogar richtige Herde.

Auch da ist wieder die Frage: Warum habe ich fettige Kopfhautschuppen? Also das ist erst mal die ganz große Unterscheidung.

Mario D. Richardt: Dann lass uns gleich mal differenzieren: Woher kommen diese unterschiedlichen Kopfschuppenarten?

Alice Martin: Wenn ich trockene Kopfschuppen habe, dann gibt es zwei Möglichkeiten. Möglichkeit Nummer eins ist: Ich habe von Natur aus eine extrem trockene Haut und eben dann auch Kopfhaut, wo meine Talgdrüsen nicht ausreichend viel Talg produzieren, um die Haut zu fetten und zu schützen.

Möglichkeit zwei ist: Ich habe eigentlich eine ganz normale Haut, aber ich wasche und dusche die Haare viel zu viel und zu aggressiv und dadurch trocknet meine Haut aus. Das ist die erste Variante. Wenn ich jetzt bei den fettigen Kopfhautschuppen bin, dann gibt es natürlich Menschen, die von Natur aus eine sehr fettige Kopfhaut haben.

Da vielleicht auch, es gibt auch einige, die waschen sich die Haare dann vielleicht nur einmal die Woche, entsprechend kann es dazu führen, dass die Haut gereizt ist und dann entstehen Kopfschuppen.

Mario D. Richardt: Das ist dann die mangelnde Hygiene.

Alice Martin: Genau! Man empfiehlt schon, dass die Kopfhaare gewaschen werden, wenn sie wieder fettig sind. Und die Alternative ist, dass ich einfach ein Ungleichgewicht habe in meinem Mikrobiom, also in meiner Besiedlung, wir haben ja ganz viele Erreger auf unserer Haut.

Und es gibt den sogenannten Hefepilz, der auch auf unserer Kopfhaut wohnt, und wenn der überhand gewinnt und sich ausbreitet, dann führt er auch zu vermehrten fettigen Kopfhautschuppen. Man kennt das auch, wenn man nicht nur im Bereich des Kopfes, sondern auch im Gesicht so eine Rötung hat, seborrhoisches Ekzem, gehört alles so ein bisschen in die gleiche Familie der Erkrankung.

Und dann braucht man einen bestimmten Wirkstoff, zum Beispiel Ketoconazol im Shampoo und damit reguliert man wieder die mikrobielle und bakterielle und Pilz-Flora und dadurch verschwinden die Schuppen dann auch.

Mario D. Richardt: Bei manchen Menschen ist es auch so, dass es durch Stress entsteht. Das ist dann wie so eine temporäre Schuppenflechte.

Alice Martin: Wenn wir im Gesicht, seborrhoische Ekzem haben, also das ist die Bezeichnung, die dermatologische Bezeichnung, dann entsteht eben eine rötliche Schuppung, insbesondere im Nasen- und Mundbereich drumherum. Es muss nicht jucken, kann aber jucken. Häufig betroffen sind Männer.

Was man da macht, ist, dass man zum Beispiel Nizoral verwendet, das ist eine Creme, ist auch rezeptfrei auch wieder mit dem Inhaltsstoff, der diesen Erreger etwas unterdrückt. Wichtig ist die Kombination am besten aus beiden, also sowohl, dass man die Kopfhaut behandelt, dass man das Gesicht auch mit behandelt. Oder auch der Schwitzpilz, den kennt man auch, die gehören auch in so eine ähnliche Clusterfamilie.

Und eigentlich ansonsten, klar, Stress führt zu vermehrter Schweißbildung, zu vermehrter Talgbildung, da fühlen sich die Erreger wohl und deswegen fangen die etwas mehr an zu wachsen.

Mario D. Richardt: Das ist dann so ein bisschen schubweise. Das muss man sich so ein bisschen vorstellen, einmal alle zwei Monate hat man das dann für ein, zwei Wochen.

Alice Martin: Genau! Und das verschwindet dann wieder. Man hat einfach die Veranlagung, dass sich diese Erreger da wohlfühlen.

Mario D. Richardt: Kann man auch Kopfschuppen erben? Also jetzt nicht, ich hätte gerne die Kopfschuppen meines Opas, aber ist das genetisch auch veranlagt?

Alice Martin: Man kann einfach die Hautbeschaffenheit erben, das ja, aber auch da ist das Pflegeverhalten ganz wichtig.

Also es heißt nicht, nur weil ich jetzt die gleiche Genetik habe, kann ich nichts dagegen machen. Man kann mit der richtigen Pflege die Kopfschuppen eliminieren.

Mario D. Richardt: Ich kenne Menschen, die sind sehr gepflegt, haben dennoch Schuppen. Kannst du denen Hoffnung machen?

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Alice Martin: Ja. Man sollte herausfinden, was für Schuppen sind das denn? Wir haben jetzt gerade über allgemeine, nicht krankheitsbedingte Schuppen gesprochen. Aber es gibt natürlich auch Erkrankungen, wo ich Kopfhautschuppen entwickle, zum Beispiel bei der Schuppenflechte, die nur im Bereich des Kopfes auftritt.

Und es kann auch eine milde Form sein, so dass man am Anfang gar nicht weiß, dass es die Schuppenflechte ist.

Das bedeutet, wenn die Kopfschuppen trotz allem Drum und Dran nicht verschwinden, belastend sind, jucken, dass man dann doch mit dem Dermatologen Kontakt aufnimmt, dass er sich wirklich anschaut, wie sehen die aus, diese Schuppen, und wie sieht der restliche Körper aus und ist es nicht doch irgendeine andere Erkrankung.

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Mario D. Richardt: Also würdest du empfehlen, dass man auf jeden Fall die Hautärztin, den Hautarzt aufsucht, wenn man unter Schuppen leidet?

Alice Martin: Wenn man unter Schuppen leidet, alles schon probiert hat und auch wie gesagt jeder kennt normale Kopfhautschuppen, wir reden jetzt aber schon eine Stufe weiter, nehmen wir jetzt das Beispiel, die Haut ist immer sehr, sehr trocken, egal wie ich sie eincreme, was ich mache, sie ist weiterhin trocken, spannt und reißt, das ist das Gleiche eben im Bereich der Kopfhaut.

Mario D. Richardt: Aber es gibt auch Menschen, da sieht man einfach, dass die letzte Haarwäsche ein paar Monate her ist. Wie würdest du solche Menschen drauf ansprechen?

Alice Martin: Ich würde tatsächlich fragen, wie häufig waschen Sie denn die Haare und wie ist Ihre ganz normale Körperhygiene-Routine? Und dann erzählen die, die sagen zum Beispiel, ich hatte auch Patienten auf Station, die haben gesagt, sie waschen sich alle zwei Wochen.

Und das ist dann relativ wenig, das riecht, wir hatten in einer anderen Folge darüber gesprochen, man riecht natürlich auch, wie die Haut darauf reagiert und man riecht nichts anderes als dass Erreger sich breitmachen. Und dann würde ich auch sagen, dermatologisch zu empfehlen ist das, das, das, und dann erkläre ich denen so einen Plan und das verhindert dann eigentlich auch, dass bestimmte Sachen auftreten.

Mario D. Richardt: Okay, das sagst du als Ärztin so, aber wie ist das, wenn man im Bekannten- oder Freundes- oder Kollegenkreis jemanden hat, wie spricht man so eine Person sensibel darauf an? Das ist im Prinzip das gleiche Thema, wenn jetzt jemand unangenehm riechen sollte.

Alice Martin: Das ist sehr schwierig. Wenn ich als Nichtärztin in diese Funktion eintrete und überlege, das jemandem zu sagen, ist es auch für mich schwierig. Denn Körperhygiene ist etwas sehr Persönliches und man möchte die andere Person auch nicht vor den Kopf stoßen.

Und es gibt noch etwas ganz Spannendes: Man riecht jeden Menschen anders. Es kann durchaus sein, dass ich jemanden viel, viel stärker rieche als vielleicht Person B, die das gar nicht wahrnimmt. Das liegt daran, unsere Genetik spielt eine große Rolle.

Also wir können zum Beispiel jemand als beißend empfinden, einfach weil unsere Genetik oder unsere Voraussetzungen gar nicht zueinander passen, und das äußert sich im Geruch. Heißt aber nicht, dass die Person unhygienisch ist. Das ist noch mal so ein wichtiger Punkt, den man wissen sollte.

Mario D. Richardt: Man kann sich nicht riechen, also ganz wortwörtlich dann. Sollte man dann jemanden, den man jetzt häufig trifft und der hat halt ständig Kopfschuppen auf den Schultern, sollte man dem mal diskret eine Flasche Shampoo rüber reichen, oder? Ich weiß nicht, wie man es macht.

Alice Martin: Nein, man kann die Person schon darauf ansprechen und sagen: Mir ist aufgefallen, dass du viele Kopfhautschuppen hast. Ist dir das bewusst oder gibt’s da irgendwie eine Ursache für? In den meisten Fällen wissen die Personen das.

Also es gibt selten jemand, wo man sagt, pass auf, du hast eine sehr unreine Haut und dann sagt der „Ah! Ist mir noch gar nicht aufgefallen“. Die Personen wissen das, also es gibt diesen unangenehmen Moment am Anfang, aber ich glaube, viele sind erleichtert, wenn sie dann einmal darüber reden.

Natürlich mit der Intention, dass man der Person hilft und sie nicht einfach bloßstellt. Also das heißt, wenn man das Know-how dann jetzt nach dem Podcast hat und die Person anspricht, dann kann man sagen „Mensch! Ich habe da was gehört bei „kernig & gesund“. Vielleicht hilft das ja.“.

Mario D. Richardt: Ich hatte in jungen Jahren auch mal Schuppen, so vor gut 20 Jahren vielleicht, habe alles ausprobiert, verschiedene Schuppen-Shampoos und bin dann auf ein Haarshampoo gestoßen, das nehme ich bis heute und hatte seitdem nie wieder Probleme. Ist das also alles nur eine Frage des richtigen Shampoos?

Alice Martin: Ja und nein! Also es ist eine Frage der richtigen Pflege. Aber das Zweite ist, es heißt nicht, dass dein Shampoo jetzt für alle gleich gut ist.

Es kann durchaus sein, dass bei jemand anderem das überhaupt nicht hilft, und wie sich auch der eigene Körper verändert. Also nehmen wir jetzt mal ein ganz anderes Beispiel: Es gibt die Möglichkeit, dass aus glatten Haaren Locken werden.

Jetzt kann ich genau in der Phase, wo meine Veränderung stattfindet, ein bestimmtes Haaröl benutzen und schreibe jetzt diesem Haaröl zu, dass es dauerhaft meine Haare verändert hat, aber eigentlich war es nur Zufall. Das kann natürlich auch ein Fall sein.

Wie wird man Schuppen los?

Mario D. Richardt:  Wie wird man Schuppen wieder los?

Du hast gesagt, es gibt ganz verschiedene Ursachen und da muss man erstmal rausfinden bei der Hautärztin, beim Hautarzt, was ist die Ursache dafür, und dann wird was empfohlen.

Alice Martin: Genau! Wir gehen jetzt mal bewusst auf die nichtkrankheitsbedingten Kopfschuppen ein, das ist deutlich häufiger. Wir hatten gerade gesagt, eine sehr trockene Kopfhaut oder eine fettige Kopfhaut, und dann starten wir mit der trockenen Kopfhaut.

Was kann man konkret machen? Das Erste ist, dass man nicht zu viel und zu aggressiv wäscht. Also schaut, es gibt extra Produkte auch in der Apotheke oder Naturkosmetik-Produkte und insgesamt, die PH-neutral sind, die die Kopfhaut nicht so stark angreifen oder nicht so stark entfetten, weil da ist gar nicht Fett. Wenn ich jetzt noch mehr entfette, dann wird sie noch trockener und fängt an zu schuppen.

Also das bedeutet: Ein mildes Shampoo. Besonders gut geeignet sind übrigens Babyshampoos. Da als kleiner Tipp. Weil die genau dafür sorgen, dass die Kopfhaut optimal behandelt wird.

Mario D. Richardt: Ich dachte jetzt explizit so Antischuppen-Shampoos.

Alice Martin: Wenn man eine trockene Kopfhaut hat, dann würde ich eher nicht zu Antischuppen-Shampoos greifen, weil die meisten Antischuppen-Shampoos richten sich gegen die fettigen Schuppen.

Und wenn ich die trockenen habe, dann ist das auch wieder ein Teufelskreislauf.

Mario D. Richardt: Verrückt!

Alice Martin: Das heißt, ich nehme jetzt ein ganz, ganz mildes Shampoo und ich verlängere die Episoden zwischen meinen Kopfhaarwäschen. Also vielleicht brauche ich tatsächlich nur ein- bis zweimal die Woche eine Kopfhaarwäsche und das reicht.

Dann, was noch hilft, sind Kopfhautmasken, die bestimmte Öle enthalten, die fetten die Kopfhaut, und Massagen, damit die Durchblutung angeregt wird, damit der Talg, den ich habe, sich verteilt.

Und wenn man das eine bestimmte Zeit so zwei bis vier Wochen durchführt, merkt man eine deutliche Besserung.

Mario D. Richardt: Das heißt also, dass man einmal am Tag dann mit so einer Tinktur sozusagen die Kopfhaut einmassiert und das dann über mehrere Stunden einwirken lässt?

Alice Martin: Genau! Man muss es nicht einmal am Tag machen, das reicht auch, wenn man das alle zwei, drei Tage macht, das hält dann etwas an, und die Kopfhautwäsche eben auch alle zwei, drei Tage durchführt. Dann wechseln wir und kommen dann zu dem anderen Beispiel. Wenn ich sehr fettige Schuppen habe, dann brauche ich, und das sind die meisten Antischuppen-Shampoos, ein etwas stärker entfettendes Präparat.

Es gibt da einige Marken, die sehr gut sind, die entfetten stark, und dadurch verschwinden auch die Schuppen. Nur man muss gucken, bin ich von diesem Hefepilz befallen, weil wenn ja, dann ist das auch nur die Behandlung der Symptome, aber nicht der Ursache. Wenn ich nicht von diesem Hefepilz befallen bin, sondern einfach eine fettige Kopfhaut habe, dann ist das das ideale Präparat.

Und für den Fall, dass ich eben den Hefepilz habe, brauche ich ein Shampoo, gibt’s in der Apotheke, ist auch nicht rezeptpflichtig, und da kann ich ganz einfach ein- bis zweimal die Woche dieses Shampoo verwenden, das hat dann den Antipilz-Wirkstoff, und damit habe ich danach auch eine sehr gute Kopfhaut.

Mario D. Richardt: Und das dann als Kur oder ist das dauerhaft?

Alice Martin: Das ist erst mal wie eine Kur. Ich benutze das jedes Mal bei der Kopfhaarwäsche und danach wirklich nur noch einmal alle zwei, drei Wochen.

Mario D. Richardt: Gibt es denn vielleicht auch ein Hausmittel, also zum Beispiel Bier auf den Kopf oder Honig oder Eigelb, was da irgendwie hilft?

Alice Martin: Würde ich alles eher nicht so empfehlen. Hintergrund ist: Nehmen wir jetzt mal Honig, das ist eine sehr klebrige Angelegenheit, und nehmen wir jetzt auch mal Eiweiß, wenn ich jetzt zu heiß dusche, jeder weiß, was in der Pfanne passiert mit dem Ei.

Also es ist nicht umsonst, dass viele Hersteller lange überlegen und Studien machen und forschen, was denn am besten klappt, und da steckt so viel Energie drin. Aber ich möchte gar nicht sagen, dass „Do it yourself“ nicht auch gut sein kann.

Ich persönlich für mich habe entschieden, das ist sehr mühselig und die Ergebnisse sind manchmal so lala und deswegen greife ich dann zum richtigen Produkt.

Mario D. Richardt: Können denn Kopfschuppen erneut auftreten, wenn ich sie schon erfolgreich behandelt habe?

Alice Martin: Auf jeden Fall! Das ist genauso wie man sagt, wenn ich jetzt, weiß ich nicht, meine Infektion behandelt habe, kann ich nochmal irgendwann eine Infektion kriegen. Das ist durchaus möglich.

Vielleicht ist es dann eine andere Ursache, vielleicht ist es auch die gleiche Ursache, vielleicht habe ich auch eine Allergie auf einen Inhaltsstoff. Auch bei Frauen ein wichtiges Thema, wenn ich die Haare färbe, das kann auch sehr stark reizend sein und auch zu Schuppen führen.

Also man ist nie davor bewahrt und sollte sich immer dem bewusst sein.

Wie kann man Schuppen vorbeugen?

Mario D. Richardt: Kann ich denn irgendwas tun, damit denn Kopfschuppen gar nicht erst auftauchen? Kann ich irgendwie vorbeugen?

Alice Martin: Ja, man kann vorbeugen mit der richtigen ausgewogenen Kopfhautwäsche angepasst auf meinen Typ. Und das bedeutet, man sollte die Kopfhaut analysieren, am besten einen Tag, nachdem man die Haare gewaschen hat.

Ganz einfach indem man mit den Händen durchgeht, sich die Kopfhaut einmal ein bisschen massiert, und wenn man zurückgeht, guckt, habe ich an meinen Fingerkuppen Schuppen und glänzen die stark? Wenn sie stark glänzen, dann ist meine Kopfhaut eher fettig. Wenn ich dann auch noch Schuppen habe, dann weiß ich Bescheid.

Wenn sie ganz normal, also minimal gefährdet ist, dann habe ich eine ausgewogene Kopfhaut. Die verträgt auch fast alles.

Mario D. Richardt: Tja! Also meine Damen und Herren, das war die bezaubernde Dr. Alice Martin. Und es ist unglaublich, man legt dir ein Thema hin und du machst jeden Elfmeter rein.

Alice Martin: Danke dir!