Blähungen entstehen, wenn sich vermehrt Gase im Magen-Darm-Trakt ansammeln und nicht ausreichend entweichen können. Häufige Ursachen sind Ernährung, Verdauungsprozesse, Luftschlucken, Stress oder Lebensmittelunverträglichkeiten. In vielen Fällen helfen Ernährungsanpassung, Bewegung, Wärme und entblähende Medikamente. Typische Symptome sind ein aufgeblähter Bauch, Darmgeräusche und gelegentliche Bauchschmerzen. Helfen können entschäumende Medikamente oder pflanzliche Präparate. Bei anhaltenden Beschwerden sollte die Ursache ärztlich abgeklärt werden.
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Wissen kompakt
- Blähungen entstehen meist entweder durch Gasbildung im Darm oder durch geschluckte Luft.
- Besonders häufig treten Blähungen nach dem Essen, sowie generell verstärkt am Abend auf.
- Nach dem Essen hängen Blähungen oft auch mit Portionsgröße und Essgeschwindigkeit zusammen, nicht nur mit einzelnen Lebensmitteln.
- Festsitzende Blähungen entstehen häufig bei träger Darmbewegung, etwa durch Stress oder Bewegungsmangel.
- Ständig wiederkehrende Blähungen haben oft funktionelle Ursachen wie Unverträglichkeiten oder Reizdarm.
Was sind Blähungen – und warum entstehen sie?
Blähungen (auch Flatulenz) sind Teil der normalen und gesunden Verdauung. Dabei entstehen Gase wie Kohlendioxid, Wasserstoff oder Methan. Diese Gase müssen irgendwo hin und vom Körper abtransportiert werden. Sie werden teilweise aufgenommen, teilweise abgeatmet und zu einem Teil über den Darm ausgeschieden, letzteres sorgt für die Blähungen.
Beschwerden entstehen vor allem dann, wenn zu viel Gas gebildet wird oder wenn das Gas nicht gut weitertransportiert wird. Dann kommt es zum typischen Blähbauch, Druckgefühl oder zu krampfartigen Schmerzen.
Blähungen sind in den meisten Fällen harmlos, können aber sehr belastend sein, vor allem, wenn sie immer wiederkehren, schmerzhaft sind oder mit anderen Beschwerden wie Durchfall oder Verstopfung einhergehen.
Kurz gesagt: Blähungen sind meist
- ein Zeichen von aktiver Verdauung,
- eine Reaktion auf bestimmte Lebensmittel,
- oder manchmal auch ein Hinweis auf Unverträglichkeiten oder Darmreizung.
Sind Blähungen normal?
Blähungen sind völlig normal. Jeder ist irgendwann einmal davon betroffen und in der Regel sind die Ursachen belanglos.
Häufig rühren Blähungen daher, dass du ballaststoffreich gegessen oder auch Mahlzeiten mit blähenden Zutaten wie beispielsweise Kohl oder Zwiebeln zu dir genommen hast. Eventuell hast du auch schlichtweg zu hektisch gegessen, weil der Alltag stressig war.
Sollten weitere Symptome hinzukommen wie Verstopfung, Durchfall oder Bauchschmerzen, könnte jedoch auch eine andere Erkrankung Ursache für dein Befinden sein. In diesem Fall raten wir zu ärztlicher Abklärung.
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Blähungen Ursachen: Warum du Luft im Bauch bekommst
Die Frage nach der Blähungen Ursache lässt sich selten mit einem einzigen Punkt beantworten. Meist kommt es zu Blähungen, wenn mehrere Faktoren zusammenkommen: Ernährung, Verdauungsgeschwindigkeit, Darmflora, Stress, Hormone. Deshalb ist es hilfreich, die wichtigsten Ursachen systematisch einzuordnen.
Oft sind die Auslöser harmlos, wie beispielsweise ballaststoffreiches Essen oder kohlensäurehaltige Getränke. Jedoch können auch Lebensmittelunverträglichkeiten, psychosomatische Auslöser wie Stress zu Blähungen führen. Auch Magen-Darm-Erkrankungen wie das Reizdarmsyndrom der Grund sein.
Blähungen nach dem Essen: Verdauung & Darmflora
Blähungen nach dem Essen gehören zu den häufigsten Formen. Sobald du isst, startet die Verdauung und dabei entstehen automatisch Gase. Bei manchen Lebensmitteln wird die Gasbildung stärker, weil bestimmte Kohlenhydrate im Dünndarm nicht vollständig aufgespalten werden und anschließend im Dickdarm von Bakterien vergoren werden.
Typische „Bläh-Kandidaten“ sind (dabei individuell unterschiedlich):
- Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen)
- Kohlarten
- Zwiebeln, Lauch
- sehr fettige Speisen
- stark zuckerhaltige Speisen
- kohlensäurehaltige Getränke

Praxis-Tipp: Oft hilft nicht „alles streichen“, sondern:
- kleinere Portionen,
- langsameres Essen,
- testweise einzelne Auslöser 1–2 Wochen reduzieren.
Luftschlucken: Wenn der Bauch „voll Luft“ ist
Viele unterschätzen, wie viel Luft beim Essen geschluckt wird, vor allem bei Hektik. Luftschlucken führt eher zu einem oberbauchbetonten Druck und starkem Völlegefühl, manchmal auch zu häufigem Aufstoßen. Das Problem ist nicht „die Luft“, sondern die Menge und die Frage, wie gut sie entweichen kann.
Häufige Auslöser:
- hastiges Essen, wenig Kauen
- viel Sprechen beim Essen
- Trinken mit Strohhalm
- Kaugummi, Bonbons
- viel Kohlensäure
Unverträglichkeiten: Laktose, Fruktose & Co.
Bei Unverträglichkeiten kommt es oft zu einem typischen Muster: Blähungen plus Bauchschmerzen plus (manchmal) Durchfall und das oft zeitlich nach bestimmten Lebensmitteln. Ein Klassiker ist die Laktoseintoleranz, bei der Milchzucker nicht ausreichend gespalten wird. Wichtig: Das ist nicht automatisch „Allergie“. Oft ist es eine Frage von Menge und individueller Toleranz.
Hinweise, die für eine Unverträglichkeit sprechen können:
- Beschwerden nach Milchprodukten/Obst/Süßstoffen
- wiederkehrend ähnliche Muster
- deutliche Besserung bei Weglassen des Auslösers
Stress & Reizdarm: Wenn der Bauch „mitdenkt“
Der Darm reagiert empfindlich auf Stress. Die Peristaltik kann variieren, das heißt er kann sich schneller oder langsamer bewegen, und das verändert auch, wie viel Gas sich staut. Bei einigen Menschen verstärkt Stress außerdem die Wahrnehmung und der gleiche Blähbauch fühlt sich dadurch „viel schlimmer“ an.
Wenn Blähungen regelmäßig zusammen mit Bauchschmerzen, Durchfall oder Verstopfung auftreten, kann ein Reizdarmsyndrom dahinterstecken. Das sollte ärztlich abgeklärt werden, vor allem bei neuen oder zunehmenden Beschwerden.
Hormonelle Gründe: Zusammenhang mit der Periode & Wechseljahren
Viele Frauen kennen das Problem von Blähungen während ihrer Periode. Schuld daran sind das Hormon Progesteron, das der weibliche Körper in der zweiten Zyklushälfte produziert, sowie bestimmte Gewebshormone, die sogenannten Prostaglandine. Ein Nebeneffekt von Progesteron ist, dass es die Bewegungen der Darmmuskulatur verlangsamt. Somit kann sich vermehrt Luft im Darm bilden.
Prostaglandine hingegen verursachen normalerweise Krämpfe in der Gebärmutter. Dort haben Prostaglandine aber durchaus ihren Sinn, denn sie helfen der Gebärmutter dabei, die überflüssige Schleimhaut leichter abzustoßen. Leider kann es dazu kommen, dass Prostaglandine statt in die Gebärmutter in den Darm wandern und dort dann ebenfalls Blähungen verursachen.
In den Wechseljahren können Veränderungen von Schlaf, Stresslevel und Verdauung zusammenkommen, was sich auch im Bauch bemerkbar macht.
Was oft hilft:
- regelmäßige, leichte Bewegung
- weniger Kohlensäure/Zuckeralkohole
- Wärme, Entspannung, Schlafrhythmus stabilisieren
Stinkende Blähungen: Krankheiten oder „nur“ Ernährung?
Stinkende Blähungen sind häufig ernährungsbedingt, zum Beispiel bei sehr eiweißreicher Ernährung, bestimmten Gemüsesorten, Alkohol und sehr fettreiche Speisen. Der Geruch hängt von den entstehenden Gasen und Schwefelverbindungen ab.
Wenn sehr übelriechende Blähungen neu, dauerhaft oder zusammen mit Durchfall, Gewichtsverlust oder Blut im Stuhl auftreten, sollte das ärztlich abgeklärt werden, nicht weil es zwinged etwas Ernstes ist, sondern um eine ernstere Ursachen auszuschließen.
So häufig sind Blähungen während der Schwangerschaft
Blähungen sind eine häufige Begleiterscheinung einer Schwangerschaft. Besonders in den ersten Wochen der Schwangerschaft treten sie verstärkt auf. Auslöser sind schwangerschaftsbedingte, starke Hormonveränderungen im Körper der Frau. Auch hier spielt das zu Beginn der Schwangerschaft vermehrt produzierte Hormon Progesteron eine entscheidende Rolle.
Im Verlauf der Schwangerschaft drückt dann zusätzlich noch das wachsende Embryo auf den Darm, was wiederum die Verdauung erschwert und Blähungen begünstigt.

Blähungen beim Baby
Blähungen beim Baby oder Neugeborenen sind völlig normal. Sie treten häufig in den ersten drei Lebensmonaten auf. Auch hier blähen, wie beim Erwachsenen, Gase den Darm auf und sorgen bei den Kleinen für Schmerzen. Bisweilen schlucken Babys auch beim Trinken sehr viel Luft. Auch das führt zu einem aufgeblähten Bauch und Flatulenzen. Aus diesem Grund ist es gerade bei Säuglingen wichtig, dass sie nach dem Trinken das allseits bekannte „Bäuerchen“ machen.
Du kannst deinem Kind bei sehr starken Beschwerden auch mit entschäumenden Präparaten dabei helfen, die Blähungen und Säuglingskoliken schnell wieder loszuwerden. Erscheinen dir die Symptome allerdings ungewöhnlich stark, konsultiere sicherheitshalber deinen Kinderarzt bzw. deine Kinderärztin.

Blähungen Symptome: So erkennst du typische Anzeichen
Blähungen zeigen sich nicht nur durch das Ablassen von Luft. Viele Betroffene spüren vor allem den Druck im Bauch oder eine Art „Aufgeblasen-Sein“, das im Laufe des Tages zunimmt. Besonders nach dem Essen kann sich der Bauch sichtbar wölben oder hart anfühlen.
Oft kommen Darmgeräusche wie Gluckern, Rumoren oder Grummeln hinzu. Das ist meist schlicht der Darm, der Gase und Nahrung weiterbewegt.
Typische, allgemeine Blähungen Symptome sind:
- Flatulenzen (Gasabgang), teils sehr häufig
- aufgeblähter Bauch (Spannungsgefühl, „wie ein Ballon“)
- Druckgefühl oder Völlegefühl
- Gluckern im Bauch, Rumoren, Darmgeräusche
- schmerzhafte Blähungen bis hin zu krampfartigen Beschwerden
Festsitzende Blähungen: Symptome & typische Hinweise
Wenn von festsitzenden Blähungen gesprochen wird, meinen viele, dass das Gas im Bauch deutlich wahrgenommen wird, aber es entweicht nicht gut. Das kann besonders unangenehm sein, weil der Darm gedehnt wird und Druckschmerz entsteht. Häufig sitzt das Gefühl eher im Unterbauch oder wandert gefühlt mal nach links und mal nach rechts.
Typische Hinweise auf festsitzende Blähungen:
- starker Druck ohne Erleichterung
- Schmerzen, die besser werden, sobald Luft entweicht
- Bauch wirkt aufgetrieben, teils auch hörbar „aktiv“
- häufige Kombination mit Verstopfung oder träger Verdauung
Diese Begleiterscheinungen gehen oft mit Blähungen einher
Blähungen können von weiteren Symptomen begleitet werden, die in Zusammenhang mit diversen anderen Erkrankungen stehen. Welche das sind, erfährst du in diesem Abschnitt unseres Ratgebers.
Blähungen begleitet von Durchfall oder Verstopfung
Darmwinde, die abwechselnd mit Durchfall oder Verstopfung einhergehen, sind sehr häufig ein deutliches Anzeichen für eine Lebensmittelunverträglichkeit. In einigen Fällen können sie auch ein Symptom von Reizdarm sein. Die Kombination aus Blähungen und Durchfall ist besonders häufig bei:
- Magen-Darm-Infekten (meist zusätzlich mit Übelkeit/Unwohlsein)
- Laktoseintoleranz oder anderen Unverträglichkeiten
- Reizdarm (je nach Typ)
Genrell sehr häufig sind Magen-Darm-Infekte, wobei hier vor allem Übelkeit und allgemeines Krankheitsgefühl begleitend auftreten. Kommen zu den Blähungen und dem veränderten Stuhl aber zusätzlich noch starke Bauchschmerzen oder sogar Krämpfe hinzu, dann deutet auch das eher auf einen Reizdarm hin. Diese Kombination der einzelnen Symptome tritt ebenso auch bei Menschen mit einer Lebensmittelunverträglichkeit, beispielsweise bei Gluten-, Laktose- oder Fruktoseintoleranz, sehr häufig auf.
Ausführliche Informationenen zu den Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten von Durchfall findest du in unserem ausführlichen Ratgeber.
Gelber Stuhlgang und Blähungen
Gelber Stuhlgang in Zusammenhang mit Darmwinden kann unterschiedliche Ursachen haben. Am häufigsten tritt gelber Stuhlgang dann zusammen mit Blähungen auf, wenn du stärkereiche Lebensmittel oder große Mengen an Milchprodukten verzehrt hast.
Auch die Einnahme von Antibiotika kann die Farbe des Stuhlgangs verändern. In diesen Fällen ist der gelbe Stuhlgang unbedenklich.
Allerdings kann gelblicher Stuhlgang, vor allem wenn er über einen längeren Zeitraum auftritt und mit weiteren Symptomen wie Bauchschmerzen, Gewichtsverlust etc. einhergeht, auch auf andere Erkrankungen hinweisen. In diesen Fällen solltest du zur weiteren Abklärung und Behandlung unbedingt einen Arzt bzw. eine Ärztin aufsuchen.
Gelber Stuhlgang kann auf folgende Erkrankungen hindeuten:
- Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse, Gallenwege, Leber
- Magen-Darm-Grippe
- Zöliakie
- Darmkrebs
Blähungen: Was tun? Behandlung & schnelle Hilfe
Was hilft schnell gegen Blähungen? Die wirksamste Strategie ist oft ein Mix aus Sofortmaßnahmen und Ursachenarbeit. Der Körper braucht manchmal nur Unterstützung, damit die Luft wieder abgehen kann. Langfristig ist entscheidend, warum sie sich staut.
Soforthilfe: Was hilft bei Blähungen sofort im Alltag?
Wenn du gerade akut Druck im Darm hast, helfen oft einfache Maßnahmen:
Was du sofort tun kannst:
- Bewegung: Ein 10–15 Minuten Spaziergang bringt den Darm in Gang.
- Wärme: Wärmflasche oder warmes Bad entspannt Darmmuskulatur.
- Bauchmassage: sanft im Uhrzeigersinn, nicht schmerzhaft
- Positionen: Knie anziehen, Seitenlage oder „Kindspose“ können Luft lösen.
- Tee gegen Blähungen: zum Beispiel Fenchel/Kümmel/Anis (warm, langsam trinken)
Merksatz: Wenn Luft festsitzt, braucht der Darm häufig Wärme, Bewegung und Zeit.
Hausmittel gegen Blähungen: Was kann wirklich helfen?
Hausmittel sind beliebt, weil sie niedrigschwellig sind und viele tatsächlich funktionieren können, sofern die Blähungen unkompliziert sind.
Bewährte Blähungen Hausmittel:
- Fenchel-, Kümmel- oder Anistee ist ein klassisches Getränk bei vermehrter Gasbildung
- Wärme, ganz einfach als Wärmflasche, Körnerkissen oder Ähnliches
- Ruhig essen, gut kauen, um weniger Luft zu schlucken
- kleinere Portionen, weniger Fett, weniger Kohlensäure
- Toilettenhaltung verbessern, zum Beispiel die Füße leicht erhöht, kann die Entleerung erleichtern
Ernährung: Der größte Hebel bei Blähungen nach dem Essen
Wenn du Blähungen häufig nach dem Essen hast und auch ganz generell, lohnt sich ein kurzer, strukturierter Test, den du über zwei Wochen durchführen solltest:
Die praktische Vorgehensweise sieht so aus:
- Trigger reduzieren: Kohlensäure, sehr fettiges Essen, große Portionen
- Essen strukturieren: 3–4 regelmäßige Mahlzeiten statt „dauernd snacken“
- Tagebuch: Was gegessen? Wann Blähungen? Wie stark?
- Einzeltests: Milchprodukte / Fruktose-reiche Lebensmittel / Süßstoffe getrennt testen
So findest du oft schnell und einfach heraus, ob es eher Menge, Tempo oder bestimmte Zutaten sind.
Medikamente gegen Blähungen: Wirkstoffe & Auswahl
Bei Blähungen muss die Luft schnellstmöglich aus dem Bauch. Das kann mit einem geeigneten Mittel gegen Blähungen zur Behandlung von Gasbildung im Darm erleichtert werden.
Bei Blähungen werden vor allem entschäumende Mittel erfolgreich eingesetzt. Sie sorgen dafür, dass sich die mit Gas gefüllten Schaumbläschen im Speisebrei so schnell wie möglich auflösen. So können die Gase einfach über den Darm entweichen. Häufig ist hier der Wirkstoff Simeticon enthalten.
Du suchst ein geeignetes Medikament gegen Blähungen? Dann kannst du zur Behandlung auf zahlreiche Präparate gegen Blähungen in unserer Online Apotheke zurückgreifen. Hier findest du pflanzliche Mittel, Tabletten gegen Blähungen und mehr.
Wichtig: Es gibt kein „bestes Medikament gegen Blähungen“ im Allgemeinen, eher gibt es bewährte Wirkprinzipien, je nach Situation.
Entschäumer (Simeticon/Dimeticon): Klassiker bei Gasansammlungen
Wirkstoffe wie Simeticon lösen Gasbläschen bzw. Schaum im Magen-Darm-Trakt auf, damit die Luft leichter entweichen kann. Das ist besonders sinnvoll bei:
- starkem Völlegefühl
- festsitzenden Blähungen
- Blähbauch nach dem Essen
Vorteile:
- lokal wirksam (nicht systemisch)
- meist gut verträglich
- geeignet als Soforthilfe
Pflanzliche Mittel: Wenn Krämpfe/Unruhe im Vordergrund stehen
Pflanzliche Präparate setzen oft an mehreren Punkten an, sie sind entspannend, krampflösend und fördern die Verdauungssäfte. Hier ist die Auswahl groß, daher ist es sinnvoll, das Mittel nach dem Hauptproblem auszuwählen. Pflanzliche Entspannungsmittel können bei eher krampfartigen Beschwerden helfen.
Diese Inhaltsstoffe kommen häufig in pflanzlichen Mitteln gegen Blähungen zum Einsatz:
- Fenchel: Fenchel wird traditionell bei gasbedingten Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt und gilt als pflanzlicher Wirkstoff, der die Verdauung begleiten kann.
- Kümmel: Kümmel wird in der Phytotherapie häufig zur Unterstützung bei Völlegefühl und Blähungen verwendet und ist für seine entspannenden Eigenschaften auf den Magen-Darm-Trakt bekannt.
- Anis: Anis zählt zu den klassischen Verdauungspflanzen und wird traditionell bei Blähungen und leichten krampfartigen Beschwerden eingesetzt.
- Pfefferminze: Pfefferminzblätter werden bei funktionellen Magen-Darm-Beschwerden genutzt und können zu einem entspannten Gefühl im Bauchbereich beitragen.
- Kamille: Kamille wird aufgrund ihrer beruhigenden Eigenschaften häufig bei einem empfindlichen oder gereizten Magen-Darm-Trakt eingesetzt.
- Ingwer: Ingwer wird traditionell zur Unterstützung der Verdauung verwendet und kann insbesondere bei Völlegefühl als begleitende Maßnahme eingesetzt werden.
- Melisse: Melissenblätter werden vor allem bei stressbedingten Magen-Darm-Beschwerden eingesetzt und gelten als gut verträglich.
- Bitterstoffe (z. B. Enzian, Wermut): Bitterstoffhaltige Pflanzen werden traditionell zur Anregung der Verdauungssäfte eingesetzt und können Teil einer begleitenden Ernährungstherapie sein.
Kehren die Symptome immer wieder und es handelt sich eher um wechselnde Beschwerden, solltest du einen Ursachencheck vornehmen, da möglicherweise eine Unverträglichkeit oder ein Reizdarm vorliegt.
Probiotika & Darmflora: Wenn Blähungen ständig vorhanden sind
Wenn du ständig Blähungen hast, lohnt sich ein Blick auf die Darmflora, Ernährungsmuster und Stresslevel. Probiotika können in manchen Fällen unterstützen, sind aber kein „Sofort-Entbläher“. Hier ist Geduld wichtiger als Aktionismus, 2 bis 4 Wochen sind oft nötig, um Effekte zu beurteilen. Mehr zum Thema Darmflora und Darmbaktieren findest du in unserem ausführlichen Ratgeber.
Wichtig: Bei anhaltenden Beschwerden lieber Ursachen abklären lassen, statt dauerhaft nur Symptome zu behandeln.
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Darmbakterien spielen eine wichtige Rolle für die gesunde Funktion des Verdauungssystems. Probiotika von apodiscounter unterstützen das Gleichgewicht der Darmflora.
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Wann zum Arzt? Warnzeichen bei Blähungen
Auch wenn Blähungen meist harmlos sind, manche Konstellationen sind ernst zu nehmen. Ärztlich abklären lassen solltest du Blähungen insbesondere, wenn:
- Beschwerden gänzlich neu auftreten und zunehmen
- starke, anhaltende Schmerzen dazukommen
- Fieber, Blut im Stuhl, ungewollter Gewichtsverlust auftreten
- deutliche Veränderungen beim Stuhlgang (neu und dauerhaft)
- der Bauch stark aufgetrieben ist und kaum etwas abgehen kann
Nur dein Arzt bzw. deine Ärztin kann eine ernsthafte Erkrankung ausschließen. Dafür werden eine ausführliche Anamnese (Fragen zu deiner Krankheitsgeschichte) und diverse diagnostische Untersuchungen durchgeführt.
Diese ärztlichen Untersuchungsmethoden können Aufschluss über eine etwaige vorliegende Erkrankung geben:
- Abtasten des Bauches
- Abhören der Darmgeräusche
- eventuell Blut- oder Stuhlproben
- Ultraschall
- Darmspiegelung
Ist die Diagnose gesichert, kann eine Behandlung der Ursache der Grunderkrankung und somit auch der Blähungen eingeleitet werden.
Häufige Fragen zu Blähungen
Was hilft gegen Blähungen am schnellsten?
Wärme, Bewegung und ggf. ein entblähendes Medikament (z. B. Simeticon) können akute Beschwerden lindern.
Blähungen: Was tun, wenn sie nach dem Essen kommen?
Kleinere Portionen, langsamer essen, weniger Kohlensäure und ein kurzes Ernährungstagebuch helfen, die Blähungen zu lindern und Auslöser zu finden.
Was sind festsitzende Blähungen?
Damit meint man Gas, das Druck macht, aber schlecht abgehen kann. Wärme, Bewegung und Bauchmassage können helfen.
Ständig Blähungen und Gluckern im Bauch – was kann dahinterstecken?
Häufig liegen die Blähungen an der Ernährung, Stress oder Unverträglichkeiten. Wenn sie dauerhaft sind, ist eine ärztliche Abklärung sinnvoll.
Stinkende Blähungen: Krankheiten oder normal?
Oft sind Blähungen ernährungsbedingt. Wenn sie neu auftreten, dauerhaft oder mit Durchfall oder Gewichtsverlust kombiniert sind, sollte ein Arzt bzw. eine Ärztin draufschauen.
Welche Medikamente gegen Blähungen gibt es?
Häufig Mitteln gegen Blähungen sind Entschäumer wie Simeticon/Dimeticon sowie pflanzliche Präparate, je nach Beschwerdebild.
Hilft Tee gegen Blähungen?
Fenchel- oder Kümmeltee kann den Bauch beruhigen und die Gasbildung lindern. Besonders in Kombination mit Wärme oder einem kurzen verdauungsfördernden Spaziergang kann Tee eine effekive Sofortmaßnahme gegen Blähungen sein.
Wann sollte ich mit Blähungen zum Arzt?
Bei Blähungen mit starken Schmerzen, Blut im Stuhl, Fieber, Gewichtsverlust oder wenn Beschwerden lange anhalten.
Quellen
- Magendarm-Zentrum. (n.d.). Probiotika beim Reizdarmsyndrom – Aktuelle Leitlinie (CME). https://www.magendarm-zentrum.de/images/dokumente/publikationen/reizmagendarmsyndrom/Probiotika-Reizdarmsyndrom-CME-Aktuelle-Leitlinie.pdf
- Interdisziplinäres Facharztzentrum Langen (IFZ Langen). (n.d.). Ernährung bei Blähungen – Patienteninformation. https://ifz-langen.de/files/uploads/dokumente/patienteninfos/Ern%C3%A4hrung%20Bl%C3%A4hungen.pdf
- Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF). (2022). S3-Leitlinie Reizdarmsyndrom: Definition, Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie (AWMF-Registernummer 021-016). https://register.awmf.org/assets/guidelines/021-016l_S3_Definition-Pathophysiologie-Diagnostik-Therapie-Reizdarmsyndroms_2022-02.pdf
- Palsson, O. S., Whitehead, W. E., van Tilburg, M. A. L., Chang, L., et al. (2023). Prevalence and associated factors of bloating: Results from the Rome Foundation Global Epidemiology Study. Gastroenterology, 165(3), 647–655.e4. https://doi.org/10.1053/j.gastro.2023.01.012 (Deutsche Zusammenfassung z.B. über Falk Foundation: https://falkfoundation.org/de/fgr/detail/praevalenz-von-blaehungen-und-damit-assoziierte-faktoren-ergebnisse-der-globalen-epidemiologie-studie-der-rome-foundation)[1]
- Layer, P., Andresen, V., Pehl, C., & Bischoff, S. C. (2025). Das Reizdarmsyndrom ist eine organische Erkrankung: Pathophysiologie, Diagnostik und Therapie. Der Internist, CME-Beilage, 66(6), 1–12. (PDF über Landesärztekammer Hessen abrufbar.)
- Charité – Universitätsmedizin Berlin. (2025). Neues zu chronischen Magen-Darm-Beschwerden: Das enterische Nervensystem im Fokus. https://www.charite.de/forschung/paper_spotlight/neue_erkenntnisse_zu_chronischen_magen_darm_beschwerden
- Max-Planck-Gesellschaft. (2024, 18. September). Wie die Psyche die Darmgesundheit beeinflusst. https://www.mpg.de/23467462/0917-wie-die-psyche-die-darmgesundheit-beeinflusst-152035-x
- Deutsches Register Klinischer Studien (DRKS). (2025). LEONORA: Wirkung einer stufenweisen Inulin-Gabe auf das Darmmikrobiom bei chronischer Obstipation (DRKS00034919). https://www.drks.de/search/de/trial/DRKS00034919
