Als essentieller Mineralstoff ist Calcium lebensnotwendig und muss daher täglich in ausreichender Menge aufgenommen werden. Die Risiken und Ursachen für einen Calciummangel sind diesbezüglich genauso vielfältig wie die Symptome und Folgen einer unzureichenden Calciumversorgung. Unser Ratgeber „Calciummangel“ nennt Ihnen wertvolle Tipps, wie Sie einen Calciummangel vorbeugen können. Zusätzlich erfahren Sie, wie Sie eine unzureichende Calciumaufnahme effektiv behandeln.

Calciummangel entsteht oft durch die Ernährung

Ein Calciummangel wird häufig durch falsche Ernährungsmuster verursacht. Neben einer unzureichenden Aufnahme von calciumreichen Lebensmitteln, spielen weitere Faktoren eine Rolle. In diesem Zusammenhang ist die Aufnahme von Substanzen zu nennen, die die Calciumresorption herabsetzen. Gleiches gilt für einen erhöhten Bedarf in bestimmten Lebensphasen.

Verzehr von calciumarmen Lebensmitteln

Der Verzehr von calciumarmen Lebensmitteln ist eine der Hauptursachen für einen CalciummangelDie Hauptursache eines Calciummangels basiert auf einer zu niedrigen Aufnahme von calciumhaltigen Lebensmitteln. Das sind beispielsweise Milchprodukte oder grünes Gemüse.

Beim Verzicht auf Milch und Co. – zum Beispiel bei einer veganen Ernährung – steigt das Risiko für einen Calciummangel. Falls die Calciumzufuhr nicht alternativ über pflanzliche Alternativen erfolgt, sollte ein Nahrungsergänzungsmittel mit Calcium supplementiert werden.

Lesen Sie unter dem Punkt „Ein erhöhter Bedarf sollte ausgeglichen werden“ in diesem Text, welche tierischen und rein pflanzlichen Lebensmittel besonders calciumreich sind. Zur Sicherung des Calciumbedarfs eignen sich zudem Präparate wie Calcium D3 STADA 600mg/400 internationale Einheiten (120 stk), die den „Calciumverstärker“ Vitamin D enthalten.

Verstärkter Konsum von Calcium-Hemmern

Auch das Verzehren von Calciumhemmern kann die Calciumaufnahme im Körper behindern und damit zu einem Calciummangel führenVerschiedene Lebensmittel hemmen die Calciumaufnahme, sodass das Risiko für einen Calciummangel steigt. Phosphat aus Fertiggerichten und Fleisch reduziert die Calciumaufnahme aus dem Darm und fördert die Demineralisierung der Knochen. Oxalsäure bildet mit Calcium hingegen unverwertbare Komplexe.

Bezüglich der Calcium-Hemmer Phosphat und Oxalsäure sind verarbeitete Fleischprodukte – insbesondere stark gesalzene und phosphathaltige Wurstwaren –, phosphathaltiger Schmelzkäse zu nennen. Oxalsäure kommt außerdem in Spargel, Rhabarber und Spinat vor.

Phytatreiche Lebensmittel wie Kleie von Weizen, Gerste oder Roggen binden Calcium. Das  für den Körper verfügbare Calcium wird somit reduziert.

Das Natrium im Salz fördert zudem die Calciumausscheidung. Je mehr Kochsalz aufgenommen wird, desto höher ist die Ausscheidung von Calcium über den Urin. Auch Genussmittel wie Kaffee, schwarzer Tee und Alkohol setzten die Calciumresorption herab. Gleiches gilt für phosphathaltige Softdrinks wie Cola oder Limonade.

Ein erhöhter Bedarf sollte ausgeglichen werden

Wenn der Calciumbedarf ansteigt, sollte unbedingt darauf geachtet werden, diesen zu deckenIn Phasen eines erhöhten Bedarfs an Calcium muss die Calciumzufuhr erhöht werden, um einen Calciummangel zu verhindern. Zu den Personen, die mehr Calcium benötigen, gehören Jugendliche sowie schwangere und stillende Frauen.

In der Schwangerschaft und Stillzeit steigt der Calciumbedarf erwachsener Frauen von 1000 Milligramm auf 1200 Milligramm pro Tag an. Gleiches gilt für den täglichen Bedarf an Calcium bei Jugendlichen zwischen 13 und 18 Jahren.

Den höchsten Bedarf an Calcium haben Personen mit Osteoporose. Bei dieser Personengruppe liegt der Calciumbedarf bei 1500 Milligramm pro Tag.

Die Bedarfsempfehlungen für weitere Personengruppen können Sie unter dem Punkt „Nehmen Sie ausreichend Calcium zu sich“ nachlesen. Wird der erhöhte Calciumbedarf nicht durch Lebensmittel wie Hartkäse, calciumreiche Samen wie Mohn, Grünkohl, Hülsenfrüchte, Mandeln und calciumreiches Mineralwasser (mehr als 300 Milligramm Calcium pro Liter) ergänzt, droht ein Mangel an Calcium.

Calciumreiche Lebensmittel sind:

  • Mohn (1450 mg Calcium pro 100 g)

  • Emmentaler (1200 mg Calcium pro 100 g)

  • Parmesan (1100 mg Calcium pro 100 g)

  • Sesam, frisch (730 mg Calcium pro 100 g)

  • Chiasamen (630 mg Calcium pro 100 g)

  • Mandeln (250 mg Calcium pro 100 g)

  • Haselnüsse (220 mg Calcium pro 100 g)

  • Grünkohl (210 mg Calcium pro 100 g)

  • Sojabohnen (200 mg Calcium pro 100 g)

  • Brokkoli (110 mg Calcium pro 100 g)

In Phasen eines erhöhten Calciumbedarfs ist es zur Vermeidung eines Mangels sinnvoll, calciumreiche Lebensmittel mit einem Nahrungsergänzungsmittel zu kombinieren. Dafür bietet sich zum Beispiel Calcium Verla 600mg (100 stk) an.

Einige Krankheiten begünstigen einen Mangel an Calcium

Auch einige Erkrankungen können einen Calciummangel begünstigenVerschiedene Erkrankungen erhöhen das Risiko für einen Calciummangel. So zum Beispiel Essstörungen wie Anorexia nervosa (Magersucht) und bei Bulimia nervosa (Ess-Brech-Sucht).

Bei diesen liegt häufig ein Mangel an Calcium und weiteren Mikronährstoffen vor. Der Nährstoffmangel geht diesbezüglich auf eine Mangelernährung bzw. auf den Mineralstoffverlust beim Erbrechen zurück.

Bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten wie einer Laktoseintoleranz oder einer Milcheiweißallergie ist das Risiko eines Calciummangels erhöht, wenn Milchprodukte nicht ausreichend durch Alternativen (siehe unter „Ein erhöhter Bedarf sollte ausgeglichen werden“) ausgetauscht werden.

Auch bei einer herabgesetzten Resorption aufgrund von Verdauungsstörungen, Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) oder einer Unterfunktion der Nebenschilddrüse kann es zu einem Calciummangel kommen. Gleiches gilt für Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, Nierenfunktionsstörungen (z. B. Niereninsuffizienz) und Lebererkrankungen (z. B. Leberzirrhose).